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Start Blog Seite 433

AC/DC: Dee Snider über das kommende Album

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Woher Dee Snider sein Insiderwissen über AC/DC bezieht, ist nicht ganz geklärt.

Dee Snider zufolge ist ein neues Album von AC/DC fertig, die Veröffentlichung musste aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie jedoch verschoben werden. Bereits letztes Jahr plapperte Snider über die neue Platte, für die wohl auch einige alte Riffs von Malcolm Young verarbeitet worden sind.

In einem aktuellen Interiew mit ABC News Radio behauptet er weiterhin, dass das neue Album fertig sei, auch wenn er noch nichts davon gehört habe. Außerdem meint Dee Snider: „Das wird ein Wunder der Technologie. Die ursprüngliche Band wird für ein weiteres Album wiedervereint. Das wird wunderschön und herzzerreißend zugleich. Denn nichts währt ewig. Das ist das letzte mögliche „noch einmal“.

Aus welchen Quellen Dee Sinder seine Informationen bezieht, verrät er leider nicht. Bereits 2018 fing die Gerüchteküche an zu brodeln, als Brian Johnson, Cliff Williams, Phil Rudd, Angus und auch Stevie Young in kurzen Abständen in den Warehouse Studios in Vancouver gesichtet wurden.

Aktuelle Konzertverschiebungen wegen Coronavirus

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Ein Ende der durch die Coronavirus-Krise induzierten Auflagen ist bisher noch nicht in Sicht. Viele Konzerte sind betroffen.

Aufgrund der Corona-Pandemie werden zahlreiche Konzerte und Tourneen abgesagt. Auch viele der von CLASSIC ROCK präsentierten Shows sind betroffen. Hier eine Übersicht.

Robert Cray Album Package Horizontal Tree House 2019Blueslegende und Blues-Hall-of-Famer Robert Cray und seine Band spielen im Rahmen der Veröffentlichung ihres neuen Albums THAT’S WHAT I HEARD alte und neue Hits aus über 40 Jahren amerikanischer Musikgeschichte.

09.07.21 Hamburg, Fabrik
12.07.21 Aschaffenburg, Colos-Saal
13.07.21 Nürnberg, Serenadenhof
14.07.21 Berlin, Admiralspalast
22.07.21 Karlsruhe, Zeltival (Tollhaus)
23.07.21 Freiburg, Zelt-Musik-Festival (ZMF)
26.07.21 München, Muffathalle

America CollectionAlle Shows von America haben sich um ein Jahr nach hinten verschoben. Immerhin gibt es 2021 einen Zusatztermin:
22.07.2021 Köln, Musical Dome
23.07.2021 Bremen, Metropol
24.07.2021 CH-Pratteln, Z7 (Zusatzshow)
26.07.2021 Offenbach, Capitol

Pineapple Thief Tour
Hier die neuen Termine von The Pineapple Thief:
10.10.21 Hamburg, Fabrik
16.10.21 München, Technikum
17.10.21 Pratteln (CH), Z7
19.10.21 Stuttgart, Im Wizemann
26.10.21 Mainz, KUZ
29.10.21 Köln, Carlswerk Victoria
11.03.22 Dresden – Tante Ju
12.03.22 Wien (AT), Szene
17.03.22 Berlin – Kesselhaus


Die Ersatztermine der UFO-Shows für das Jahr 2021:
04.07.2021 München, Backstage
05.07.2021 Memmingen, Kaminwerk
08.07.2021 Bremen, Modernes
09.07.2021 Berlin, Hole 44 ( Galaxy)
10.07.2021 Torgau, Kulturbastion Open Air
12.07.2021 Tübingen, Waldbühne
13.07.2021 Bochum, Zeche
14.07.2021 Köln, Kantine
16.07.2021 Frankfurt am Main, Batschkapp
17.07.2021 Enderndorf, Lieder am See Open Air

Die neuen Termine für die Hooters:
05.06.2021 Karlsruhe, Substage
06.06.2021 Gifhorn, Unser Aller Festival
08.06.2021 Hamburg, Fabrik
09.06.2021 Bensheim, Musiktheater Rex
11.06.2021 Osnabrück, Rosenhof
12.06.2021 Brilon-Alme, Alme Gemeindehalle
13.06.2021 Koblenz, Festung Ehrenbreitstein
15.06.2021 Wolfhagen, Kulturzelt
16.06.2021 Bochum, Zeche
19.06.2021 Vacha, VachWerk
20.06.2021 Saarbrücken, Garage
07.07.2021 Aschaffenburg, Colos Saal
08.07.2021 Augsburg, Spectrum
09.07.2021 CH – Wildhaus, OpenAir Wildhaus 2020
11.07.2021 Köln, Die Kantine
12.07.2021 Dresden, Club Tante JU
14.07.2021 Tuttlingen, Honberg Sommer
15.07.2021 Schopfheim, Sommersound
16.07.2021 Marburg, Schlossparkbühne
17.07.2021 Spalt, Lieder am See
18.07.2021 Mörfelden-Waldorf, Waldschwimmbad Open Air
20.07.2021 Bielefeld, Lokschuppen
22.07.2021 Regensburg, Piazza Festival
23.07.2021 Zeulenroda-Triebes, Panorama Bühne Seestern
24.07.2021 Leipzig, Parkbühne
25.07.2021 Esslingen, Esslinger Burg
27.07.2021 Berlin, Columbia Theater
28.07.2021Bremen, Metropol Theater

