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Neuheiten: Ab heute im Plattenladen

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Alice in Chains PressefotoIn dieser Woche tummeln sich einige Hochkaräter unter den musikalischen Neuerscheinungen. Alice In Chains, Little Steven, die Treetop Flyers und Black Swamp Water bringen heute ihre neuen Alben raus…

Die Grunge-Legenden von Alice in Chains aus Seattle haben mit RAINIER FOG ihr sechstes Studioalbum aufgenommen:

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Auf SOULFIRE LIVE! feuert Little Steven aus allen Rohren und lässt auf über drei CDs und vier Stunden sein geballtes Seelenfeuer brennen:

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Trotz persönlicher Schicksalsschläge liefert Frontmann Reid Morrison mit seinen Treetop Flyers eine leichtfüßige Platte mit leicht melancholischem Anstrich:

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Der Sound der Dänen von Black Swamp Water auf DISTANT THUNDER erinnert an Pride and Glory und deren moderne Interpretation von Klängen à la Lynyrd Skynyrd:

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Video-Premiere: Junkyard Drive mit ›Way Too Long‹

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Junkyard Drive Way Too LongDie dänischen Sleaze-Rocker Junkyard Drive sind nach nur einem Jahr mit ihrem neuen Studioalbum BLACK COFFEE zurück. Jetzt zeigen sie das Video zu ›Way Too Long‹.

BLACK COFFEE ist der Nachfolger von SIN & TONIC aus dem vergangenen Jahr und erscheint heute. Aufgenommen wurde die Platte mit elf Songs in den Medley Studios in Kopenhagen zusammen mit Produzent Soren Andersen (Glenn Hughes, Mike Tramp).

Die neue Single daraus, ›Way Too Long‹, ist – eher untypisch für Junkyard Drive – eine akustische Ballade. Im zugehörigen Video sind die Dänen auf der Bühne zu sehen.

Junkyard Drive mit ›Way Too Long‹:

Lynyrd Skynyrd: Gitarrist Ed King ist tot

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Ed King von Lynyrd Skynyrd ist totEr war bei den ersten drei Alben von Lynyrd Skynyrd dabei und schrieb an ›Sweet Home Alabama‹ mit. Jetzt ist Ed KIng mit 68 Jahren gestorben.

Lynyrd Skynyrd-Gitarrist Ed King ist tot. Er sei bereits am Mittwoch (22. August) in seinem Haus in Nashville gestorben, wie es auf seiner Facebook-Seite heißt.

Der 1949 in Kalifornien geborene King kam 1972 zu Lynyrd Skynyrd, war bei den ersten drei Alben der Southern-Rock-Größen dabei und spielte auch in den 80ern und 90ern mit der Band. Außerdem ist er der Co-Autor von ›Sweet Home Alabama‹.

Als die Gruppe 1977 mit dem Flugzeug abstürzte und unter anderem Sänger Ronnie Van Zandt ums Leben kam, war King nicht dabei.

„Ed war unser Bruder und ein großartiger Songwriter und Gitarrist“, sagte Ex-Bandkollege Gary Rossington in einem Statement. „Ich bin mir sicher, dass er jetzt wieder mit dem Rest der Jungs im Rock&Roll-Himmel vereint ist.“

2006 wurde King mit Lynyrd Skynyrd in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Die Todesursache ist bisher nicht bekannt, allerdings litt der Gitarrist an Lungenkrebs.

Lynyrd Skynyrd bei ihrer Aufnahme in die Hall Of Fame:

Black Swamp Water – DISTANT THUNDER

Black Swamp Water Distant Thunder

Pride & Glory und Corrosion Of Conformity lassen grüßen.

Da es wohl nie zu einem Nachfolgewerk des 94er-Debüts PRIDE & GLORY der All-Star Group um Zakk Wylde, Bassist James LoMenzo (u.a. White Lion, Me­­gadeth) und Drummer Brian Tichy (u.a. Billy Idol, Foreigner) kommen wird, dürfen Fans des legendären Southern-Rock-Projekts im Sommer 2018 ein zweites Mal ihren Radar gen Dänemark richten. Black Swamp Water greifen den Spirit, den damals Wylde & Co. versprühten, perfekt auf. Als zweites wichtiges Standbein fungiert die von Pepper Keenan angeführte Inkarnation von Corrosion Of Conformity. Klar, das ist auf der einen Seite „Malen nach Zahlen“ und et­­was vorhersehbar. Da sich aber auch Zakk und Pepper von Legenden wie Lynyrd Skynyrd, The Allman Brothers Band oder Black Sabbath inspirieren ließen, kann man der Combo um Sänger Bjørn Bølling Nyholm keinen kreativen Offenbarungseid attestieren. Hier und da blitzt sogar das ein oder andere europäische Hardrock-Versatzstück auf und rundet das hörenswerte DISTANT THUNDER ab.

6/10

Black Swamp Water
DISTANT THUNDER
MIGHTY MUSIC

Little Steven & The Disciples Of Soul – SOULFIRE LIVE!

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Little Steven Soulfire Live

Entfesselt: vier Stunden glühender Soul-Rock!

Eine bessere Zusammenstellung all dessen, was Little Steven ausmacht, gibt’s nicht. SOULFIRE LIVE! versammelt Konzert-Aufnahmen aus Europa und Nordamerika im vergangenen Jahr, der Mann aus New Jersey spielt sich hier über drei CDs und rund vier Stunden durch Klassiker wie ›Out Of The Darkness‹ und Songs vom jüngsten Studioalbum, er covert Tom Petty (›Even The Losers‹), AC/DC (›You Shook Me All Night Long‹ zu Ehren Malcolm Youngs) oder John Lennon (›Working Class Hero‹) und erzählt von Bruce, Southside Johnny und dem heiß geliebten Motown-Sound von Idolen wie den Temptations. Dazu verteilt er Spitzen gegen die aktuelle US-Politik und predigt die vereinende Kraft des Rock’n’Roll als Mit­­tel gegen die niederdrückenden Verhältnisse. Die Background-Sängerinnen, die hervorragende Bläser­sektion und Van Zandts eigene schneidende Gitarre fügen sich ein in eine entfesselte Feier der Musik vor allem der 60er-Jahre, in der Soul, Funk und DooWop organisch verschmelzen. Geschichtsstunde, Party und Gottesdienst in einem.

