0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Start Blog Seite 983

Ronnie Wood – How Can It Be?: A Rock & Roll Diary

0

ronnie wood diaryDie frühen Jahre des Gitarristen.

Zehn Jahre bevor er zu den Rolling Stones stieß, tingelte der damals 17-jährige Ronnie Wood mit der Londoner R’n’B-Sensation The Birds durch die Clubs Großbritanniens. Sie verausgabten sich vor „Schreihälsen“ und „Schwachköpfen“, immer in der Hoffnung, dass sich diese Mühen eines Tages auszahlen würden. Genau auf diese Zeit blickt Wood mit seinem Buch „How Can It Be?“ zurück und beschreibt dabei den Weg einer typischen 60er-Jahre-Beatkapelle inklusive Streitereien mit ihrer Plattenfirma Decca, Kniffe ihres Managements (wie die Klage an ihre Kollegen The Byrds, um auf den Titel des „Melody Maker“ zu kommen) und Interviews bei Piraten-Radio-Sendern. Wood schildert diesen Abschnitt seines Lebens in sehr bewegenden Worten und illustriert ihn mit alten Schnapp­schüssen, Konzertflyern und eigenen Skizzen. Zusätzlich teilt er einige Seitenhiebe gegen seine Kollegen Eric Clapton, Jeff Beck und Pete Townshend aus und hat auch keine Gnade mit ihrem Fan Lemmy Kilmister. Man erlebt hauptsächlichen einen feiernden Ronnie („Ich trank viel Whiskey und übergab mich häufig“), aber auch einen ambitionierten jungen Gitarristen, der jede Reaktion des Publikums in sich aufsog und immer nach ganz oben wollte.

Markus Lucas, Carolin Löbbert – Ice Ice Baby: One-Hit Wonders 1955-2015

0

ice ice babyGemalte Einzeltäter

Manchmal ist das mit dem Erfolg schon eine komische Sache. Man schreibt Dutzende Songs und plötzlich schlägt einer davon ein wie eine Bombe und macht den Künstler weltberühmt. Danach komponiert er weiter wie bisher, doch der richtig große, andauernde Triumph will sich einfach nicht einstellen. Das ist die typische Geschichte eines One-Hit-Wonders. Man erinnert sich stets an den Song, die Person hinter dem Lied verblasst langsam, auch wenn diese noch Jahre weiter Musik macht. Das Buch „Ice Ice Baby: One-Hit Wonders 1955-2015” beschäftigt sich genau mit diesem Phänomen, nur dass hier die Musik selbst in den Hintergrund gerückt wird. Das Gehirn spielt diese Songs sowieso sofort ab, wenn man den Titel gelesen hat. Hier werden die Geschichte des Künstlers und der Hintergrund zum Lied in den Fokus gestellt. Herausgekommen sind dabei wunderschöne kleine Anekdoten, geschrieben von Autor Marcus Lucas, untermalt mit tollen Illustrationen von Carolin Löbbert. Ausgesucht haben sie neben Screamin‘ Jay Hawkins mit ›I Put A Spell On You‹, Carl Perkins‘ ›Blue Suede Shoes‹ oder Patrick Swayzes ›She’s Like The Wind‹ auch einige Songs aus dem Bereich des Classic Rock.

Chris Cornell: Hört den neuen Song ›Worried Moon‹

0

Chris Cornell lässt den nächsten Song seiner vierten Soloplatte hören. HIGHER TRUTH erscheint heute und ist der Nachfolger zum von Timbaland produzierten elektronischen SCREAM aus dem Jahr 2009.

Das akustisch arrangierte Werk kommt mit zwölf Stücken daher, auf der Bonus-Version finden sich vier Zusatz-Tracks. Die Review zu HIGHER TRUTH findet ihr hier.

Tracklist:
1. Nearly Forgot My Broken Heart
2. Dead Wishes
3. Worried Moon
4. Before We Disappear
5. Through The Window
6. Josephine
7. Murderer Of Blue Skies
8. Higher Truth
9. Let Your Eyes Wander
10. Only These Words
11. Circling
12. Our Time In The Universe

Bonus tracks:
13. Bend In The Road
14. Wrong Side
15. Misery Chain
16. Our Time In The Universe (Remix)

Hier hört ihr Soundgarden-Sänger Chris Cornell mit ›Worried Moon‹ vom Album HIGHER TRUTH:

Chris Cornell – HIGHER TRUTH

chris cornellEin ehrenwerter Gentleman.

