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Mark Lanegan Band – GARGOYLE

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mark laneganHallelujah! Ein meisterhaftes Psychedelic-Elektro-Postwave-Monster!

Dem Himmel sei gedankt! Mark Lanegan, nach seinem Soloalbum diesmal wieder mit Band, ist wie immer unberechenbar und genial. Die Charakterstimme der Screaming Trees bastelt weiter am eigenen Denkmal und liefert Musique Noir. Ein Album wie eine langsame Dampfwalze. Im Antriebsteil wurden seine rauchige, leicht brüchige Stimme, Sisters-Of-Mercy-Spirit, psychedelischer Postrock, Stoner-Groove und ein paar Grüße an Iggy Pop und Lou Reed verbaut. Im Führerstand nahmen Alain Johannes (Mit­produzent), Josh Homme (Queens Of The Stone Age), Greg Dulli (sein Gutter-Twins-Kollege) sowie Allzweckwaffe Duke Garwood Platz. Wichtig ist, was hinten raus kommt. Wie immer wurde bei der Nachverdichtung eine Prise Tom Waits zugeführt. Keiner der zehn Songs wirkt vorschnell abgeschlossen oder nicht richtig ausgearbeitet. Alles perfekt produziert und stimmungsvoll abgemischt. Die Songs? Herzzerreißend die Ballade ›Goodbye To Beauty‹. ›Deaths Head Tattoo‹ passt mit viel Andrew-Eldritch-Bombast in jede Schwarzkittel­disko. ›Nocturne‹ schlägt mit dezenter New-Order-Gitarre in eine ähnliche Kerbe. In ›Blue Blue Sea‹ überrascht er mit einem beschwörenden Mantra, auf ›Beehive‹ hingegen glänzt Josh Homme mal wieder mit seiner Fähigkeit, mit wenigen Noten den ganzen Song zu dominieren, dem er einen fetten Shoegaze-Stempel aufdrückt. ›Emperor‹ schließlich als letzter Anspieltipp ist der besagte Iggy-Pop-Gruß. Fazit: arschcooles Album, viel besser geht‘s eigentlich nicht.

8/10

Mark Lanegan Band
GARGOYLE
PIAS/ROUGH TRADE

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