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Ross Halfin – DEF LEPPARD: DIE DEFINITIVE GESCHICHTE IN BILDERN

DefLeppard_Def:Layout 1Bilderbuch einer 33-jährigen Karriere.

Von 1978 bis in die Gegenwart be­­­­gleitete der Foto­­graf Ross Halfin Def Leppard auf Schritt und Tritt. Daher lässt DIE DEFINITIVE GE­­SCHICHTE IN BILDERN keine Startschwierig­­keit, keinen Hö­­hen­­flug, keinen Schicksalsschlag und keine Peinlichkeit aus – angefangen bei den ersten Schritten namenloser Jungspunde über kon­­tinuierlich größer werdende Bühnen bis hin zu Steve Clarks Tod, Rick Allens Armverlust und modischen Fehltritten. Den Großteil der über 230 Seiten belegen Live-Fotografien, hinzu kom­­men einige Backstage- und Reise­­auf­­nahmen. Ein Wermutstropfen ist der nahezu gänzliche Verzicht auf Privatmaterial, welches ein helleres Licht auf die Personen hinter der britischen Hardrock-Legende hätte werfen können. Klare Linien suggerieren: Fens­­ter­­einsichten erwünscht, Schlüsselloch-Blicke verboten. Da der autorisierte Hardcover-Bild­­band seinen Lesern das Interpretatieren selbst überlässt, fallen Joe Elliotts Vorwort sowie die wenigen Begleittexte von Halfin, Band-Mit­­gliedern und -Wegbegleitern umso inter­­essanter aus.

Paul Rodgers – LIVE AT MONTREUX 1994

0801213919598Top-Songs, Top-Besetzung: Paul Rod­­gers gibt alles.

Wer einen so re­­nommierten Na­­men hat, muss sich um prominente Pro­­jekt-Unter­­stüt­­zung offenbar keine Sorgen machen: 1994 schlug der ehemalige Bad Com­­pany/Free-Frontmann Paul Rodgers beim legendären Mon­­treux Jazz Festival auf, hatte u.a. Drummer Jason Bonham (Led Zeppelin) und Gitarrist Neal Schon (Journey) in seiner Band, nur um im Laufe des Abends auch noch Queens Brian May und Blues-Legende Luther Alli­­son zu begrüßen. Entsprechend bunt ist die Songauswahl ausgefallen: Von Welthits wie ›Allright Now‹, ›Wishing Well‹, ›Can’t Get Enough‹ und ›Fire And Wa­­ter‹ bis zu Blues-Klassikern der Sorte ›Hoochie Coochie Man‹ und ›Louisiana Blues‹ gibt es ausschließlich gute Bekannte zu hören. Allerdings, ähnlich wie bei der aktuellen Bad Company-DVD LIVE AT WEMBLEY: so sensationell Rodgers’ Stimme ist, so langweilig kommt sein Stage­­acting rüber. Hören ist auch hier besser als Sehen.

Pentagram – WHEN THE SCREAMS COME

pentagramDer Kult in bewegten Bildern.

Pentagram zählen zu den Urge-steinen im Heavy Metal und haben einen wichtigen Beitrag zur Ent­­wicklung des Doom-Genres ge­­leistet. Nun können sich Fans mit WHEN THE SCREAMS COME einen Auftritt der Rocker ins Wohn­­zimmer holen. Was die Songauswahl betrifft (präsentiert werden u.a. ›Ask No More‹, ›You’re Lost, I’m Free‹ und das grandiose ›Sign Of The Wolf‹), gibt es gar nichts zu meckern. Bei einer Live-DVD geht es jedoch um mehr. Und schon kommt die Fassade ins Bröckeln: Speziell im Bereich „Kameraführung” fragt man sich, ob der Verantwortliche mehr als Urlaubsvideo-Erfahrung hat, so hektisch und mitunter verwackelt wirken die Bilder auf den Betrachter. Zudem wurden die Aufnahmen fast ausschließlich im Fotograben gemacht, die Fan-Reaktionen konnten da­­durch nur begrenzt erfasst werden. Ander­er­seits bekommt man so aber die Gelegenheit, die einzigartige Mimik von Bobby Liebling aus nächster Nähe zu erspähen – der eine oder andere Lacher ist gesichert. Von einem Blindkauf ist dennoch abzuraten.

