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Empyre: Neue Single ›Stone‹

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Die britische Band Empyre veröffentlicht heute ihre neue Akustik-Single ›Stone‹ vom kommenden Album THE OTHER SIDE. Die Platte wird der Nachfolger zum Debüt SELF AWARE aus dem Jahr 2019 sein und voraussichtlich im April dieses Jahres herauskommen.

Unsere britischen Kollegen von CLASSIC ROCK haben den Newcomern mit Hang zu Atmosphäre bereits zweimal den Titel „Track der Woche“ verliehen.

Lüt: MERSMAK

Norwegisches Punk-Pop-Kuriosum

Palmen in Tromsø: Wer genau hinschaut, wird auf dem Cover von Lüts zweitem Album MERSMAK nach Sommer und Sonne duftende Palmengewächse entdecken. Die passen dezidiert besser zur Musik der Norweger als ihre nordische Herkunft: Süffiger, sonniger, hochenergetischer Rock mit Punk-Schlagseite, dicker Lippe und Pop-Sensibilität, der sich meist in den radiofreundlichen Drei-Minuten-Gefilden aufhält und allerhöchstens durch das Turbostaat-Gedächtnisgeschrei davon abgehalten wird, als Norwegens Antwort auf Jimmy Eat World durchzugehen.

Genau da möchten die Tromsø-Boys aber hin, wie man merkt. In ihrer Heimat kommt das an und schlägt merklich hohe Wellen, für den Rest der Welt ist diese Mischung aus heiserem Sänger, norwegischen Texten und rotzigen Riffs vielleicht noch etwas turbulent. Mehr Songs wie das simple, aber verdammt effektive und hübsch selbstironische ›We Will Save Scandirock‹ und die Chose sieht schon wieder ganz anders aus. So bleibt MERSMAK ein Kuriosum.

7 von 10 Punkten

Lüt, Mersmak, LOUD MEDIA/WARNER

Love and Death – PERFECTLY PRESERVED

Unverhofft kommt oft

Nach Bryan „Head“ Welchs Rückkehr zu koRn 2013 wurde es um Love And Death ruhig. Obwohl Bryan immer wieder betonte, dass die Band weiterhin aktiv sei, gab es seit 2016 und der Single ›Lo Lamento‹ kein wirkliches Lebenszeichen. Im Oktober 2020 kam zur Freude aller Fans der Siebensaiter-Legende wieder Bewegung in die 2009 in Sacramento, Kalifornien, gegründete Combo. Mit einem frischen Plattenvertrag plus Veröffentlichungsdatum stieg die Spannung, wie Love And Death acht Jahre nach ihrem Debüt wohl klingen mögen. Kurzum, PERFECTLY PRESERVED ist ein durch die Bank gelungenes Killeralbum, das Heads koRn’sche Songwriting-Trademarks mit allerlei frischen Zutaten mischt. Dabei sind die Tracks massiv eingängig.

Welch gelingt auf PERFECTLY PRESERVED der Spagat, hart, vertrackt, gefühlvoll, groß und intensiv über eine komplette Albumdistanz zu klingen. Neben den obligatorisch extrem groovigen und einzigartigen Gitarrenspuren liefert Bryan am Mikrofon die wahrscheinlich beste und vielseitigste Vorstellung seiner kompletten Karriere ab. Apropos Mikro: Das Cover von ›Let Me Love You‹ mit Ex-Flyleafs Lacey Sturm im Duett ist ein prädestinierter Rock-Radio-Knaller!

8 von 10 Punkten

Love and Death, PERFECTLY PRESERVED, EARACHE RECORDS/EDEL

The Pretty Reckless – DEATH BY ROCK AND ROLL

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Leben, Tod und Wiedergeburt

„Kato und ich haben uns geschworen, bis zum bitteren Ende gemeinsam zu rocken. Bis dass der Rock’n’Roll-Tod uns scheidet“, erklärt TPR-Frontfrau Taylor Momsen den Plattentitel ihres vierten Albums, das die US-Formation ihrem 2018 verstorbenen Producer Kato Khandwala gewidmet hat. Ebenso, wie auch allen anderen viel zu früh dahingeschiedenen Rockstars wie zum Beispiel Soundgarden-Sänger Chris Cornell, für dessen Shows The Pretty Reckless eigentlich vor seinem überraschenden Suizid im Mai 2017 als Support gebucht waren. Trotz oder gerade wegen dieser tragischen Umstände versteht sich DEATH BY ROCK AND ROLL als eine lautstarke Feier des Lebens, der Stärke und der Hoffnung, zu der sich das Quartett diesmal diverse hochkarätige Gäste ins Studio geladen hat: Gemeinsam mit Matt Cameron (Pearl Jam), Kim Thayil (Soundgarden) und Tom Morello (Rage Against The Machine) zeigen sich Taylor und Co. stilistisch so abwechslungsreich wie nie zuvor und läuten auf Songs wie dem aggressiv treibenden Titeltrack, dem berührenden Tributsong ›Rock And Roll Heaven‹, dem luftig-leichten ›Got So High‹ oder dem melancholischen Country-Rocker ›Harley Darling‹ ihre kreative Wiedergeburt ein. Willkommen zurück unter den Lebendigen!