Seien wir ehrlich: Von seinem letztem Solowerk SCREAM (2009) haben wir uns alle noch nicht wirklich erholt. Anfangs hörte sich die Kooperation zwischen Cornell und Timbaland vielleicht noch interessant an, doch das Ergebnis ließ die meisten dann doch die Nasen rümpfen. Die Stimme des Soundgarden-Sängers wollte irgendwie nicht zu den elektronischen Soundsphären des Produzenten passen. Das Resultat war ein Album voller skurriler und zeitweise nerviger Dancebeats und eher herzlosen Popschnulzen. Dabei hatte er auf CARRY ON (2007) und seinem Solodebüt EUPHORIA MORNING (1999) doch so wundervolle Stücke geschrieben. Zum Glück hat es Cornell bei diesem einen experimentellen Ausflug belassen, und besinnt sich auf HIGHER TRUTH nun wieder auf jene Umgebung, die seine Stimme perfekt in Szene setzt. Die durchgehend akustisch arrangierten Songs sind einfach wunderbar melancholisch und herzzerreißend schön. Beim Opener und der ersten Single ›Nearly Forgot My Broken Heart‹ führt er uns mit flottem Tanzschritt durch seine Gefühlswelt (man beachte besonders den Einsatz des Banjos), bevor es dann in das wehmütige ›Dead Wishes‹ übergeht. Spätestens bei ›Worried Moon‹ hört man unverkennbar die Handschrift von Produzent Brendan O’Brien heraus, der schon Springsteen bei DEVIL & DUST in ein akustisches Gewand hüllte und bei THE RISING und MAGIC an den Reglern saß. Das Titelstück ist eine Hommage an die Beatles, beim Schlusstrack ›Our Time In The Universe‹ erklingen orientalische Streicher. Dass Cornell ein großer Songschreiber ist, steht außer Frage, doch scheint er in den letzten Jahren auch gereift zu sein, denn auf HIGHER TRUTH präsentiert er jetzt sehr erwachsene Kompositionen, die sich an Vorbildern wie Daniel Johnston, Nick Drake oder eben auch dem Boss orientieren.

Neuerscheinungen: Ab heute im Plattenladen

0

ugly kid joeUnd wieder stehen ab heute einige Neuveröffentlichungen in den Regalen – hier unsere Empfehlungen der Woche:

Eingängiger Refrain, charakteristischer Gitarrensound. David Gilmour lässt nichts anbrennen im Titelsong seiner Solo-Platte:

Hier findet ihr die Review zu RATTLE THAT LOCK…

Ugly Kid Joe präsentieren das Lyricvideo zu ›Hell Ain’t Hard To Find‹ vom Album UGLIER THAN THEY USED TA BE:

Hier findet ihr die Review zu UGLIER THAN THEY USED TA BE…

Besonders kontaktfreudig ist Geoff Tate nicht im neuen Operation: Mindcrime-Clip zu ›Burn‹:

Hier findet ihr die Review zu THE KEY…

42 Decibel wird eine gewisse Ähnlichkeit mit den frühen AC/DC nachgesagt. Der Vergleich ist nicht von der Hand zu weisen:

Hier findet ihr die Review zu ROLLING IN TOWN…

Ugly Kid Joe – UGLIER THAN THEY USED TA BE

ugly kid joeSpaß muss sein.

Vor zwei Jahren gab es wieder ein Lebenszeichen von den kalifornischen Spaßvögeln aus St. Barbara. Die EP STAIRWAY TO HELL, aufgenommen in der Crane-Eichstadt-Fortman-Crockett-Larkin-Besetzung von 1997, deutete die Richtung an: Befreit von allen kommerziellen Zwängen machen Ugly Kid Joe jetzt das, was sie wollen. Textlich nehmen sie sich und ihre Umwelt nach wie vor nicht ernst, Songs wie der Opener ›Hell Ain’t Hard To Find‹ setzen sich wohltuend von schnöden Fire-Desire-Reimen ab. Musikalisch sind die durch die Aufstockung zum Septett (auch Live-Drummer Zac Morris und Ex-Snot-Gitarrist Sonny Mayo sind im Studio mit dabei) noch breiter aufgestellt als vorher. Das komplette Artwork bezieht sich natürlich auf ihren ersten Hit, die EP AS UGLY AS THEY WANNA BE von 1991, musikalisch pendelt alles zwischen spaßigem Funk (›Let The Record Play‹) und den schon immer tollen Balladen (›The Enemy‹). Die beiden Coverversionen ›Ace Of Spades‹ (mit Motörhead-Gitarrist Phil Campbell) und ›Papa Was A Rolling Stone‹ (The Temptations) zeigen wieder, was für ein wandlungsfähiger Sänger Whitfield Crane ist.

