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Jethro Tull: THE ZEALOT GENE in den Top 10

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Am 28. Januar erschien das neue Studioalbum THE ZEALOT GENE von Jethro Tull. Wenige Tage nach Veröffentlichung stieg die Platte gleich auf Platz 4 der deutschen Albumcharts ein und ist somit die erste LP in den Top 10 seit ROCK ISLAND von 1989.

Im UK landete THE ZEALOT GENE in der ersten Woche auf Platz neun und stellt dort somit Tulls erste Top-10-Position seit 1972 dar.

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Jaimi Faulkner: Making Of ALLEN KEYS & BROKEN BITS

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Am 11. Februar erscheint das neue Album ALLEN KEYS & BROKEN BITS von Jaimi Faulkner. Darauf vereint er sein Faible für Gitarrenspiel, tiefschürfende Lyriks, pointiertes Songwriting mit viel Seele

Der Künstler selbst über die kommende Platte: „Allen Keys & Broken Bits ist bei weitem das ehrlichste Album, das ich bis jetzt gemacht habe. Es ist ein Album, das das Herz auf der Zunge trägt, mit Texten, die von einem Ort tiefer Selbstreflexion kommen. Ich wollte mein Gitarrenspiel, meine Vorliebe für offene Stimmungen und meine Leidenschaft für ausgefallene Gitarren zur Schau stellen. Auf dem Album spiele ich nicht nur normale elektrische und akustische Gitarren, sondern ich experimentiere auch mit Dobros mit Metallkorpus, Slide- und Weißenborn-Gitarren sowie Baritongitarren.„

Um die Veröffentlichung von ALLEN KEYS & BROKEN BITS einzustimmen, gibt es heute exklusiv bei CLASSIC ROCK ein knapp achtminütiges „Making Of“ zum Album zu sehen.


Video der Woche: Guns ‚N Roses ›Estranged‹

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Zusammen mit seinen Kollegen von Guns ‚N Roses hat sich Axl Rose seine Unsterblichkeit im Rockolymp bereits gesichert. Heute feiert er seinen 60. Geburtstag. Alles Gute!

Axl Rose ist für viele Dinge bekannt. Er ist seit 1985 Leadsänger von Guns ‚N Roses und damit das einzige Mitglied, das durchgehend Teil der Band war und ist. Doch er machte sich nicht nur einen Namen als charismatischer Frontmann mit einer der außergewöhnlichsten Stimmen des Rock-Genres, sondern auch als sehr exzentrischer, schwieriger und psychisch labiler Charakter, was einige Skandale und Kontroversen mit sich brachte.

Auf sein Konto gingen mehrere – teils sehr kostspielige – Krawalle nach abgebrochenen Konzerten. Die beiden bekanntesten Frauen in seinem Leben – seine Ex-Frau Erin Everly und Model Stephanie Seymour – zogen gegen ihn vor Gericht und klagten ihn an, sie psychisch, physisch und sexuell missbraucht zu haben. Bandinterne Streitigkeiten führten schließlich dazu, dass Slash (1996) und Duff McKagan (1997) Guns N‘ Roses verließen. Laut Slash waren vor allem Axls Größenwahn und unlautere Praktiken, den anderen seinen Willen aufzuzwingen, die Hauptgründe seines Weggangs.

Die nächsten Jahre lebte Axl zurückgezogen in seiner Villa und trat kaum in der Öffentlichkeit auf. Einziges Lebenszeichen war der immer weiter nach hinten geschobene Veröffentlichungstermin des neuen Gunners-Albums CHINESE DEMOCRACY, das schließlich 2008 herauskam und mit etwa 2,6 Millionen Alben einen Achtungserfolg darstellt.

Das Alter scheint den einstmals so exzentrischen Rockstar ein wenig geläutert zu haben, große öffentliche Schlagabtauschs blieben im neuen Jahrtausend aus. 2016 legten er und Slash ihren langjährigen Streit bei und gingen gemeinsam mit Duff McKagan und Dizzy Reed auf ihre (ironisch genannte) „Not In This Lifetime…“-Tour. Im selben Jahr sprang er als Sänger bei AC/DC ein, als Brian Johnson durch seine Gehörprobleme die „Rock Or Bust“-Tour frühzeitig verlassen musste.

