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Start Blog Seite 1178

Peter Gabriel – SECRET WORLD LIVE

gabriel, peterDer Maestro auf seinem Höhepunkt

Erstaunlich für diesen Multimedia-Pionier, dass die Blu-ray-Veröffent-lichung seines Konzertmitschnitts von 1994 in Modena so lange auf sich warten ließ. Aber egal, HD ist eh überbewertet – viel wichtiger ist es, einen der angesehensten Musiker unserer Zeit am Höhepunkt seiner Laufbahn zu sehen. Klar, wir schmunzeln heute über den Leggings-und-weißes-Schulterpolster-Sakko-Look, die plakativ-überkandidelte Bühnen-produktion und das Multikulti-Hippiekommunen-Getue (wobei wir anrechnen sollten, dass Gabriel so wesentlich dazu beigetragen hat, eben solche Grenzen zu durchbrechen) – doch wenn man seine großen Hits wie ›Solsbury Hill‹, ›Digging In The Dirt‹, ›Steam‹ und natürlich ›Sledgehammer‹ in solcher Perfektion vorgeführt bekommt, weiß man wieder, warum Gabriel von 1986-95 so ein Superstar war. Und ist wiederholt erstaunt darüber, wie ein Konzert, das nie den gemäßigten Midtempo-Bereich verlässt, so packend sein kann. Ein Behind The Scenes-Interview sowie ein Clip von 2011 runden das Package ab, das hiermit wärmstens empfohlen sei

 

Willy DeVille – STILL ALIVE

deville, willyWundervolle Homage an den großen Willy DeVille.

Am 6. August 2009 verstarb mit Willy DeVille einer der größten Rock- und Bluesmusiker unserer Zeit. Ende der 70er Jahre begann seine Karriere und hielt ohne Unterbrechungen bis zu seinem Tod an. Auf STILL ALIVE, einer dreiteiligen DVD-Box, kann man den Sänger in all seinen Facetten noch einmal bewundern. Die erste DVD zeigt sein Konzert „Unplugged in Berlin“ aus dem Jahre 2002. DeVille sitzt auf einem kleinen Hocker in der Mitte der Bühne, zieht genüsslich an einer Zigarette und wird nur von einem Piano und Kontrabass begleitet. Ein besonderes 82-minütiges Konzerterlebnis, dass DeVille reduziert und unglaublich stark zeigt. Auf der zweiten DVD sieht man DeVille mit gewohntem Bandgefüge „Live At The Metropol“ – ebenfalls 2002 in Berlin. Auch hier sind DeVille und seine Musiker in Bestform und geben 92 Minuten Vollgas. Die dritte DVD ist dann etwas für den echten Fan. In der 32-minütigen Doku „Beautiful Losers“ sieht man DeVille von seiner privaten Seite. Sie zeigt ihn auf seiner Farm „Casa de Sueños“ (Haus der Träume) in Picayune, Mississippi. Er spricht über seine Pferde, seine Morphium-Sucht und seine Musik. Zusätzlich gibt es Outtakes aus dem Dreh der Doku, der Showaufzeichnung des Unplugged-Konzerts, einen Soundcheck und einen Video-Clip zu „Va Banque“. Komplettiert wird dieses Fanpaket noch durch ein 32-seitiges, liebevoll gestaltetes Booklet und ein 24-seitiges Interview. Eine großartige DVD-Box, die in keiner Fanammlung fehlen sollte.

 

Robert Plant & The Band Of Joy – LIVE FROM THE ARTISTS DEN

_Plant, RobertWunderschönes Konzert auf geschichtsträchtigem Boden.

2010 veröffentlichte Plant sein letztes Solowerk BAND OF JOY. Doch das ist nicht nur der Titel der Platte, sondern auch der Name seiner Begleitband. Gegründet wurde die Band Of Joy schon im Jahre 1967 von Plant und John Bonham. 1968 formierte sich jedoch Led Zeppelin und diese Idee wurde erst einmal beiseite geschoben. 2007 brachte Plant sie jedoch wieder auf und gründete eine neue Band Of Joy, mit der er seitdem viele Erfolge feiert. 2011 wurden sie bei den Grammys in den Katergorien „Best Americana Album“ und „Best Solo Rock Vocal Performance“ nominiert. Auf der DVD LIVE FROM THE ARTISTS DEN kann man Plant nun zusammen mit seinen Musikern live erleben – und zwar in der intimen Atmos-phäre des geschichtsträchtigen War Memorial Auditorium in Nashville, Tennessee. Plant, der eigentlich viel größere Locations gewohnt ist, fühlt sich in diesem kleinen Rahmen sichtlich wohl. Die Band Of Joy macht ihrem Namen alle Ehre, denn sie spielen zu hören und zu sehen ist einfach ein Genuss. Man wird 70 Minuten mitgerissen. Neben neuen Stücken interpretieren sie auch Led Zeppelin-Nummern wie ›Black Dog‹, ›Houses Of The Holy‹, ›Tangerine‹ oder ›Gallows People‹. Zusätzlich zum Konzert gibt es noch ein 15-minütiges Interview mit Robert Plant, in dem er über Nashville, Musik und seinen Werdegang philosophiert. Eine wirklich schöne DVD mit tollen Aufnahmen.

