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Rory Gallagher – LIVE IN EUROPE

RoryGallagherLiveInEuropeVinylIm Schweiße seines Angesichts: A Hard-Workin’-Irish-Guy evoziert den Blues.

LIVE IN EUROPE ist ein echter Klassiker aus einer Ära, als die Konzert-LP noch ein absolutes Muss war, ja fast schon als Maß aller Dinge galt. Ohnehin gründete sich Gallaghers exzellenter Ruf nicht zuletzt auf seine Fähigkeiten als Bühnen-Performer, der auf seiner abgeschabten Stratocaster den Blues zelebrierte. Die Studio-Alben des 1995 im Alter von nur 47 Jahren früh verstorbenen Genius klangen häufig ein wenig zu steril; richtig zu entfalten verstand sich Gallagher nur im Schweiße seines Angesichts vor Publikum.

Mit LIVE IN EUROPE lieferte der europäische Johnny Winter, der in jener Zeit auch mehrfach im Bremer „Beat Club“ mit Bassist Gerry McAvoy und Schlagzeuger Wilgar Campbell gastierte, einen klassenlosen Bestseller, der sich bei Lehrlingen ebenso auf den Plattentellern drehte wie bei Abiturienten und Studenten. Hinter dem ikonografischen Artwork offenbarte der lebenslange Alkoholiker all seine Facetten: Auf Seite A lagern die schwerkalibrigen Blues-Rock-Manifeste ›Messin’ With The Kid‹, ›Laundromat‹ und ›I Could’ve Had Religion‹ sowie der akustische ›Pistol Slapper Blues‹ von Blind Boy Fuller. Wesentlich variabler präsentiert sich Gallagher auf der zweiten Seite: Mit Mandoline im Anschlag hämmert er ›Going To My Hometown‹ unplugged, ergeht sich anschließend im puren Boogie-Rock von ›In Your Town‹ und endet mit der Southern-Rock-Hommage ›Bullfrog Blues‹.

Alice In Chains – DIRT

Alice in Chains coverDer Soundtrack für den perfekten Selbstmord.

Schon das Debüt FACELIFT em­pfahl sich 1990 als ein Monument aus zeitlupenhaften Alptraum-Riffs und morbider Verzweiflungs-Ästhetik. Konzentriert puren Fatalismus verbreiteten Alice In Chains auch auf dem Nachfolger DIRT, der nicht nur im Heimatland USA den endgültigen Aufstieg in die Grunge-Oberliga signalisierte. In packenden Hymnen wie ›Would?‹, ›Them Bones‹, ›Angry Chair‹, ›Rooster‹ und ›Down In A Hole‹, die hübsch der Reihe nach als Single-Auskopplungen erschienen, verarbeitete das Quintett um den charismatischen, aber restlos diversen Killerdrogen verfallenen Sänger Layne Staley mal eben quer durch die Bank alles, was einen durchschnittlichen Jugendlichen 1992 halt so beschäftigte: Selbstmord, Sterblichkeit, Psychos-Sitzungen, Drogensucht und Depressionen. 57:37 endlose Minuten lang paaren sich nackter Horror, zermürbender Wahnsinn und unendliche Einsamkeit zu einem faszinierenden Stück Metal-Zeitgeschichte, das Alice in Chains in eine Reihe mit den Kollegen von Soundgarden, Screaming Trees, Stone Temple Pilots und Nirvana stellt.

Für Frontmann Layne Staley markierte der globale Multimillionenseller allerdings den Anfang vom Ende. Exakt zehn Jahre später stirbt der manisch-depressive Staley an einer Überdosis Heroin und Kokain. Tot aufgefunden in seiner Wohnung wird er aber erst nach rund zwei Wochen.

Wishbone Ash – SOMETIME WORLD: AN MCA TRAVELOGUE

WishboneAshSometimeWorldBriten in Amerika: Vom Prog-Rock zum Mainstream Pop.