2020 ging es erneut gemeinsam auf Tour, 2021 folgten die Guns ‚N Roses-Singles ›Absurd‹ und ›Hard Skool‹. Ein neues Album scheint auch zum Greifen nah. Ros(e)ige Aussichten also für die zweite Lebenshälfte.

Heute feiert W. Axl Rose seinen 60. Geburtstag und auch wenn wir den scheinbar geläuterten Axl sympathisch finden und uns über neues Material freuen, wollen wir Axl an seinem Jubeltag so gedenken, wie er vielen immer noch in Erinnerung geblieben ist: theatralisch, pathetisch, leidend und natürlich mit einer großen Prise Größenwahn:

Judas Priest: Rob Halford über Line-Up-Pläne

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Jüngst sorgten Judas Priest für Aufsehen. Erst gab die Band eine Pressemitteilung heraus, in der festgehalten wurde, dass sie fortan zu viert ohne Andy Sneap an der zweiten Gitarre live spielen würden. Wenig später revidierten sie diese Pressemitteilung wieder und erklärten, dass Andy Sneap weiterhin Teil des Live-Kaders sein werde.

Gegenüber Billboard äußerte sich nun Rob Halford zu den Irrungen und Wirrungen der letzten Wochen. Der Metal God im Interview: „Das war meine Idee, nicht die der Band. Wie man sieht, ist das ordentlich nach hinten losgegangen, nicht wahr? Eine Liveshow als Vierergruppe zu spielen wäre nicht richtig gewesen, lächerlich, verrückt. Es ging mit mir durch. Jetzt ist das schon wieder Schnee von gestern. Ich denke, meine Absichten waren gut, aber ich bin ja nicht der erste Musiker, der eine verrückte Idee äußert.“

Eingefleischte Priest-Fans hatten irritiert auf die Nachricht reagiert, dass ihre Lieblingsband fortan auf die so wichtigen Doppel-Gitarren verzichten wolle. Nicht zuletzt deswegen hatte Halford seine Meinung schnell wieder geändert.

Red Hot Chili Peppers: Neue Single ›Black Summer‹

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Am 1. April erscheint das neue Album UNLIMITED LOVE der Red Hot Chili Peppers. Jetzt koppelt der Vierer die erste Single ›Black Summer‹ auf.

Die Platte wird der erste Longplayer sein, auf dem John Frusciante nach über zehn Jahren wieder zu hören sein wird.D er Gitarrist stieg 2019 wieder ein. Produziert wurde das gute Stück von Koryphäe Rick Rubin, der sich auch für BLOOG SUGAR SEX MAGIK, BY THE WAY, CALIFORNICATION und STADIUM ARCADIUM verantwortlich zeigte.

Alice Cooper im Interview: Rückblick auf 2021

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Mit seinem 21. Studioalbum DETROIT STORIES kehrte Alice
zur Bestform seiner Glanzzeiten zurück und lieferte einen eiskalten Klassiker ab. Jetzt freut er sich darauf, die verlorene Zeit wiedergutzumachen und seine neue Show um die Welt zu führen.

Alice Cooper, topfit und zuletzt wieder auf US-Tournee, steht in Tupelo, Mississippi, Minuten vor einer
allabendlichen Enthauptung. Die 73-jährige Schockrock-Legende hat den Großteil des zweiten Pandemiejahres damit verbracht, DETROIT STORIES zu promoten, seine außerordentliche Rückkehr zu alter Form, während er sich mit vollem Einsatz wieder fit machte für neue Liveaktivitäten, die er schmerzlich vermisst hatte.

Wäre DETROIT STORIES ohne den Lockdown vielleicht eine andere Platte geworden?
Nein, ich glaube nicht. Wir versuchten, alle Aspekte der Musik aus Detroit auf das Album zu bringen, ohne den Hardrock zu verlieren. Selbst bei Stücken wie ›$1000 High Heeled Shoes‹, das ich als Motown-Song geschrieben habe, sorgte ich dafür, dass die Gitarren und der Beat nicht fehlten. Ich habe alles innerhalb des Alice-Cooper-Spektrums gehalten, obwohl wir das Ganze sicher in verschiedene Richtungen gewürzt haben.

Wie war es, nach mehr als 18 Monaten Zwangspause endlich wieder auf einer Bühne zu stehen?
Wir waren so aufgeregt, wieder zusammenzukommen, es wieder zu hören, wieder da rauszugehen und all das. Es ist eine komplizierte Show, aber wir waren überraschend schnell wieder drin. Es ist außerdem eine lange Show.

Ist es nach ein- einhalb Jahren des Rumhängens zu Hause und der Hausmannskost körperlich anstrengend?
Yeah. (lacht) Als ich die Tour beendete, wog ich 77 kg, was normal ist, aber ich wollte noch sieben Kilo
abnehmen. Dann bin ich im Dezember an COVID erkrankt, hatte es einen Monat lang und habe diese
sieben Kilo quasi auf dem Weg verloren. Es ist aber der unangenehmste Weg, abzunehmen, das würde ich nicht empfehlen. Nach einer Woche war ich einfach nur noch ein Wrack. Jetzt bin ich dreifach geimpft und wir werden jeden Abend vor der Show getestet.

Ist es in dieser neuen Welt der Infektionskrankheiten schwierig, auf Tour Abstand zu halten? Als das wichtigste Zahnrad in der Maschinerie musst du schließlich unbedingt gesund bleiben.

Und ich bin nicht der Typ, der m Hotelzimmer rumsitzt. Ich spiele jeden Morgen mit unserem Gitarristen [Ryan] Roxie und und Chuck [Garric, Bassist] Golf. Wir wissen, dass wir getestet wurden, und es sind nur wir drei, dann gehen wir bis zur Show zurück ins Hotel, das ist dann das Highlight des Tages.

Auf der Bühne verkörperst du Alice, eine Figur, die weit entfernt ist von deinem verhältnismäßig friedfertigen Wesen. Das muss eine kathartische Erfahrung sein. Trübt es deine Stimmung, wenn du nicht dieses Überdruckventil hast? Infizieren Fragmente von Alice dann deine reale Persönlichkeit?
Nein, ich kann Alice nach Belieben ein- und ausschalten. Früher war ich sehr anders, als ich soff und
Drogen nahm, da wusste ich nicht, wo ich anfing und Alice endete. Also lebte ich eine ganze Weile in diesem Chaos. Als ich dann nüchtern wurde, konnte ich die beiden voneinander trennen. Ich konnte mich gerade über einen Film unterhalten, und wenn dann der Vorhang hochging, wurde ich zu Alice in der Zeit, die ich brauchte, um mich von links nach rechts zu drehen. Es ist eine andere Körperhaltung, ein
anderes Hirn, ein anderes Aussehen, alles. Wenn der Vorhang dann wieder fällt und das Publikum nicht mehr da ist, unterhalte ich mich dann direkt wieder als ich selbst über den Film weiter. Ich kann diese Figur wirklich ein- und ausschalten, aber das musste ich erst lernen.

Die neue Show beginnt mit ›Feed My Frankenstein‹ und endet mit ›Teenage Frankenstein‹. Fühlst du eine Affinität für den Doktor?
Wir haben uns immer damit identifiziert, das Monster zu sein. Wir gehörten nie zum Mainstream, also stellte ich sicher, dass wir Frankenstein zu unserem Maskottchen machten.

Doktor Frankenstein konnte seine Kreatur immer in einem Becken voll geschmolzenem Schwefel oder einer brennenden Mühle entsorgen, aber du musst dich deiner jeden Tag im Rasierspiegel stellen.
(lacht) Die Monsterfigur in ›Feed My Frankenstein‹ ist aus allen möglichen Stücken zusammengenäht und führt uns ein darin, was die Show sein wird. Sie wird Stücke von diversen Alben umfassen, die genau wie das Monster zusammengenäht werden. Und am Ende kommt dann die drei Meter große Kreatur zu ›Teenage Frankenstein‹ hervor und bildet einen schönen Abschluss.