 

Supertramp – LIVE IN PARIS ‘79

Supertramp Paris DVD cover (hr)Reise in eine glorreiche Vergangenheit

Ihr Album BREAKFAST IN AMERICA aus dem Jahr 1979 gehört zu den erfolgreichsten Werken der britischen Progressive-Rock-Band Supertramp. Es verkaufte weltweit bis heute mehr als 20 Millionen Exemplare, war in seinem Veröffentlichungsjahr das meistverkaufte Album der Welt, beinhaltete neben dem gleichnamigen Ausnahmesong diverse weitere Hitsingles und heimste zwei Grammys ein. Kurz nach dem Erscheinen der Platte im März 1979 begab sich die Band auf eine zehnmonatige Welttournee. Im November erreichten sie schließlich Paris. Dort, im Pavillon de Paris, wurde das Konzert aufgenommen, das man nun auf dieser DVD bewundern kann.

Über zwei Stunden geben Rick Davies, Roger Hodgson, Dougie Thompson, Bob Siebenberg und John Anthony Helliwell alles und begeistern das Pariser Publikum unter anderem mit ihren Hitsongs ›Breakfast In America‹, ›The Logical Song‹, ›Give A Little Bit‹, ›Crime Of The Century‹ oder ›Dreamer‹. Jeder Songs sitzt. Dabei brauchen die fünf Musiker kein großes Licht- und Videospektakel auf der Bühne. Die Show selbst ist recht spartanisch, doch das reicht völlig aus. Bild- und Tonqualität sind überraschend sehr gut. Das liegt vor allem daran, dass das auf Original-16mm-Film festgehaltene Material restauriert und in HD-Qualität umgewandelt worden ist (das Konzert erscheint neben der DVD auch auf Blu-ray). Auch der Ton bekam eine Verjüngungskur. Supertramps damaliger Toningenieur und Co-Produzent Pete Henderson verlieh den Stücken einen neuen 5.1-Sound. Sehr gelungen! Neben dem Konzert beinhaltet die DVD noch ein kleines Extra, nämlich fünf kleine Montagen, die mit Songs unterlegt worden sind, von denen damals die Bildaufnahmen verloren gegangen sind. Bei ›Ain’t Nobody But Me‹ kann man beispielsweise ein kleines Flugzeug verfolgen, das über eine Europakarte fliegt. Immer wenn es einen Ort der Tour passiert, erscheinen kleine Biergläser. Eine durchaus nette Idee. Für Supertramp-Fans auf jeden Fall einen Griff ins Regal wert.

 

Motörhead THE WÖRLD IS OURS VOL. 2 – ANYPLACE CRAZY AS ANYWHERE ELSE

motîrheadSolide Live-Veröffentlichung mit Déjà-vu-Garantie

Die zweite Live-Konserve innerhalb eines Jahres – Ian Fraser „Lemmy“ Kilmister scheint seine Rentenkasse auf den letzten Drücker mit allen Mitteln auffüllen zu wollen. Als Blu-ray (1080i-Auflösung, DTS HD 5.1 Master Audio), DVD plus Doppel-CD oder Box mit DVD, Blu-ray und Fotobuch erhältlich, bringt THE WÖRLD IS OURS VOL. 2 Motörheads Wacken Open Air-Headliner-Auftritt am 6.8.2011 in guter Bild/Tonqualität ins Wohnzimmer: 17 Songs lang schmettert das Trio hier in gewohnt schnoddriger Form unkaputtbare Durstmacher der Güteklasse ›Iron Fist‹, ›Going To Brazil‹, ›Bomber‹ und natürlich ›Ace Of Spades‹ in die feierlaunige Masse. Anschließend servieren Motörhead Ausschnitte ihrer Sonisphere- sowie Rock In Rio-Festival-Auftritte 2011 und runden mit verzichtbaren Wacken-Impressionen ab. Wer Lemmys Warze aus unerfindlichen Gründen nicht mehr sehen kann und sich nur für das Wacken-Konzert interessiert: THE WÖRLD IS OURS VOL. 2 steht auch als Doppel-CD und Doppel-Vinyl-Gatefold-Edition im Laden..

 

Freddie Mercury – THE GREAT PRETENDER

Layout 1Viva Freddie, seine Majestät, der Kaiser des Rock!

