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Nine Inch Nails: London, O2

P1210748Von Mr. Self Destruct zu Mr. Super-Routiniert

So hatte sich Trent Reznor das sicher nicht vorgestellt: Sein letztes Album HESITATION MARKS wurde eher verhalten aufgenommen, und heute steht er in einer bestimmt nicht ausverkauften Riesenhalle. Ist der Stern des oscardekorierten Innovators im Sinkflug? Das Publikum ist offensichtlich nicht dieser Meinung und empfängt sein Idol wie einen Messias.

Los geht’s mit dem dräuenden, geschickt Spannung aufbauenden ›Me, I’m Not‹, gefolgt vom das Tempo hochfahrenden ›Copy Of A‹. Mit ›1,000,000‹ und vor allem ›March Of The Pigs‹ geht der Aggressionsregler endlich zum Anschlag und die Reise ins Nostalgieterritorium. Danach aber gleich eine Verschnaufstrecke mit dem ewig unnötigen ›Piggy‹ und dem dafür umso grandioseren ›The Frail/The Wretched‹. ›The Becoming‹ bringt uns wieder in technoidere Gefilde, das elektrisch-diffuse ›Gave Up‹ und spröde ›Sanctified‹ verweilen dort, bis mit ›Closer‹ der erste Überklassiker ansteht. Mit ›Find My Way‹ (beeindruckend), ›Disappointed‹ (schulterzuck) und ›Came Back Haunted‹ (belanglos, aber live durchaus effektiv) noch schnell drei neue Tracks abgehakt, bis es auf die Zielgerade geht. ›The Great Destroyer‹ explodiert in einer packenden Beatkakophonie, ›Eraser‹ ist an Atmosphäre und Wucht nicht zu überbieten, ›Wish‹ drückt noch mal geradlinig auf die Tube, bevor mit dem unwiderstehlichen ›The Hand That Feeds‹ und der Pflichthymne ›Head Like A Hole‹ nachgelegt wird. Kurze Pause, dann das Finale: ›The Day The World Went Away‹ funktioniert prächtig als Intro für das unvermeidliche, unverzicht- und unantastbare ›Hurt‹ – bis heute einer der packendsten Songs aller Zeiten und auch nach 20 Jahren noch tief berührend.

Was man von der Show als solcher nur bedingt behaupten kann. Objektiv gibt es nichts zu kritteln: Reznor ist körperlich wie stimmlich in Topform, seine Band agiert mit beängstigender Präzision, der Klang ist perfekt und die visuelle Umsetzung der Show schlichtweg genial – jeder Song ein audiovisuelles Kunstwerk, von tanzenden Barcodes über Wolkenpanoramen bis zu einem atemberaubend rotierenden 3D-Kubus reicht die Palette.

Doch wo Reznor mit vollem Einsatz bei der Sache ist, fehlt doch etwas Entscheidendes: Emotion. Das Unberechenbare, Gefährliche, das die legendäre 1994er-Tour so denkwürdig machte, ist weg, das manische Bühnentier ist einem perfektionistischen Entertainment-Dienstleister gewichen, Mr. Self Destruct zu seiner eigenen Jukebox geworden. Viele Fans gehen heute restlos glücklich nach Hause. Es müssen diejenigen sein, die 1994 nicht dabei waren.

Neues Album und Tour

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10453470_10152286862918305_5490547348634678820_nDer Nachfolger ihres 2012er Albums HANDWRITTEN wird GET HURT heißen und am 19. August erscheinen. Dies verkündeten nun The Gaslight Anthem.

GET HURT wurde zusammen mit Produzent Mike Crossey, der vorher schon Künstler wie die Arctic Monkeys, Jake Bugg und The 1975 betreut hat, in Nashville aufgenommen.
Das Album kann ab sofort vorbestellt werden. Außerdem veröffentlichten die Männer um Brian Fallon ein kurzes Video, das ungewohnte Töne bietet und doch neugierig auf die 15 neuen Stücke macht.

Tracklist:

1. Stay Vicious
2. 1,000 Years
3. Get Hurt
4. Stray Paper
5. Helter Skeleton
6. Underneath The Ground
7. Rollin‘ And Tumblin‘
8. Red Violins
9. Selected Poems
10. Ain’t That A Shame
11. Break Your Heart
12. Dark Places
13. Sweet Morphine
14. Mama’s Boys
15. Halloween

Seht hier einen ersten Teaser zum Album:

Tourdaten:

29.10.    Düsseldorf, Mitsubishi Electric Hall
31.10.     Berlin, Columbiahalle
01.11.     Hamburg, Sporthalle
05.11.     Saarbrücken, E-Werk
07.11.     München, Zenith
13.11.      Stuttgart, Porsche Arena
14.11.     Frankfurt, Jahrhunderthalle

The Who – QUADROPHENIA: LIVE IN LONDON LIMITED SUPER DELUXE EDITION

Who, TheZum 40. Jubiläum: QUADROPHENIA Revisited.

Unschlüssig machte sich Bandchef Pete Townshend 1972 an das neue Werk von The Who. Hinter ihm und seinen Bandkumpanen Roger Daltrey, John Entwistle und Keith Moon lagen der phänomenale Erfolg der konzertanten Rock-Oper TOMMY (’69), der schwermetallische Konzertmitschnitt LIVE AT LEEDS (’70) sowie das ebenfalls auf härtere Gangart getrimmte WHO’S NEXT (’71). Einen Totalausfall gilt es allerdings auch zu verzeichnen: Unbemerkt von der Öffentlichkeit musste Townshend sein favorisiertes Projekt LIFEHOUSE beerdigen.

Für das als Doppel-LP konzipierte QUADROPHENIA, ein cleveres Wortspiel aus „Schizophrenia“ und „Quadrophonic“, greift Townshend auf das Konzeptformat von TOMMY zurück: Im facettenreichen Protagonisten Jimmy Cooper spiegeln sich die britische Mod-Bewegung um 1964/65, der Aufstieg von The Who sowie die vier unterschiedlichen Charaktere der Bandmitglieder wider. Zwar erzielten Keytracks wie ›I Am The Sea‹, ›The Real Me‹, ›5.15‹, ›Love, Reign O’er Me‹ und › The Punk And The Godfather‹ nie gleichen Popularitätsstatus wie diverse Evergreens von TOMMY, doch dank Franc Roddams ausgezeichneter Kinofilmversion von 1979 bleibt der Stellenwert des Werks im Who-Œuvre unangefochten hoch.

Matchbox – THE MAGNET RECORDS SINGLES COLLECTION

MatchboxMatchbox blasen zum zünftigen Rock’n’Roll-Halali.

Seit Elvis Presley erstmals sein „Pelvis“ lasziv kreisen ließ, Chuck Berry den „Duck Walk“ simulierte und Little Richard mit Zuckerwattefrisur wie manisch sein Piano behämmerte, durchlief der Rock’n’Roll schon einige Revivals: Ein erstes, zaghaftes ereignete sich, als die Beatles ›Lady Madonna‹ ins Rennen schickten. Auch hinter der von T. Rex initiierten Glam-Rock-Bewegung steckte nichts anderes als ein R’n’R-Revival, frei nach dem Motto: Back To The Roots.

Den Spirit der wilden 50er mehr oder minder am Leben hielten in den nächsten Jahren auch Dave Edmunds/Rockpile, Gary Glitter, Fumble, Mud, The Rubettes, Showaddywaddy, Shakin’ Stevens & The Sunsets, Long Tall Ernie & The Shakers, Hank The Knife, Racey, The Darts und Rocky Sharpe & The Replays. Selbst Vivienne Westwood und Malcolm McLaren trugen ihren Teil dazu bei: Bevor sie ihre Boutique auf Londons King’s Road in „Sex“ umbenannten und die Sex Pistols erfanden, hieß sie „Let It Rock“ und verkaufte originale R’n’R-Outfits.

Strand Of Oaks – HEAL

strand of oaks healMelancholie für die Massen?

Tieftraurig, aber stadiontauglich – so klingen, etwas verkürzt gesagt, die Songs des dritten Albums von Strand Of Oaks. Denn auch, wenn der Ausgangspunkt für HEAL die Selbsttherapie des depressiven Masterminds Tim Showalter war, sind seine Lieder keinesfalls Runterbringer, sondern in ihren besten, rockigsten Momenten ohrwurmige Hymnen, zu denen man die Faust in den Himmel recken möchte.

Mit dem Opener ›Goshen ‘97‹ positioniert sich der vollbärtige Zausel als Indierock-Springsteen, der zu den knarzenden Gitarrenparts von keinem Geringeren als J Mascis mit einem lachenden und einem weinenden Auge über seine Teenagerzeit in einem Keller irgendwo in Indiana und die Smashing Pumpkins sinniert.

Einige Songs später nimmt er sogar Kontakt zu seinem inneren Neil Young auf, wenn er mit ›JM‹ dem verstorbenen Songwriter-Kollegen Jason Molina mitreißende siebeneinhalb Minuten lang Tribut zollt. Allerdings geht es nicht immer so direkt in die Vollen. Unter all die großen 70s-Rock- und Power-Pop-Gesten mischen sich immer wieder auch Synth-verhangene Indie-Pop-Balladen wie etwa ›Woke Up To The Light‹, die bei aller mitschwingenden Melancholie erfreulicherweise jedoch nie in plattes Selbstmitleid zerfließen.

