Review: Giant Sand – RETURNS TO VALLEY OF RAIN

Giant Sand Returns To Valley Of Rain

Zurück zu den Anfängen.

Im Frühjahr spielte die Band um Mastermind Howe Gelb in Deutschland, nicht um ein neues Album vorzustellen, sondern um sich das allererste nochmal vorzunehmen. Es waren energetische Shows, die das Wort „altersmilde“ in die Tonne traten. Zu hören gab es die Songs des Debüts VALLEY OF RAIN von 1985, allerdings in härterer, rockigerer Form. Jetzt folgt mit RETURNS TO VALLEY OF RAIN die Studio-Neuversion. Tatsächlich haben Giant Sand das komplette Werk nochmal eingespielt. Warum? In den 80ern stand Gelb wenig Equipment zur Verfügung, einen Röhrenverstärker hatte er nur von ferne gesehen, und so war er mit der Qualität der Aufnahmen nie hundertprozentig zufrieden. Dieser vermeintliche Makel sollte nun behoben werden. Bei den Neuaufnahmen dabei waren die beiden Original-Drummer Winston Watson und Tommy Larkins, Bassist Thøger Lund und die beiden jüngsten Bandmitglieder Gabriel Sullivan und Annie Dolan an der Gitarre. Das Ergebnis ist ein satterer Sound mit mehr Punch, die Gitarren sind präsenter und dreckiger, teils verschiebt sich der typische Wüstenrock in Richtung Garage-Punk. Gelb singt die dringlichen Stücke über den Tod und die Qualen der Liebe etwas rauer als früher, aber mit derselben Wut, Härte und Sensibilität, unterstützt am Mikrofon wird er bei einigen Stücken von Annie Dolan. Die Titel sind die alten, die Reihenfolge hat sich geändert. Es ist ein anderes Album jetzt, aber kein weniger Gutes.

8/10

Giant Sand
RETURNS TO VALLEY OF RAIN
FIRE RECORDS/CARGO

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