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Start Blog Seite 258

Crosby, Stills, Nash & Young: Wollen ebenfalls weg von Spotify

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Die Spotify-Wars gehen weiter. Seine ehemaligen Kollegen wollen sich nun mit Neil Young solidarisieren. David Crosby, Graham Nash und Stephen Stills fordern ihre Labels dazu auf, ihre Musik von Spotify abzuziehen. Dazu gehören alle Veröffentlichungen von CSNY, CSN, CN sowie die Solo-Alben der Künstler.

Sie wollen damit ein Statement gegen die Verbreitung von Falschinformationen auf der Streamingplattform setzen. Neben Young wollten zuletzt auch Joni Mitchell und Nils Lofgren ihre Musik vom Streaming-Riesen entfernen lassen.

Black Label Society: Das Zakk-Wylde-Prinzip

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Auf Zakk Wyldes elftem Black-Label-Society-Album DOOM CREW INC. regiert erneut die Prämisse „Was funktioniert, wird auch nicht geändert“. Kurz vor seinem Auftritt in Athens, Georgia plauderte Zakk via knackender Transatlantikleitung mit CLASSIC ROCK über seine Inspirationsquellen und den Funken, der DOOM CREW INC. zum Lodern brachte.

Zakk, parallel zum Release von DOOM CREW INC. befindest du dich im Moment auf einer ausgedehnten Konzertreise durch die USA.
Es ist ein verdammt gutes Gefühl, wieder auf der Bühne zu stehen. Jeder weitere Tourstopp gibt mir die Gewissheit, dass die Welt langsam, aber sicher aus ihrem Dornröschenschlaf er wacht. Ab kommenden
Januar stehen auch endlich die ausgefallenen Shows mit Ozzy Osbourne und danach die verschobenen
europäischen Festivalauftritte auf der Agenda.

Für DOOM CREW INC. hast du dir wie für jede LP seit SHOT TO HELL (2006) vier Jahre Zeit genommen.
Diesen Fakt kann ich schnell relativeren. Nach jeder Veröffentlichung bin ich mit Black Label Society neben meinen anderen Engagements und Projekten ohne Pause unterwegs. Dadurch ergibt sich ein entscheidender Vorteil für das jeweilige Album, denn das Material kann sich in den Gehörgängen der Fans entfalten. Das ist meiner Meinung nach nicht möglich, wenn beispielsweise alle zwölf Monate eine neue Platte erscheint. Früher war das bekanntlich bei BLS auch gang und gäbe. Damals galten im Musikgeschäft aber noch ganz andere Regeln als heute.

Wie lange hast du – mit Hinblick auf die Zwangspause während der COVID-19-Pandemie – an den Kompositionen von DOOM CREW INC. gefeilt?
Alles ist trotz der Lockdowns und dem Wegfall der Liveaktivitäten nach meinem gewohnten Prinzip abgelaufen. Den durch COVID-19 entstandenen Freiraum habe ich eher für die Zusammenstellung unseres limitieren Vinyl-Boxsets NO MORE BLACK (2021) und die drei dazugehörigen Videos genutzt. Den Anstoß für DOOM CREW INC. hat mir dann schließlich meine Frau Barbaranne gegeben, als sie sagte: „Lade doch mal die Jungs ein, ich denke, ihr solltet langsam eine neue Scheibe aufnehmen. Fürs Songwriting habt ihr einen Monat.“ Das habe ich mir nicht zweimal sagen lassen und bin sofort danach in
meine Garage gewandert. Die ist mit allerlei Fitnessgeräten, Verstärkern, Gitarren und Krimskrams vollgestellt – also ein super Ort, um kreativ zu sein. Die darin stehenden Amps sind ziemlich leise und mit enorm viel Hall eingestellt. Bei geschlossenen Augen bekommt man so in etwa einen Raumklang wie im New Yorker Madison Square Garden oder einer mächtigen Kathedrale. Speziell für Hardrock ist das eine echt gute Basis, um fette Riffs rauszuballern. Wenn wir mal ehrlich sind, startet jeder unsterbliche Hit unseres Genres mit einem simplen Riff. Ich nenne es immer „Das Erklimmen von Mount Riffmore“.