The Quireboys – BLACK EYED SONS

quireboys the black eyed sonsDer dritte Frühling der Briten nimmt weiter Fahrt auf.

Die Leidensgeschichte von Glam- oder sonstigen holzfällerhemdfreien Rockbands, deren Laufbahnen vom Grunge beerdigt wurden, haben wir schon oft gehört, vielleicht so manches Mal auch als bequeme Entschuldigung dafür, dass man ohnehin nix mehr gerissen hat. Den Quireboys darf man sie aber abkaufen, denn sie schienen wirklich für Großes bestimmt, als Cobain & Co. plötzlich ein gesamtes Genre über Nacht uncool machten.

Doch im Jahr ihres 30. Jubiläums ist vom Grunge nicht viel übrig, während die Briten einem neuen Karrierehöhepunkt entgegensteuern. Und das mit einem dicken Paket aus Live-DVD und -CD sowie natürlich einem brandneuen Album. Frontmann Spike schafft es nach wie vor, Rod Stewarts letztes Röcheln vor dem Erstickungstod zu einem kompletten Gesangsstil auszuformen, macht damit aber vor allem die größtenteils recht entspannten Rhythm & Blues-Rock-Kompositionen so richtig unverwechselbar.

Damals, als die Quireboys Axl & Co. supporteten, nannte man sie gerne „die britischen Guns N‘ Roses“. Heute sind sie vielleicht eher die britischen Black Crowes, aber das steht ihnen eigentlich sehr gut zu Gesicht. Schön, wenn eine Band in diesem Alter noch mal zu solcher Form aufläuft.

Neue Musik klingt wie „Fleetwood Mac auf Steroiden“

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imageDer mit seiner Band zerstrittene Bon Jovi-Gitarrist, Richie Sambora, arbeitet derzeit an neuer Musik, die laut Sambora wie „Fleetwood Mac auf Steroiden“ klingen soll.

Sambora genießt die neuen Freiheiten, die er seit seinem Split mit Bon Jovi vor einem Jahr gewonnen hat. Dennoch betont er beharrlich, dass diese Differenzen eines Tages aus der Welt geschafft sein werden.

Die Inspiration für seine neue musikalische Richtung nehme Sambora aus einer für ihn neuen Erfahrung. Vor zwei Jahren nahm er nämlich seine erste Gitarrenstunde.

Sambora erinnert sich: „Ich ging in meinen Lieblingsgitarrenladen und da saß dieser Typ mit dem Rücken zu mir. Was er da spielte, klang als würden zwei Person gleichzeitig spielen. Ich ging zu ihm hin und fragte: ‚Hey Mann, wie machst du das?‘ Es stellte sich heraus, dass dieser Kerl Laurence Juber war. Er hatte auch schon bei Paul McCartneys Wings gespielt. Ich fragte ihn, ob er mich unterrichten wollte. So kam das. Ich muss sagen, dass ich dadurch einen ganz anderen Zugang zu meinem Instrument entdeckt habe.“

Noch gibt es keinen festen Zeitplan, jedoch soll Sambora bereits um die 30 Songs geschrieben hat.

Diesen Monat kommt Richie erstmal für vier Termine nach Deutschland.

Richie Sambora live:
19.06. Stuttgart, Beethovensaal
20.06. München, Kesselhaus
22.06. Berlin, Huxleys
24.06. Köln, E-Werk

„Wir waren auf Tour mit den Stones, aber haben sie nie getroffen.“

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640x360Die großen Newcomer des Blues Rock, The Temperance Movement, haben den Großteil der bedeutendsten Shows in ihrer bisherigen Karriere hinter sich. Trotzdem haben sie ihren legendären Headliner, den sie durch Europa begleiten dürfen, noch nicht persönlich kennengelernt.

Dass sie noch nicht die Hand von Mick Jagger oder die eines seiner Kollegen schütteln durften, trübt die Freude über ihre größten Auftritte keineswegs. Bassist Nick Fyfe erklärt: „Das kam so schnell. Es traf uns aus heiterem Himmel. Wir haben in einigen fantastischen Locations vor richtig vielen Leuten gespielt.“

Auch hat er die Hoffnung noch nicht aufgegeben: „Ich glaube, dass ein Termin vorgemerkt wurde, laut dem wir die Stones bei unserer letzten gemeinsamen Show treffen sollen. Außerdem konnten wir einige Blicke erhaschen. Das war beeindruckend und eine wahre Ehre.“

Auch Schlagzeuger Damon Wilson kann nur schwärmen: „Das sind die Stones. Ihre Musik ist in unser aller Blut – sie sind ein Teil des Lebens. Sie sind großartig.“

Diesen Donnerstag werden The Temperance Movement ihre Tour mit den Stones in Düsseldorf beenden. Dann wollen sie ins Studio gehen, um noch in diesem Jahr ihr zweites Album aufzunehmen.