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Start Blog Seite 382

Greta Van Fleet: Veröffentlichen ›Heat Above‹

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Vom kommenden Album THE BATTLE AT GARDEN’S GATE veröffentlichen Greta Van Fleet einen weiteren Track. Die Single ›Heat Above‹, deren Intro den ein oder anderen eventuell entfernt an Led Zeppelins ›Thank You‹ erinnern mag, ist einer von zwölf Songs, die auf dem Debütnachfolger der Durchstarter zu hören sein werden. THE BATTLE AT GARDEN’S GATE erscheint am 16. April.

Einige Stunden zuvor hatte die Band ein kurzes Video bei Facebook gepostet, bei dem zwölf Symbole zu sehen sind, die wahrscheinlich für die zwölfs Songs auf der Platte stehen. Schelmische Kritiker werden bei der Verwendung kryptischer Symbole in der Rockmusik wahrscheinlich auch wieder an eine ganz bestimmte Band denken…

The Hold Steady – OPEN DOOR POLICY

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Gut sieben Jahre nach TEETH DREAMS gibt es mit OPEN DOOR POLICY das nunmehr achte Studioalbum der Mannen um Sänger Craig Finn, der sich in jüngster Vergangenheit eher um seine Solokarriere geküm­mert und seit TEETH DREAMS ganze drei Eigenproduktionen aus dem Studio gewuchtet hat. Dennoch gab es 2019 mit THRASHING THRU THE PASSION eine Zusammenstellung, die neben fünf seinerzeit brandneuen Tracks weitere fünf Nummern enthielt, die die Band zuvor nur auf ihrer Bandcamp­-Site digital veröffentlicht hatte. OPEN DOOR POLICY ist, seine Entstehung betreffend, wieder mehr ein herkömmliches Album – und doch ist es anders, wenn man es mit BOYS AND GIRLS IN AMERICA oder STAY POSITIVE vergleicht.

Das zweite Album in Sextett­-Besetzung mit zwei Gitarren und dem zurück zur Band gekehrten Tastenmann Frank Nicolay hat streckenweise viel Platz zum atmen, wie der recht behäbige aber zwingende Opener ›The Feelers‹ prä­sentiert. Die tolle erste Single ›Family Farm‹ mit Bläsern präsentiert einen Hochtempo-­Chorus, ›Heavy Covenant‹ (auch mit Bläsern und faszinieren­der Melodie) überzeugt ebenfalls. ›Hanover Camera‹ hat einen sehr lockeren Blues­-Beat mit fluffigem Groove. The Hold Steadys Melange aus Punkrock­-Roots, Heartland Rock (Springsteen, Petty, CountingCrows) in ›Riptown‹, Hüsker Dü, Dinosaur Jr. (›Spices‹), The Gaslight Anthem und Tragically Hip (der Gesang) ist wieder überzeugender als es TEETH DREAMS und streckenweise HEAVEN IS WHENEVER zuletzt angedeutet hatten.

8 von 10

The Hold Steady/OPEN DOOR POLICY/POSITIVE JAMS/THIRTY TIGERS/MEMBRAN

Aktuelle Ausgabe: Das erwartet euch im neuen CLASSIC ROCK Magazine

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Titelstory: Steven Wilson – Hoffnung im Konsumpfgebiet

Der breiten Masse ist er kein Begriff, die Paparazzi würden ihn nicht mal behelligen, wenn er sich direkt vor ihre Linse stellen würde, und in 50 Jahren wird es aller Wahrscheinlichkeit nach kein starbesetztes, Oscars abräumendes Biopic über die zahlreichen Krisen und Skandale im Leben eines schillernden Paradiesvogels mit seinem Namen geben. Doch dieser äußerlich so unscheinbare Londoner hat im Verlauf dreier außerordentlich produktiver Jahrzehnte eine einzigartige Karriere hingelegt, in der er nicht nur den einst darbenden Genres Prog-Rock und Artrock neues Leben einhauchte, sondern über alle Grenzen hinweg zu einer unaufhaltsamen Kraft im Musikkosmos wurde. Größeres Ansehen als Steven Wilson genießen heute nur die allerwenigsten Zeitgenossen – und das wird noch weiter wachsen, nachdem die Welt THE FUTURE BITES zu hören bekommen hat.

CLASSIC ROCK #97 hier bestellen

The Police: Magie in der Masche

The Police Zenyatta Mondatta

The Police hatten nur wenig Zeit, doch sie schafften es, sich der Einflussnahme ihres Labels zu entziehen, um das Album zu erschaffen, das sie zu internationalen Superstars machte: ZENYATTA MONDATTA.

Foo Fighters: Über MEDICINE AT MIDNIGHT

„Fuck you, 2020“, sagt sich Dave Grohl und spricht damit allen aus der Lockdown-geplagten Seele. Doch kaum hat das neue Jahr begonnen, geht er mit seinen Foo Fighters in die Offensive – und verabreicht den Fans zu Pandemie-Zeiten eine ordentliche Dosis Rock: MEDICINE AT MIDNIGHT kann man in diesen nervenzermürbenden Zeiten wirklich gut gebrauchen! Das nunmehr zehnte Album der Band um den Ex-Nirvana-Drummer war auch Anlass für dieses Interview. Wir verabredeten uns mit Dave zum Zoom-Call und sprachen mit dem 52-jährigen Foo-Fronter über das neue Werk, die geplante Welttour zum 25. Bandjubiläum, CoronaMaßnahmen, Kurt Cobain und Nirvanas bahnbrechenden Grunge-Klassiker NEVERMIND, der in diesem Jahr 30. Geburtstag feiert …

Alice Cooper im Interview: Detroit Calling

Alice Cooper_Detroit Stories_press picture_copyright earMUSIC_credit Jenny Risher (1)_2000px

In Detroit fing alles an. In jener Stadt wurde Vincent Damon Furnier geboren, in jener Stadt sollte er 1971 endlich mit seiner Band durchstarten. 50 Jahre später lässt Alice Cooper mit DETROIT STORIES den Geist dieser Hardrock-Metropole wiederaufleben.

Außerdem im Heft: Rainbow, King Crimson, Kiss, Leslie West, Phil Spector, David Bowie, The Pretty Reckless, Ricky Warwick und viele mehr!

CLASSIC ROCK #97 hier bestellen

Wie immer mit Heft-CD mit Songs von Alice Cooper, Mason Hill, Black Magic Tree, Bones Owens und mehr…

Golden Earring: Band-Aus nach 60 Jahren

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In der niederländischen Tageszeitung „Algemeen Dagblad“ wurde gestern bekannt gegeben, dass Golden Earring sich auflösen. Grund für das Aus nach 60 Jahren Bandbestehen ist die ALS-Diagnose von Gitarrist und Gründungsmitglied George Kooymans. ALS ist nicht heilbar und führt zu zunehmendem Muskelschwund im ganzen Körper.

Kooymans bestätigte die Meldung in einem Telefoninterview, wollte jedoch nicht näher auf seine Krankheit eingehen. Auftritte seien für ihn künftig jedoch nicht mehr denkbar.

International bekannt wurden Golden Earring vor allem mit ihrer Single ›Radar Love‹ vom Album MOONTAN aus dem Jahr 1973.

Bruce Springsteen: Ein Hauch von Pathos in Jeep-Werbespot

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Für einen neuen Werbespot hat sich die Marke Jeep nicht lumpen lassen, und mal eben niemand Geringeren als Bruce Springsteen rekrutiert.

Im Clip spricht der Boss mit einem Hauch von Pathos und vor passend gewählter Kulisse über die Vereinigten Staaten von Amerika bzw. die „Reunited States of America“ und wie wichtig es sei, gerade in diesen schwierigen Zeiten als Land wieder zur Mitte zu finden. In eine Mitte zwischen rot und blau, zwischen Angst und Freiheit. In eine Mitte, in der jede und jeder willkommen sei.

Springsteen, der sich sonst eigentlich nicht als Werbetestimonial hergibt, habe sich aufgrund der wichtigen Botschaft und des ihm entsprechenden Narrativs dazu entschieden, in diesem Spot mitzuwirken.

https://youtube.com/watch?v=D2XYH-IEvhI

Chris Stapleton: Bär mit Engelsstimme

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Wer jemals ein Konzert – zur Erinnerung: das waren Menschenansammlungen, bei denen Live-Musik präsentiert wurde – von Chris Stapleton gesehen hat, wird vielleicht noch jenen Moment im Kopf haben,
als dieser bärtige, langhaarige Mann zu singen begann. Man war: perplex. Diese Stimme, die sich da aus diesem ungeschlachten Mann ihren Weg bahnte, traf direkt und mit voller Wucht ins Herz. Eine Stimme, die man einem Soulsänger alten Schlages von einem Kaliber wie Otis Redding oder Wilson Pickett zuschreiben würde – aber nicht diesem haarigen Bleichgesicht aus Lexington, Kentucky. „Stimmt schon“, sagte Chris Stapleton vor einiger Zeit zu Classic Rock, „ich habe neben Willie Nelson schon immer viel Soul-Musik gehört. Vor allem meine Lieblingssängerin, Aretha Franklin.“

Nie, nie und nimmer, nicht in einer Million Jahren würde es der bescheidene Kerl aber wagen, sich mit Miss Franklin zu vergleichen. „Sie war einfach göttlich. Die größte Sängerin, die ich jemals gehört habe. Ich könnte weinen, wenn ich nur an sie denke.“ Das ist es. Das macht ihn aus. Einerseits ist da diese raue Schale, diese naturbelassene Countryhaftigkeit. Und andererseits hat Stapleton so viel Herz, Seele und Sensibilität zu bieten, dass er damit halb Nashville versorgen könnte. Was er eine Weile auch gemacht hat, als er sich als Songschreiber und Autor in dem Country-Mekka Brot und Meriten verdient hat. Das Geschäft lief gut. Neben Kenny Chesney, Luke Bryan und Tim McGraw landete er sogar einen Song-Treffer auf einem Album von Adele.