Gary Moore – LIVE AT MONTREUX 2010

moore, garyBlues für die Ewigkeit: Moores letzter Konzertmitschnitt.

Wäre Gary Moore, geboren 1952, eine Dekade früher auf die Welt gekommen, hätte er zweifellos als fingerflinker Virtuose Einzug in den Pan­­theon der britischen Über­­gitar­­risten um Eric Clapton, Jimmy Page, Jeff Beck und Peter Green gehalten. Doch als der blutjunge Nordire 1969 bei Skid Row an­­heuerte, waren die vorderen Rän­­ge im Gitarren-Ranking schon vergeben. Gary Moore machte das Beste aus seiner Situation, blieb trotz Gastspielen in stilistisch unterschiedlichen Forma­­tionen wie Thin Lizzy oder Colos­­se­­um ein auf Blues und Rock geeichter Purist und Solist. Nach einer längeren Phase mit starker Nei­­gung zu Blues-Klassikern der Frühzeit werkelte er gerade an einem Rockalbum, als ihn am 6. Februar diesen Jahres im spanischen Estepona ein tödlicher Herz­­infarkt ereilte. Der mitge­­­filmte Gary Moore-Auftritt beim 2010er-Montreux Jazz ­Festival avanciert daher zum Ver­­­­mäch­­t­­nis. Hymnen wie ›Over The Hills And Far Away‹, ›Empty Rooms‹, ›Out In The Fields‹ oder ›Pari­­sienne Walkways‹ ergänzen sich mit ›Still Got The Blues‹ und dem Jimmy-Rogers-Cover ›Wal­­king By Myself‹. Dazu gesellen sich die brandneuen Nummern ›Days Of Heroes‹, ›Where Are You Now?‹ und ›Oh Wild One‹, ursprünglich Bestandteil des nicht fertiggestellten Werks. Vier bislang unveröffentlicht gebliebene Songs aus Moores Montreux-Gastspiel von 1997, ›One Good Reason‹, ›Oh Pretty Woman‹, ›Still Got The Blues‹ und ›Walking By Myself‹, gibt’s auf DVD und Blu-ray als Bonus, auf gleichnamiger CD fehlen die Bonus-Tracks allerdings.

Counting Crows – AUGUST AND EVERY­­THING AFTER LIVE AT TOWN HALL

counting crowsAugust und alles danach: Debütwerk revisited.

Ein Segen, der je­­doch zum Fluch wurde: Mit dem von T-Bone Bur­­nett produzierten Debüt AUGUST AND EVERYTHING AFTER ge­­lang den 1991 in San Francisco von Sänger Adam Duritz aus der Taufe gehobenen Counting Crows mal eben der Volltreffer: allein in den USA siebenfacher Platinstatus. Vor allem die erste von vier ausgekoppelten Singles, ›Mr. Jones‹, ein manischer Folk-Rocker im Mid-Tempo über die Sehnsucht von Musikern einmal den Jackpot zu knacken, sollte sich als Orakel erweisen. Als Vor­­bild diente Adam Duritz ein Freund seit Kindertagen: Marty Jones, Bassist von The Hima­­layans, bei denen Duritz vor den Counting Crows als Sänger fungierte. Mag das Zweitwerk RE­­COVERING THE SATELLITES auch den ersten Platz in den Bill­­board Charts eingenommen ha­­ben – weder die Intensität noch die Akzep­­tanz des Erstlings ließen sich in den 20 Jahren Band­­historie wiederholen. Vor diesem Hintergrund erscheint es nur logisch, wenn das bis heu­­te vor allem in den USA erf­­olg­reiche und regelmäßig tourende Septett auf jenen Meilenstein von 1993 zurückgreift. In nahezu chronologischer Reihenfolge wie in der Studioversion führten die Coun­­ting Crows am 18.9.2007 das Al­­bum in der New Yorker Town Hall auf – und ließen die Show konsequenterweise gleich in HD mitfilmen. Aus der Reihe tanzte nur das direkt an den Opener ›’Round Here‹ angehängte ›Raining In Baltimore‹, im Original-Tracklisting ei­­gent­­lich Song Nummer 11. Keine Frage: Adam Duritz und seine sechs Begleiter strotzen auch im 20. Karrierejahr vor Energie und Spielfreude. Als Bonusmaterial gibt es das ausführliche Inter­­view „In Depth With Adam Du­­ritz & Charlie Gillingham“. Er­­staunlich ist im Nachhinein be­­trachtet allerdings, dass die Coun­­ting Crows vor AUGUST AND EVERY­­THING AFTER – LIVE AT TOWN HALL keinen einzigen Konzertmitschnitt auf DVD veröffentlicht haben.