9 von 10 Punkten

The Pretty Reckless, DEATH BY ROCK AND ROLL, CENTURY MEDIA/SONY

God Is An Astronaut – GHOST TAPES #10

Große Lieder ohne Worte

Wirklich hoffnungsfroh klangen God Is An Astronaut schon auf ihrem gebeutelten Vorgänger EPITAPH (2018) nicht. Die letzten drei Jahre haben den Sound der Instrumental-Iren aber noch mal eine Spur ahnungsvoller und dunkler gemacht. Daran ist, klar, auch das verkorkste Jahr 2020 Schuld, dennoch ist GHOST TAPES #10 zum Glück kein Corona-Album. Vielmehr streben God Is An Astronaut mit ihrem dräuenden, klaustrophobischen, mal massiven und mal ätherischen Instrumental-Rock immer noch nach dem ganz großen Stummfilm im Kopf. Benannt nach einer US-Operation im Vietnamkrieg, erschüttern uns die musikalischen Bilder, um uns im nächsten Moment auf einem Eiland der Schönheit inmitten einer tosenden See auszusetzen – ein Narrativ, das Nerven kostet, aber reich belohnt.

Ohne Wirkung blieb der vielschichtige Instrumental-Rock dieser besonderen Band schon in den letzten Jahren nicht. Mit einem uns alle verbindenden Jahr wie 2020 im Rücken entfaltet GHOST TAPES #10 aber noch mal eine ganz besondere Intensität, die von sengender Härte über wogende Harmonien führt, von einem Tal der Schatten hin zu einem diffusen Licht. Es wird sich nur noch zeigen müssen, ob es nicht doch nur ein entgegenkommender Zug ist.

8 von 10 Punkten

God Is An Astronaut, GHOST TAPES #10,

Billy Gibbons: Neues Video zu ›Rollin‘ And Tumblin’‹

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Zum Blues-Classic ›Rollin‘ And Tumblin’‹, das Billy Gibbons auf seinem letzten Soloalbum THE BIG BAD BLUES integriert hat, hat der ZZ-Top-Mann jetzt ein neues Video veröffentlicht.

Im Clip sind bei den Live-Szenen Gitarrist Austin Hanks sowie Drumemr Matt Sorum zu sehen. Letzterer hat das Video auch produziert.

Langhorne Slim – STRAWBERRY MANSON

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Sean Scolnick wurde 1980 in Langhorne, Pennsylvania, geboren. Damit wäre die Sache mit seinem
Künstlernamen schon mal geklärt. Seit 2004 veröffentlicht er als Langhorne Slim Alben, STRAWBERRY
MANSION markiert bereits seinen zehnten Longplayer. Zum runden Veröffentlichungsjubiläum hat der
Schlacks von der Ostküste 18 Titel, die Demo-Version eines Kinderliedes (›For The Children‹), plus drei Bonus Tracks zusammengetragen. Wie schon auf seinen Vorgänger-CDs kommt seinen Songs eine medizinische Komponente zu – jeder Track ist auch eine Sitzung beim Gesprächstherapeuten: ›Dreams‹,
›No Right Way‹, ›House Of Fire‹, ›Morning Prayer‹ oder ›Lonesome Times‹ thematisieren Angststörungen, Panikattacken und Drogenprobleme, verpackt in überraschend harmonische und zuversichtliche Klänge. So erinnert sein gefühlvoller Country-Folk wie bei ›Red Bird‹ an gut gelaunte Everly Brothers und ›Summer Days‹ an den frühen Neil Young.

LANGHORNE SLIM, STRAWBERRY MANSION, DUALTONE/SPV

Link Protrudi & The Jaymen – THE BEST OF LINK PROTRUDI & THE JAYMEN

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Surf und Grind im Tarantino-Format

Im Spätsommer 1986 überwerfen sich die Fuzztones nach einer Tour mit The Damned. Die übriggebliebenen drei Musiker Rudi Protrudi (Gitarre), Michael Jay am Bass und Schlagzeuger Mike Czekaj treffen sich anschließend im Proberaum und spielen im Stil ihres Idols Link Wray ein paar Surf-Klassiker ein – und imitieren den großen Mann der Twang-Gitarre mit eigenen Kompositionen. Das kommt derart gut an, dass die Jaymen in der zweiten Hälfte der 80er zur gefeierten Surf-Band aufsteigen. Sie veröffentlichen zwischen 1987 und 1994 ganze sechs Longplayer. Ein 26 Track starkes Destillat dieser Alben liegt nun mit dieser Best-of vor. Die meist instrumental gehaltenen Surf- und Heavy-Twang-Songs klingen in guten Momenten wie Outtakes aus dem Tarantino-Klassiker „Pulp Fiction“. Bei ›Avalance‹ wird im Stile der Sonics eine Surfnummer runtergehämmert, ›Orbit‹ klingt wie ein verwegener Psychobilly-Track von The Ventures und ›Chaquita‹ ist tänzelnder Las-Vegas-Grind in verrauchter Nightclub-Atmosphäre. Betty Page tanzt dazu im Kopfkino – natürlich leicht bekleidet im Leoparden-Bikini.

8 von 10 Punkten

Link Protrudi & The Jaymen, THE BEST OF LINK PROTRUDI & THE JAYMEN, GO DOWN RECORDS