Review: Thurston Moore – ROCK N ROLL CONSCIOUSNESS

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Review: Thurston Moore – ROCK N ROLL CONSCIOUSNESS

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thurston mooreDer Godfather der verzerrten Rockmusik frönt seiner Liebe für lange Instrumentalpassagen.

Distortion ist immer schon Dreh-und Angelpunkt im Schaffen des ehemaligen Sonic-Youth-Vor­stehers Thurston Moore gewesen. Die Gitarrenmusik an ihre Grenzen zu führen, ist auch auf seinem fünf Soloalben umfassenden Werk die Triebfeder. Doch dort, wo Moore ein Störgeräusch einbaut, folgt in der Regel auch die melodische Auflösung. Auch auf seiner neuen Platte. Diesmal lässt sich Moore besonders lange Zeit und lebt sein Faible für lange Instrumentalpassagen auf nur fünf Songs aus. Da steigert sich der Opener ›Exalted‹ langsam in einen kleinen Rausch, erst nach knapp acht Minuten setzt der Gesang ein. Dass die Zeit dorthin nicht zu lang wird, ist der hervorragenden Gitarrenarbeit geschuldet. Nicht, dass das Spiel des Amerikaners perfekt wäre, darum ging es ihm nie. Es ist die Offenheit und der Mut, immer wieder verschiedene Wege des künstlerischen Aus­drucks zu suchen. In ›Cusp‹ sind die Amplituden bis zum Anschlag aufgedreht, während das wunderbar entspannte ›Smoke Of Dreams‹ ein fast jazziger Vibe durchweht. Gegen Ende des Stücks baut der Schlawiner sogar eines der besten Soli seiner langen Karriere ein – und man ist kurz sprachlos.

8/10

Thurston Moore
ROCK N ROLL CONSCIOUSNESS
CAROLINE/ROUGH TRADE

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