Elvis Costello – SPECTACLE: ELVIS COS­­TELLO WITH… SEASON TWO

Spectacle_ElvisCostelloUngeahnte Fähigkeiten, die Elvis Costello hier wöchentlich entfalten darf.

Wer hätte je ge­­dacht, dass ein kauziges Genie wie Elvis Costello fähig wäre, als eloquenter Gast­­geber einer Musik- und Inter­­view-Show zu fungieren? Seit dem 3. Dezember 2008 wird die an Jools Hollands LATER angelehnte Reihe SPECTACLE: ELVIS COSTELLO WITH… wöchentlich auf dem von Robert Redford initiierten New Yorker TV-Sender Sundance Channel ausgestrahlt – mit stets hochkarätiger Gäste­­schar. Geistes Väter der Sen­­dung waren eigentlich Sir Elton John samt Partner David Fur­­nish, die ein musikalisches Infotain­­ment ersannen, das den Beruf und eben nicht die Prominenz der Pro­­tagonisten in den Vor­­der­­grund stellt. Klar, dass der sonst nur auf Drogen, Homosex­­ualität, Schimpftiraden, Haar­­verpflanzung und Adoptions­­ver­­­­suche reduzierte John gleich mehrmals aufschlug. Nachdem sich die erste Staffel mit illustren Leuten wie Lou Reed, James Tay­lor, The Police und John Mellen­­camp als Erfolg entpuppte, setzt SPECTACLE: ELVIS COSTELLO WITH… SEASON TWO noch ei­­nen drauf: Bono und The Edge nehmen komplett die erste von insgesamt sieben Folgen in Be­­schlag. Zeitlich weniger großzügig geht es in Episode zwei (Ne­­ko Case, Sheryl Crow, Ron Sex­­smith, Jesse Winchester) und drei (Levon Helm, Nick Lowe, Richard Thompson, Allen Toussaint) zu. Costellos eigenes künstlerisches Schaffen steht im Mittel­­punkt der vierten Folge – mit ei­­nem ausführlichen Interview, geführt von Mary-Louise Parker. Einmal mehr seinen Gästen widmet sich der Schotte in Folge fünf, wenn Lyle Lovett, Ray La­­Montagne und John Prine auf­­schlagen. Absoluter Höhepunkt dürfte jedoch der auf zwei Sen­­dungen verteilte Besuch vom „Boss“ sein. Bruce Spring­­steen steht Costello geduldig Rede und Ant­­wort, vergisst dabei aber auch nicht, ausgiebig mit seinem Ge­­sprächspartner zu musizieren.

Eagles – THEIR GREATEST HITS (1971-1975)

1365074676_EaglesSechs Pseudo-Cowboys, die auszogen, um die Welt zu erobern.

„Wir waren ein Hammer- Team“, beschwört Gründungsmitglied Glenn Frey seine langjährige Partnerschaft mit Schlagzeuger und Sänger Don Henley, und fügt nicht ohne Ironie hin­­zu: „Ich war für kreative Ideen und kontroverse Mei­­nungen zu­­ständig, er für romantische Poesie.“ Fakt ist, dass Talent, Erfolg, Drogen, Geld und Weltruhm die Beziehungen der Musiker stets auf eine harte Probe stellten, doch ein Jahrzehnt lang galten die Eagles als Inbegriff des American Way Of Life – letztlich aber auch als typisches Beispiel für die Gigantomanie jener Ära. Mit kompakter Virtuosität – jeder spielte mehrere Instrumente, sang und komponierte – sowie einer Fusion aus Bluegrass, Country, Folk, Pop und Rock’n’­­Roll definierten die Eagles den US-Pop-Mainstream der Post-Hippie-Ära. Unterm Strich bleibt ein erstaunlich flexibles Œuvre, wie die 180-Gramm-Version von THEIR GREATEST HITS demonstriert: Da reiht sich mit ›Take It Easy‹, ›Witchy Woman‹, ›Despe­­rado‹, ›Tequila Sunrise‹, ›Take It To The Limit‹ und ›One Of These Nights‹ Hit an Hit. Ausgespart bleibt allerdings das Ma­­­­­­terial des Verkaufsschlagers HOTEL CALIFORNIA sowie dessen Nachfolgers THE LONG RUN. Des Rätsels Lösung ist simpel: THEIR GREATEST HITS erschien im Original im Februar 1976, hatten diese Platten das Licht der Welt noch nicht erblickt.

