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The Cure – DISINTEGRATION DELUXE EDITION

Cure DisintegrationDeluxeEdition

Gothic-Meilenstein im ausführlichen 3-CD-Format mit Demo-Versionen und Konzertmitschnitt.

Als überzeugte Fatalisten mit ausgeprägtem Hang zu Tristesse und Trübsal kam für die britischen Gothic-Romantiker The Cure 1989 ein pessimistischer Titel wie DISINTEGRATION gerade recht: Studioalbum Nummer acht verkaufte sich denn auch weltweit erkleckliche drei Mi-lionen Mal. Zu verdanken war der kommerzielle Erfolg auch dem zeitlupenhaften Chartrenner ›Lullaby‹, der monatelang auf MTV rotierte und dabei Frontmann Robert Smith zeigte, der in den Klauen eines gigantischen Spinnenwesens allmählich eingesponnen und verspeist wurde.

Doch noch ein Faktor erwies sich als essenziell: Nach anfänglichem Nischendasein im Londoner Club „Batcave“ erreichte die Schwarzkittel-Gegenkultur weltweit die modebegeisterte Jugend. Opulent orchestriert, präsentieren sich die zwölf Originaltracks in massenkompatibler Mischung aus Gothic und Pop.

Für die DISINTEGRATION DELUXE EDITION legte Robert Smith höchstpersönlich Hand an, um die beiden zusätzlichen CDs angemessen zu füllen: Auf Scheibe Nummer zwei finden sich 20 Demo- und Work-In-Progress-Versionen, darunter auch vier unveröffentlichte Songs. Um vier zusätzliche Songs ergänzt wurde auch das auf CD 3 enthaltene Live-Album ENTREAT mit einem Querschnitt aus drei Shows in der Londoner Wembley Arena.

THE CRAZY WORLD OF ARTHUR BROWN – THE CRAZY WORLD OF ARTHUR BROWN DELUXE EDITION

THE CRAZY WORLD OF ARTHUR BROWN DELUXE EDITIONThe God Of Hellfire: Album-Klassiker des flammenbehelmten Brandstifters.

Zum Ausgang der Swinging Sixties brannte Arthur Brown kreativ ebenso lichterloh wie sein Flammenhelm, den er bei seinen exzentrischen Auftritten trug. Wer schon die Jimi Hendrix Experience für wüste Vandalen aus Neu-Guineas Dschungel hielt, der vermutete beim Anblick Arthur Browns den Satan höchstpersönlich. Hinter der bizarren Kostümorgie steckte ein Londoner Student, der zuerst Jura und später Philosophie belegt hatte, um dann aber doch in einschlägigen Clubs den wilden Mann mit Umhang und geschminkter Fratzenvisage zu markieren.

Who-Manager Kit Lambert fand auf Anhieb Gefallen an Arthur Brown. Mit Who-Kopf Pete Townshend als Produzent, entstanden von 1967 bis 1969 diverse Singles sowie ein LP-Meilenstein des Progressive Underground: THE CRAZY WORLD OF ARTHUR BROWN. Flankiert von Keyboarder Vincent Crane, explodierte Arthur Brown förmlich in manischen Beschwörungen wie ›Nightmare‹, ›Spon-taneous Apple Creation‹ und ›Child Of My Kingdom‹. Schlicht gespenstisch die Coverversion von Screamin’ Jay Hawkins’ Voo-doo-Ritual ›I Put A Spell On You‹. Keine Kaufhäuser, aber die Gedanken der rebellischen Jugend setzte der massive Welthit ›Fire‹ in Brand.

Erweitert um einen zweiten Silberling, liefert die DELUXE EDITION die rare erste 45er ›Devil’s Grip‹ / ›Give Him A Flo-wer‹, seltene Mono-Mixe, kürzlich entdeckte BBC-Sessions als auch die Soundtrack-Version von ›Nightmare‹ aus dem Underground-Streifen THE COMMIT-TEE.

