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Ultraphonix – ORIGINAL HUMAN MUSIC

Ultraphonix Original Human Music

Zwei Welten.

Auch 2018 ist George Lynch (u.a. Lynch Mob, KXM, Dokken) eine der fleißigsten Personen im Mu­­sikbiz: Gerade erst stand er noch mit einer frischen Dokken-Live­scheibe in den Plattenläden, da wartet der stets am Puls der Zeit wandelnde Gitarrengott mit einem neuen und überaus spannenden Projekt auf. In Kooperation mit Corey Glover von Living Color debütiert nun eine Band, die für Lynch schlichtweg eine weitere hochklassige kreative Spielwiese darstellt. Die Songs von ORIGINAL HUMAN MUSIC lassen Dokken (nach der ersten Reunion), Lynch Mob (um das sträflich unterbewertete SMOKE THIS) und Souls Of We mit Li­­ving-Color-Trademarks zu einer extrem ausgefuchsten Melange verschmelzen. Dabei gibt es, wie die Hauptzutaten schon verraten, keine vorgefertigte Formel sondern vielmehr grenzenloses Songwriting, das allerdings durch die beiden Hauptprotagonisten und ihre stilsicheren Ar­­rangements immer einem roten Faden folgt. Ein fantastischer Aspekt von ORIGINAL HUMAN MUSIC ist, dass die gesamte LP so hungrig klingt wie das Debütalbum einer jungen Combo zu Be­­ginn ihrer Karriere – und das ist beileibe keine Selbstverständlichkeit für zwei etablierte Cracks wie George und Corey.

8/10

Ultraphonix
ORIGINAL HUMAN MUSIC
EARMUSIC/EDEL

Lucero – AMONG THE GHOSTS

Lucero Among The Ghosts

Rauer Gegenwind aus den Südstaaten.

Kaum hat der Titelsong begonnen, fährt Ben Nichols sein heiseres, von unzähligen Litern Bour­bon zerfetztes Organ in unnach­ahmlicher Weise hoch. Wer Steve Earle, Paul Westerberg oder Mike Ness liebt, muss auch ihm verfallen. Spätestens jetzt. Da­­rüber hinaus versuchen es die Rebellen aus Tennessee mit Veränderungen im Detail. Der Soul-Einfluss, auf WOMEN & WORK noch ein Hauptdarsteller, wird verdrängt. Dafür bemerkt man in ›Bottom Of The Sea‹ Nähe zum ›Lullaby‹ von The Cure. Brian Venable liebt den Blues und Country-Rock, aber auch 80er-Drall in Form von perlendem Gitarrenspiel. Keyboarder Rick Steff, ein weiterer Aktivposten der Band, greift in ›Al­­ways Been You‹ in die Piano-Tasten. Diese von einer Scheidungserfahrung handelnde Ballade be­­wegt. ›Cover Me‹ ist ein Song über eine Schießerei und deshalb natürlich ein dramatischer Höhepunkt. In ›Back To The Night‹ gastiert Schauspieler Michael Shannon, ein guter Freund von Bens Bruder und Regisseur Jeff, mit grunzender Sprechstimme. Dank seiner Hilfe entwickelt sich aus dem Song eine Moritat. Das Votum ist eindeutig: Lucero sind zwanzig Jahre nach Gründung noch lange nicht müde und haben wieder ein Klasse-Album hingekriegt. Gänse­haut!

8/10

Lucero
AMONG THE GHOSTS
THIRTY TIGERS/ALIVE

Central Park – AT THE BURIAL VAULT

Central Park At The Burial Vault

35 Jahre haben Central Park auf dem Buckel. Man hört es. Die erfahrenen Proggies aus München, bei denen es zuletzt einige signifikante Umbesetz­ungen gab, wissen, wie man gute Songs schreibt und Ideen so arrangiert, dass sie ihre volle Blüte entfalten. Man erkennt ihren Methusalem-Status allerdings auch daran, dass hier vornehmlich den 70ern und 80ern gehuldigt wird. Da tauchen Querverweise an Eloy und King Crimson auf, mischt sich Ar­­chaisches mit zeitgemäßen Soundspielereien und spannt den Bogen in eine Ära, als Songs noch nicht in ein 3:30-Minuten-Format gepresst wurden. Des­halb dehnt die fünfköpfige Trup­pe ihr Material auf AT THE BU­­RIAL VAULT auch schon mal über mehr als acht Minuten aus, ohne dass dabei der Spannungs­bogen verloren geht. Sind halt alte Hasen, die da durch den Central Park hoppeln.

keine Wertung

Central Park
AT THE BURIAL VAULT
TRANSFORMER/CARGO

Dave Grohl: Neue Doku PLAY samt 23-Minuten-Song

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Dave Grohl im StudioDave Grohl hat ein neues Projekt: In einer Mini-Doku spielt er sieben verschiedene Instrumente – was am Ende zum 23 Minuten langen Track ›Play‹ führt.

