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Start Blog Seite 456

The White Buffalo – ON THE WIDOW’S WALK

Das ultimative Ziel

Jake Smith (aka The White Buffalo) macht im Prinzip auch auf seinem nunmehr siebten Album, ON THE WIDOW’S WALK, das, was er immer macht. Der Sänger, Songschreiber, Gitarrist und Geschichtenerzähler mit dem gefühlvollen Bariton lässt sich weder durch Modeerscheinungen einschränken noch auf nur ein Genre festlegen. Seine Musik ist seit jeher schwer zu definieren – ja, sie ist ehrlich und spirituell und schöpft Elemente aus Rock, Soul, Folk, Blues und Americana, sie hat einen dunklen Puls und ein First-Take-Gefühl. ON THE WIDOW’S WALK ist eine elfteilige, lose verbundene Sammlung dunkler Nervenkitzel. Produziert von Shooter Jennings, der auch Klavier und Keyboards spielt. Und der ist in die Fußstapfen seines Vaters , der Country-Legende Waylon Jennings, getreten, glaubt daher nicht an die Einhaltung von Regeln und arbeitet, von Marilyn Manson bis Tanya Tucker, mit einer Vielzahl von Künstlern zusammen. Und das macht ihn zu einem kongenialen Partner von Jake Smith.

Das ungewohnt fröhliche ›Problem Solution‹ eröffnet die Reise, der schnelle Rocker ›Faster Than Fire‹ ist auf andere Weise überraschend. Den kraftvollsten Eindruck hinterlassen bei The White Buffalo die ruhigen Töne wie ›Sycamore‹, ›Cursive‹, das sehr atmosphärische ›River Of Love And Loss‹ und die vielleicht schönste Nummer, der Rausschmeißer ›I Don’t Know A Thing About Love‹ mit Gänsehaut-Garantie. Es gibt aber leider auch Beliebiges wie das quasi Titelstück ›Widow’s Walk‹, das countryeske ›Come On Shorty‹ oder ›The Rapture‹.

7 von 10 Punkten

The White Buffalo, ON THE WIDOW’S WALK, SNAKEFARM/UNIVERSAL

Hexvessel – KINDRED

Geheimnisvoller Waldspaziergang zwischen Psych, Prog und Folk

Die Naturburschen von Hexvessel waren ja schon immer gut darin, Appetit zu machen auf einen schönen Waldspaziergang, bei dem man Bäume umarmt, Pilze anknabbert und Eichhörnchen dabei beobachtet, wie sie sich den Stamm rauf und runter jagen. Auf KINDRED erweisen sich die finnisch-englischen Waldbewohner aber erst so richtig als Schamanen im Auftrag von Mutter Natur. Aus Psych-Rock, Blues und Folk beschwören Hexvessel ein erdiges, morastiges, geheimnisvolles und zutiefst arkanes Stück Musik herauf, das ein bisschen so klingt, als wären King Crimson und Pink Floyd auf eine Tasse Tee zu Gast bei den Geistern des Waldes.

Und weil bei aller Versponnenheit und druidischer Gravitas immer noch seltsam anrührende, berauschende, innig empfundene Songs entstehen, kann man Hexvessel zu diesem großen Wurf der Naturmystik nur gratulieren. Vielleicht ist es ja ein Zeichen, dass ein Album wie KINDRED ausgerechnet in diesen unruhigen Zeiten erscheint. Raus mit uns also in den Wald. Alles wird gut.

8 von 10 Punkten

Hexvessel, KINDRED, SVART/MEMBRAN

Niedeckens BAP: Heldenvideo zu ›Huh die Jläser, huh die Tasse‹

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Niedeckens Bap HeldenversionWolfgang Niedecken verneigt sich mit einem Song vor den Helden unseres Alltags. Jetzt mit aktualisiertem Video.

Mit seinem jüngsten Reggae-Song ›Huh die Jläser, huh die Tasse‹ feiert Wolfgang Niedeckens BAP sowohl die Klimaaktivisten von Fridays for Future, die Ärzte und Pfleger, die uns durch die aktuelle Krise helfen, als auch diejenigen, die sich ehrenamtlich für Obdachlose und Geflüchtete einsetzen.

Und ganz allgemein diejenigen, „die beruflich und ehrenamtlich im weitesten Sinn im sozialen Bereich arbeiten, oft unterbezahlt und in unserer Gesellschaft viel zu wenig beachtet sind“.

Das ursprüngliche Video zum Song bestand aus Studioaufnahmen der Band aus den letzten Jahr. Fans wurden anschließend gebeten, Fotos von Heldinnen und Helden ihres Alltags zu schicken. Nun ist die sogenannte Heldenversion von ›Huh die Jläser, huh die Tasse‹ fertig.

Jeff Beck: ›Isolation‹-Cover mit Johnny Depp

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Jeff Beck und Johnny DeppHört hier das John-Lennon-Cover von Jeff Beck und Johnny Depp.

Passt aktuell wie die Faust aufs Auge: Gestern veröffentlichten Johnny Depp und Jeff Beck ihre gemeinsame Coverversion von John Lennons ›Isolation‹ und lieferten somit einen kleinen Beitrag in den schweren Zeiten von Corona, Ausgangsbeschränkungen und Quarantäne.