CARAVAN – THE WORLD IS YOURS: THE ANTHOLOGY 1968 – 1976

caravanVierer-Box der britischen Progrock-Formation, die über Kultstatus nie hinaus kam.

Den Titel dieses 4-CD-Boxsets – THE WORLD IS YOURS: THE AN- THOLOGY 1968 – 1976 – darf man wohl als Beispiel sarkastisch-britischen Humors werten. Anders als bei den stilistisch artverwandten Kollegen Yes, ELP oder Genesis horchte die Welt bei der britischen Formation Caravan nämlich nie wirklich auf. Als Prog-Rock-Delikatesse abseits genormten Massengeschmacks erspielte sich das Ensemble vorzugswei-se im Heimatland, aber auch in Frankreich, Holland und Deutschland einen guten Ruf vorzugsweise auf Open-Air-Festivals, doch der kommerzielle Durchbruch blieb aus.

Akademisch versponnen präsentierten sich die Grenzgänger zwischen Rock, Jazz, Folk und Klassik schon auf ihrem selbstbetitelten Debüt von 1968. Nach den beiden Meilensteinen IF I COULD DO IT AGAIN, I’D DO IT ALL OVER YOU (1970) und IN THE LAND OF GREY AND PINK (1971) vor allem in Studentenkreisen populär, blieb das Flaggschiff der sogenannten „Can-terbury-Scene” (Soft Machine, Gong) im eigenen intellektuellen Anspruch stecken, scheiterte nach 1971 aber auch an ständigen Personalwechseln.

Rares aus dem Archiv, BBC-Sessions, Konzertmitschnitte sowie Auszüge aus den noch immer formidablen Alben WATERLOO LILY, FOR GIRLS WHO GROW PLUMP IN THE NIGHT, CUNNING STUNTS und BLIND DOGS AT ST. DUSTANS führen ein in Caravans wundersame Welt des ätherischen Wohlklangs.

 

Alice Cooper – Brutal Planet / Dragontown / The Eyes Of Alice Cooper / Dirty Diamonds

cooper coverTante Alice erlebt ihren zweiten Frühling, und zwar zwischen Satan, Industrial und Konzept.

Als der ewige Bewahrer eskapistischen Mummenschanzes lieferte Alice Cooper erst nach relativ langer Kreativ-Durststrecke zur Jahrtausend-wende wieder ordentliche Qualität ab: Sechs Jahre vergangen waren seit dem letzten signifikanten Studioalbum, als BRUTAL PLANET – ge- trieben von Metal-Industrial-Gitarren – heiße Eisen wie Amoklauf an Highschools (›Wicked Young Man‹) und Gewalt in der Ehe (›Take It Like A Woman‹) the-matisierte.

Für das Sequel DRAGONTOWN – ein bizarres Konzeptwerk um Satan – schloss Cooper erneut einen Pakt mit dem früheren Langzeitproduzenten Bob Ezrin. In ›The Sentinel‹ und ›I Just Wan-na Be God‹ beleuchtet der privat streng-gläubige Christ mal eben das seelische Innenleben des Höllenfürsten.

Zum ursprünglichen Hard Rock mit griffigen Oden wie ›What Do You Want From Me?‹, ›This House Is Haunted‹ und ›Novocaine‹ kehrte der Schlangenbe-schwörer auf dem einst mit vier verschiedenen Artworks aufgelegten THE EYES OF ALICE COOPER zurück. MC5-Veteran Wayne Kramer gastierte auf der Seven- ties-Hymne ›Detroit City‹.

Auf ungefähr der gleichen Ebene funktionier-te im Jahr 2005 auch das Nachfolge-Album DIRTY DIAMOND, das einmal mehr als kleine Horrorschau mit eindeutigen Tracks wie ›Run Down The Devil‹ oder ›Zombie Dance‹ woh-ligen Grusel vermittelte. Als Überraschungsgast rappte HipHopper Xzibit auf ›Stand‹.

