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Ipod-Roulette: Dorian Sorriaux

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Hier gibt es die fünf Songs, auf die Dorian Sorriaux (Blues Pills) nicht verzichten kann…

Michael Chapman: ›It Didn’t Work Out‹:
Ein Freund erzählte mir von einer seiner Shows in den 70ern, als er am Ende alle Saiten von seiner Gitarre riss. Ich habe mir Chapman zu Gemüte geführt und mochte ihn wirklich, mir gefällt diese Art von psychedelischem Folk mit einem Hauch von Underground.

Neil Young: ›War Of A Man‹:
Erst kürzlich fing ich an, mir HARVEST MOON anzuhören, nachdem mein Cousin meinte, dass die Platte unfassbar gut sei. Ich war skeptisch, weil sie aus den 90ern stammt und ich eigentlich eher Musik aus den 60ern und 70ern höre, aber diese wurde ziemlich schnell zu einem meiner Favoriten.

Curtis Mayfield: ›Freddie’s Dead‹:
Etwas Souligeres. Ich liebe Curtis Mayfield. Er hat so eine tolle Stimme und seine Musik ist voller Groove und Gefühl.

Terry Reid: ›Superlungs My Supergirl‹:
Heute kennt man ihn vor allem, weil er der Typ ist, der den Job als Sänger bei Led Zeppelin ablehnte, bevor Robert Plant einstieg. Dieser Song ist aus den 60ern, damals war er gerade mal 18 Jahre alt.

Van Morrison: ›Into The Mystic‹:
Einer meiner absoluten Lieblingssänger/Songwriter. Ich liebe diesen Song, seit ich ihn zum ersten Mal hörte. Er hat eine so schöne Melodie und der Text macht ihn zu einem seiner spirituelleren und trotzdem poetischen Tracks.

Giant Sand – RETURNS TO VALLEY OF RAIN

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Giant Sand Returns To Valley Of Rain

Zurück zu den Anfängen.

Im Frühjahr spielte die Band um Mastermind Howe Gelb in Deutschland, nicht um ein neues Album vorzustellen, sondern um sich das allererste nochmal vorzunehmen. Es waren energetische Shows, die das Wort „altersmilde“ in die Tonne traten. Zu hören gab es die Songs des Debüts VALLEY OF RAIN von 1985, allerdings in härterer, rockigerer Form. Jetzt folgt mit RETURNS TO VALLEY OF RAIN die Studio-Neuversion. Tatsächlich haben Giant Sand das komplette Werk nochmal eingespielt. Warum? In den 80ern stand Gelb wenig Equipment zur Verfügung, einen Röhrenverstärker hatte er nur von ferne gesehen, und so war er mit der Qualität der Aufnahmen nie hundertprozentig zufrieden. Dieser vermeintliche Makel sollte nun behoben werden. Bei den Neuaufnahmen dabei waren die beiden Original-Drummer Winston Watson und Tommy Larkins, Bassist Thøger Lund und die beiden jüngsten Bandmitglieder Gabriel Sullivan und Annie Dolan an der Gitarre. Das Ergebnis ist ein satterer Sound mit mehr Punch, die Gitarren sind präsenter und dreckiger, teils verschiebt sich der typische Wüstenrock in Richtung Garage-Punk. Gelb singt die dringlichen Stücke über den Tod und die Qualen der Liebe etwas rauer als früher, aber mit derselben Wut, Härte und Sensibilität, unterstützt am Mikrofon wird er bei einigen Stücken von Annie Dolan. Die Titel sind die alten, die Reihenfolge hat sich geändert. Es ist ein anderes Album jetzt, aber kein weniger Gutes.

8/10

Giant Sand
RETURNS TO VALLEY OF RAIN
FIRE RECORDS/CARGO

Foo Fighters: Pop-Up-Show in Los Angeles

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Foo Fighters PopUp-Show in Los AngelesUnd da waren sie plötzlich! Dave Grohl tauchte mit seinen Jungs in L.A. auf, um unbekannte Foo Fighters Song zu spielen.

Am Parkplatz des Hollywood Palladium in Los Angeles war gestern mehr los als gedacht. Nachdem Foo Fighter Drummer Taylor Hawkins mit seiner Coverband namens Chevy Metal die dort aufgebaute Bühne verließ, stand die Band Holy Shits in den Startlöchern.

Soweit so uninteressant, doch dass sich dahinter Dave Grohl und die anderen Fighters verbargen, überraschte die meisten Zuschauer sehr.

Das war aber noch nicht alles! Es gab sogar einen Gastauftritt von Queen-Drummer Roger Taylor für ein ›Under Pressure‹-Cover. Ebenso waren die zwei Bandfreunde Chris Shifflet und Pat Smear mit auf der Bühne.

