Eigentlich wollte Carl Barât eine reine Soloplatte aufnehmen. Dann hat er sich doch Verstärkung ins Studio geholt. Per Online-Posting suchte er nach Mitmusikern, nach einem Casting in London fiel die Wahl schließlich auf Jay Bone (Drums), Billy Tessio (Gitarre) und Adam Claxton (Bass). Fertig waren The Jackals. Mit LET IT REIGN legen sie nun ihr Debüt vor, und los geht’s gleich richtig gut. ›Glory Days‹ ist ein Hybrid aus Punk und Reggae mit feinster Schrammelgitarre und rotzigem Gesang, Joe Strummer hätte seine Freude daran. ›Summer In The Trenches‹ schlägt in dieselbe Kerbe. Im ungeschliffenen ›Victory Gin‹ gibt sich Barât kämpferisch („We are not afraid of anyone/I defy anyone to tell me I am wrong“), ›War Of The Roses‹ ist eine stampfende Hymne mit Oasis-Refrain. Allerdings ist nicht alles Gold, was glänzt. ›We Want More‹ mit seinen skandierten „Yeah, Yeahs“ und ›The Gears‹ mit seinen „Oohs“ klingen etwas hingeschludert, Marke Standardpunk. Insgesamt fehlt der Platte eine gewisse Portion Spontaneität und Leichtfüßigkeit. Vielleicht findet Carl die ja demnächst wieder – wenn er mit seinem Kumpel Pete zusammen das neue Libertines-Album aufnimmt, das dieses Jahr erscheinen soll.
The Wave Pictures – GREAT BIG FLAMINGO BURNING MOON
Neue Lektionen in charmantem Lo-Fi-Rock, serviert von der vielleicht besten unbekannten Band derzeit.
Die Welt ist schon ungerecht. Da liefert eine Band seit Jahren eine tolle Rumpelplatte nach der anderen ab, und kaum jemand nimmt Notiz. Mit dem Doppelalbum CITY FORGIVENESS haben sie 2012 ihr Opus Magnum veröffentlicht: Die Stücke waren länger, aber gewohnt großartig. Die neue CD ist wieder so herrlich windschief wie zu Anfangstagen. Als würden The Sonics plötzlich Blues spielen. Definitiv ist GREAT BIG FLAMINGO BURNING MOON nicht ihr abwechslungsreichstes Album, dafür vielleicht ihre definitive Hitplatte. Tausendsasa Billy Childish, der die Platte mitproduzierte, hat offenbar neue Energien freigesetzt. Ohne Pause kippt die Scheibe von einem Hit (man höre den Titelsong!) in den nächsten und man registriert beiläufig, dass die Texte in ihrer starken Bildhaftigkeit wieder gewohnt großartig sind: „I came into the room and realised that I was still burning, the room was empty, but the goldfish was surfing“. The Wave Pictures können einfach keine schlechte Platte machen.
Steve Earle & The Dukes – TERRAPLANE
Steve Earles von der ersten bis zur letzten Sekunde grandioses Scheidungswerk.
Öfter ›Baby Baby Baby (Baby)‹ zu erotischem Blues-Rock-Gitarrenriff und empathisch passioniertem Mundharmonikagebläse kann Steve Earle eigentlich gar nicht mit zusammengebissenen Zähnen stöhnen – der Glanzauftakt zu einem traumhaft erstklassigen Back-To-Roots-Werk. Auch das akustisch in unheilvoller, fast schon unheimlicher Fiddle gebettete ›You’re The Best Lover That I Ever Had‹ beschwört das imaginäre Baby – und man fragt sich, ob die Scheidung von Singer-Songwriterin Allison Moorer im vergangenen Jahre den immensen Kreativitätsschub von Earle verursacht haben könnte. Robert Johnson und John Lee Hooker nicken, zwinkern, ja, lächeln anerkennend von oben oder wo auch immer die verstorbenen Blues-Koryphäen sich befinden mögen zum manisch im Boogie-Rock-Takt zelebrierten ›The Tennessee Kid‹. Zerknirscht stellt er im Stil von Western-Swinger Bob Wills fest: ›Ain’t Nobody’s Daddy Now‹. Wie ein auf seine alten Tage hin melancholisch gewordener Kater faucht, jauchzt, greint und schluchzt sich Earle durch die offensichtliche Trennungsode ›Better Off Alone‹ mit integriertem Cello zwischen Blues-Noten, die auch von Peter Greens Fleetwood Mac stammen könnten. Fideler Chicago City Blues macht sich breit in ›The Usual Time‹. Keith Richards sollte mal ›Go Go Boots Are Back‹, ›Acquainted With The Wind‹ und ›Gamblin‘ Blues‹ lauschen – so würden auch die Rollenden Steine wieder ein Stück Glaubwürdigkeit gewinnen, vorausgesetzt sie stellen Mick Taylor wieder als festes Mitglied ein und Mick Jagger versagt sich endlich seine Soloflausen. Ein Hauch Django Reinhardt umweht die lässig im Duett mit Eleanor Whitmore hingezauberte Feststellung ›Baby’s Just As Mean As Me‹. Wuchtiger, als mit ›King Of The Blues‹ kann ein Album nicht ausklingen, es sei denn, es handelt sich um IV von Led Zeppelin und besagter Song heißt ›When The Levee Breaks‹. Steve Earle sollte sich ruhig öfter mal scheiden lassen.
