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The Beatles: Outtake von ›Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band‹ veröffentlicht

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Hört hier einen erst kürzlich veröffentlichten Outtake des Titeltracks von SGT. PEPPERS LONELY HEARTS CLUB BAND der Beatles.

Im Jahr 1967 kam die Jahrhundertplatte SGT. PEPPERS LONELY HEARTS CLUB BAND der Beatles auf den Markt. 2017 – exakt 50 Jahre später – wird zur Feier dieses ehrwürdigen Jubiläums am 26. Mai eine Super-Deluxe-Edition des Kultalbums veröffentlicht.

Bereits jetzt gibt es daraus erste Hörproben. Erst kürzlich wurde ein Outtake des berühmten Titeltracks ›Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band‹ veröffentlicht. In der bisher unveröffentlichten Aufnahme fehlen die Bläser und der Klassiker mutet noch etwas rudimentärer an als später auf dem offiziellen Release.

Hört hier ›Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (Take 9 and Speech)‹:

Hier findet ihr alle Infos zum bald erscheinenden Box-Set, das bereits jetzt vorbestellt werden kann.

Advertorial: Saturn-Gewinnspiel zum Kinostart von „Alien: Covenant“

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Morgen kommt „Alien: Covenant“ in die Kinos. Bei Saturn gibt’s alle früheren „Alien“-Filme zum Knallerpreis – sowie die Chance auf tolle Gewinne.

Von Regielegende Ridley Scott begründet, ist „Alien“ heute eine der erfolgreichsten Filmreihen aller Zeiten – die mit „Alien: Covenant“ ab dem 18. Mai ihre Fortsetzung findet.

Um euch handlungstechnisch auf den neuesten Stand zu bringen, gibt’s bei Saturn vom 1. Mai bis zum 11. Juni die Film(pakete) „Alien“ 1, 2, 3 oder 4, „Prometheus: Dunkle Zeichen“, die „Alien Anthology Collection“, die „Prometheus to Alien – Evolution Box“, „Alien vs. Predator“ und „Aliens vs. Predator 2“ im Exklusivangebot.

Doch damit nicht genug: Mit dem Kauf eines dieser Alien-Aktionsprodukte habt ihr die Chance, euch eine Alien-Facehugger-Maske und viele weitere Gewinne zu sichern. Einfach die Kassenbon-Nummer online auf saturn.de eingeben und los geht’s (Angebot gültig von 01.05.-11.06.).

Neuerscheinungen: Ab heute im Plattenladen

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thurston mooreDer Freitag ist da und damit die neuen Alben der Woche. Heute kommen die von Thurston Moore, Ayreon, der Mark Lanegan Band und Life Of Agony:

Thurston Moore, Godfather verzerrter Rockmusik, frönt auf ROCK N ROLL CONSCIOUSNESS seiner Liebe für lange Instrumentalpassagen. Hier ist sein Video zu ›Smoke Of Dreams‹:

Hier findet ihr die Review zu ROCK N ROLL CONSCIOUSNESS…

Inhaltlich gehts auf Ayreons THE SOURCE eher spacig zu, stilistisch dagegen re­­giert bodenständiger Prog-Rock. Zum Song ›Everybody Dies‹ gibt es ein Lyricvideo:

Hier findet ihr die Review zu THE SOURCE…

›Beehive‹ ist die Single zum Album GARGOYLE, dem neuen Psychedelic-Elektro-Postwave-Monster der Mark Lanegan Band:

Hier findet ihr die Review zu GARGOYLE…

Mit A PLACE WHERE THERE‘S NO MORE PAIN gelingt Life Of Agony ihr vielleicht bestes Album überhaupt. So sieht der Clip zu ›World Gone Mad‹ aus:

Hier findet ihr die Review zu A PLACE WHERE THERE‘S NO MORE PAIN…

Life Of Agony – A PLACE WHERE THERE‘S NO MORE PAIN

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a life of agonyFound at 28.