Foo Fighters feat. Roger Taylor:

Grohl hieß das Publikum zum „Foo Fighters Nerd Heaven“ willkommen, da die Band ein paar ihrer eher unbekannteren Songs spielen wolle. Insgesamt gab es neun Raritäten zu hören, darunter auch Material, das noch nie live performt wurde. Trotzdem ließen sie es sich nicht nehmen, ihren Überraschungs-Auftritt mit dem Klassiker ›Everlong‹ zu beenden.

Foo Fighters live mit ›Everlong‹:

(Text: Michael Wolf)

Led Zeppelin: Hier den Trailer zum Jubiläums-Bildband sehen

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Led Zeppelin Bildband TrailerIm Oktober veröffentlichen Led Zeppelin zum 50. Bandjubiläum das Fotobuch „Led Zeppelin By Led Zeppelin“. Jetzt gibt’s einen ersten Videoteaser dazu.

50 Jahre Led Zeppelin: Das feiern die überlebenden Mitglieder Robert Plant, Jimmy Page und John Paul Jones im Oktober mit einem knapp 400 Seiten starken Bildband – für den sie sich zumindest für ein Publicity-Foto kürzlich wiedervereint haben.

Das Buch enthalte „von Jimmy Page, Robert Plant und John Paul Jones wohlüberlegt ausgewählte und mit Kommentaren versehene“ Bilder „von Fotografen aus aller Welt“, wie es von Verlagsseite heißt.

Im neuen Trailer zu „Led Zeppelin By Led Zeppelin“ sind neben Konzertaufnahmen Impressionen aus dem Buch zu sehen.

Der Video-Teaser zu „Led Zeppelin by Led Zeppelin“:

Tobias Lehmkuhl – Nico – Biographie eines Rätsels

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Nico Biographie

Ein Buch über eine Göttin, die überall fremd war.

Am 18. Juli 1988 starb sie auf Ibiza an einem zu spät diagnostizierten Hirnaneurys­ma. Viel mehr Worte verschwendet To­­bias Lehmkuhl gar nicht an Nicos Tod. Das ist auch gut so. So viel interessanter ist doch der Rest: Das Buch beginnt mit der zwischen den Trümmern Berlins spielenden Christa Päffgen, die als Jugendliche durch das KaDeWe flanierte und dort zu ihrem ersten Fotoshooting kam. Dann die Namensänderung: Aus Christa Päffgen wurde Nico, ein Anagramm zu Icon. Als Nico lebte sie auf der ganzen Welt: Paris, London, New York, Ibiza. Zuhause aber war sie nirgends, überall war sie fremd. Weder war sie ein Beatnik, noch ein Hippie, sie war weder Mann noch Frau (nicht biologisch gesehen), sondern stand irgendwo zwischen den Geschlechtern. Männer hatten Angst vor ihr, Lehmkuhl vergleicht sie mit Medusa und Medea aus der Antike.

Es habe seither kaum einen derart „männlichen Weiblichkeitsentwurf“ gegeben, so der Biograph, dessen Buch auch deshalb so gut gelungen ist, weil es sich nicht rein auf Nico fixiert. Wie in Andy Warhols „POPism“, aus dem übrigens oft zitiert wird, bekommt jede Person, die neu in das Leben der Protagonistin tritt, ein paar Absätze zugeschrieben. So ähnelt das Buch Warhols Auf­zeichnungen der 60er-Jahre, bloß sind hier eben nicht die Sixties die Triebfeder der Ereignisse, sondern Nico.

8/10

Text: Vincent Numberger

Nico – Biographie eines Rätsels
VON TOBIAS LEHMKUHL
ROWOHLT

Nico als Sängerin für Velvet Underground:

Def Leppard – VAULT: DEF LEPPARD GREATEST HITS

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Def Leppard Vault Greatest Hits

Seinerzeit die erste Greatest-Hits-Sammlung der tauben Leoparden.

Anno 1995 waren auch schon wieder fünf lange Jahre ins Land gezogen, seitdem Def Leppard mit ADRENALIZE ihren letzten Studio-Brocken in die Läden ge­­schafft hatten. Man wollte also lieber ein brandneues Werk als eine schnöde Hit-Zusam­menstellung, die nach dem sinnvollen RETRO ACTIVE bereits die zweite Compilation hintereinander war. SLANG ließ allerdings noch ein Jahr auf sich warten, folglich wurde VAULT: DEF LEPPARD GREATEST HITS (1980 – 1995) vorgeschoben.

