Plattensammler: Die Lieblingsalben von Jason Isbell

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Plattensammler: Die Lieblingsalben von Jason Isbell

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Jason Isbell 2020Songwriter für die Fame Studios, Drive-By Trucker, Grammy-dekorierter Solokünstler – all das plus ein Leben voller persönlicher Höhe- und Tiefpunkte ließ Jason Isbell zu einer der fesselndsten Stimmen der modernen Roots-Musik werden. Hier verrät er uns, was einige der wichtigsten Songs und Alben für ihn sind.

DEREK AND THE DOMINOS
LAYLA AND OTHER ASSORTED LOVE SONGS
1970

Für mich ist das wahrscheinlich mein Lieblingsalbum überhaupt. Wie Clapton und Duane Allman spielen, die Melodien, wie Bobby Whitlock singt, die rohe Emotion dieser Songs … Andererseits ist das „beste“ Album wahrscheinlich REVOLVER von den Beatles. Das ist eine langweilige Antwort, weil sie einfach irgendwie wahr ist. (lacht)

Allman Brothers Band Eat A Peach

THE ALLMAN BROTHERS BAND
›LITTLE MARTHA‹
1972

Das war der erste Song, den ich je live gespielt habe. Ich glaube, es war beim Schönheitswettbewerb der Schule, oder bei der Frühlingskrönung, wo die Königin und der König der Klasse geehrt wurden. Ich war noch nicht alt genug, um an der Krönung selbst teilzunehmen, das war für die High-School-Kids. Da war ich wahrscheinlich zehn und spielte in der Turnhalle eine Solo-Akustikversion dieses Songs.

John Prine John Prine

JOHN PRINE
JOHN PRINE
1971

Wenn man als Songwriter noch am Anfang steht, hört man viel Dylan, Leonard Cohen, Randy Newman und Joni Mitchell. Es gibt diese Phasen, von denen fast erwartet wird, dass man sie durchlebt, um das Songwriting zu erlernen. Aber ich komme bis heute immer wieder auf dieses selbstbetitelte erste Album von John Prine zurück. Das ist so durchweg großartig und so viel weiser, als er mit Anfang
20 sein durfte.

otis redding

OTIS REDDING
›THESE ARMS OF MINE‹
1962

Ich wuchs in Muscle Shoals auf, dort entstand Ende der 60er und in den 70er Jahren viel fantastische R&B-Musik. Otis Redding ist wohl das Flaggschiff unter den Sängern, und Aretha unter den Sängerinnen. Die Aufnahme, die mich am meisten bewegte, war wohl [Otis Reddings Song] ›These Arms Of Mine‹. Besser kann man meiner Meinung nach kaum singen.

robert johnson

ROBERT JOHNSON
THE COMPLETE RECORDINGS
1990 (AUFGENOMMEN 1936–1937)

Als ich elf oder zwölf war, hörte ich ständig Eric Clapton, später befasste ich mich mit seinen Einflüssen wie Freddie King, Albert King, Elmore James und zurück zu Robert Johnson. Mein Großvater schenkte mir dann Johnsons THE COMPLETE RECORDINGS, aber da er ein Priester der Pfingstgemeinde war, fand er einige der Songs zu obszön. Er machte also Kopien von den Songs, die er für nicht zu obszön befand, und gab sie mir. Als ich 15 wurde, gab er mir die Originale. Ich sagte ihm nicht, dass ich mir die schon die ganze Zeit angehört hatte.

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