Die neuen Tourdaten von Samantha Fish für das Jahr 2021:
28.03. Roth, Bluestage
29.03. Berlin, Galaxy
30.03. Hamburg, Fabrik
31.03. Dortmund, Musiktheater Piano
01.04. Frankfurt, Batschkapp
03.04. Winterbach, Lehenbachhalle

Kansas Tour Deutschland 2020Die Shows von Kansas finden nun im nächsten Jahr statt:
12.10.2021 Frankfurt, Jahrhunderthalle
13.10.2021 Hamburg, Docks
22.10.2021 Berlin, Tempodrom
23.10.2021 Bochum, RuhrCongress
27.10.2021 München, Circus Krone
28.10.2021 Heilbronn, Harmonie

Foreigner_2018_PresseNach ihrer erfolgreichen Sommertournee und einigen Shows mit großem Orchester, kehren Foreigner um Gründungsmitglied Mick Jones nun erst 2021 nach Deutschland zurück. Im Vorprogramm sind die Dead Daisies.
05.06.2021 München, Olympiahalle
06.06.2021 Hamburg, Stadtpark Open Air
12.06.2021 Stuttgart, Freilichtbühne Killesberg
13.06.2021 Halle (Saale), Peißnitzinsel

Die bereits auf September verschobenen Shows der Sisters Of Mercy wurden nun endgültig auf 2021 verlegt:
14.03.2021 Karlsruhe, Tollhaus //ausverkauft
15.03.2021 Frankfurt, Batschkapp
17.03.2021 Nürnberg, Löwensaal //ausverkauft
18.03.2021 Ulm, Roxy //
20.03.2021 Saarbrücken, Garage //ausverkauft

Brad Paisley DeutschlandDie Shows von Brad Paisley im Juli sind beide abgesagt.

wade bowen promo webgröße

Wade Bowen kommt nun 2021 nach Deutschland: Am 22.06. nach München in den folks! club und am 23.06.2021 nach Stuttgart in den Im Wizemann-Club.

Tim montanaTim Montanas Show im Berliner Frannz Club am 20. Juli ist leider ersatzlos gestrichen. Tickets können an den VVK-Stellen zurückgegeben werden.

3 Doors Down Press 2020

An den Nachholterminen der eigentlich im Juni stattfindenen Shows von 3 Doors Down wird gerade gearbeitet.

Alle Konzerte von Robin Beck und Dave Bickler sind leider abgesagt.

Brian Wilson live Deutschland

Die Konzerte von Brian Wilson im Juni wurden um ein Jahr nach hinten geschoben, außerdem ist ein Zusatztermin in Berlin geplant:

08.06.21 München, Philharmonie
10.06.21 Berlin, Admiralspalast
11.06.21 Lingen, EmslandArena

Midland wird es erst Endes des Jahres live zu sehen geben: Am 9.12. im Hamburger Gruenspan, am 11.12. in Berlin im Galaxy Club.

Die Quireboys verschieben ihre angesetzte Tour um ein Jahr nach hinten. Hier die neuen Termine für 2021:
05.03. Hamburg, Logo
06.03. Hannover, Lux
07.03. Bochum, Rockpalast
08.03. Frankfurt, Das Bett
09.03. München, Backstage Club
13.03. Lichtenfels, Paunchy Cats

Broken Witt Rebels Pressefoto 2019
Die Broken Witt Rebels spielen ihre Ersatzshows im November. Am 22.11. in der Hamburger Nochtwache, am 24.11. in Köln im Blue Shell und am 25.11. im Berliner Musik & Frieden.