Welche Etappen gibt es beim Aufstieg?
Es geht los mit Creams ›Sunshine Of Your Love‹. Der nächste unglaubliche Stop ist ›Whole Lotta Love‹ von Led Zeppelin, bevor man bei Black Sabbaths ›Into The Void‹ und selbstverständlich ›Smoke On The Water‹ von Deep Purple ehrfürchtig rastet. Von diesen Liedern lasse ich mich vor jeder Kompositionssession inspirieren … bei wem das nicht fruchtet, dem ist nicht mehr zu helfen. Alleine die Songstrukturen, die sich in diesen vier unantastbaren Tracks finden, sind in etwa so, als wenn du den Konstruktionsplan eines Autoklassikers vor dir liegen hast, bevor du selbst am Reißbrett den Stift über
das Papier gleiten lässt.

Das erklärt den Vibe der Platte …
Ich denke, das ist bei jedem Musiker so, der sich von seinen Lieblingsbands Anregungen holt und das Gehörte reflektiert. Wenn mir Jimmy Pages Riffs um die Ohren fliegen, hat das in meiner Vorstellung denselben Effekt wie damals bei ihm, als er seine favorisierten Blues- oder Folk-LPs unter die Nadel gelegt hat. Das Ganze bekommt dann eine individuelle Note, wenn man diesen Input mit seinem eigenen
Stil und Equipment umsetzt.

Dein Gitarrensound auf DOOM CREW INC. ist zwar gewohnt heavy, aber weniger verzerrt und gleichzeitig transparenter als bei früheren BLS-Produktionen.
Ich muss kurz überlegen, woran das liegen könnte. In meinem Studio sind die Einstellungen am Mischpult seit der Einweihung mit ORDER OF THE BLACK (2010) nicht mehr justiert worden. Genauso verhält es sich mit den Mikrofonplatzierungen an den Amps, am Schlagzeug beziehungsweise am Klavier. Wir verlassen die Aufnahmeräume immer so, dass wir für die kommende Scheibe exakt am selben Punkt wieder einsteigen können. Eine Neuerung fällt mir aber doch noch spontan ein: Seit CATACOMBS OF THE BLACK VATICAN (2014) ist meine Marshall-Backline um einen Wylde-Audio-Verstärkerprototypen erweitert worden. Dieser basiert allerdings auf einem meiner heiß geliebten Marshall JCM800er, die ich seit meinem Einstand bei Ozzy 1988 spiele. Umso mehr ich darüber nachdenke, kann es nur an einer Sache liegen, dass meine Gitarren auf DOOM CREW INC. mehr Transparenz und weniger Zerre besitzen. Vor Kurzem habe ich alle Röhren in den Amps ausgetauscht. Zuvor war mir nie bewusst, wie diese Dinger den Sound beeinflussen. Die Hölzer und Tonabnehmer einer Sechssaitigen sind eine Sache. Die
Röhren und letztendlich die Lautsprecher sind die Elemente einer Anlage, die die Summe des Ganzen hörbar machen.

Im Kontext mit der Black-Label-Society- Historie ist der Titel DOOM CREW INC. ein starkes Statement. Warum hast du diese Karte gerade jetzt gespielt?
Irgendwann musste ein Album einfach diesen Namen tragen. Den Begriff „Doom Crew“ gibt es schon seit den Anfängen von BLS. Egal wie lange die Distanz zwischen zwei Auftrittsorten war, wieviel wir getrunken haben oder welche Ausschweifungen auf Tour passiert sind, unsere Road Crew hat immer dafür gesorgt, dass wir abends sorgenfrei auf die Bühne gehen konnten. Sie waren in den Hallen und Clubs immer die ersten und letzten Leute unseres Trosses, weswegen ich sie irgendwann mal spaßeshalber „Doom Crew Inc.“ genannt habe. Dieser Titel beschreibt diese „Spezialeinheit“ an unerschrockenen Typen zu 100 Prozent. Als dann das neue Album fast fertig war, hat aus irgendeinem Grund eine unserer Merchandising-Gür telschnallen mit diesem Begriff im Studio herumgelegen. Da war mir klar, dass die Scheibe als Tribut an meine Crew diesen Titel tragen muss.