Dave Grohl hat seine neue Doku PLAY angekündigt. Diese setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Der erste zeigt den Foo-Fighters-Chef bei den Vorbereitungen zu einer 23 Minuten langen Performance, die es dann im zweiten Abschnitt zu sehen gibt.

Dabei spielt Grohl insgesamt sieben Instrumente selbst ein, was er dann in Bild und Ton zusammenschneidet, sodass er zu seiner eigenen siebenköpfigen Band wird.

PLAY erscheint am 10. August auf den Streaming-Plattformen und am 28. September als limitierte Vinyl-Platte. Mit dem Projekt will Grohl „die Freuden und Herausforderungen“ zeigen, die damit einhergehen, „wenn man sein Leben der Aufgabe widmet, ein Musikinstrument zu spielen und aufzunehmen“.

Die digitale sowie die Vinyl-Version von ›Play‹ können wahlweise mit T-Shirt auf der Foo-Fighters-Komepage bestellt werden.

Dave Grohl im Trailer zu PLAY:

Toto: Live-Cover von Weezers ›Hash Pipe‹

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Toto covern Weezer liveSie haben ihr Versprechen wahr gemacht: Während ihrer Tour spielen Toto jetzt Weezers ›Hash Pipe‹ live.

Auf den Wunsch eines jungen Fans und den entsprechenden Social-Media-Aufruf hin coverten Weezer vor einiger Zeit die Songs ›Rosanna‹ und ›Africa‹ von Toto.

Im Gegenzug gingen Lukather und Co. ins Aufnahmestudio, um ihre ganz pesönliche Version von Weezers ›Hash Pipe‹ zu vertonen. Den Song spielten Toto jetzt erstmals während ihrer ausgiebigen „40 Trips Around The Sun“-Tour live.

Toto mit ›Hash Pipe‹:

Confessin’ The Blues: Rolling Stones kuratieren Blues-Kollektion

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Rolling Stones Mick Jagger und Keith RichardsAuf CONFESSIN‘ THE BLUES finden sich u.a. Klassiker von Howlin’ Wolf, Muddy Waters oder Chuck Berry. Alle Songs wurden von den Rolling Stones ausgewählt.

Wie bekannt, gibt es kaum größere Fans des Blues als die Rolling Stones. „Das war wie Mick und Keith sich annäherten, im Zug auf der Rückfahrt vom College“, erklärt dazu Ronnie Wood. „Sie tauschten sich über ihre Plattensammlung aus und es war: ‚Hey, du hast Muddy Waters. Du musst ein guter Typ sein, lass uns eine Band zusammenstellen.'“

„Wenn du den Blues nicht kennst, dann gibt’s keinen Weg, eine Gitarre in die Hand zu nehmen und Rock’n’Roll oder irgendeine andere Art populärer Musik zu spielen“, findet Keith Richards.

Es ist daher kein Wunder, dass die Rolling Stones jetzt eine Kollektion zum Thema zusammengestellt haben. CONFESSIN‘ THE BLUES enthält Stücke von Idolen wie Howlin’ Wolf, John Lee Hooker, Elmore James, Muddy Waters, Chuck Berry, Big Bill Broonzy und Robert Johnson.

Die Songsammlung erscheint am 9. November als 2CD-Set, als 2×2-Vinyl-Set und als 5×10”-Vinyl-Buch, das Artwork stammt von Ronnie Wood. Ein Teil der Einnahmen aus den Album-Verkäufen kommt „Willie Dixon’s Blues Heaven Foundation“ zugute, die sich für Bluesmusiker und den Erhalt des Blues einsetzt.

CONFESSIN‘ THE BLUES

CD1
1. Muddy Waters: Rollin’ Stone
2 Howlin’ Wolf: Little Red Rooster
3. John Lee Hooker: Boogie Chillen
4. Little Walter: Hate To See You Go
5. Chuck Berry: Little Queenie
6. Bo Diddley: You Can’t Judge A Book By It’s Cover
7. Eddie Taylor: Ride ‘Em On Down
8. Slim Harpo: I’m A King Bee
9. Magic Sam: All Your Love
10. Elmore James: Dust My Broom
11. Little Walter: Just Your Fool 12. Muddy Waters I Want To Be Loved
13. Big Bill Broonzy: Key To The Highway
14. Robert Johnson: Love In Vain Blues
15. Mississippi Fred McDowell: You Gotta Move
16. Jimmy Reed: Bright Lights, Big City
17. Big Maceo: Worried Life Blues
18. Little Johnny Taylor: Everybody Knows About My Good Thing (Part 1)
19. Howlin’ Wolf: Commit A Crime
20. Otis Rush: I Can’t Quit You Baby
21. Jay McShann & Walter Brown: Confessin’ The Blues