The-Dead-South-press-shot
Hier die neuen Termine von The Dead South für 2021:
10.03. Hannover, Capitol
11.03. Leipzig, Werk2
15.03. München, TonHalle
17.03. Frankfurt, Batschkapp
18.03. Köln, E-Werk

Coogans Blugg Gadfly
Die Shows von Coogans Bluff am 12. März in München, am 13. März in Stuttgart und am 14. März in Jena sind auf Dezember verschoben. Die genauen Nachholtermine werden noch bekannt gegeben, Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Nic Cester by Davide Lanzilao PressDie anstehenden Shows von Nic Cester und Band werden verlegt. Der Abend in Wiesbaden wird am 4. Oktober nachgeholt, der Abend in München ist nun auf den 5. Oktober verlegt. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit. Die Show im Rhamen des Crossroads-Festivals in Bonn ist ersatzlos gestrichen.

jesus and mary chain 2017
Die anstehenden Shows von The Jesus and Mary Chain werden verschoben. Hier die neuen Termine:
19.02. Berlin, Astra Kulturhaus
20.02. Köln, Live Music Hall
21.02. Wiesbaden, Schlachthof
22.02. München, Backstage Werk


Die Shows der Sisters of Mercy wurden auf September verlegt:
05.09. Karlsruhe, Tollhaus
07.09. Frankfurt, Batschkapp
08.09. Saarbrücken, Garage
10.09. Nürnberg, Löwensaal
11.09. Ulm, Roxy

TheWeight Pressphoto 2019Die Österreich-Termine von The Weight werden demnächst auch nicht stattfinden, sondern in den Herbst verlegt. Die Tickets behalten ihre Gültigkeit, weitere Infos folgen. Die anstehenden Deutschlandkonzerte sind aktuell noch nicht abgesagt.

Für Veranstalter und vor allem freischaffende Künstler stellen die vielen Ausfälle ein großes Problem dar. Keine Auftrittsmöglichkeiten bedeuten in diesem Kontext keine Einnahmequellen. Im Netz kursieren deshalb bereits zahlreiche Aufrufe, sich die Ticketkosten für abgesagte Konzerte nicht erstatten zu lassen, damit die Krise Kulturschaffende nicht ganz so hart trifft.

Doro Pesch: Live im Autokonzert

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Doro 2020 by Frank WitzelmaierAm 24. Juli spielte Doro auf den Kulturwasen in Stuttgart.

Es war ein Konzert der besonderen Art, denn immerhin konnte es zu Zeiten der Corona-Pandemie stattfinden. Auf den Kulturwasen in Stuttgart mussten die Hygieneauflagen am vergangenen Freitag penibel eingehalten werden, alles wurde von Ordnern kontrolliert. Die Band konnte ihren Sound lediglich über die Monitoranlage hören und blickte bei ihrem Gig auf ein Meer von Autos, in denen ihre Fans saßen. Lediglich von denjenigen, die vor der Bühne in Vierer-Logen residierten, sah Doro Pesch die Gesichter. Die Besucher in ihren Autos konnten den Sound über das Autoradio empfangen oder über kleine Übertragungsgeräte und Kopfhörer.

Das Konzert wurde zusätzlich auf eine riesige Leinwand übertragen. Funktioniert hat das Ganze erstaunlich gut: Die Stimmung war ausgelassen und die Beteiligten schienen froh, endlich wieder ein Konzert besuchen zu dürfen. Doro mit ihrer Band hat bei bester Laune wie gewohnt eine Mischung aus Warlock-Titeln á la ›Burning The Witches‹, ›All We Are‹ und natürlich ihren Schmachtfetzen ›Für Immer‹ und Solo-Titel wie ›All For Metal‹, ›Metal Tango‹ oder ›Rais Your Fist In The Air‹. So neu diese Erfahrung auch sein mag, den Skeptikern sei gesagt, dass Veranstaltungen dieser Art durchaus funktionieren können.

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(Fotos und Text: Frank Witzelmaier)

Aerosmith: Live-Rückblick

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Joe Perry im Krankenhaus nach Billy Joel KonzertHeute hätten Aerosmith ihre Show in Mönchengladbach gespielt. Als Trost für die ausgefallene Show hier unser Rückblick auf vergangene Aerosmith-Konzerte.

Berlin, O2 World (2014)

Sieben Jahre haben Aerosmith seit ihren letzten Auftritten in Deutschland mit Zankereien, Krankheitsfällen und ihrem zu Unrecht relativ missachteten Album MUSIC FROM ANOTHER DIMENSION verbracht. Unter Vorfreude und dem Gefühl eines drohenden Hitzschlags bei 33 Grad mischt sich also auf dem Weg zur O2 noch eine unangenehme Frage: Was kann man 2014 noch von diesem gealterten Chaoshaufen erwarten?

