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Eric Clapton: Deutschland-Konzerte verschoben – neue Termine

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Eric Clapton WeihnachtsalbumSeine drei geplanten Shows in München, Stuttgart und Düsseldorf fallen wegen Corona aus. Dafür kommt Eric Clapton im Jahr darauf.

Nick Cave musste zuletzt Konzerte absagen, genauso die Rolling Stones, Alice Cooper und viele andere Musiker. Grund ist die Ausbreitung des Corona-Virus.

Jetzt hat auch Eric Clapton seine anstehenden Shows nach hinten geschoben, darunter drei für Mai und Juni geplante Auftritte in Deutschland.

„Auf Empfehlung der weltweiten Gesundheitsorganisationen und auf Anweisung der lokalen Regierungen, haben wir keine Alternative, als bekannt zu geben, dass die für Mai und Juni 2020 angesetzte Europatour von Eric Clapton auf Frühjahr 2021 verschoben wird. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Band, Crew, der Hallenmitarbeiter und Fans hat oberste Priorität“, heißt es in einem Statement auf Clapton Facebook-Seite.

Eigentlich sollte der Brite am 31. Mai 2020 in München, am 2. Juni in Stuttgart und am 3. Juni in Düsseldorf spielen. Die neuen Termine stehen bereits fest und sind unten aufgeführt. Gekaufte Tickets bleiben gültig, und auch erste neue Tickets sind schon erhältlich.

Eric Clapton live 2021:

21.05. München, Olympiahalle
06.06. Stuttgart, Schleyerhalle
08.06. Düsseldorf, ISS Dome

DAF: Gabi Delgado ist tot

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Gabi DelgadoGabi Delgado-López von DAF ist im Alter von 61 Jahren verstorben.

Gabi Delgado-López ist tot. Das postete unter anderem sein Bandkollege Robert Goerl vor zwölf Stunden auf Facebook.

Neben seiner Schlüsselrolle in der Punkszene – Delgado war Mitarbeiter des des ersten deutschen Punk-Fanzines „The Ostrich“ und in mehreren Bands wie Mittagspause aktiv – gründete er zusammen mit Robert Goerl die Band Deutsch Amerikanische Freundschaft und beeinflusste so maßgeblich die Genese der elektronischen Musik in Deutschland.

Bis zuletzt war Delgado-López als Techno- und House-Künstler aktiv. Erwurde nur 61 Jahre alt, eine Todesursache ist bisher nicht bekannt.

Alice Cooper: Neues Album fast fertig – Statement zu Corona

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Alice Cooper PromoAlice Cooper geht produktiv mit seiner Tour-Zwangspause um und arbeitet am Nachfolger von PARANORMAL.

Das Corona-Virus legt gerade so ziemlich alles lahm, auch sämtliche Tourneen. Alice Cooper sollte ab Ende März eigentlich Konzerte in den USA spielen, jetzt ist er zur Untätigkeit gezwungen.

Das heißt: nicht ganz. Denn Cooper nutzt die freie Zeit, um an seiner neuen Studioplatte zu arbeiten, wie er verraten hat. „Während unser Management daran arbeitet, neue Termine für die verschobenen Shows zu finden, vollende ich mein nächstes Album, das fast fertig ist“, sagte er dem Rolling Stone.

Er sei jetzt zumindest nicht gezwungen, Aufnahmesessions in freie Tage zwischen Auftritten zu quetschen, so Cooper. „Ich hab nicht gern viel Freizeit, wie jeder weiß, der meinen Terminplan kennt, aber manchmal kann ein bisschen Extra-Zeit zu Hause dir neuen Energie geben.“

Zur Corona-Krise meint Cooper: „Wir alle gemeinsam sind davon betroffen. Ob du Entertainer oder Fan bist, reich oder arm, männlich oder weiblich, alt oder jung. Und wir werden gemeinsam da durchkommen. Und wenn das geschafft ist, werden wir wieder da draußen sein und tun, was wir lieben.“

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Premiere: Hier exklusiv die neue Hällas-Doku sehen

CLASSIC ROCK präsentiert exklusiv “The Making of Conundrum – A sonic adventure rock odyssey” von Hällas.

Seit ihrer ersten selbst-betitelten EP befinden sich Hällas auf Abenteuerreise. Auf einem wilden Trip durch Zeit und Raum, dessen vertonte Ästhetik die Schweden selbst als Adventure Rock bezeichnen.

Mit dem dritten retrofuturistischen Werk CONUNDRUM soll die mit der ersten Platte HÄLLAS eingeschlagene Konzept-Reise nun vorerst ein Ende finden.