CD2
1. Howlin’ Wolf: Just Like I Treat You
2. Little Walter: I Got To Go
3. Chuck Berry: Carol
4. Bo Diddley: Mona
5. Muddy Waters: I Just Want To Make Love To You
6. Elmore James: Blues Before Sunrise
7. Eddie Taylor: Bad Boy
8. Boy Blue: Boogie Children
9. Jimmy Reed: Little Rain
10. Robert Johnson: Stop Breakin’ Down Blues
11. Reverend Robert Wilkins: The Prodigal Son
12. Lightnin’ Slim: Hoodoo Blues
13. Billy Boy Arnold: Don’t Stay Out All Night
14. Bo Diddley: Craw Dad
15. Dale Hawkins: Suzie Q
16. Amos Milburn: Down The Road Apiece
17. Howlin’ Wolf: Little Baby
18. Little Walter: Blue And Lonesome
19. B.B. King: Rock Me Baby
20. Buddy Guy: Damn Right I’ve Got The Blues
21. Muddy Waters: Mannish Boy

Monster Truck: Hier den Clip zum neuen Song ›Evolution‹ sehen

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Monster Truck EvolutionIm September erscheint mit TRUE ROCKERS das dritte Album von Monster Truck. Im neuen Video der kanadischen Rocker kommt’s zur Rebellion.

In den zwei Jahren seit SITTIN‘ HEAVY haben Monster Truck mehr als 150 Shows gespielt – und nebenbei die Zeit gefunden, eine neue Platte aufzunehmen. TRUE ROCKERS ist in den Echo Mountain Studios in North Carolina entstanden und kommt am 14. September raus.

„Wir möchten, dass die Leute so viel Spaß wie möglich haben, wenn sie unsere Musik hören“, sagt Frontmann Jon ‚Marv‘ Harvey.

Gitarrist Jeremy Widerman fügt hinzu: „Gleich zu Beginn kann man hören, wie ich Marv anschreie, und dieser Vibe zieht sich durch das ganze Album: Wir vier sind in einem Raum, schreien uns an, machen uns über uns selbst lustig und haben jede Menge Spaß dabei.“

Jetzt ist mit ›Evolution‹ – samt Video – ein erster Song aus TRUE ROCKERS da.

Monster Truck mit ›Evolution‹:

Songliste:

1. True Rocker
2. Thundertruck
3. Evolution
4. Devil Don’t Care
5. Being Cool Is Over
6. Young City Heart
7. Undone
8. In My Own World
9. Denim Danger
10. Hurricane
11. The Howlin’

Jeff Beck: Vor 50 Jahren erschien sein Debüt-Meisterwerk TRUTH

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Jeff Beck Truth

1. August 1968: Stilprägend – die Jeff Beck Group veröffentlicht ihr LP-Debüt TRUTH.

Freunde fürs Leben: Jeff Beck und Jimmy Page, gleichaltrige Kumpel seit Jugendtagen, unterstützten sich stets gegenseitig. Im März 1965 empfahl Page Beck den Yardbirds als Nachfolger von Eric Clapton. Page sprang ein, als Bassist Paul Samwell-Smith bei den Yardbirds die Segel strich, wechselte wenig später wieder zu den sechs Saiten, als Rhythmusgitarrist Chris Dreja auf den Bass umstieg. Von September bis No­­vember 1966 teilten sich Beck und Page die Gitarren-Pflichten. Becks Antihaltung, Perfektionsdrang und Temperamentsausbrüche führten zum Rauswurf.

Hitproduzent Mickie Most be­­feuerte seine Soloambitionen. Einnahmen garantierten im Übergang der Beat- zur Progressive-Ära ein Chart-Singles-Triumvirat: ›Hi Ho Silver Lining‹ und ›Tallyman‹ mit Becks Gesang von 1967 sowie das Instrumental ›Love Is Blue‹ von 1968 enthielten jeweils auf der B-Seite radikalere Stilentwürfe, die bereits auf das von Most produzierte Debüt TRUTH vom August 1968 verwiesen: Ein Gemenge aus Blues-Klassikern, Folk-Standards, Traditionals, Musical-Songs sowie Selbstverfasstem koppelten sich im Fokus härterer Gangart mit Becks unnachahmlicher Virtuosität.

Zeitgleich als TRUTH erschien, formierte Jimmy Page die aus den (New) Yardbirds hervorgegangenen Led Zeppelin und eiferte einer identischen Rezeptur nach. Als maßgebliche Mitgestalter der „Wahrheit“ zeichneten sich Sänger Rod Stewart, Bassist Ronnie Wood, Schlagzeuger Micky Waller sowie die Session-Musiker Nicky Hopkins (Piano) und John Paul Johns (Hammond-Orgel) aus. Vor allem Stewarts Ein-Kilo-Gehacktes-Stimmakrobatik prägte den Erstling, dem im Juni 1969 BECK-OLA mit Schlagzeuger Tony Newman folgte. Dann war Schicht im Schacht.

Stewart und Wood fusionierten mit den Small Faces, Beck gründete mit Tim Bogert und Carmine Appice von Vanilla Fudge ein Trio. An den Start gingen Beck, Bogert & Appice erst 1972. Nach schwerem Autounfall musste Beck monatelang zwangspausieren. In verändertem Line Up spielte eine zum Jazz tendierende Zweitauflage der Jeff Beck Group 1971/72 zwei weitere Alben ein.