Die O2 World ist voll bis unters Dach und zum Glück angenehm klimatisiert. Beste Voraussetzungen also für Aerosmith, sich noch einmal zu beweisen, zumal zur Show-Einleitung die Walking Papers um Duff McKagan eine überzeugend drückende Blues Hardrock-Show abliefern. Jetzt ist es Zeit für Aerosmith, „der größten Rockband Amerikas“!? Und tatsächlich: Mit ›Train Kept A-Rollin’‹ dampft eine der größtformatigen Rockshows seit langer Zeit an – zumindest dürfte man dies ungeniert behaupten, befänden wir uns nicht gerade mitten in den Berliner Welt-Rock-Tagen, denn abends zuvor erst haben Black Sabbath mit Soundgarden in der Waldbühne gespielt, wo gerade in diesem Moment die heutige Pause für den Aufbau der morgigen Stones-Show genutzt wird.

Aerosmith buschtrommeln sich im Anschluss in ein gewaltiges ›Eat The Rich‹, bei dem lediglich Drummer Joey kurze Orientierungsprobleme hat. Es folgt ein fünfstückiges Mega-Hit-Paket (eigentlich besteht dieser Abend ausschließlich und insgesamt aus 21 Hits) mit Songs wie ›Love In An Elevator‹, ›Cryin’‹, und einem mächtigen ›Livin‘ On The Edge‹, bevor Aerosmith ›Last Child‹ anstimmen. Jetzt bekommt Tyler, der an diesem Abend stimmlich und athletisch fitter als bei seinem letzten Besuch wirkt, eine zusätzliche, eigentlich überflüssige Motivationsspritze. Am Bühnenrand bemerkt er scheinbar unerwarteten Besuch. „Ladies and Gentlemen, Chris Cornell and Toni Iommi!“, platzt es aus ihm heraus. Und so wird Cornell samt Kind und Kegel gleich überschwänglich zum Mitsingen genötigt. Nach ›Rag Doll‹ und dem verdienten Solo-Auftritt des so herrlich unterkühlten Joe Perry (›Freedom Fighter‹) folgt der nächste fulminante Fünfer-Block bevor wohl eines der Highlights der „Berlin Rock Convention“ folgt: Aerosmith spielen ›Come Together‹ von den Beatles und Teile von Black Sabbath, Soundgarden und Guns N‘ Roses sehen dabei zu. Einige Song-Schwergewichte wie ›Dude Looks Like A Lady‹, ›Walk This Way‹ und die Zwei-Song-Zugabe aus ›Dream On‹ und ›Sweet Emotion‹ später geht das Licht an.

Doch anstatt sich effekthascherisch von der Bühne zu zaubern, trifft sich die gesamte Band am Ende des 20 Meter langen Bühnenstegs, um sich von Berlin zu verabschieden. Besonders Tyler, sichtlich stolz, ist nicht mehr von der Bühne zu bewegen. Bevor er aufgedreht wie ein Schuljunge am letzten Tag vor den großen Ferien herum hüpft und einen Kameramann mit seinem verschwitzten Shirt drangsalierend im Off verschwindet, gibt der „Demon Of Screamin’“ noch seine Weisheit aus dem ›Amazing‹-Outro zum Besten: „Always remember, the light at the end of the tunnel may be you!“ … Mit einer solchen Show und diesem Satz aus dem Mund einer derart schillernden Person gesegnet, brauchen weder Aerosmith selbst, noch sonst jemand der rund 15.000 sich jemals Sorgen um eine möglicherweise nicht glänzende Zukunft machen.

aerosmith
München, Königsplatz (2017)

Plötzlich stehen wir mit staubigen Schuhen mitten drin im Open-Air-Sommer 2017. Die Sonne über dem Münchner Königsplatz hat sich nicht eine Sekunde lang verzogen und 22.000 Rockfans dürfen sich über eine neue Bräune freuen. Den feierlichen Eröffnungs-Slot für diese schönste Zeit des Jahres haben sich – verdientermaßen, wenn auch unter Vortäuschung falscher Tatsachen – Aerosmith ergattert. Auch wenn sie es nie wörtlich gesagt haben, so ließ der Tour-Name „Aero-Vederci, Baby!“ doch das Ende von „America’s Greatest Rock’n’Roll Band“ befürchten.