Brutal Planet 7

Dragontown 7

The Eyes Of Alice Cooper 7

Dirty Diamonds 7

Motörhead – Ace Of Spades

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motorheadSie haben inzwischen unzählige Platten veröffentlicht – doch eigentlich kennen die meisten Zeitgenossen nur ein einziges Motörhead-Album: ACE OF SPADES. Und die Briten sind nach Aussage von Frontwarze Lemmy Kilmister auch „die einzige Metal-Band, bei der die Leute sich trauen, offen zuzugeben, dass sie uns mögen. Wo wir doch eigentlich gar keine Metal-Band sind.“

Obwohl Motörhead mit OVERKILL und BOMBER bereits Ende der Siebziger beachtliche Erfolge feiern konnte, brachte erst ACE OF SPADES den Durchbruch. Produzent Vic Maile spitzte den rauen Sound der Truppe noch weiter zu, verlieh ihr gleichzeitig aber auch ein etwas differenzierteres Klangbild. Unter anderem konnte er Kilmister davon überzeugen, weniger zu schreien und es stattdessen zur Abwechslung mal mit Singen zu versuchen.

Das Resultat: ein Album, das der Konkurrenz in Sachen Songwriting-Niveau und Energie meilenweit voraus war. Das Titelstück, aber auch Tracks wie ›Love Me Like A Reptile‹, ›The Chase Is Better Than The Catch‹ oder ›The Hammer‹ sind nicht nur begnadete Rock-Hymnen, sondern sorgen durch ihren Abwechslungsreichtum auch dafür, dass das Album aufregend und vielschichtig klingt, aber dennoch wie aus einem Guss wirkt.

Es war also kein Wunder, dass Motörhead mit ACE OF SPADES den höchsten Chart-Einstieg ihrer Karriere in der britischen Heimat verbuchen konnten: Das Album stürmte immerhin bis auf Position Nummer vier der englischen Charts vor.

„Ich bin ungemein stolz auf diese Platte“, sagt Lemmy Kilmister daher auch heute noch völlig zu Recht. „Denn zumindest für uns war 1980 ein magisches Jahr. Warum? Weil alles super für uns lief!“

Saxon – Biff Byfords Crew veröffentlicht 1980 zwei Platten

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Saxon Biff ByfordFür die Band war 1980 ein erfolgreiches, aber auch ein extrem stressiges Jahr: Wir hatten mit WHEELS OF STEEL und STRONG ARM OF THE LAW gleich zwei Platten veröffentlicht, außerdem durften wir beim legendären „Monsters Of Rock“-Festival auftreten – und räumten live total ab. Während dieser zwölf Monate ist eine Menge passiert in Sachen Heavy Metal: Es war wie bei einem Vulkanausbruch – das lange Brodeln im Untergrund, bevor die Lava schließlich die Erdkruste durchbricht und nach oben schießt. So in etwa kamen wir uns alle vor. Eine Menge junger Leute entdeckte die harte Musik für sich, und wir waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um davon zu profitieren.

Thematisch habe ich mich mit allen möglichen Dingen beschäftigt – insbesondere mit den typischen Fragen, die sich ein Jugendlicher damals stellte. Damit haben wir wohl einen Nerv getroffen, denn zur damaligen Zeit war es in Mode, historische Geschichten mit einem etwas melancholischen Unterton aufzugreifen und Texte daraus zu basteln. Das wollten wir nicht: In ›Machine Gun‹ zum Beispiel geht es um den Ersten Weltkrieg. ›Sixth Form Girls‹ handelt von den Erlebnissen mit Mädchen während meiner Zeit als Fabrikarbeiter. Viele Leute denken zwar, dass dieser Text eine reine Fantasiegeschichte ist, doch sie basiert auf realen Erlebnissen und prangert die Trennung zwischen Arbeiterklasse und Mittelstand an.