Jethro Tull: AQUALUNG – Das letzte Aufbäumen

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Liebe Leserinnen und Leser,
wie bereits einige von euch mussten auch wir feststellen, dass ein Artikel in unserem aktuellen Sonderheft über Jethro Tull abrupt endet. Wir möchten uns vielmals dafür entschuldigen, dass ihr an dieser Stelle – entgegen unseren eigenen, immer hohen Ansprüchen – auf unsere gewohnte Qualität und einen kompletten Absatz verzichten müsst! Noch immer sind wir auf der Suche nach der Fehlerquelle, durch die die mehrfach redigierte und fehlerfreie Datei auf dem Weg des Hochladens von Grafik an Druckerei beschädigt wurde. Glaubt uns, uns ärgert das mindestens so sehr wie euch! Damit ihr nicht zu sehr enttäuscht von uns seid und ihr an euren verdienten Text kommt, hier für euch der vollständige Artikel. Wir bitten um Entschuldigung und hoffen, dass ihr trotz allem möglichst ungetrübte Freude an unserem Sonderheft und unseren vielen weiteren Ausgaben habt!
Euer CLASSIC ROCK-Team

Landstreicher, Geister, religiöser Fanatismus und Globalisierung – AQUALUNG machte Jethro Tull zu Stars, doch seine Entstehung war nicht einfach. Anlässlich seines 40-jährigen Jubiläums im Jahr 2011 blickten Ian Anderson und seine Mitstreiter auf ihr prophetisches Meisterwerk zurück.

Ob es um einleitende Zeilen oder einleitende Riffs geht – der Anfang des Titelstücks von Jethro Tulls millionenfach verkauftem und unbestreitbar wegweisendem vierten Album zählt zu den markantesten, denkwürdigsten und verdientermaßen verehrtesten im Prog. Auch Jahrzehnte später bleibt diese nicht unbedingt jugendfreie Geschichte von einem keuchenden, ungewaschenen und wild behaarten Landstreicher so konzeptionell lebendig wie musikalisch kraftvoll, und auch der Rest dieses erstaunlich vielfältigen, dynamischen und hoch intelligenten Albums hat die Zeit unglaublich gut überdauert. Der Progrock-Kanon wäre ungleich ärmer ohne ›Locomotive Breath‹, ›Cross-Eyed Mary‹, ›Wond’ring Aloud‹ oder ›My God‹, und doch waren Tull immer ihr ganz eigenes Ding: eine Band, die eher durch einen glücklichen Zufall im Progressive Rock landete als durch irgendeinen wirklichen Bezug zu den anderen Giganten des Genres. AQUALUNG, ihr meistverkauftes Album und die Platte, die sie in den Augen von allen außer ihren ergebensten und wissenden Fans bis heute definiert, ist schlicht und ergreifend ein Klassiker des Rock, der nie seinen Zauber verloren hat.

Auch sein Schöpfer Ian Anderson hat sich gut gehalten: fit und gesund, elegant gekleidet und so zuverlässig eloquent wie eh und je, hat er diese vier Jahrzehnte fast permanenter kreativer Arbeit besser weggesteckt als die riesige Mehrheit seiner Zeitgenossen und sieht abgesehen von ein paar Wehwehchen deutlich jünger aus als 63. Und angesichts seiner spürbaren Begeisterung für das Musikmachen scheint es nur wenig zu geben, das ihn davon abhalten würde, genauso entschlossen in seine 70er zu marschieren – er ist nun mal ein Karrieremusiker, dem es nicht an Ideen mangelt, ebensowenig wie an Dingen, die er zu sagen hat. Anderson ist einfach nicht der Typ, der sich die Zeit nimmt, in Nostalgie zu schwelgen, und auf die Frage, ob es sich wirklich wie 40 Jahre anfühle, seit AQUALUNG erschien, antwortet er ohne zu zögern und bewundernswert im Hier und Jetzt verankert: „Nun, einige der Songs auf AQUALUNG gehören in die Zeit von vor 40 Jahren, denn ein paar wurden nur selten live gespielt. Es gibt drei oder vier, die erst in den letzten zwei, drei Jahren aufgeführt wurden, zum ersten Mal überhaupt. Einige davon sind also ziemlich neue Freunde, was Live-Darbietungen betrifft. Doch dann gibt es noch die anderen, die zu jedem Jethro-Tull-Konzert gehören, oder auch zu jedem Ian-Anderson-Konzert. ›Aqualung‹ und ›Locomotive Beath‹ werden fast immer dabei sein, es ist also schwer, über diese Stücke im Kontext von 40, 30 oder 20 Jahren nachzudenken. Ich denke über sie eher im Kontext von 30 oder 40 Stunden, seit ich sie das letzte Mal gespielt habe. Es ist schwierig, Material von den jüngsten Erfahrungen zu trennen zu versuchen, die man damit gemacht hat. Wenn man mitten in einer Tour ist und etwas jeden Abend spielt, fühlt es sich nie wie Geschichte an. Und das trifft sicher auf die meisten dieser Songs zu, denn es geht darin um soziale Realitäten.“

Der Progrock hat stets ein ziemlich distanziertes und komplexes Verhältnis zur Realiät gepflegt, nicht zuletzt, weil das abenteuerlustige und abgehobene musikalische Ethos, das dieses Genre stets angetrieben hat, meistens textliche Konzepte aus Fantasie- und fiktiven Welten nach sich zog. AQUALUNG hingegen, von seiner Beschreibung des titelgebenden Antihelden und seines Leidens im „frostigen Dezembernebel“ bis zu den Visionen auf ›Wind Up‹ von institutionalisierter Religion und Andersons jugendlicher Verweigerung ihres Einflusses, ist ein Album, das absolut in der Wirklichkeit verhaftet ist. „Diese Songs scheinen gut zu altern, weil sie immer noch relevant sind“, räumt er ein. „Selbst ›Locomotive Breath‹ … wenn ich mich daran erinnere, worüber ich seinerzeit nachdachte, sprachen wir schon damals von Überbevölkerung. Und es ist auch heute noch größtenteils nicht politisch korrekt, darüber zu reden, doch diese Zunahme der Globalisierung, die Gesamtbevölkerung des Planeten, das Wachstum der Industrie, die Kommerzialität, darum sollte es in dem Song gehen, dieser unaufhaltsam dahinpreschende Zug, dieses Gefühl der Hilflosigkeit, wenn man sich auf etwas wiederfindet, das man nicht aufhalten kann. Diese gewaltige Maschinerie wird nicht langsamer werden, und da sind wir nun. Es ist 2011 und in 40 Jahren werden wir neun Milliarden Menschen sein, ohne eine realistische Chance darauf, sie alle ernähren zu können. Wir schaffen das jetzt schon kaum mit sechseinhalb Milliarden, und wir machen es immer schwieriger mit unserem Einfluss auf die Umwelt in puncto Wasser, Lebensmittel und der Luft, die wir atmen, da die Leute weiter Ressourcen verbrauchen, ohne einen langfristigen Plan zu haben. ›Locomotive Breath‹ ist also der Song, der sich mit all diesen Themen befasst.“

Natürlich ist es aber das Titelstück, das die offensichtlichste Botschaft transportiert, und dessen Kernpunkt zusätzlich vom legendären Album-Artwork unterstrichen wird (mehr dazu später). Das ironische Porträt eines Obdachlosen, der „Stücke seines zerbrochenen Glücks ausspuckt“, liegt Ian Anderson bis heute sehr am Herzen als indirekt formulierte, aber aufrichtige Bitte, Mitgefühl für unsere Mitmenschen aufzubringen. „›Aqualung‹ ist ein Song über Obdachlose, aber vor allem ist es ein Song über unsere Reaktion, derer von uns, die das Glück haben, ein Zuhause zu haben, ein gewisses Maß an Wohlstand und Zufriedenheit, Familie, Freunde und Unterstützung. Es geht um die Mischung aus Schuld, Angewidertsein, Scham und Verwirrung in unserer Reaktion, um all das, was wir empfinden, wenn wir mit der Realität der Obdachlosen konfrontiert werden, ob es die etwas Chaplin-eske Figur des Penners auf dem AQUALUNG-Cover ist oder ein 17-jähriger Jungkrimineller, drogensüchtig oder im Sexgewerbe arbeitend oder was auch immer. Obdachlosigkeit hat sich verändert, was das Alter und die Demografie betrifft. Sie ist anders als die Obdachlosigkeit, an die ich mich erinnere. Penner waren obdachlos, hatten aber eine gewisse Würde. Heute ist es mehr ein sozial erschreckendes Phänomen, und wir empfinden im Umgang damit meiner Meinung nach mehr Schuld und Scham.“

Im Gegensatz zu so vielen Alben, die in der Prog-Glanzzeit Anfang der 70er erschienen sind, wirkt AQUALUNG heute wie ein außerordentlich prophetisches Werk, und während sein Schöpfer sich in dessen Thema hineinredet, wird schnell klar, dass 40 Jahre, in denen er das Titelstück rund um den Globus gesungen hat, Anderson dazu gebracht haben, sehr eindringlich über die Fragen nachzudenken, die es aufwirft. „Ich habe es so oft erlebt. Man sieht eine Person, die eindeutig verzweifelt Hilfe braucht, ob es um ein paar Münzen oder den ganzen Inhalt deiner Geldbörse geht, und man ignoriert sie“, sagt er und sieht einen Augenblick tieftraurig aus.

Die skurrilsten Cover der Rockwelt: LIVE IT UP von Crosby, Stills & Nash

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Die 80er waren für viele ein Jahrzehnt des schlechten Geschmacks – vor allem optisch. Beim Cover der Crosby, Stills & Nash-Veröffentlichung LIVE IT UP von 1990 hat man vom ersten Blick an ein bisschen das Gefühl, dass dieser 80er-Bad-Taste noch seinen Sprung in die neue Dekade geschafft hat. Sehen wir es uns einmal genauer an: Wir befinden uns auf dem Mond und haben einen traumhaften Blick auf die Erde. Doch was ist das im Vordergrund? Warum versperren uns riesige an Grillspieße erinnernde Pfähle die Aussicht?

Und was machen diese Holzarbeiter dort? Und vor allem: Warum sind die Pfähle mit Grillwürsten gespickt? CSN waren immer eine sehr politische Band, also sollten wir vielleicht einen Deutungsansatz in diesem Umfeld suchen. Die Erde ist ein konsumorientierter Planet, der auch die Zerstörung der Natur in Kauf nimmt, um seine kapitalistischen Ziele zu erreichen. Möglicherweise stehen die Würste für die verbraucherorientierte Einstellung, die über die Grenzen der Erde hinaus wirkt, seit der Mensch den Weltraum bereist.

Der Konsum bedeckt und zerstört alles, nicht nur die Natur (möglichweise sind das auch abgestorbene Baumstämme), sondern auch den Blick auf die Welt. Doch es gibt ein paar wenige, die sich dagegen streuben und der Zerstörung ein Ende setzen wollen. Hier kommen wir zu den Holzarbeitern, die die Symbole des Kapitalismus abhacken und zu Fall bringen. Wir zählen insgesamt drei Holzfäller – vielleicht Crosby, Stills und Nash selbst? Natürlich sind das alles nur Mutmaßungen und mit Sicherheit treffen sie nicht ins Schwarze. Doch zumindest machen sie dieses skurrile Cover ein wenig weniger seltsam.

The Who: Biopic über Keith Moon geplant

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Mit den Dreharbeiten eines Biopics über Keith Moon von The Who soll wohl voraussichtlich im Juni dieses Jahres begonnen werden. Der Plattform Variety zufolge sollen sowohl Pete Townshend als auch Roger Daltrey als Produzenten an Bord sein.

Der Arbeitstitel des Streifens soll „The Real Me“ lauten. Wer Keith Moon verkörpern und wann der Film veröffentlicht werden soll, wurde bisher noch nicht kommuniziert.

Mike Campbell & The Dirty Knobs: Ein Herzensbrecher allein

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Es gibt nur eine Handvoll Gitarristen, die von sich behaupten können, noch nie eine Note verschwendet zu haben. Mike Campbell ist sicherlich einer von ihnen. Campbell, Tom Petty & The Heartbreakers’ Co-Kapitän, Co-Produzent, Gitarrist und zeitweiliger Co-Songwriter, hat mit seinen Dirty Knobs soeben das zweite Album EXTERNAL COMBUSTION fertiggestellt.

Die Dirty Knobs bestehen zwar seit nahezu 20 Jahren, bis auf ein paar Clubshows ist die Truppe jedoch kaum Erscheinung getreten. Seit dem vorzeitigen Tod Pettys am 2. Oktober 2017 und der Tour mit Fleetwood Mac, bei der Campbell zusammen mit Crowded-House-Stimme Neil Finn den etatmäßigen Sechssaiter Lindsey Buckingham ersetzten, genießen die Dirty Knobs (vervollständigt durch Jason Sinay an der Gitarre, Matt Lauf an den Drums und Lance Morrison am Bass) jedoch seine ganze Aufmerksamkeit. War das Debüt WRECKLESS ABANDON noch eine straighte Boogie-Platte, „ist das neue Album was das Songwriting angeht ein bisschen abenteuerlicher“, wie Campbell gerne einräumt. Es gibt gelegentliche Reminiszenzen an Tom Petty, aber die meisten Songs haben eine Note, die sie eigenständig macht. „Der Opener, ›Wicked Mind‹, könnte wirklich ein Tom-Petty-Song sein. Ich war ein großer Teil des Heartbreakers-Sounds und ich habe auch eine Menge der Platten produziert. Ich habe mich bewusst bemüht, mit The Dirty Knobs nicht wie die Heartbreakers zu klingen. Wir sind mehr eine Rock-Boogie-Band und keine Pop-Band. Dirty Knobs spielen so ziemlich alles live im Studio, wir machen nicht viel Overdubs.“

Benmont Tench, ebenfalls ein ehemaliger Heartbreaker, gastiert auf dem ZZ-Top-beeinflussten ›Lightning Boogie‹. ›Bridget Bardot‹ erinnert ein wenig an die Frühphase von Johnny Cash and the Tennessee Three. Ein Kommentar, den Campbell noch nicht gehört hat, über den er sich aber freut. Bei Dirty Job gastiert Ian Hunter („Ich war schon immer ein Fan von Mott The Hoople. Ich liebe die Art, wie er singt, ich liebe seine Einstellung, seine Texte. Er hat das großartig gemacht, ich liebe Ian Hunter.“) George Drakoulias (Petty, The Black Crowes, The Jayhawks) hat sowohl das Debüt als auch EXTERNAL COMBUSTION produziert. Man könnte annehmen, dass Campbell und seine Mitmusiker mit ihren jahrelangen Erfahr ung als etablierte Musiker auch gut ohne einen Produzenten ausge- kommen wären. „Klar, ich hätte das auch selbst machen können, aber es ist besser, einen Produzenten dabei zu haben, denn man braucht eine weitere Stimme, die einem sagt, wenn man in die falsche Richtung geht. Und er kann Ratschläge geben, welche Songs auf die Platte kommen. George hat eine beeindruckende Energie, eine großartige Einstellung, er bringt jeden in eine gute Stimmung, er ist fast ein Teil der Band.“

Drakoulias erwähnte einmal, Campbell sei sehr ruhig gewesen, als er ihn zum ersten Mal während der WILDFLOWERS-Sessions traf. Ein genereller Charakterzug? „Ja.“ Der Künstler legt eine Pause ein – und kichert. „Dem würde ich durchaus zustimmen. Es ist aber viel besser geworden, seitdem ich meine eigene Band habe. Ich fühle mich wirklich wohl in meiner neuen Position. Es ist ja nicht über Nacht passiert, ich hatte lange Zeit, mich mit der Rolle anzufreunden. Und ich konnte Tom Petty ewig lange dabei zugucken, wie es funktioniert.“ Es stört Campbell mitnichten, dass er immer wieder auf seine Zeit mit Petty angesprochen wird. „Die Heartbreakers waren eine erstaunliche Band.Wir haben zusammen einen Traum aufgebaut und es ist so ein großer Teil meines Lebens. Ich bin sehr stolz und froh, überhaupt über Tom und die Heartbreakers sprechen zu können. Natürlich trauere ich, ich vermisse meinen Bruder, meinen Freund immer noch sehr und es tut nach wie vor weh.“

Ob es da auch noch mal etwas Neues geben wird? „Ja“, bestätigt Campbell. „Ein Livealbum. Wir haben zwischen dem 10. Januar und 7. Februar 1997 zwanzig Konzerte im Fillmore West in San Francisco gespielt. Die Heartbreakers auf ihrem Höhepunkt. Keine regulären Shows, wir haben jeden Abend eine komplett andere Setlist gehabt. Wir hatten Gäste wie Roger McGuinn (The Byrds) und Bo Diddley und nannten uns die Hausband des Fillmore. Wir konnten abenteuerlicher und spontaner sein, die Aufnahmen sind großartig.“

The Luka State: Neues Video zu ›Oxygen Thief‹

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The Luka State waren in den letzten Jahren immer irgendwie da: zwei EPs, einige Singles und energiegeladene Live-Shows hielten die Gruppe konstant auf dem Radar – und ließen das Quartett aus Winsford nun fast wie alte Bekannte wirken, als nun endlich ihr Debüt erscheint. Vorschusslorbeeren der britischen Presse taten dabei ihr Übriges, der kleine Hype war und ist existent.