Nur einen Tag vor dem ersten Deutschlandkonzert ihrer „Abschiedstour“ aber ruderten die Herren Tyler, Perry, Whitford, Kramer und Hamilton kurzerhand kräftig zurück. Es scheint ihnen also – bald 50 Jahre nach Bandgründung – noch immer miteinander zu taugen. Doch haben sie neben „Lust“ auch noch die nötige Kraft für ihre Show, die allen Mitgliedern sicherlich körperlich mehr abverlangt, als es beispielsweise die der Stones tun dürfte? Bevor die „Bad Boys From Boston“ ihre Fitness unter Beweis stellen, ist die Edel-„Vorband“ Foreigner an der Reihe. Sie, Mick „der Igel“ Jones und seine hervoragend funktionierende Live-Band, liefern, wie nicht anders zu erwarten war, eine einstündige 40-Jahre-Hits-Hits-Hits-Show ab, die das Publikum zwar schätzt, aber (zum ersten Mal an diesem Abend) verhälnismäßig kalt lässt. Und das bei diesen traumhaften Temperaturen! Jetzt aber muss doch Schwung zwischen Glyptothek und Antikensammlung kommen, denn hier kommen „Aerosmith from Boston, MA!“ mit ›Let The Music Do The Talking‹ und schieben direkt und genauso kraftvoll ›Young Lust‹ aus dem Jahr 1989 hinterher.

Ein klares Statement, das in Inhalt und Form deutlich macht: Der „Demon Of Screamin'“, „Joe fuckin‘ Perry“ (in geschriener Stimme) und ihre drei Kollegen können es noch immer und aufzuhören wäre wahrlich eine Schande. Insgesamt 16 Songs aus ihrer bewegten Karriere + drei Cover von Fleetwood Mac und den Beatles, reichen natürlich wie bei jedem ihrer Konzerte nicht aus, um alle Hit-Wünsche der „Blue Army“ zu befriedigen, sehr wohl aber um schon jetzt Vorfreude auf eine Jubiläums-Tour 2020 zu wecken… Dann nur bitte nicht mehr auf dem Königsplatz, der mit seinem royalen Ambiente und der daraus resultierenden unterkühlten Stimmung sogar Steven Tyler, einen der besten seiner Frontmann-Zunft, alles abverlangte. Wir sehen uns wieder, Baby!

Peter Green: Stimmen aus der Musikwelt

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Was Mick Fleetwood, Stevie Nicks, Kirk Hamett und Co. zum Tod von Peter Green sagen.

1967 gründete Peter Green zusammen mit Mick Fleetwood und Bob Brunning die Gruppe Peter Green’s Fleetwood Mac. Schnell stellten sich erste Erfolge ein mit den Alben PETER GREEN’S FLEETWOOD MAC, MR. WONDERFUL, ENGLISH ROSE und THEN PLAY ON – bis heute zählten diese drei Jahre zu den erfolgreichsten im Leben des Bluesmusikers.

Nach einer für alle Beteiligten eher anstrengenden Europatournee im Jahr 1970 verließ Peter Green die Band. Einer immer wieder erzählten Geschichte nach soll er bei einer Party mit Reiner Langhans und Uschi Obermeier einen LSD-Trip erlebt haben, von dem er nie wieder zurückkam.

Nach seinem Ausstieg bei Fleetwood Mac veröffentlichte Peter Green Solo-Werke, die immer wieder von der Musikwelt beachtet und gelobt wurden, führte sein Leben jedoch eher abseits der Öffentlichkeit. Er soll seine religiöse Ader in einem Kibbuz in Israel ausgelebt, längere Zeit in einer Psychiatrischen Klinik verbracht und zwischendurch als Friedhofsgärtner gearbeitet haben.

Anfang des Jahres veranstaltete Mick Fleetwood ein Tribut-Konzert zu Ehren von Peter Green. Künstler wie Mick Fleetwood, Billy Gibbons, Steven Tyler, John Mayall und viele mehr wirkten dabei mit und interpretierten die Songs von Peter Green.

Stimmen aus der Musikwelt zum Tod von Peter Green:

Mick Fleetwood: „Für mich so wie für jedes andere Mitglied von Fleetwood Mac ist der Verlust von Peter Green ein großer Verlust. Peter war der Mann, der die Band Fleetwood Mac zusammen mit mir, John McVie und Jeremy Spencer gründete. Niemals ist jemand in die Reihen von Fleetwood Mac getreten, ohne Ehrfurcht vor Peter Green und seinem Talent zu haben. Seine Musik sollte hell scheinen und immer mit ungebrochener Leidenschaft präsentiert werden. Ich werde dich vermissen. Ich danke dir, dass du mich damals gefragt hast, ob ich dein Dummer sein will. Wir hatten eine gute Zeit, einen musikalischen Weg, den so viele genossen haben. Gott sei mit dir, mein lieber Freund.“

Kirk Hammett „Worte können nicht beschreiben, wie ich mich gerade fühle. Peter Green lebt durch seine Musik und sein Instrument weiter. Er ist unersetzbar. Ruhe in Frieden, Peter Green, mein Freund.“