Wenn sich der-einst in eitler Harmonie zu den Gipfeln des Rock-Olymps gestürmte Weggefährten nur noch per Anwalt begegnen, dann greift mitunter auch die absurde Logik, fortan in zwei getrennten Formationen das musikalische Erbe zu verwalten. Auch die 1969 aus der Taufe gehobene britische Formation Wishbone Ash existiert heute im zweifelhaften Doppel-Format mit jeweils noch einem Originalmitglied in den Reihen.

Wer der um Klassen besseren Glanzzeit der Streithähne lauschen möchte, dürfte mit der 2-CD-Retrospektive SOMETI-ME WORLD: AN MCA TRAVE-LOGUE gut beraten sein. 24 Songs fassen die Zeit von 1970 bis 1981 zusammen – eine Phase steter Veränderungen, sowohl was stilistische Ausrichtung als auch Mitglieder-Fluktuation an-ging. Bis zum dritten Album ARGUS (1973) dominierte eine Fusion aus Prog-, Hard- und Folk-Rock-Elementen mit Celtic-Fantasy-Texten um Pilgerväter, Krieger und Könige. Stets im Mittelpunkt: die melodische Doppel-Leadgitarre von Andy Powell und Ted Turner.

Als Laurie Wisefield 1974 Ted Turner und John Wetton 1981 Bassist und Sänger Martin Turner ersetzte, stellte die Band ihren Fokus auf leicht verdauhlichen Mainstream-Rock, der vor allem in den USA reißenden Absatz fand. Erfolgs-Pop, der mit einstigen Großtaten nichts mehr gemein hatte.

Vanilla Fudge: BOX OF FUDGE

VanillaFudgeBoxOfFudgeEine Kiste voller Sahnestücke: Wie der Progressive Rock das Laufen lernte.

Wohl mit blankem Entsetzen lauschte so mancher Hörer 1967 dem Debüt des Quartetts aus New York City: Mit Genuss und bis zur Unkenntlichkeit demontierten, zerdehnten und verfremdeten Vanilla Fudge bekannte Pop- und Soul-Kleinode wie ›People Get Ready‹, ›She’s Not There‹ und ›You Keep Me Han-ging On‹ in einen Sog aus wüsten Gitarren-Riffs, dröhnendem Schlagzeug-Grollen, unheilsschwangeren Hammond-Schwelgereien sowie Mark Steins melodramatischem Gesang. Als sich die Band 1970 auflöste, hatte sie maßgeblich die Entwicklung des Progressive Underground dies- und jenseits des Atlantiks geprägt.

In gewohnt liebevoller Manier der Rhino-Handmade-Editionen fasst das 4-Box-Set BOX OF FUDGE auszugsweise sowohl die dreijährige Hochphase mit Meilensteinen wie THE BEAT GOES ON, RENAISSAN-CE und NEAR, als auch die Reunion 1984 mit MYSTERY zusammen. Unerklärlicherweise bleiben immerhin gleich zwei CDs bislang zum Teil unveröffentlichten Live-Mitschnitten vorbehalten, die jedoch im Vergleich zu den raffiniert inszenierten Studioproduktionen qualitativ deutlich abfallen.

Ten Years After – THINK ABOUT THE TIMES: THE CHRYSALIS YEARS 1969 – 1972

TenYearsAfterThinkAboutTheTimesSchneller als das Licht: die Blues-Rock-Favoriten um Alvin Lee.

Britische Musik-Pioniere wie Alexis Korner, John Mayall, The Yardbirds und The Rolling Stones verschafften dem afro-amerikanischen Genre Blues in Europa erste Aufmerksamkeit, doch zur vollen Blüte gelangte der British Blues Boom erst in den späten sechziger Jahren. Als prominente Vertreter, die dank Woodstock-Beteiligung parallel in den USA wie auch in Europa Kasse machten, fungierten Ten Years After. Im Zentrum des 1967 gegründeten Quartetts agierte der enorm fingerfertige Gitarrist Alvin Lee.