Beck meinte dazu: „Johnny und ich arbeiten schon seit einer Weile an gemeinsamer Musik. Diese Nummer haben wir letztes Jahr im Studio aufgenommen. Eigentlich wollten wir den Song nicht so bald veröffentlichen, aber angesichts dieser schweren Tage und der Isolation, die viele Menschen aktuell durchmachen müssen, dachten wir, dass jetzt die richtige Zeit dafür wäre.“

Und die Gitarren-Ikone fügt hinzu: „Ihr werdet demnächst mehr von Johnny und mir hören.“

Biff Byford: Akustik-Session mit Sohn

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Biff Byford and Son screenshotAus der Quarantäne heraus sendet Biff Byford das Video einer lustigen Akustik-Session mit seinem Sohn.

Während des Lockdowns hat Biff Byford ein Home-Video gedreht. Zu sehen ist der Saxon-Mann mit seinem Sohn Seb. Die beiden albern herum und spielen schließlich zwei Akustik-Songs miteinander: ›Black And White‹ vom Byfords jüngstem Solo-Album SCHOOL OF HARD KNOCKS sowie die Nummer ›Outside Lookin In‹ von Seb Byfords Band Naked Six.

Jimmy Webb: Mode-Ikone ist tot

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Jimmy Webb ScreenshotUnd die Stadt New York ist um eine Attraktion ärmer: Jimmy Webb ist gestorben.

Jimmy Webb ist im Alter von 62 Jahren gestorben. Die Mode-Ikone war in New Yorks berühmt berüchtigter Punk-Boutique „Trash and Vaudeville“ als Stylist und Einkäufer tätig. Die Vogue bezeichnete ihn 2013 als “Punk Rock’s unofficial shopkeeper.”

2017 hatte der Paradiesvogel seinen eigenen Laden eröffnet und ihn auf den Namen „I Need More“ nach einem Iggy-Pop-Song getauft. Nun ist der 62-Jährige Medienberichten zufolge gestorben. Stars wie Duff McKagan, Joan Jett oder seine Langzeit-Muse Debbie Harry von Blondie betrauern den Tod Jimmy Webbs auf Instagram und Twitter.

Paul McCartney: Fordert Schließung von Wildtiermärkten

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Paul McCartney neues Album Egypt Station„Schließt die chinesischen Wildtiermärkte“, lautet McCartneys Aufruf in der Howard-Stern-Show.

Paul McCartney erklärte jüngst, dass er es für einen wichtigen Schritt halte, die Wildtiermärkte in China zu schließen. McCartney ist seit über 40 Jahren Vegetarier und Tierrechtler, jetzt verstärkt die aktuelle Corona-Pandemie seinen Standpunkt, da das Sars-CoV-2-Virus wahrscheinlich (dies ist jedoch noch nicht offiziell bestätigt) von einem solchen Markt in Wuhan stammt.

Zu Gast bei Radiolegende Howard Stern meinte McCartney dazu ohne Umschweife: „Ich hoffe wirklich, dass die chinesische Regierung jetzt sagen wird: Okay Leute, wir müssen hier jetzt echt super hygienisch werden. Und sind wir doch mal ehrlich, Fledermäuse essen, das ist schon ein bisschen mittelalterlich. (…) Da könnte man genau so gut eine Atombomben werfen, weil auch dieses Virus und dessen Folgen die ganze Erde betrifft.“

McCartney meinte außerdem, es wäre eine sehr gute Idee, wenn seine berühmten Kollegen ihre Reichweite nutzten, um die Schließung der Märkte voranzutreiben. Dem 77-Jährigen sei durchaus bewusst, dass diese Märkte nicht nur einen Teil der Nahrungsmittelversorgung darstellten, sondern auch eine kulturelle Institution und Tradition. Trotzdem sei dies kein Grund dafür, Dinge einfach so zu belassen, wie sie gerade sind.

So scharf und kulturkritisch die Worte von McCartney auch sein mögen: Man muss bedenken, dass sich der 77-Jährige auch den westlichen Essgewohnheiten gegenüber ablehnend zeigt. „Wenn Schlachthäuser Wände aus Glas hätten, wären alle Menschen Vegetarier“, lautet eines seiner berühmtesten Zitate und zeigt deutlich, dass McCartney den Vegetarismus aller Menschen fordert.

Deshalb engagiert sich der Ex-Beatle immer wieder öffentlichkeitswirksam für Tierrechte und Vegetarismus bzw. Veganismus. So warb er mit seiner Familie in der Kampagne „One Day A Week“ für reduzierten Fleischkonsum oder veröffentlichte das Buch „Less Meat, Less Heat“.

Axxis: VIRUS OF A MODERN TIME

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Axxis virus of a modern timeAm Freitag releasten Axxis eine digitale und zur Corona-Pandemie passende EP.

Aufgrund der aktuellen Corona-Krise haben Axxis ihre Arbeiten für das nächste Studioalbum unterbrochen und veröffentlichten vergangenen Freitag eine digitale EP namens VIRUS OF A MODERN TIME.

Das Songmaterial stammt von einem Theaterprojekt mit dem Titel „Prometheus Brain Project“, bei dem Bernhard Weiß und Harry Oellers von Axxis 2007 für die musikalische Inszenierung verantwortlich waren. Das Stück handelte von der griechischen Gottheit Prometheus.

Bernhard Weiß über das Stück und die EP: „Ich musste sofort an das Stück denken als ich die aktuellen Nachrichten über den Corona-Virus mitverfolgt habe. Letztendlich haben wir damals ein Szenario auf der Bühne aufgeführt, das sich jetzt gerade bewahrheitet. Nicht nur das Stück ›Virus Of A Modern Time‹ hat wenn man so will vorausahnenden Charakter.“

Auch ein Videoclip mit Szenen der damaligen Theaterinszenierungen ist online abrufbar: