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Hanspeter Künzler – 50 YEARS: THE ROLLING STONES – VIEWS FROM THE INSIDE, VIEWS FROM THE OUTSIDE (PART 1)

Stones E-bookDie Geschichte der Stones als wuchtiges Paket.

Von Ebooks kann man halten, was man will. Die einen freuen sich, nun im kompakten Taschenformat ihre Schmökersammlung mit sich herumzutragen, die anderen wollen immer noch das Papier an den Fingern spüren. Doch man kann sich vielen Entwicklungen auch nicht ewig entziehen und so hält das Ebook auch immer mehr Einzug in die Welt der Musikbücher. Mit 50 YEARS: THE ROLLING STONES – VIEWS FROM THE INSIDE, VIEWS FROM THE OUTSIDE erscheint nun die 50-jährige Geschichte der Rolling Stones in zwei jeweils 1000-seitigen Teilen. Nun gab es den Startschuss zu Teil 1.

Und man muss sagen: respekt! Denn in Printversion wäre dieses Buch sicherlich zum einen ein extrem wuchtiges und zum anderen auch sehr teures Werk geworden. So ist die Sammlung von Interviews aus 50 Jahren Bandgeschichte und über 150 Bildern erschwinglich und transporatbel. Teil 1 befasst sich mit den Stones in den Sechziger, Siebziger und Achtziger Jahren. Dabei erfährt man nicht nur viel Interessantes von der Band selbst, sondern auch von der Entwicklung der Musikszene, der Presseberichterstattung und der Gesellschaft. Einziges Manko: Das Ebook ist bis dato nur auf englisch erhältlich. Doch wen diese Sprachbarriere nicht stört, findet hier eine informative und liebevoll zusammengestellte Stone-Historie.

 

Christian Krumm – CENTURY MEDIA – DO IT YOURSELF

krumm, christianDer Weg einer großen Leidenschaft – mit Mut und Ausdauer.

Dass Ausdauer, Wille und Leidenschaft aus einer kleinen Idee ein großes Erfolgskonzept machen können, zeigt sich auch in der Geschichte des Labels Century Media. Ende der Achtziger dachte sich der junge Sänger Robert Kampf: Warum auf große Labels vetrauen, die sowieso keine Ahnung von guter Rockmusik haben, dich allzu schnell in Schubladen stecken und sich sowieso nicht für deine Musik sondern nur fürs Geld interessieren? Deswegen gründete er zusammen mit seiner damaligen Band Despair das kleine Label Century Media. Ganz im „Do It Yourself“-Prinzip baute er zusammen mit Freunden innerhalb weniger Jahre eine Firma auf, die heute noch Bestand hat und längst bei den Großen mitmischt. Mit Bands wie Nevermore, Iced Earth, The Gathering, Dark Tranquillity oder Lacuna Coil machten sie sich einen Namen.
Christian Krumm hat sich nun auf Spurensuche begeben und die Geschichte des in Dortmund ansässigen Labels in seinem Buch CENTURY MEDIA zusammengefasst. Auf sehr sympathische Weise beschreibt er den Weg des Labels und seiner von Leidenschaft getriebenen Mitarbeiter. Doch man erfährt auch vieles Interessante und Wissenswerte aus der Welt des Metal, Rock und Prog. So werden die Werdegänge der einzelnen Bands und die verschiedenen Rock-Szenen in Europa und den USA beleuchtet. Ein wirklich schön zu lesendes Buch, das vor allem eines zeigt: mit Mut und Ausdauer kommt man immer an Ziel!

 

50/50

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5050Beim Filmthema „Krebs” ist die er- ste Reaktion wohl der Fluchtreflex. Mit der eigenen Sterblichkeit beim Freizeit-Medienkonsum kon-frontiert zu werden ist nicht jedermanns Sache, vor allem, wenn Schmerz und Tod als the-matische Wegweiser dienen. Dass es auch anders geht, be- weist Regisseur Jonathan Levine mit seiner aufrichtigen Krebsko-mödie über den Endzwanziger Adam (Joseph-Gordon Levitt). Der bekommt von seinem Arzt aus heiterem Himmel die ver-nichtende Diagnose gestellt und muss nun sein Leben rund um die Krankheit neu sortieren.