Gleich zwei Entwicklungen stimmen uns froh angesichts der Ver­öffentlichung des erst fünften Albums seit Gründung von Life Of Agony 1989: Erstens, dass der Wandel von Keith zu Mina Caputo fast nur positive Aufmerksamkeit erregte, grundsätzlich aber ziemlich unaufgeregt aufgenommen wurde. Und zweitens, dass zum ersten Mal seit ihrem sagenhaften Debüt RIVER RUNS RED von 1993 wieder so etwas wie ein Hype diese Band zu umgeben scheint. Das Allerbeste aber: Nach dem holprigen UGLY, dem melodischen, aber missverstandenen SOUL SEARCHING SUN und dem gelungenen, aber unfairerweise ignorierten BROKEN VALLEY scheinen die Sinuswellen aus persönlicher wie musikalischer Weiterentwicklung, ge­­botener Qualität und Interesse seitens der Öffentlichkeit hier in einem grandiosen Klimax zu kollidieren. A PLACE WHERE THERE‘S NO MORE PAIN ist unumwunden das beste Life-Of-Agony-Album seit dem Erstling, vielleicht sogar das beste überhaupt. Die rohe Emotion, die den New Yorkern seither eine so ergebene Fanbase be­­scherte, wurzelte damals in schierer, bisweilen auch für den Hörer kaum ertragbarer Ver­zweiflung. Hier fußt sie auf einer ganz neuen Stärke, der entfesselten Energie einer gepeinigten Seele, die einen jahrzehntelang überfälligen Befreiungsschlag bewältigt hat und nun nicht mehr gegen den Schmerz ansingt, sondern Kraft daraus zieht. Dass diese überwältigenden Ge­­fühle auf Songs treffen, die nicht nur bestechend grooven (schon immer ein Markenzeichen der Truppe), sondern auch noch eine Vielschich­tigkeit und souveräne Reife einer ganz neuen Dimension an den Tag legen, perfektioniert ein Werk, das schon jetzt als eines der absoluten Highlights des Jahres gelten muss. Einfach nur: wow!

9/10

Life Of Agony
A PLACE WHERE THERE‘S NO MORE PAIN
NAPALM/UNIVERSAL

Mark Lanegan Band – GARGOYLE

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mark laneganHallelujah! Ein meisterhaftes Psychedelic-Elektro-Postwave-Monster!

Dem Himmel sei gedankt! Mark Lanegan, nach seinem Soloalbum diesmal wieder mit Band, ist wie immer unberechenbar und genial. Die Charakterstimme der Screaming Trees bastelt weiter am eigenen Denkmal und liefert Musique Noir. Ein Album wie eine langsame Dampfwalze. Im Antriebsteil wurden seine rauchige, leicht brüchige Stimme, Sisters-Of-Mercy-Spirit, psychedelischer Postrock, Stoner-Groove und ein paar Grüße an Iggy Pop und Lou Reed verbaut. Im Führerstand nahmen Alain Johannes (Mit­produzent), Josh Homme (Queens Of The Stone Age), Greg Dulli (sein Gutter-Twins-Kollege) sowie Allzweckwaffe Duke Garwood Platz. Wichtig ist, was hinten raus kommt. Wie immer wurde bei der Nachverdichtung eine Prise Tom Waits zugeführt. Keiner der zehn Songs wirkt vorschnell abgeschlossen oder nicht richtig ausgearbeitet. Alles perfekt produziert und stimmungsvoll abgemischt. Die Songs? Herzzerreißend die Ballade ›Goodbye To Beauty‹. ›Deaths Head Tattoo‹ passt mit viel Andrew-Eldritch-Bombast in jede Schwarzkittel­disko. ›Nocturne‹ schlägt mit dezenter New-Order-Gitarre in eine ähnliche Kerbe. In ›Blue Blue Sea‹ überrascht er mit einem beschwörenden Mantra, auf ›Beehive‹ hingegen glänzt Josh Homme mal wieder mit seiner Fähigkeit, mit wenigen Noten den ganzen Song zu dominieren, dem er einen fetten Shoegaze-Stempel aufdrückt. ›Emperor‹ schließlich als letzter Anspieltipp ist der besagte Iggy-Pop-Gruß. Fazit: arschcooles Album, viel besser geht‘s eigentlich nicht.

8/10

Mark Lanegan Band
GARGOYLE
PIAS/ROUGH TRADE

Ayreon – THE SOURCE

ayreon the sourceHollands bester Progrocker Arjen Lucassen hat wieder zugeschlagen: Volltreffer!

Würde man das neue Ayreon-Album THE SOURCE ausschließlich nach der überaus prominent besetzten Gästeliste beurteilen, käme man mit Superlativen vermutlich kaum hinterher. Die namhaftesten dieser Lichtgestalten sind sicherlich die Sänger James LaBrie (Dream Theater), Hansi Kürsch (Blind Guardian), Tobias Sammet (Edguy, Avantasia) und Russell Allen (Symphony X), aber auch Key­boarder Mark Kelly (Marillion) und Gitarrengenie Paul Gilbert (Mr. Big). Wie gewohnt betreibt der Ayreon-Vorstandsvorsitzende Arjen Lucassen diesen riesigen Aufwand jedoch nicht etwa der publicitywirksamen Namen wegen, sondern setzt die musikalischen „Hilfskräfte“ des Albums ge­­zielt ein, um seine Science-Fiction-Story möglichst atmosphärisch dicht erzählen zu können. Inhaltlich geht es auf THE SOURCE – künstliche Intelligenz auf dem Planeten Alpha im Sternen­nebel Andromeda, sechs Milliarden Jahre in der Zukunft – eher spacig zu, stilistisch dagegen re­­giert bodenständiger Prog-Rock. Wobei die Betonung noch deutlich stärker als beim Vor­gänger THE THEORY OF EVERYTHING (2013) auf Rock liegt und stellenweise sogar an Ayreons harten Bruder Star One erinnert, auf dessen Rückkehr die Fans ebenso sehnsüchtig warten.