Die 3-CD-Box THINK ABOUT THE TIMES: THE CHRYSALIS YEARS 1969 – 1972 versammelt 48 Tracks in psychedelischem Artwork: Ein zwar halbwegs de-taillierter, aber letztlich unvollständiger Querschnitt durch das Schaffen der damals äußerst produktiven Band, blieb doch das Material der beiden ersten Alben für die Marke Deram außen vor, darunter auch das Paradestück ›I’m Going Home‹. Auf ihre Kosten kommen Blues-Rock-Aficionados aber dennoch, und zwar dank satter Auszüge aus LP-Rennern wie STONED-HENGE, SSSSH und CRICKLE-WOOD GREEN sowie raren Single-A- und B-Seiten.

Yes – THE YES ALBUM GOLD EDITION

YesTheYesAlbumEin Prog-Rock-Klassiker als edles Sammlerstück – mit steigendem Wert.

Erst mit Album Nummer drei – und dem Ersatz von Gitarrist Peter Banks durch Steve Howe – gelang dem britischen Quintett, was bereits 1968 bei der Gründung ganz oben auf der Agenda gestanden hatte: der internationale Durchbruch. Mögen spätere Werke noch weitaus bessere Verkaufszahlen aufweisen, so bleibt THE YES AL- BUM mit Klassikern wie ›Yours Is No Disgrace‹, ›Starship Trooper‹, ›I’ve Seen All Good People‹ und ›Perpetual Change‹ von 1971 doch ein Meilenstein an Perfektion – ohne dabei die aufdringliche Künstlichkeit nachfolgender Elaborate aufzuweisen. Schlagzeuger Bill Bruford, der wenig später zu den Kollegen von King Crimson wechselte, hält die Platte für den „besten Moment in der gesamten Band-Historie“. In nummerierter Limited Edition, mit der gewohnten Sorgfalt von den originalen Mastertapes aufbereitet und in ein authentisches Mini-Replika-Cover des Vinyl-Originals verpackt, legt Mobile Fidelity die 24K Gold-Version vor. Wertsteigerung inksusive.

Rage Against The Machine – THE COLLECTION

Lautstarkes Manifest für eine neue Weltordnung: das Vermächtnis von Rage Against The Machine.

Gegründet, aufgelöst und wie-dervereint – auch das hartgesottene Polit-Flaggschiff des flächendeckenden HipHop-Metal-Bombardements um den charismatischen Frontmann Zack de la Rocha blieb von den schnöden Begleitumständen des Ruhms nicht verschont. Bis zu dem vorläufigen Aus im Jahre 2000 legte das Quartett aus Los Angeles vier Alben vor. Ein fünftes, LIVE AT THE GRAND OLYMPIC, kam inmitten der Karriere-Zäsur, als Gitarrist Tom Morello, Bassist Tim Commerford und Schlagzeuger Brad Wilk mit Ex-Soundgarden-Shouter Chris Cornell in der Alternative-Rock-Supergroup Audioslave kooperierten.

In handlicher Box verpackt, reiht sich das künstlerische Vermächtnis von Rage Against The Machine in die Compilation-Serie THE COLLECTION ein: unübertrefflich das selbstbetitelte Debüt mit den Granaten ›Bombtrack‹, ›Know Your Enemy‹ und ›Freedom‹ in kontroversem Cover, das die Selbstverbrennung des vietnamesischen Mönches Thích Quang Đucziert, der sich 1963 in Saigon aus Protest gegen die Politik seiner Regierung entleibte.

EVIL EMPIRE von 1996 liegt einen Hauch unter dem hohen Niveau des Debüts, überzeugt aber mit Kompo-sitionen wie ›Bulls On Parade‹ und ›People Of The Sun‹.

Weniger verkrampft geben sich Rage Against The Machine auf THE BATTLE OF LOS AN- GELES mit dem Genre-Klassiker ›Calm Like A Bomb‹ und der Hymne gegen die Todesstrafe: ›Voice Of The Voiceless‹. RENEGADES aus dem Trennungsjahr wiederum enthält ausschließlich Coverversionen, unter anderem von den Rolling Stones, Bob Dylan und Bruce Springsteen.