Humorvoll, ohne dabei aber zu verharmlosen oder die le- bensverändernde Wucht der Krankheit abzutun, trifft „50/50” perfekt den Ton und erzählt mit einer überraschenden Mischung aus Leichtigkeit und Ernsthaf-tigkeit von der existenziellen Krise Adams. Einen Großteil des Lobes für „50/50” mühelos wir-kende Glaubwürdigkeit darf da- bei fraglos Joseph-Gordon Levitt einheimsen, der sich mit dieser Rolle als einer der vielseitigsten Schauspieler seiner Generation empfiehlt.

Rolling Stones – 50

The Rolling Stones 50 von Mick Jagger350 Seiten schwer: ein Bildband zum Geburtstag.

Auf dem Buchmarkt dürften die Rolling Stones neben den Beatles die bestdokumentierte Rockband sein, all die Biographien, Bildbände und Werkschauen füllen problemlos so manchen Regalmeter. Zum 50. Geburtstag noch einmal die ganze Geschichte vom Ealing Blues Club bis zur Gegenwart zu erzählen, war also nicht unbedingt notwendig – was sich vermutlich auch die Rolling Stones dachten. Sie erzählen sie dennoch, allerdings mit Fotos, ergänzt um Bildunterschriften von Jagger, Richards, Watts und Wood. Die Reise durch die Jahrzehnte macht durchaus Spaß, und das nicht nur, weil es einige Raritäten zu entdecken gibt. Voraussetzung ist allerdings, dass man mit der Geschichte der Stones und ihren Personalwechseln halbwegs vertraut ist, denn allzu viel erklärt wird hier nicht. Ob ein knapp kommentiertes Fotoalbum nun dem feierlichen Anlass gerecht wird, darüber kann man streiten. Die Buch-„Anthology“ der Beatles – der Vergleich drängt sich nun einmal auf – hatte gewiss den höheren Nährwert. Für Stones-Fans, die sich an alten Konzertplakaten, an Backstage-Schnappschüssen, Promo-Fotos und Pressebildern delektieren können, ist „50“ aber dennoch eine gute Wahl.

 

Steven Wilson – GET ALL YOU DESERVE

wilson, stevenGroßes Kopfkino für alle Prog Rock-Fetischisten

Für Fans von Steven Wilson ist es egal, ob der Brite mit seiner Band Porcupine Tree oder aber als Solokünstler (mit Begleitmusikern) auftritt: Stets wird höchstes Prog Rock-Niveau zelebriert. Im Vergleich zu Porcupine Tree sind seine Solostücke allerdings noch eine Spur kompromissloser in ihren Extremen ausgelotet: Wenn Wilson leise spielt, wird’s richtig intim, packt er dagegen seine opulenten Orchesterarrangements aus, zucken auch Klassikfans beeindruckt mit den Augenbrauen. GET ALL YOU DESERVE wurde in Mexico City im Rahmen der Tour zu GRACE FOR DROWNING aufgenommen und lebt von seiner atmosphärischen Musik und der tollen Stimmung, die Wilson mittels geschmackvoller Lichteffekte unterstützt. Aus der erstklassigen Besetzung ragt unter anderem der deutsche Schlagzeuger Marco Minnemann, aus der hochkarätigen Songauswahl das bis dato noch unveröffentlichte ›Luminol‹ heraus, dessen Studioversion für die dritte Scheibe vorgesehen ist. Der Fan bekommt hier also mehr, als er erwarten durfte, aber eben genauso viel, wie er sich – siehe Titel der Scheibe – nach Wilsons Meinung verdient hat.

V.A. – LICHTMOND 2 – UNIVERSE OF LIGHT

v.a. - lichtmondBerauschende Animationstraumwelten

MOONLIGHT – die weltweit erste 3D-Musik-Blu-ray – hat sich seit ihrem Release im vergangenen Jahr über 50.000 mal verkauft. Und der Nachfolger UNIVERSE OF LIGHT steht jetzt in den Startlöchern. Erneut gleitet man darin durch berauschende Amimationstraumwelten in Real 3D, unterlegt mit den ätherischen Ambient-Pop-Klängen der Brüder Giorgio und Martin Koppehele, welche wiederum mit von der sonoren Sprecherstimme Thomas Erich Killingers vorgetragenen Liebesprosa verbunden werden. Die magischen Bildwelten wurden in gewohnt hohem Niveau von den spanischen Imago-D Studios produziert. Doch nicht alleine Technik-Geeks, die hier die Vorzüge ihrer neuen 3D-Anlage auskosten wollen, werden vom zweiten LICHTMOND-Album begeistert sein. Denn als musikalischer Gaststar fungiert kein Geringerer als die britische Prog-Rock-Legende Alan Parsons, der für den Song ›Precious Life‹ – das Herzstück des Albums – Lead-Vocals, Keyboards und Gitarre beisteuerte. Parsons selbst sieht in Lichtmond enormes Potenzial: „Sie könnten die kommenden Tangerine Dream oder Kraftwerk werden. Sie haben dafür den richtigen Sound – und sie haben unglaubliche Bilder.“

 

Ozzy Osbourne – SPEAK OF THE DEVIL

osbourne, ozzyNettes aber etwas kurzweiliges Nostalgiestück.

Im März diesen Jahres jährte sich der tragische Tod von Randy Rhoads zum 30. Mal. Eine Tragödie für Ozzy Osbourne, der in Rhoads einen unglaublichen Mitmusiker und Mitstreiter gefunden hatte. Doch der Madman hatte keine Zeit, sich lange trauernd zurückzuziehen. Er war nach dem Rausschmiss bei Black Sabbath endlich wieder erfolgreich und dieses Eisen musste geschmiedet werden, solange es heiß war. Mit SPEAK OF THE DEVIL gibt es nun einen Live-Mitschnitt aus dem Jahr 1982 aus dem kalifornischen Irvine Meadows, in dem einer der Nachholtermine der „Diary Of A Madman“-Tour stattfand. Brad Gillis ersetzt Rhoads und macht seine Sache gut. Auch Ozzy selbst ist in recht guter Verfassung – auch wenn er damals schon etwas seltsam über die Bühne stackste. Der Madman und seine Band präsentieren Hits wie ›Mr. Crowley‹, ›Crazy Train‹ und Sabbath-Klassiker wie ›Children Of The Grave‹ oder ›Paranoid‹. Bild- und Tonqualität sind eher mittelmäßig, doch für eine Aufnahme aus den frühen Achtzigern völlig in Ordnung. Außerdem unterstreicht dies den Nostalgieeffekt noch mehr. Schade ist jedoch, dass die DVD wirklich nur den Live-Mitschnitt enthält und keine Extras wie Clips oder Dokus. Außerdem wäre es zum traurigen Jubiläum sicher schöner gewesen, noch einmal eine Aufnahme mit Randy Rhoads zu sehen. Für Fans von Ozzy und Live-Mitschnitten im allgemeinen sicher eine nette Anschaffung. Wer von einem solchen Produkt jedoch mehr erwartet, wird hier leider enttäuscht.

 

Marley

Marley_DVD-D-1Empfehlenswerte Doku über den Ausnahmemusiker.

Die Regel: Wenn dein Konterfei auf T-Shirts in Chile, Sri Lanka, Kalifornien und Schweden prangt, hast du es zur globalen Ikone geschafft. Dokumentationen über Personen dieses Formats, sind ein zweischneidiges Schwert, sollen sie doch einerseits Kennern neue Einblicke liefern, andererseits auch Neuankömmlinge verständlich an die Berühmtheit heranführen. Breiter als die Musik-Doku „Marley“ kann man sein Publikum gar nicht aufstellen, denn zwischen Image, Klischee und verklärten Erinnerungen die eingefleischten Marley-Fans und interessierten Unwissenden gleichermaßen abzuholen scheint beinahe unmöglich. Regisseur Kevin MacDonald meistert diese Aufgabe scheinbar mühelos. Bob Marleys Biographie und Charakter werden durch alte, teils erstmals veröffentlichte Archivaufnahmen sowie Interviews mit Familie und Freunden durchleuchtet. Neue Erkenntnisse und Marley-Grundwissen vermengt MacDonald geschickt ,um ein umfassendes Bild des Ausnahmemusikers zu zeichnen, obwohl Seitenblicke auf Marleys weniger vorbildhaften Eigenschaften geflissentlich außen vor gelassen werden. Als Aufzeichnung zwischen mündlich überlieferter Legendenbildung der einstigen Weggefährten und einem essentiellen Stück Musikgeschichte, ist „Marley“ jedoch einzigartig. Dank tollen DVD-Extras wie Audiokommentar von Ziggy Marley und Ausschnitten aus dem Konzert im Manhattan Center, ein Tipp!