8/10

Ayreon
THE SOURCE
MASCOT/ROUGH TRADE

Thurston Moore – ROCK N ROLL CONSCIOUSNESS

thurston mooreDer Godfather der verzerrten Rockmusik frönt seiner Liebe für lange Instrumentalpassagen.

Distortion ist immer schon Dreh-und Angelpunkt im Schaffen des ehemaligen Sonic-Youth-Vor­stehers Thurston Moore gewesen. Die Gitarrenmusik an ihre Grenzen zu führen, ist auch auf seinem fünf Soloalben umfassenden Werk die Triebfeder. Doch dort, wo Moore ein Störgeräusch einbaut, folgt in der Regel auch die melodische Auflösung. Auch auf seiner neuen Platte. Diesmal lässt sich Moore besonders lange Zeit und lebt sein Faible für lange Instrumentalpassagen auf nur fünf Songs aus. Da steigert sich der Opener ›Exalted‹ langsam in einen kleinen Rausch, erst nach knapp acht Minuten setzt der Gesang ein. Dass die Zeit dorthin nicht zu lang wird, ist der hervorragenden Gitarrenarbeit geschuldet. Nicht, dass das Spiel des Amerikaners perfekt wäre, darum ging es ihm nie. Es ist die Offenheit und der Mut, immer wieder verschiedene Wege des künstlerischen Aus­drucks zu suchen. In ›Cusp‹ sind die Amplituden bis zum Anschlag aufgedreht, während das wunderbar entspannte ›Smoke Of Dreams‹ ein fast jazziger Vibe durchweht. Gegen Ende des Stücks baut der Schlawiner sogar eines der besten Soli seiner langen Karriere ein – und man ist kurz sprachlos.

8/10

Thurston Moore
ROCK N ROLL CONSCIOUSNESS
CAROLINE/ROUGH TRADE

Rock in der Krise (Teil 11): Frauen im Rock

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2. Joanne Shaw Taylor

Die Zukunft des Rock ist weiblich! Die größten Popstars sind Frauen. Auch die Country-Szene wird von ihnen regiert. Warum also sind sie im Rock immer noch so schwach vertreten?

 
Ein Mädchen in einem Kleid mit Gitarre sieht seltsam aus – wie ein Hund, der Fahrrad fährt. Sehr komisch. Kaum zu verstehen“, erklärte einst die Starjournalistin Julie Burchill. Es ist die Wahrheit, die wir alle in stillem, gegenseitigem Einvernehmen nicht aussprechen, eine Situation, die nicht wirklich zu unserem modernen, gleichberechtigten Bewusstsein des 21. Jahrhunderts passt. Ja, wir haben Fortschritte gemacht seit den frauenfeindlichen, „Mann muss raus und Mammuts kloppen“-Tagen. Ja, westliche Frauen strahlen heute in vielen Berufen und sind generell erfolgreich – und ja, dank technischer Entwicklungen ist es machbarer denn je, eine Band zu gründen.

Theoretisch ist Rock’n’Roll-Ruhm heute für jede Frau erreichbar. Theoretisch. Doch im Vergleich zu den Männern, die im Rock beträchtlichen Status erreichen, geraten die Damen doch sehr ins Hintertreffen. Auf jede Patti Smith, Joan Jett, Chrissie Hynde, Ann oder Nancy Wilson kommen ungleich mehr Protagonisten mit Y-Chromosom, ob AC/DC, Deep Purple, Guns N‘ Roses, Motörhead, Def Leppard, die Rolling Stones, Black Sabbath, Mötley Crüe, Led Zeppelin oder Pink Floyd… Und selbst diese Rock-Ladies, so cool sie auch sind, haben nie denselben Status einer Rockgottheit erlangt wie ihre männlichen Gegenspieler.

Im Pop gibt es heute jede Menge weibliche Stars (Lady Gaga, Katy Perry, Adele… dazu später mehr), ebenso im Folk oder Country (Laura Marling, LeAnn Rimes, Emmylou Harris…), aber im Rock? Wer sich mal kurz überlegt, welche heutigen Acts so richtig fette Fanbases um sich scharen, kommt auf Muse, Foo Fighters, Kings Of Leon, The Black Keys, Green Day, U2 und Radiohead. Also mal im Ernst, wo zum Teufel sind all die Frauen?

Ein paar Zahlenspiele: In der gesamten Geschichte des Glastonbury-Festivals gab es fünf weibliche Headliner. Von ca. 150 Acts, die 2013 beim Download-Festival spielten, hatten ganze zehn weibliche Mitglieder. Von den 295 Künstlern, die bislang in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen wurden, waren nicht mal 15 Prozent Frauen – und die meisten davon sind eher Soul-Sängerinnen wie Aretha Franklin oder Etta James. Und wieviele Damen haben es bis heute auf den Titel von CLASSIC ROCK geschafft? Eben.