Stevie Nicks: „Es tut mir so Leid, dass Peter Green tot ist. Am meisten bereue ich, dass ich nie die Bühne mit ihm teilen konnte. Tief in meinem Herzen habe ich immer gehofft, dass das vielleicht einmal passieren würde. Als ich zum ersten mal all die Fleetwood-Mac-Platten hörte, haute mich sein Gitarrenspiel um. Es war einer der Gründe, warum ich mich so darauf gefreut habe, bei dieser Band mitzumachen. Sein Erbe wird für immer in den Geschichtsbüchern des Rock’n’Roll weiterleben. Peter Green’s Fleetwood Mac war der Anfang und ich danke dir, Peter Green, dafür. Du hast unser Leben verändert.“

John Mayall: „Ich bin sehr traurig über den Tod von Peter Green. Wir teilten viele großartige Musik. Er war wahrlich einer der ganz Großen.“

Nachruf: J.J. Cale (1938-2013) – Der Erfinder der Lässigkeit

J.J. Cale Nachruf
Als 1972 sein Debütalbum NATURALLY erschien, war es das perfekte Kontrastprogramm zum überhitzen Glamrock und den progressiven Experimenten jener Ära: Hier war ein Minimalist am Werke, der seine lakonischen Texte und sein pointiert-sparsames Gitarrenspiel mit einer Gelassenheit zelebrierte, die mehr zum Folk der Hinterwäldler passte, als zum zeitgenössischen Rock’n’Roll. Was gewiss in der musikalischen Sozialisierung begründet lag, die John Weldon Cale, aufgewachsen in Oklahoma, erfahren hatte.

Der betont unaufgeregte „Tulsa Sound“ war sein Markenzeichen, der Begriff „laid back“ war für ihn wie geschaffen – womit seine nachgewiesene Fähigkeit, zündende Riffs zu kreieren, keinesfalls im Widerspruch stand. Man denke nur an ›Cocaine‹, mit dem Eric Clapton einen Hit landete, nachdem er schon Cales ›After Midnight‹ erfolgreich gecovert hatte. Überhaupt: Cales Kompositionen standen bei namhaften Kollegen hoch im Kurs, sei es bei Lynyrd Skynyrd (›Call Me The Breeze‹), Captain Beefheart (›Same Old Blues‹) oder auch Santana (›The Sensitive Kind‹).

Was sich letztlich auch in seiner Karriere niederschlug: Musiker und Kenner amerikanischer Roots-Musik schätzten Cale stets als geschmackvollen Virtuosen, ausgeprägten Stilisten und kompetenten Songschreiber, dem großen Mainstream-Publikum blieben derlei Talente, die ihren Niederschlag in immerhin 14 Studioalben fanden, jedoch eher verborgen. Es war THE ROAD TO ESCONDIDO, eine Kollaboration mit Eric Clapton, die daran etwas änderte: Ende 2006 veröffentlicht, wurde das Werk 2008 mit einem Grammy Award in der Kategorie „Bestes zeitgenössisches Blues-Album“ ausgezeichnet.

In Deutschland erreichte es Platz 2 der Charts und war auch sonst international erfolgreich, wobei sich Cale gewiss keine Illusionen darüber machte, wessen Name bei dieser Kooperation das „kommerzielle Zugpferd“ war.

Ein Problem damit, eher im Hintergrund zu agieren, hatte der selbstbewusste Cale aber gewiss nicht: „Schick mir das Geld und lass die jungen Typen den Ruhm abschöpfen“, erzählte er 2009 augenzwinkernd den britischen Kollegen von CLASSIC ROCK. Da lebte er in einem Bungalow in Südkalifornien, nahe der Ortschaft Escondido – was spanischen Ursprungs ist und soviel bedeutet wie „versteckt“. Der richtige Ort für einen, dem Musik immer mehr bedeutet hatte als Prominenz. J.J. Cale verstarb am 26. Juli 2013 an den Folgen eines Herzinfarkts.

Titelstory: The Rolling Stones – Zurück in die Garage

The Rolling Stones PromoEigentlich wollten die Rolling Stones 2016 endlich ein neues Studioalbum aufnehmen. Stattdessen ging ihr 18-jähriges Alter-Ego mit ihnen durch und sie spielten im Zuge einer fiebrigen, dreitägigen Session ein komplettes Blues-Coverwerk ein. BLUE & LONESOME, so der Titel, dokumentiert die Funktionsweise der Stones auf eindrucksvolle Weise. Selten war man dem wild schlagenden Herz dieser Band so nahe.