Seht hier Fan-Aufnahmen vom Videodreh zu ›Rock The Blues Away‹
AC/DC haben in Los Angeles den Clip zu ›Rock The Blues Away‹ gedreht. Ausschnitte von den Dreharbeiten, aufgenommen von einem Fan, erlauben einen ersten Eindruck.
Angus Young und Kollegen haben am Dienstag (10. Februar) in Los Angeles das Video zu ›Rock The Blues Away‹ aufgenommen. Ein Fan filmte mit und bietet uns so schon mal einen Vorgeschmack auf das, was uns erwartet. Der Song stammt vom jüngsten AC/DC-Werk ROCK OR BUST, das im November erschienen ist.
Am Schlagzeug sitzt, wie schon beim Grammy-Auftritt der Band, Neuzugang Chris Slade. Sein Vorgänger Phil Rudd muss sich im April vor Gericht verantworten. Auch bei der kommenden AC/DC-Tour wird Slade die Trommeln rühren.
Hier könnt ihr euch einen Eindruck machen vom Videodreh zu ›Rock The Blues Away‹:
Hört hier exklusiv das gesamte neue Album!
Am morgigen Freitag veröffentlichen Kensington, die holländischen Nachwuchs-Radio-Rocker Nummer eins, ihr neues Album. Hört bereits jetzt RIVALS in voller Länge.
Kensington über den Nachfolger ihres Albums VULTURES: „Wir wollten die Kraft und Energie unserer Liveshows auf diesem Album hörbar machen. Wir sind in vielen Bereichen einen großen Schritt weiter gegangen, vor allem bei der Produktion. Wir wussten genau, was wir wollten und wie wir es erreichen konnten. Wir haben alles viel stärker durchdacht und haben erst dann aufgehört zu arbeiten, als wir wirklich komplett zufrieden waren.“
Hier könnt ihr RIVALS schon jetzt hören:
Tracklist:
1. Streets
2. All For Nothing
3. Done With It
4. System
5. Riddles
6. War
7. Don’t Walk Away
8. Little Light
9. Words You Don’t Know
10. Rivals
Seht hier das offizielle Video zur Single ›Streets‹:
Hört hier eine frühe Version von ›Trampled Under Foot‹
Am 20. Februar kommt im Rahmen von Led Zeppelins Reissue-Reihe die Neuauflage von PHYSICAL GRAFFITI raus. Darauf findet sich mit ›Brandy & Coke‹ eine frühe Fassung von ›Trampled Under Foot‹.
Mit PHYSICAL GRAFFITI lieferten Led Zeppelin eines der legendären Doppel-Alben der Rockgeschichte ab. Mit Klassikern wie ›Kashmir‹, ›Custard Pie‹ und ›Trampled Under Foot‹. Eine bisher unveröffentlichte Version von letzterem gibt’s unter dem Titel ›Brandy & Coke‹ nun im Stream. Die rare Fassung ist Teil der Neuauflage der sechsten Platte der Band aus dem Jahr 1975.
Der Track ist einer von sieben Bonussongs, die auf dem Reissue von PHYSICAL GRAFFITI enthalten sein werden. Die Super Deluxe-Edition kommt am 20. Februar dazu mit dem remasterten Album auf Vinyl und CD, einer Download-Card, einem Buch mit seltenen Fotos und Memorabilia und einem Kunstdruck des Coverfotos daher.
Hört hier mit ›Brandy & Coke‹ die frühe Fassung von ›Trampled Under Foot‹:
Video-Premiere zu ›Long Live The Renegades‹
Am 06. März erscheint das neue Album von The Answer. Schon heute könnt ihr exklusiv bei CLASSIC ROCK den ersten Song aus RAISE A LITTLE HELL hören.
Nur hier könnt ihr bereits jetzt das Lyric-Video zum Opener des kommenden, zwölf Stücke umfassenden Albums sehen.
The Answer über ›Long Live The Renegades‹ und ihr fünftes Album: „Wir sind wieder zu unserem früheren Blues- und Roots-Stil zurückgekehrt. Wir finden, dass die Grooves dadurch härter rocken. Wir hoffen, es gefällt euch so gut, wie es uns gefällt!“
Seht hier das Lyric-Video zu ›Long Live The Renegades‹:
Im April kommen The Answer dann nach Deutschland, Österreich und die Schweiz:
14.04. Berlin, Magnet
15.04. Hannover, Faust
16.04. Hamburg, Knust
17.04. Weinheim, Café Central
18.04. Köln, Luxor
20.04. Wiesbaden, Kesselhaus
21.04. CH-Zürich, Rote Fabrik
22.04. CH-Soloturn, Kogmehl Raumbar
26.04. München, Strom
27.04. A-Wien, Chelsea
Genesis unkaputtbar
In der aktuellen Ausgabe von uDiscover: Rewind! blickt Fritz Egner auf die Karriere von Genesis zurück.
Nur die wenigsten Bands hätten es geschafft, so viele Hindernisse zu überwinden, wie Genesis es getan haben. Manche davon waren sogar von schmerzhafter Art, wie Fritz Egner weiß.
Seht hier die neue Episode von uDiscover: Rewind! über Genesis:
Alles über uDiscover: Rewind! findet ihr unter:
www.udiscover-music.de