8/10

Little Steven & The Disciples Of Soul
SOULFIRE LIVE!
UNIVERSAL

Alice In Chains – RAINIER FOG

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Alice In Chains Rainier Fog

Seattle im Nebel – und die passende musikalische Umsetzung.

Manchmal drückt ein Bild eben mehr aus als tausend Worte. Mit der Ab­bildung des Mount Rainier hätten Alice In Chains wohl kein treffenderes Motiv für das Frontcover ihres sechsten Studioalbums auswählen können als den mächtigen und oft von einer dicken Nebeldecke umhüllten Vul­kan­berg vor den Toren ihrer Heimatstadt Seat­tle. Denn ähnlich massiv gestaltet sich auch der alles pulverisierende Alternative-Rock-Sound der amerikanischen Grunge-Pioniere, die sich für den Nach­folger ihres vor fünf Jah­ren veröffentlichten und seinerzeit hochgelobten Meisterwerks THE DEVIL PUT DINOSAURS HE­­RE zum ersten Mal seit über 20 Jahren wieder für Plattenauf­nah­men in ihrer verregneten Heimatstadt zusammenfanden. Mit beneidenswert spielerischer Leichtigkeit lässt das Kultquartett auf Songs wie ›Fly‹ oder ›Maybe‹ melancholische Härte auf sofort packende Re­­frains prallen, während sich tonnenschwere Gi­­tarrenriffs wie brennende Lava durch die Songs wälzen und sich schließlich mit dem Gesang von Jerry Cantrell und William DuVall die Him­mels­schleusen zu einem einzigen, erlösenden Wolkenbruch öffnen. Schon mit ihrem Debüt­werk FACELIFT von 1990 haben Alice In Chains den tiefen Weltschmerz zur Kunstform erhoben – mit RAINIER FOG setzen sie sich nun ein Denkmal von der Größe des besagten Berges – mindestens.

9/10

Alice In Chains
RAINIER FOG
BMG

Treetop Flyers – TREETOP FLYERS

Treetop Flyers Album

Der Geist von gestern im Hier und Jetzt.

Seine gescheiterte Ehe, der Tod seines Vaters und viel zu früh verstorbene Freunde – Treetop-Flyers-Frontmann Reid Morrison hätte in den letzten Jahren allen Grund ge­­habt, in Selbstmitleid zu versinken. Letztlich allerdings schweißten die Schicksalsschläge seine Band nur noch enger zusammen. Auch wenn die wohlige Melancholie nicht vollends verschwunden ist – auf seinem bezeichnenderweise selbstbetitelten dritten Album klingt das inzwischen um eine neue Rhythmusgruppe ergänzte Londoner Quintett wie eine Band, die ihren Weg gefunden hat. Immer noch um­­weht die Strahlkraft der kalifornischen Sonne und der harmonieverliebte Sound von Crosby, Stills & Nash und The Byrds die Musik der Briten und auch die klassischen US-Soul-Anleihen sind nicht verschwunden, aber ähnlich wie bei ihrem texanischen Seelenverwandten Israel Nash sorgt nun ein dezent modernisiertes Soundgewand dafür, dass diese umwerfende LP weit mehr als eine reine Hommage an die alten Helden und Ideale ist: Beeindruckend mühelos transportieren die Treetop Flyers hier den Geist von gestern in die Gegenwart.

8/10

Treetop Flyers
TREETOP FLYERS
LOOSE MUSIC/ROUGH TRADE

Guns N’ Roses: Axl Rose mit „tonnenweise“ neuem Material

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Slash weist auf weitere Guns N’ Roses-Alben und Tourneen voraus: „Wir kommen verdammt großartig miteinander aus.“

Was die Zukunft von Guns N’ Roses betrifft, schaut es alles andere als düster aus. Das lässt zumindest ein neues Interview von Slash mit „Classic Rock UK“ vermuten.

„Wir werden sehen, was passiert“, sagte Slash da, auf neues Gunners-Songmaterial angesprochen, um dann hinzuzufügen: „Axl (Rose) hat tonnenweise neues Zeug, das er bereits aufgenommen hat. Wir werden uns da reinarbeiten, und falls wir dann ein Album machen, gefolgt von einer Tour, dann könnte ich mir das als endlosen Kreislauf vorstellen.“

Denn eine neuerliche Trennung von der Band kann sich der Gitarrist nicht vorstellen. „Jetzt, wo wir wir tatsächlich wieder zusammengefunden haben und uns vereint haben, wollen wir auch zusammen bleiben“, so Slash.

All der „Bullshit“, durch den die Band in den 90ern gegangen sei, sei durch „äußere Einflüsse“ entstanden. „Jetzt, da das eliminiert ist, sind wir allein auf uns gestellt. Wir kommen verdammt großartig miteinander aus.“

Das lässt einen doch positiv nach vorne schauen. Findet auch Slash: „Ich glaube, es wird in Zukunft weiterhin gut bei uns laufen.“

Im CLASSIC ROCK #74, das am 20. September erscheint, findet ihr unser großes Titel-Interview mit Slash. Das aktuelle Heft kann hier versandkostenfrei bestellt werden.