Am Samstag, den 22. Oktober 2016 um kurz vor acht steht Keith Richards im hinteren Teil der Bühne direkt neben dem Set von Charlie Watts und wechselt ein paar Worte mit dem Schlagzeuger. Im Saal ist es noch dunkel, die Show beginnt erst in einigen Minuten und selbst aus den vorderen Reihen muss man ganz genau hingucken, um die beiden überhaupt zu er­­kennen. Wir sind in Las Vegas, Nevada. Die Stones spielen ihr letztes großes Konzert des Jahres. Zuvor hatten sie gemeinsam mit Bob Dylan, Neil Young, The Who, Paul McCartney und anderen auf der Bühne des Desert-Trip-Festivals in Indio gestanden und also ein Wiedersehen mit vielen alten Freunden aus den Sixties gefeiert. Ein weiteres geplantes Konzert in Las Vegas musste einige Tage zuvor abgesagt werden, nachdem bei Jagger eine Kehlkopfentzündung diagnostiziert worden war. Aber heute sind sie hier.

Und wenn man genau jetzt, in diesem aberwitzigen Las-Vegas-Moment mit all den flackernden Lichtern überall, ungefähr zwei Minuten, bevor DIE BAND auf die Bühne geht, wenn man also jetzt trotz der ganzen Aufregung noch mal ganz kurz die Konzentration aufbringt, genau zu beobachten, was die beiden Männer da oben gerade eigentlich machen, dann verrät das eventuell sogar mehr über den Kern dieser Band als die zwei Stunden danach. Auf den ersten Blick raunt Keith – natürlich mit Kippe im Mundwinkel, heutzutage ja beinahe ein revolutionärer Akt – Charlie Watts einfach irgendetwas zu. Watts lacht, Richards knufft ihn mit dem Ellbogen in die Seite. Bei tieferer Betrachtung aber wird klar: Genau diese Szene hat man schon unzählige Male ge­­sehen, und zwar nicht nur bei den Stones. Es ist das letzte kurze Lagegespräch einer Veteranen-Club-Band, die keine großen Worte mehr braucht und sich vor dem nächsten Set noch schnell auf ein paar Ab­­­­­läufe einigt. Es ist: ein Musikergespräch.

Genau in diesem Moment wird schlagartig klar, was die Stones auch nach 54-jähriger Karriere, über 250 Millionen verkauften Alben und unzähligen anderen Rekorden immer noch vor allem ausmacht. David Bowie ist gegangen und Prince auch. Viele, mit denen die Stones in den frühen 60ern begonnen hatten, sind längst nicht mehr hier. Das Line-up des Desert Trip war diesbezüglich auch eine Art letztes Aufgebot der goldenen Rock-Jahre. Die Stones aber sind immer noch da. Und sie sind immer noch vor allem anderen: die größte kleine Rock’n’Roll-Band der Welt. So absurd das auf den ersten Blick auch klingen mag. Man sieht es in ihren Gesichtern, in der Art, wie sie sich ansehen – und man hört es auf BLUE & LONESOME, dem in diesen Tagen erscheinenden neuen Al­­bum, dem ersten seit elf Jahren: Wenn diese Männer nicht zufällig in den 60er-Jahren neben den Beatles die größte Band aller Zeiten geworden wären, dann würden sie heute vermutlich immer noch einmal die Woche in irgendeinem Pub spielen. Einfach, weil es ihnen so viel Spaß macht und sie sonst vor die Hunde gehen würden.

In diese Gedanken hinein explodiert irgendwas, das Licht geht an, die 20.000 springen aus den Sitzen. Für Keith Richards und die anderen beginnt die Schicht. Er reißt die Tele hoch, A-G-A-G, eins der größten Riffs der Musikgeschichte. Kurz darauf kommt Mick Jagger angerannt und singt die eröffnende Zeile aus ›Jumpin’ Jack Flash‹: „I was born in a crossfire hurricane.“ Vom ersten Moment an ist er absolut da, das hat ihn immer ausgezeichnet. Jagger hat unter dramatischen Umständen seine langjährige Lebensgefährtin verloren, er ist 73 Jahre alt, sämtliche Bemühungen, irgendetwas anderes zu machen als die Stones, sind von Politik über Schauspielerei bis zur Solokarriere mehr oder minder gescheitert. Also macht er weiterhin das, was er am besten kann: Being Mick Jagger. Es ist einer der härtesten Jobs der Welt. Und keiner könnte ihn besser machen als dieser dürre Engländer.