Als Teenager warst du im Laufteam deiner High School. Hat dich das geformt und läufst du immer noch, um fit zu bleiben?
Das ist eine sehr passende Frage, denn in den vier Monaten vor jeder Tour laufe ich jeden Abend
drei bis fünf Kilometer und mache wieder dieselben Workouts im Gelände und auf der Bahn wie damals. Wenn ich dann also auf die Bühne gehe, bin ich ziemlich gut in Form. Ich werde bald 74 und habe das große Glück, keine ernsthaften gesundheitlichen Probleme zu haben. Ich fühle mich während der Shows großartig.

Was steht 2022 für Alice Cooper an?
Na ja, du kennst uns doch, wir sind „road rats“, und jetzt, wo die Dinge wieder anlaufen … Wir mussten 180 Konzerte in 17 Ländern absagen, also gibt es viel aufzuholen.

Du bist wie Bob Dylan auf einer nie endenden Tour.
Ich habe neulich diesen Artikel über Dylan gelesen, und auf die Frage, wann er sich zur Ruhe setzen würde, antwortete er: „Abgesehen vom Geld schreibe ich Songs und singe Songs für das Publikum. Das ist es, was ich tue, und alles andere ist zweitrangig.“ Und ich sehe das genauso. Ich habe neulich etwas mit Smokey Robinson gemacht, und wir sagten, wenn die Promoter nur wüssten, dass wir sowas auch
umsonst tun würden. (lacht) Es macht einen so riesigen Unterschied, ob man touren muss oder touren will. Ich muss überhaupt nicht touren, ich liebe es einfach nur.

Silent Skies: NECTAR

Kopfkino für Melancholiker

Musik, so seelenvoll wie entrückt, durchdrungen von tiefer Melancholie und cinematischer Schönheit: Silent Skies zaubern Bilder von feinsinniger Traurigkeit in den dunklen Winterhimmel. Das gemeinsame Projekt von Tom S. Englund (sonst bei den düsteren Metallern von Evergrey) und dem klassischen Pianisten Vikram Shankar evoziert betörende, perlende, dunkel schimmernde Klanglandschaften, in die man wunderbar sanft hineinsinken kann. NECTAR ist wie ein Soundtrack der eigenen Ängste, psychischen Probleme und Unwägbarkeiten, Songs, die automatisch die reflexiven Neuronen unseres Gehirns befeuern und unsere Gedanken auf die Reise schicken. Wie eine Kreuzung aus den ruhigen
Stücken von Katatonia, Ólafur Arnalds und einem wunderschönen und zugleich todtraurigen Film. Dazu
muss man in der Stimmung sein, klar. Wenn man das ist, kann man die Anmut der durchaus poppig arrangierten Stücke aber in vollen Zügen genießen. Melancholie kann eben auch heilsam sein.

8 von 10 Punkten

Silent SKies/NECTAR/NAPALM/UNIVERSAL

Saxon: CARPE DIEM

Edelmetall zum 45. Saxon-Jubiläum

Knappe elf Monate nach der Coverscheibe INSPIRATIONS (2021) steht mit CARPE DIEM bereits der heiß
erwartete Nachfolger des Albumcharts-Top-5-Longplayers THUNDERBOLT (2018) in den Plattenregalen. Biff Byford & Co. gehen bei ihrem bereits 23. Studioalbum erwartungsgemäß keine Kompromisse ein. Egal, ob Songwriting, Performance oder die von Byford und Andy Sneap (u.a. Judas Priest, Megadeth, Dream Theater) betreute, fantastisch klingende Produktion, CARPE DIEM zeigt das altehrwürdige NWoBHM-Schlachtschiff in bestechender Form.

Zu Beginn der Kompositionsphase erlitt Biff im September 2019 einen Herzinfarkt, danach verzögerten sich aufgrund der Pandemie erneut die Sessions. Saxon nutzten die zusätzliche Zeit, um weiter an den Tracks von CARPE DIEM zu feilen. Egal, ob man Biff Byfords Texte und Vocals, die Gitarrenspuren des Duos Paul Quinn und Doug Scarratt, den donnernden Bass von Nibbs Carter oder die in Deutschland tight aufgenommenen Drums von Nigel Glockler als Referenz aus dem Mix zieht, Saxon haben mit CARPE DIEM eine weitere, sofort zündende klassische Heavy-Metal-Platte mit Langzeitwirkung im Backkatalog.

8 von 10 Punkten

Saxon, CARPE DIEM, SILVER LINING/WARNER