RAGE AGAINST THE MACHINE: 10

EVIL EMPIRE:7

THE BATTLE OF LOS ANGELES: 8

RENEGADES:6

LIVE AT THE GRAND OLYMPIC AUDITORIUM: 5RageAgainstTheMachineTheCollection

Bruce Springsteen – THE COLLECTION 1973-84

Springsteen KopieMit der Poesie der Straße in den Rock-Olymp – der unaufhaltsame Aufstieg des Bruce Springsteen.

Als der Bostoner Rockkriti-ker Jon Landau 1974 in der Zeitung „The Real Paper“ ein Konzert des damals noch relativ unbekannten Sängers samt E Street Band im „Harvard Square Theater“ mit den Worten „Ich sah die Zukunft des Rock’n’Roll, und ihr Name ist Bruce Springsteen“ beschrieb, konnte er nicht ahnen, welche Lawine er damit lostreten sollte. Binnen weniger Wochen wurde der Schreiberling zum Manager, Produzenten und Vertrauten befördert. Landaus an Phil Spector erinnernder Produktionsstil bei BORN TO RUN bescherte Springsteen 1975 den Durchbruch.

Mit Klassikern wie ›Thunder Road‹, ›She’s The One‹ und ›Jungleland‹ ist das dritte Album auch in der achtteiligen THE COLLECTION 1973 – 1984 vertreten – einem chronologisch sortierten CD-Paket mit Miniatur-Vinyl-Replikas.

Gerne unterschätzt im umfangreichen Kanon von Bruce Springsteen werden die frühen LPs GREETINGS FROM AS- BURY PARK, N.J. und THE WILD, THE INNOCENT AND THE E STREET SHUFFLE, die beide 1973 veröffentlicht wurden. Abgesehen davon, dass die Cover-Versionen von ›Spirits In The Night‹ und ›Blinded By The Night‹ von Manfred Mann’s Earthband Springsteens Name in Europa populär machten, ließ sich das riesige Talent von „The Boss“ schon in jener Phase erkennen.

Mit DARKNESS ON THE EDGE OF TOWN zementierte der als „Dylan-Nachfolger“ ge-handelte Springsteen seinen Status 1978 in genialen Hand-streichen wie ›Badlands‹, ›Adam Raised A Cain‹ und ›Streets Of Fire‹, signalisierte aber auch, dass er es nicht unbedingt darauf anlegte, den kommerziellen Erfolg des Vorgängers zu wiederholen.
Als Springsteens WHITE ALBUM erwies sich 1980 die Doppel-LP THE RIVER – das erste Werk, das sich auf Platz eins der amerikanischen Charts positionieren konnte und nebenbei die Hit-Single ›Hungry Heart‹ abwarf.

Purer Minimalismus hingegen regierte zwei Jahre später auf NEBRASKA, das am 3. Januar 1982 komplett in Springsteens Schlafzimmer auf einem transportablen Kassettendeck entstand: ein melancholischer Songzyklus mit ›Highway Patrolman‹, ›State Trooper‹ und ›Atlantic City‹, der Americana-Pioniere wie The Gun Club, Thin White Rope und American Music Club nachhaltig inspirieren sollte.

Mit dem kommerziellen Zu- geständnis BORN IN THE USA, das sieben Single-Auskopp-lungen (u.a. den Titeltrack, ›Dancing In The Dark‹, ›I’m On Fire‹ und ›Glory Days‹) abwarf, errang Bruce Springsteen dann endgültig Überlebensgröße, avancierte zum Multimillionär und zur größten lebenden Rock-Ikone, platzierte sich weltweit auf Rang eins und stieg endgültig in die Wolken des Rock-Olymps auf.

GREETINGS FROM ASBURY PARK: 6

THE WILD, THE INNOCENT AND THE E STREET SHUFFLE: 6

BORN TO RUN: 10

DARKNESS ON THE EDGE OF TOWN: 8

THE RIVER: 9

NEBRASKA: 8

BORN IN THE USA: 7