Raritäten sucht man hier vergebens, aber einen damals brandneuen Track (›When Love & Hate Collide‹), der dann auch gleich zum erfolgreichsten der Truppe im heimischen Britannien avancierte, hatte der Fünfer dann doch hinbekommen. Eigentlich ein Überbleibsel aus der ADRENALIZE-Session, ist das Stück eine weitere der typischen Leppard-Power-Balladen nach ›Bringin’ On The Heart­break‹, ›Love Bites‹ und ›Hysteria‹. Das Debüt ON THROUGH THE NIGHT wird komplett ausgespart, vom wohl besten Al­­bum HIGH’N’DRY findet sich lediglich ›Bringin’ On The Heartbreak‹. Den Rest teilen sich die beiden Werke PYROMA­NIA und HYSTERIA mit ein paar Sprenkeln ADRE­NALIZE und dem RETRO-ACTIVE-Hit Two ›Steps Behind You‹.

Fast ein Vierteljahrhundert war VAULT kaum als Vinyl zu haben, nur auf der Insel wurde es damals arg limitiert veröffentlicht. Jetzt kann man das Ding endlich ins Regal schieben. Einen Download-Code gibt es nicht, dafür aber launige Worte des Ex-Managers Peter Mensch.

9/10

Def Leppard
VAULT: DEF LEPPARD GREATEST HITS
(1980–1995)
BLUDGEON RIFFOLA/MERCURY/UNIVERSAL

Rory Gallagher – WHEELS WITHIN WHEELS

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Rory Gallagher Wheels Within Wheels

Ein Folkrock-Album von Gitarrenlegende Rory Gallagher.

„Ich verdanke Rory Gallagher meinen Sound“, sagt Queen-Gitarrist Brian May. „Ein wundervoller Mensch und ein verblüffender Gi­­tarrist,“ meint The Edge von U2, und der ehemalige The-Smiths-Mann Johnny Marr erklärt, dass „Gallagher mein musikalisches Leben verändert hat und ich nur deshalb überhaupt eine Gitarre in die Hand genommen habe“. Der Legende nach soll Jimi Hendrix auf die Frage, wie man sich als bester Gitarrist der Welt fühlt, gesagt haben: „Keine Ahnung – da musst du Rory Gallagher fragen.“

Tatsächlich muss man Gallagher neben Thin-Lizzy-Hauptmann Phil Lynott und wohl noch Van Morrison zu den wichtigsten und einflussreichsten Musikern Irlands zählen. Sein erstes Soloalbum datiert von 1971, das letzte zu Lebzeiten (FRESH EVIDENCE) von 1990. Fünf Jahre später verstirbt Gallagher in einem Hospital in London aufgrund von Komplikationen nach einer Lebertrans­plantation. In seiner Heimatstadt Cork gibt es eine Bronze-Statue zu seinen Ehren. WHEELS WITHIN WHEELS ist neben NOTES FROM SAN FRANCISCO (von 2011) das einzige Studiomaterial, das von Gallaghers jüngerem Bruder Dónal nach Rorys viel zu frühem Tod veröffentlicht wurde. Ursprünglich 2003 erschienen, feiert das Material jetzt seine Premiere auf Vinyl.

WHEELS WITHIN WHEELS besteht aus verlorengegangenen und unveröffentlichten, zumeist akustischen Stücken Gallaghers, die zwischen 1974 und 1994 aufgezeichnet wurden. Neben einigen Musikern aus Gallaghers Bands wie Pianist Lou Martin, Basser Gerry McAvoy und den Drummern Rod de’Ath und Ted McKenna, gastieren hier auch die Dubliners und Bert Jansch (Pen­tangle und einer der Haupteinflüsse von Led Zep-Legende Jimmy Page). Homogen wirkt das Album als solches nicht, unverzichtbar für den Fan ist es dennoch. Das Werk wurde 2018 remastert und hat einen Download-Code.

7/10

Rory Gallagher
WHEELS WITHIN WHEELS
UNIVERSAL

Video der Woche: Kiss – Bass-Solo und ›I Love It Loud‹

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Gene Simmons Basssolo liveGene Simmons feiert heute seinen Geburtstag, deswegen widmet CLASSIC ROCK dem Dämon das ‚Video der Woche‘.

Happy Birthday, Gene Simmons! Der vielen auch als ‚Demon“ bekannte Gründer und Geschäftsmann von Kiss wird heute 69 Jahre alt.

Grund genug, ihm und seinem legendären, ziemlich blutigen Horror-Bass-Solo das ‚Video der Woche‘ zu widmen. Der Clip zeigt einen Auftritt von Kiss beim „Rock Am Ring“-Festival im Jahr 2010.

Kiss – ›I Love It Loud‹: