Review: Hexvessel – KINDRED

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Review: Hexvessel – KINDRED

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Geheimnisvoller Waldspaziergang zwischen Psych, Prog und Folk

Die Naturburschen von Hexvessel waren ja schon immer gut darin, Appetit zu machen auf einen schönen Waldspaziergang, bei dem man Bäume umarmt, Pilze anknabbert und Eichhörnchen dabei beobachtet, wie sie sich den Stamm rauf und runter jagen. Auf KINDRED erweisen sich die finnisch-englischen Waldbewohner aber erst so richtig als Schamanen im Auftrag von Mutter Natur. Aus Psych-Rock, Blues und Folk beschwören Hexvessel ein erdiges, morastiges, geheimnisvolles und zutiefst arkanes Stück Musik herauf, das ein bisschen so klingt, als wären King Crimson und Pink Floyd auf eine Tasse Tee zu Gast bei den Geistern des Waldes.

Und weil bei aller Versponnenheit und druidischer Gravitas immer noch seltsam anrührende, berauschende, innig empfundene Songs entstehen, kann man Hexvessel zu diesem großen Wurf der Naturmystik nur gratulieren. Vielleicht ist es ja ein Zeichen, dass ein Album wie KINDRED ausgerechnet in diesen unruhigen Zeiten erscheint. Raus mit uns also in den Wald. Alles wird gut.

8 von 10 Punkten

Hexvessel, KINDRED, SVART/MEMBRAN

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