Zur Begleitung ihrer Albumveröffentlichung vom 20. März haben die Schweden eine außergewöhnliche Dokumentation gefilmt, die es heute exklusiv bei CLASSIC ROCK zu sehen gibt.

In “The Making of Conundrum – A sonic adventure rock odyssey” wird klar ersichtlich, dass jedes der Bandmitglieder seine ganz eigene Vision hat. Die Essenz jeder dieser individuellen Vorstellungen und das Resultat des kollektiven Produzierens und Schreibens ist genau das, was auf CONUNDRUM zu hören ist und sich in der Dokumentation widerspiegelt.

The Making Of CONUNDRUM:

Created and directed by Broken Int
Produced by Ludvig Andersson

Video der Woche: The Easybeats 1967

The Easybeats live 1967Ein fröhlich wippender Harry Vanda, ein ekstatisch zuckender Stevie Wright: So sah es bei einer Deutschland-Show der Easybeats 1967 aus.

Die Easybeats waren Australiens beliebteste Beat-Band der 1960er Jahre. Die Devotion ihrer Anhänger war so leidenschaftlich, dass als Pendant zur „Beatlemania“ der Begriff „Easyfever“ in Down Under Einzug hielt.

Zum Geburtstag von Gitarrist Harry Vanda gibt es heute einen Auftritt der Easybeats im deutschen Fernsehen zu sehen. 1967 spielten sie im Rahmen der Show „Beat, Beat, Beat“ ihre Songs ›River Deep Mountain High‹, ›Make My Bed, Gonna Lie In It‹, ›Lovin Machine‹ sowie den Überhit ›Friday On My Mind‹ in der Offenbacher Stadthalle.

Nach der Auflösung der Easybeats im Jahr 1969 (eine Reunion kam 1986 zustande) arbeitete Harry Vanda weiterhin mit seinem Easybeats-Kollegen George Young, seines Zeichens großer Bruder von Angus und Malcolm Young, zusammen.

Als Songwriter erschufen sie Hits wie ›Love Is In The Air‹ für John Paul Young und produzierten einige der ersten AC/DC-Veröffentlichungen wie HIGH VOLTAGE (und TNT), DIRTY DEEDS DONE DIRT CHEAP, POWERAGE oder IF YOU WANT BLOOD YOU’VE GOT IT.

1976 formten Vanda und Young zudem die Band Flash And The Pan und konnten beachtliche Erfolge in Australien erzielen.

Kenny Rogers: Country-Star mit 81 Jahren gestorben

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Kenny Rogers gestorbenKenny Rogers ist tot. Weltbekannt wurde der US-Sänger mit Songs wie ›The Gambler‹ und ›Islands In The Stream‹, seinem Duett mit Dolly Parton.

Kenny Rogers ist gestern (21. März) mit 81 Jahren gestorben. Er sei „aus natürlichen Ursachen friedlich zu Hause entschlafen, betreut von Hospiz-Pflegern und im Kreis seiner Familie“, ist auf der Twitter-Seite des Musikers zu lesen.

Rogers kam am 21. August 1938 zur Welt und wuchs in Houston auf. Seinen ersten kleineren Soloerfolg als Sänger hatte er 1958 mit der Single ›That Crazy Feeling‹. Der Song bescherte ihm einen Auftritt in der US-Fernsehsendung American Bandstand.

In den 60ern spielte Rogers im Jazz-Trio Bobby Doyle Three und bei der Folkband New Christy Minstrels. Nachdem er auch die Nachfolgegruppe First Edition Mitte der 70er verließ, startete er seine Solokarriere. Vor allem in den 70ern und 80ern landete er zahlreiche Hits, darunter ›The Gambler‹, ›Lucille‹ und ›Coward Of The County‹. In Deutschland ist wahrscheinlich ›Islands In The Stream‹, sein Duett mit Dolly Parton, sein bekanntester Song.

2017 verkündete Rogers seinen Rückzug aus der Musikbranche. „Ich habe alles gemacht, was ich machen wollte. Jedes Ziel, das ich mir gesetzt habe, habe ich erreicht. Und es gibt einen Punkt, an dem du sagen musst: ‚Ich hatte meinen Teil, jetzt sind andere dran'“, begründete er damals seine Entscheidung. Auch habe er mehr Zeit für seine Familie haben wollen.

Bis heute hat Rogers über 120 Millionen Tonträger verkauft, er hat drei Grammys gewonnen und ist in der Country Music Hall Of Fame. Bei seinem Abschiedskonzert 2017 traten Dolly Parton, Lionel Richie und Kris Kristofferson auf.