Rückblickend sei es eine gute Erfahrung gewesen. Doch schon da zeigte sich auch sein Charakter. „Ich war vermutlich der schlechteste Verkäufer in ganz Nashville“, erinnerte er sich. „Andere können das. Die vermarkten sich selbst großartig. Doch das war nie mein Ding. Ich habe meine Songs geschrieben, sie an den Verlag geschickt und fertig – daraus ist dann entweder etwas geworden, oder auch nicht.“

Mittlerweile dürfte die Trefferquote nahe der 100 Prozent liegen. Denn der Mann, der bereits vor fünf Jahren mit seinem Erstlingswerk TRAVELLER die amer ikanischen Country- und Pop-Charts aufmischte und fünf Grammys gewann, hat an Klasse und Qualität noch weiter zugelegt. So darf man sein neues Album STARTING OVER getrost als Meisterwerk bezeichnen. In den 14, erneut von Dave Cobb produzierten Songs gelingt Stapleton auf wundersame Weise die Vermählung von stoischem Country und beherztem Soul, von Wut und Liebe, von Frust und Lust, von Wahrheit und Wahrhaftigkeit. Alles zusammengehalten von der souligsten Country-Stimme aller Zeiten.

Superbowl: Miley Cyrus performt mit Joan Jett und Billy Idol

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Beim 55. Superbowl gewannen die Tampa Bay Buccaneers mit 31:9 gegen die Kansas City Chiefs in Tampa, Florida. Mit 7.500 Menschen war das Stadio Pandemie-bedingt nur zu einem Drittel gefüllt. Die Zuschauermenge bestand aus gegen das Coronavirus geimpften Pflegekräften, um die Ansteckungsgefahr beim Spektakel auf ein absolutes Minimum zu reduzieren und sich bei den am Rande der Belastungsgrenze arbeitenden Menschen zu bedanken.

Vor dem Spiel stand Pop-Sternchen Miley Cyrus auf der Bühne und holte nicht zum ersten mal illustre Gäste aus der Rockwelt zu sich. So performte Cyrus sowohl mit Joan Jett als auch mit einem stimmlich nicht ganz so glänzenden Billy Idol sowie Gitarrist Steve Stevens auf ihrer „TikTok Tailgate“-Bühne. Das Konzert wurde bei TikTok und CBS ausgestrahlt.

Miley Cyrus feat. Billy Idol und Steve Stevens:

Miley Cyrus feat. Joan Jett:

Ricky Warwick – WHEN LIFE WAS HARD AND FAST

Ricky rockt…

Auf früheren Soloscheiben ließ es Ex­-The­-Almighty, Ex­-Thin-­Lizzy und immer noch Black­-Star-­Riders­Fronter Ricky Warwick schon mal etwas ruhiger, eher Singer/Songwriter­mäßig und friedlich ­folkig angehen. Auf WHEN LIFE WAS HARD ANDFAST wird dem Titel entsprechend aber kräftig gerockt. Natürlich ist das folkloristische Element – geht nach einem Engagement bei Thin Lizzy und sogar einer kurzzeitigen Beschäftigung bei New Model Army wohl auch nicht anders –immer noch vorhanden, aber eben etwas unter­schwelliger. Und auch richtig sanft kann der Nordire, wenn er beispielsweise ein Duett mit seiner Tochter Peeper singt. Ansonsten wird aber überwiegend kräftig zugepackt. Wie mit dem Titelsong mit Joe Elliot von Def Leppard im Background, dem starken ›You Don’t Love Me‹ mit einem Solo von Luke Morley von Thunder oder dem wuchtigen Willy­-De-Ville-­Cover ›Gunslinger‹. Aber immer melodisch und eingän­gig und stellenweise sogar poppig wie im Falle von ›My Fighting Heart‹ und seinem coolen Sing­along­-Refrain. Warwick hat von Heavy über Punk bis hin zu Country eben einfach schon alles gemacht und all das fließt nun in den Rock’n’Roll­-Gesamtsound von WHEN LIFE WAS HARD AND FAST ein. Passend dazu sind natürlich harte und schnelle Nummern mit dabei, aber auch sensible Momente.

7 von 10

Ricky Warwick/WHEN LIFE WAS HARD AND FAST/NUCLEAR BLAST/ROUGH TRADE