Thin Lizzy – Chinatown

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0 RDie Übergangsphase von den Siebzigern zu den Achtzigern war für Thin Lizzy alles andere als leicht: Vieles hatte sich geändert innerhalb der Band. Phil Lynotts Hochzeit, die Geburt seiner zweiten Tochter und die Aufnahmen zum ersten Soloalbum belasteten das Klima – selbst wenn Lynotts Kollegen Brian Downey und Scott Gorham beide auf SOLO IN SOHO mitspielten. Ein Hoffnungsträger aber war der neue Gitarrist Snowy White, der Gary Moore ersetzte. Moore hatte während der BLACK ROSE-Tour Hals über Kopf die Band verlassen, weil er das Chaos nicht mehr ertragen konnte – der exzessive Drogen­konsum von Phil Lynott trieb ihn in den Wahnsinn. „Ich wollte nicht einen Tag länger in der Band bleiben“, erinnert er sich.

Snowy White hingegen genoss die ersten sechs Monate bei Thin Lizzy, wie er heute sagt. Doch „es gab schon Anzeichen, was auf uns zu-kommen würde. Es ist eine Schande, wie viel Studiozeit wir damals verschwendet haben.“ Denn CHINATOWN, das zehnte Thin Lizzy-Al-bum, enthält neben den grandiosen Songs der A-Seite (›Sugar Blues‹, ›We Will Be Strong‹, ›Chinatown‹ und ›Killer On The Loose‹) auch etliche Tracks, denen der letzte Kick fehlt.
Mit ›Killer On The Loose‹, einem Song über die Gräueltaten des „Yorkshire Rippers“, brachten Thin Lizzy zudem die Medien gegen sich auf. In einem TV-Interview auf den „fast fröhlichen Tonfall“ des Songs angesprochen, beschwichtigte Lynott je-doch: „Ich war in Londons Chinatown unterwegs, und vor allem die Prostituierten dort hatten Angst vor dem Killer. Mit dem Song wollte ich die Menschen warnen und dachte, dass die Warnung am eindringlichsten wäre, wenn ich mich in den Mörder verwandle. Was nicht heißt, dass ich die Vergewaltigung glorifiziere, ganz im Gegenteil!“

Judas Priest – Rob Halford über das Schmieden von britischem Stahl

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Judas Priest 2Der Plattentitel ist ein Statement: BRITISH STEEL bezieht sich natürlich auf den Stahl, der in Sheffield produziert wurde. Und ich bin der Meinung, dass wir stolz darauf sein können, gemeinsam mit Black Sabbath den Heavy Metal erfunden und von Großbritannien in die Welt hinausgetragen zu haben. BRITISH STEEL ist ein Album, das perfekt widerspiegelt, für was wir mit Judas Priest einstehen – es klingt kraftvoll, wütend und kämpferisch.
Jedes Priest-Album steckt voller Intensität, doch wir haben uns immer bemüht, jeder Platte eine eigene Note zu geben und unserem Sound etwas Neues hinzuzufügen. An BRITISH STEEL gefällt mir besonders gut, dass die Scheibe spontan, frisch und direkt rüberkommt. Das gilt auch für den Sound, der sehr organisch und unverfälscht ausgefallen ist. Die Aufnahmen zu BRITISH STEEL haben insgesamt 14 Wochen gedauert. Es ging alles sehr schnell, denn damals war der Tour-Album-Tour-Kreislauf noch rasanter als heute. Daher mussten wir uns im Studio ziemlich beeilen, denn die nächsten Konzerte waren schon gebucht. Wir hatten gar keine Zeit, vernünftig über die Songs nachzudenken, sondern legten einfach los und ließen sie Lieder für sich sprechen. Denn am Ende geht es doch ohnehin nur darum, dass die Riffs zünden.

Mit ›Metal Gods‹ befindet sich auch wieder ein Fantasy-Song auf der Platte – diesmal erobern Roboter die Erde. Ich habe den Text an einem Stück runtergeschrieben, denn ich war im Verzug mit meinen Lyrics. Ähnlich ging es mir übrigens auch bei ›Rapid Fire‹. Doch obwohl alles ziemlich hektisch ablief, erinnere ich mich gern an die damalige Zeit zurück, denn mit BRITISH STEEL konnten wir allen zeigen, was wir wirklich draufhatten. Wir waren mit Feuereifer bei der Sache und hängten uns voll rein.