David Gilmour – RATTLE THAT LOCK

david gilmourSouverän und grundsolide.

Auf Nummer sicher geht David Gilmour beim vierten Solowerk in 37 Jahren: Zaghaftes Vogelgezwitscher, klassische Mantovani-Streicher und ein seiner E- und Akustikgitarren im Stile von ›Shine On You Crazy Diamond‹ entlockter Melodienreigen bevölkern gemächlich den instrumentalen Einstieg ›5 A.M.‹. Insgesamt sind zehn Tracks enthalten, darunter drei Instrumentals. Im Titelsong eilt der 69-Jährige in die Disco, und die spielt jene Musik, wie sie dem Mitglied einer britischen Art-Rock-Formation mit Konzept-Anspruch in der zweiten Hälfte der 70er Jahre entsprach. Mit dezenten Funk-Einlagen und eingängigem Refrain hopst Gilmour über die Tanzfläche, setzt seine typischen Soli wie Duftmarken. Im Hintergrund schallt dazu ein Chor die Titelzeile wie einst die Kinder in ›The Wall‹, bevor Maschinengeräusche den Tanzausflug beenden. In gedeckten Molltönen fließt ruhig wie ein Fluß ›Faces Of Stone‹ dahin, manchmal unterbrochen von einem neckischen Dreivierteltakt. Und einmal mehr greift der von Phil Manzanera (Roxy Music) als Co-Produzent assistierte Gilmour in die Saiten, um eines seiner typischen Soli zu kredenzen. Zum Chillen begibt er sich aufs Wasser: ›A Boat Lies Waiting‹ entschleunigt den Zuhörer nachhaltig mittels spartanischer Klavier-Etüde samt ätherischer Chöre von David Crosby und Graham Nash. Dann wird schon wieder getanzt – zumindest kündigt das der Titel an. Doch ›Dancing Right In Front Of Me‹ mit integriertem Jazz-Flair eignet sich im WISH-YOU-WERE-HERE-Modus eher zum gemächlichen Schunkeln. Gleiches gilt auch für das etwas wuchtigere ›In Any Tongue‹, das zaghafte ›Beauty‹ und das empathische Schlusslicht ›And Then…‹. Als cooler Fifties-Bar-Jazz im lässigen Early-Morning-Hour-Takt empfiehlt sich ›The Girl In The Yellow Dress‹ – Pianist Jools Holland liefert Blue Notes, Langzeitwegbegleiter Robert Wyatt bläst Kornett und Chris Laurence zupft einen eleganten Standbass. ›Today‹ wiederum passt in die gleiche Disco wie der Titelsong.

42 Decibel – ROLLING IN TOWN

42 decibelSüdamerikaner, stilecht australisch.

Vor zwei Jahren lieferten die Argentinier 42 Decibel mit HARD ROCK’N’ROLL einen klassischen Arschtreter-Einstand ab, der Vergleiche mit den ganz frühen AC/DC evozierte. Mit einer deutlich bluesigen Note und einem Schreihals, der mehr an den seligen Bon Scott erinnerte als Brian Johnson und Co., ging man auf Stimmenfang. Bei Fans des australischen Bar Boogies kam das Debüt gut an, dennoch blieben 42 Decibel ein Geheimtipp. Zwei Jahre später liefern die Südamerikaner nach: ROLLING IN TOWN hält die zuvor erwähnten Aspekte weiterhin parat, insgesamt hat sich das Songwriting aber enorm verbessert. Die Songs sind fließender, die Riffs drücken stärker und das Ganze wirkt deutlich kraftvoller als beim Vorgänger. Auffällig ist eine deutliche Hinwendung zum Rose-Tattoo-Sound, zum einen, was die Slide-Gitarre und die schnellere Spielweise betrifft, zum anderen aber auch gesanglich. Die Parallelen zu Rose Tattoos letztem Werk BLOOD BROTHERS sind bei einigen Songs kaum zu überhören, ›Rude And Fast‹, ›Burning Down The Road‹ und ›Down The Hatch‹ sind die besten Beispiele. Die zuvor erwähnte, bluesige Nähe zu AC/DC ist bei weiteren Stücken spürbar. Interessant ist auch der Rauswerfer ›Smooth Talker‹, eine fantastische Stehbluesnummer mit geilem Groove. ROLLING IN TOWN ist ein großartiges Album australischer Prägung und bringt die Argentinier einen gewaltigen Schritt nach vorne.