Wie ein ferngesteuerter Cyborg hetzt er jetzt über die Bühne, spielt die Blues­harp, herzt Ron Wood, feuert das Publikum an, singt atemberaubend gut, hat immer und zu jedem Zeitpunkt alles im Blick – auch wenn ihm seine Entertainerqualitäten nach diesem Abend noch ein bisschen Ärger einbrocken: Nachdem er sich gefragt hat, was für eine Sportmannschaft wohl in der Konzerthalle ansonsten ihre Spiele austragen möge – „die Las Vegas Black Jacks? Die Las Vegas Hookers?“ – „entschuldigt“ er sich für die Absage der ersten Vegas-Show zwei Tage zuvor: „Ich wäre gerne aufgetreten, wir waren schon hier. Aber David Copperfield hat mich für zwei Tage unsichtbar gemacht, also ging es leider nicht.“ Im Internet werden ihm das viele Stones-Fans, die die beschwerliche Anreise bereits angetreten hatten, einige Tage später übelnehmen. Dass die Stones nach 54 Jahren noch mal einen kleinen Shitstorm erzeugen, hätte man auch nicht gedacht, aber ja: Selbst Mick Jagger, dessen ironisch konnotierte Überheblichkeit doch stets zum Grundinventar gehörte, muss sich heutzutage offenbar vor kleingeistigen In­­ternetdeppen rechtfertigen. Kann man sich nicht ausdenken.

Schon klar, die Karten kosten an diesem Abend bis zu 1.000 Dollar. Aber die Stones sind jeden einzelnen Cent wert und das Gejammere über die Höhe ihrer Eintrittspreise ist so alt wie die Band selbst. Ihre immer noch gewaltige Produktion bauen sie inzwischen zu­­nehmend im Rahmen sogenannter Boutique-Konzerte in Arenen und nicht mehr in Stadien auf, obwohl sie diese spielend ausverkaufen könnten. Sie bewegen sich bewusst auf einen nicht mehr für möglich gehaltenen Idealzustand hin. Die albernen Gummifiguren aus den 90ern sind bereits weg, die Bühne ist reduziert auf das Wesentliche, es geht nur noch um Mick, Charlie, Keith und Ronnie. Um die Musik der Rolling Stones.

Es mag zwar inzwischen eine von den Stones abgesegnete, aus ihren Archiven bestückte Wanderausstellung geben. Und auch sonst wird die Musealisierung seit Jahren eifrig betrieben. Gleichzeitig sind sie aber ja immer noch: da. Hier und jetzt. Und das absolut ergreifendste ist natürlich, diese Band live erleben zu dürfen, am besten so nahe wie irgend möglich. Mit den Jahren wird ihr Spiel immer minimalistischer, ökonomischer, sie nähern sich zunehmend dem Kern ihres Schaffens. In Teilen spielen sie in Las Vegas im Prinzip eine räudige Club-Show, nur halt vor 20.000 Leuten. Auch wenn ganz zum Schluss zu ›You Can’t Always Get What You Want‹ ein Kinderchor kommt, bevor die Zuschauer mit dem obligatorischen ›Satisfaction‹ in die Nacht entlassen werden.

Danach haben die alten Recken in der Bar um die Ecke noch lange leuchtende Augen. Die Älteren haben die ersten Konzerte in den mittleren 60er-Jahren gesehen, einer will bei 265 Stones-Shows gewesen sein, ein anderer ist aus Düsseldorf angereist, wieder andere aus Australien, Russland, der ganzen Welt.

Zwei Tage später. Im inoffiziellen Wer-hat-die-dünnsten-Stones-Beine-Ranking liegt Ron Wood aktuell knapp hinter Mick Jagger auf Platz zwei. Dicht gefolgt von Charlie Watts und Keith Richards, und zwar genau in dieser Reihenfolge. „Worüber wollen wir sprechen?“, fragt Wood, „das Blues-Al­­bum?“ Ganz genau, darum sind wir hier: ein Blues-Album also. Es heißt wie gesagt BLUE & LONESOME, enthält zwölf Cover-Versionen weniger bekannter Klassiker von unter anderem Little Walter, Jimmy Reed, Howlin’ Wolf, und man kann es ruhig ehrlich sagen:

Zunächst ist man ein bisschen enttäuscht. Elf Jahre, seit A BIGGER BANG, hatten die Stones kein neues Album mehr veröffentlich. Immer wieder gab es in dieser Zeit Ge­­rüchte, dass sie ins Studio zurückgekehrt seien, erst im September 2015 deutete Keith Richards im Gespräch mit CLASSIC ROCK entsprechende Pläne an – und nun sollen sie ausgerechnet ein Coveralbum aufgenommen haben? Die meisten Bands wählen einen solchen Schritt, wenn ihnen ab­­solut gar nichts mehr einfällt, entsprechend war die erste Reaktion vieler Kommentatoren.

Fleetwood Mac: Peter Green ist tot

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Peter Green ist im Alter von 73 Jahren gestorben.

Peter Green ist tot. Der Mitbegründer von Fleetwood Mac soll laut Angaben seiner Familienangehörigen friedlich im Schlaf gestorben sein. Er wurde 73 Jahre alt.