Rufus Wainwright – HOUSE OF RUFUS

HouseOfRufusDes Wunderkinds Werke.

Der kanadische Singer/Song­writer wird oft unter­­schätzt. Was einerseits an seiner Herkunft als Kin­­d etablierter Künstler liegt, zum anderen aber auch an seinem Hang fürs Theatralische. Einer, der ein ganzes Album mit den gleichen Songs aufnimmt, die einst sein Idol Judy Garland in der New Yorker Carnegie aufführte – und zwar in derselben Reihenfolge –, taugt wohl nur zum Nischenkünstler. Doch bei Rufus Wainwright, Sohn von Loudon Wainwright III und Kate McGarrigle, liegt die Sache ein wenig anders. Der 38 Jahre alte Sänger, Multi­­ins­­trumentalist und Komponist em­­pfiehlt sich seit seinem 1998er-Debüt als Ausnahme­talent, das zeitlose Songkunst in traumhaft orchestrierten Ar­­­­rangements bietet. Seine Ent­­scheidung, mit HOUSE OF RU­­FUS eine wahre Cheops-Pyra­­mide von einem Box-Set vorzulegen, überrascht dann aber schon: Insgesamt 19 Scheiben (13 CDs und sechs DVDs) vereinen sich mit einem schweren, plüschigen Coffeetable-Buch inklusive Kunstdrucken, Songtexten und Fotos zu ei­­­nem Gesamtwerk – ganz so, als wäre der Künstler bereits pensioniert oder gar verstorben. Was letztlich aber typisch ist für Wainwright, der gerne das Außenseiter-Genie markiert. Schon das Debüt RUFUS WAINWRIGHT kommt auf den Punkt. Von POSES aus dem Jahr 2001 an geht er dann mit jedem weiteren Werk in Rie­­senschritten voran: WANT ONE (2003) und WANT TWO (2004) bauen als Zwei­­teiler auf­­einander auf. RELEASE THE STARS liefert Hits wie ›Do I Dis­­appoint You?‹, ›Bet­­ween My Legs‹ und ›Slideshow‹. Weni­­ger zugänglich ist nur das ALL DAYS ARE NIGHTS: SONGS FOR LULU aus dem Jahr 2010. Gleich vier weitere CDs liefern Archivmaterial: RU­­FUS RA­­RITIES, RUFUS AT THE MO­­VIES, RUFUS FAMILY AND FRIENDS und RUFUS ORIGI­­NAL DEMOS erfreuen mit ei­­nem Rundumschlag aus Rari­­tä­­ten, Soundtrack-Bei­­trä­­gen, Du­­etten und Demos. Als weniger essenziell dürfen die Kon­­zertmitschnitte RUFUS DOES JUDY AT THE CAR­­NE­­GIE HALL und MILWAUKEE AT LAST! eingestuft werden. Um allem die Krone aufzusetzen, finden sich in der Box auch noch sämtliche bislang er­­schienenen DVDs: Von der Doku ALL I WANT über die Live-Ausgaben LIVE AT FILL­­MORE, RELEASE THE STARS, RUFUS! RUFUS! RUFUS! DOES JUDY! JUDY! JUDY! LIVE AT THE LONDON PALLADIUM, MILWAUKEE AT LAST!!! bis hin zur ersten Oper PRIMA DONNA: THE MAKING OF AN OPERA. Ein Box-Set, das einen das ganze Leben lang begleiten kann.