Und das völlig zurecht, wie die Truppe immer wieder zeigt. Vom gefeierten Erstling FALL IN FALL OUT koppeln The Luka State nun die Single ›Oxygen Thief‹ auf und liefern gleich noch ein schweißtreibendes Video mit.

Plattensammler: Die Lieblingsalben von Jason Isbell

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Jason Isbell 2020Songwriter für die Fame Studios, Drive-By Trucker, Grammy-dekorierter Solokünstler – all das plus ein Leben voller persönlicher Höhe- und Tiefpunkte ließ Jason Isbell zu einer der fesselndsten Stimmen der modernen Roots-Musik werden. Hier verrät er uns, was einige der wichtigsten Songs und Alben für ihn sind.

DEREK AND THE DOMINOS
LAYLA AND OTHER ASSORTED LOVE SONGS
1970

Für mich ist das wahrscheinlich mein Lieblingsalbum überhaupt. Wie Clapton und Duane Allman spielen, die Melodien, wie Bobby Whitlock singt, die rohe Emotion dieser Songs … Andererseits ist das „beste“ Album wahrscheinlich REVOLVER von den Beatles. Das ist eine langweilige Antwort, weil sie einfach irgendwie wahr ist. (lacht)

Allman Brothers Band Eat A Peach

THE ALLMAN BROTHERS BAND
›LITTLE MARTHA‹
1972

Das war der erste Song, den ich je live gespielt habe. Ich glaube, es war beim Schönheitswettbewerb der Schule, oder bei der Frühlingskrönung, wo die Königin und der König der Klasse geehrt wurden. Ich war noch nicht alt genug, um an der Krönung selbst teilzunehmen, das war für die High-School-Kids. Da war ich wahrscheinlich zehn und spielte in der Turnhalle eine Solo-Akustikversion dieses Songs.

John Prine John Prine

JOHN PRINE
JOHN PRINE
1971

Wenn man als Songwriter noch am Anfang steht, hört man viel Dylan, Leonard Cohen, Randy Newman und Joni Mitchell. Es gibt diese Phasen, von denen fast erwartet wird, dass man sie durchlebt, um das Songwriting zu erlernen. Aber ich komme bis heute immer wieder auf dieses selbstbetitelte erste Album von John Prine zurück. Das ist so durchweg großartig und so viel weiser, als er mit Anfang
20 sein durfte.

otis redding

OTIS REDDING
›THESE ARMS OF MINE‹
1962

Ich wuchs in Muscle Shoals auf, dort entstand Ende der 60er und in den 70er Jahren viel fantastische R&B-Musik. Otis Redding ist wohl das Flaggschiff unter den Sängern, und Aretha unter den Sängerinnen. Die Aufnahme, die mich am meisten bewegte, war wohl [Otis Reddings Song] ›These Arms Of Mine‹. Besser kann man meiner Meinung nach kaum singen.

robert johnson

ROBERT JOHNSON
THE COMPLETE RECORDINGS
1990 (AUFGENOMMEN 1936–1937)

Als ich elf oder zwölf war, hörte ich ständig Eric Clapton, später befasste ich mich mit seinen Einflüssen wie Freddie King, Albert King, Elmore James und zurück zu Robert Johnson. Mein Großvater schenkte mir dann Johnsons THE COMPLETE RECORDINGS, aber da er ein Priester der Pfingstgemeinde war, fand er einige der Songs zu obszön. Er machte also Kopien von den Songs, die er für nicht zu obszön befand, und gab sie mir. Als ich 15 wurde, gab er mir die Originale. Ich sagte ihm nicht, dass ich mir die schon die ganze Zeit angehört hatte.