Auf dem Cover der neuen Doku zum glamourösen Queen-Frontmann wird unmissverständlich klargestellt, wer hier die Hauptrolle spielt: Die Geschichte der legendären Band ist längst bekannt, diese Dokumentation des britischen Comedians und Hardcore-Queen-Fans Rhys Thomas konzentriert sich auf Freddie Mercury und dessen Soloprojekte. In verschiedenen, bislang unveröffentlichten Interviews kommt der Künstler selbst zu Wort. Zudem wurden Weggefährten wie Brian May, Roger Taylor und Queen-Manager Jim Beach, Opernsängerin Montserrat Caballé, mit der Freddie Mercury das Album BARCELONA einsang, und der deutsche Produzent Reinhold Mack, mit dem Mercury Anfang der 80er in München sein Soloalbum MR. BAD GUY aufnahm, befragt – wieso „Little Britain“-Star Matt Lucas vors Mikro gezerrt wurde, bleibt unklar. Ergänzt werden die Gespräche durch Konzertausschnitte und persönliche Videoaufzeichnungen – etwa von Freddie Mercurys Geburtstagsparty 1985 in München, sowie exklusive Audiomitschnitte wie vom Song ›There Must Be More To Life Than His‹, ein Duett mit Michael Jackson. Gezeichnet wird das Porträt eines extrovertierten, theatralischen Rockstars, der locker Massen von 300.000 Zuschauern um den Finger wickelt, hinter dessen schillernder Fassade sich jedoch ein schüchterner, nachdenklicher Mensch verbarg. Man erfährt, dass der Mann, aus dessen Feder Klassiker wie ›Bohemian Rhapsody‹ und ›We Are The Champions‹ stammen, es hasste, Lyrics zu schreiben. Eine charismatische und komplexe Persönlichkeit, der die Doku in eineinhalb Stunden natürlich nicht ganz gerecht werden kann. Die deutschen Untertitel lassen etwas zu wünschen übrig – „camp“ mit „feminin“ zu übersetzen, wirkt etwas antiquiert. Dennoch: THE GREAT PRETENDER vermittelt einen neuen Blick auf Freddie Mercury.

 

DAS HÖRBUCH – DER STÄHLERNE WEG VON JUDAS PRIEST

Judas PriestZurücklehnen und zuhören: Judas Priests Werdegang als spannendes Hörbuch.

In den frühen 70ern manifestierten sich im künstlerischen Elitedenken etwas eitle Dogmen, als die auf Progression und Experiment geeichte Musikerprominenz es als Unding erachteten, sich stilistisch festlegen zu lassen. Led Zeppelin, Deep Purple und Black Sabbath wollten gerne alles sein, bloß nicht ausschließlich Heavy Metal. Ganz anders hingegen eine Band aus Birmingham, die zeitgleich mit Black Sabbath noch als Blues-Puristen gestartet war und die sich bewusst und gerne auf Heavy Metal festlegen ließ: Judas Priest. Minutiös recherchiert und mit ungeahnten Details gespickt, zeichnet DAS HÖRBUCH – DER STÄHLERNE WEG VON JUDAS PRIEST auf zwei CDs die historische wie künstlerische Entwicklung des Quintetts nach: Von den wirren Anfängen 1969 noch mit Ur-Frontstimme Al Atkins über den Wechsel zu Sänger Rob Halford 1974 als Bandaushängeschild bis hin zum ersten Plattenvertrag und den noch einige Jahre auf sich warten lassenden Durchbruch, bekommt der Hörer viel Hintergrundinformation geliefert. Erörtert wird auch der maßgebliche Einfluss, den die „Metal Gods“ auf nachfolgende Musikergenerationen ausübten, seit sie 1977/78 mit dem Alben-Triptychon SIN AFTER SIN, STAINED GLASS und KILLING MACHINE und dem heftigen Urknall BRITISH STEEL zur stilistischen Meisterform durch die Doppel-Sologitarren von Glen Tipton und K.K. Downing sowie Halfords schrillem Sirenengeheul fanden.

John Lee Hooker – COME AND SEE ABOUT ME

hooker, john leeGestatten, John Lee Hooker!

Auf COME AND SEE ME werden 15 Live-Songs aus den unterschiedlichsten Phasen (die Auftritte reichen von 1960 bis 1992) der unvergleichlichen Karriere John Lee Hookers mit Interview-Ausschnitten mit dem Boogie-King verbunden. Hier wird die gesamte Bandbreite Hookers – vom puristischen Blueser, der mit seiner Gitarre auf einem Mississippi-Steg sitzend mit Van Morrison eine Down-Tempo-Version von ›Baby Please Don’t Go‹ spielt, bis hin zum Boogie-Megastar, der vor tausenden Fans mit ›Too Many Women‹ die Bühne rockt – präsentiert. Zwischen den Liedern kommen neben Hooker und seiner Tochter Zakiya die Künstler zu Wort, die bei den Performances auf COME AND SEE ME mit John Lee zusammenspielen. Darunter befinden sich Größen wie Bonnie Raitt, Carlos Santana, Eric Clapton und die Rolling Stones. Die Aufzeichnungen sind zwar soweit möglich technisch überarbeitet worden, jedoch konnten Knistern und Bildflimmern nicht vollständig entfernt werden. Eben diese Spuren der vielen Jahrzehnte machen diese DVD zu einem authentischen, Blues-historischen 127-Minuten-Zeitdokument.