Die Trauerfeier finde wegen der Corona-Krise im „kleinen privaten Rahmen“ statt, sagte Rogers‘ Familie. Eine größere Zeremonie, an der auch Fans teilnehmen können, soll zu einem späteren Zeitpunkt aber auch noch stattfinden.

The Dirty Knobs – WRECKLESS ABANDON

Leuchtfeuer in der Dunkelheit

Der ehemalige Tom-Petty-&-The- Heartbreakers- und jetzige Fleetwood-Mac-Saitenhexer Mike Campbell hat mit den Dirty Knobs ein neues Betätigungsfeld gefunden. Auch wenn das Quartett – neben Campbell an Gitarre und Gesang sind noch Jason Sinay (ebenfalls Gitarre, Gesang), Lance Morrison (Bass) und Drummer Matt Laug (Alanis Morissette, Slash’s Snakepit) mit dabei – im Grundgerüst bereits seit fünfzehn Jahren besteht, ist WRECKLESS ABANDON nach etlichen Club-Shows in Los Angeles und Umgebung das Studiodebüt der Truppe. Produziert von Campbell zusammen mit George Drakoulias (The Black Crowes, The Jayhawks), gibt es schnörkellosen, soliden US-geprägten Rock’n’Roll zu hören, der natürlich zwangsläufig bisweilen an Petty erinnert. Ohne allerdings – fast ebenso vorhersehbar – dessen Brillanz zu erreichen. Das Cover-Artwork stammt übrigens von Klaus Voormann, der das berühmte REVOLVER-Cover für die Beatles entworfen hat. Hier liefert er nicht zwingend seine beste Leistung ab. Der Grammy-ausgezeichnete Sänger, Songwriter und Gitarrist Chris Stapelton ist ebenso zu Gast wie das Heartbreakers-Gründungsmitglied Benmont Tench. Campbell verlautbart, dass WRECKLESS ABANDON im Geiste Pettys und in Würdigung an ihre gemeinsame, 50-jährige Zusammenarbeit entstanden ist. Als Petty im Oktober 2017 urplötzlich verstarb, hat es Campbell den Boden unter den Füßen weggezogen – die Dirty Knobs sind Teil der Bewältigungstherapie. WRECKLESS ABANDON entstand ohne vorgefertigte Agenda, Erwartungshaltung, Deadlines oder belastende Gedanken an mögliche Hits. Aber leider auch ohne wirklich überzeugendes Songmaterial. Schließt man die Augen und denkt sich Pettys Stimme zur Musik dazu, funktioniert es besser, aber ohne diesen Trick bleibt das Album einfach durchschnittlich. Denn lediglich das bluesige ›I Still Love You‹ weiß wirklich auf ganzer Linie zu überzeugen. Ganz knapp …

6/10

The Dirty Knobs
WRECKLESS ABANDON
BMG RIGHTS/WARNER

Philip Bradatsch – JESUS VON HAIDHAUSEN

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Rätselhafte Songs zwischen Folk- und Indierock

Wer mit der Musik des in München lebenden Song- schreibers vertraut ist, dem wird eins gleich am Albumtitel auffal- len: Ganz recht, Bradatsch singt jetzt auf Deutsch. Das ist aus keinem lang gehegten Plan erwachsen und folgt auch keiner Marketingstrategie, wie der blonde Mittdreißiger sagt, sondern ist mehr oder weniger einfach so passiert. Schaut man sich die Texte an, dann sind die weniger in der Tradition deutscher Liedermacher und mehr in der von amerikanischen Songwritern und ganz besonders der von Bob Dylan verortet. Bradatsch schreibt anspielungsreich, vieles bleibt rätselhaft („Die von Segnungen sprechen, klopfen nichts als weißen Staub aus den Tapeten“), einzelne Szenen werden dann wiederum ganz klar beschrieben wie Schlaglichter („Ich bin down mit meinen Ängsten und in der Küche schmeißt Melinda Ketamin“). „Die Beatniks in den bourgeoisen Bezirken singen von Netzfreiheit und Tiefgang“, heißt es im Titelsong, und „beim Skifahren balanciert die Geldelite die Welt auf ihren Zehen“. Große Gesellschaftsdiagnosen können auch nach hinten losgehen oder platt wirken, vielleicht auch deswegen hält sich Bradatsch da zurück. Am Ende stehen zwei Liebeslieder. Zwischen Folk- und Indierock das Ganze.

7/10

Philip Bradatsch
JESUS VON HAIDHAUSEN
TRIKONT/INDIGO