Hinter Duke Special verbirgt sich der aus Nordirland stammende Peter Wilson, Jahrgang 1971. Schon auf den drei vergangenen Alben hat er gezeigt, zu welchen außergewöhnlichen Kompositionen er fähig ist. LOOK OUT MACHINES! steht dem in nichts nach und ist ein großartiges Album mit großartigen Songs, die einem das Gefühl vermitteln, in einer von Licht durchfluteten Kathedrale zu stehen. Denn obwohl Duke Special meist unter dem Genre Singer/Songwriter einsortiert werden, ist diese Musik viel mehr. Sogar sehr viel mehr. Die intuitive Eleganz von Genesis unter der Ägide Peter Gabriels (›Wingman‹) ist ebenso zu finden wie Anklänge an die frühen Simple Minds (›Son Of The Left Hand‹). Aber alles auf dem vierten Werk von Duke Special klingt besser, zeitgemäßer, schöner, größer. Songs wie ›In A Dive‹ setzen sich in einem fest und erzeugen die wunderbare Illusion, die eigene Seele werde geadelt und ließe alle Schmerzen, alle erlittenen Niederlagen endlich hinter sich. ›Elephant Graveyard‹ hat das Zeug zum Mainstream-Hit ohne Mainstream zu sein. Hier muss selbst ein Robbie Williams neidisch werden. – Kitschig? Mädchenmusik? Gar nicht! Einfach nur zum Niederknien!
The Dead Daisies – REVOLUCIÓN
Vor zwei Jahren fand sich ein relativ loses Musiker-Kollektiv aus unterschiedlichen Erstliga-Rockbands zusammen, das unter dem Banner The Dead Daisies sein selbstbetiteltes Debüt veröffentlichte. Mit klarerer Linie wirkt nun der Nachfolger REVOLUCIÓN deutlich gestandener. Der Titel und auch einige Song-Sequenzen (etwa der Salsa-Beginn von ›Midnight Moses‹) entstammen der Frühphase der Produktion, als der neue harte Kern der All-Star-Formation, bestehend aus Bassist Marco Mendoza (Thin Lizzy), Keyboarder Dizzy Reed (Guns N’ Roses), Gitarrist David Lowy (Mink), Gitarrist Richard Fortus (Guns N’Roses) und Sänger John Corabi (Mötley Crüe) einer Einladung des kubanischen Ministeriums für Kultur folgte. Ganz so exotisch, wie man anhand dessen befürchten könnte, ist das Gesamtresultat jedoch nicht ausgefallen. Viel mehr ist REVOLUCIÓN ein herausragend solides Classic-Rock-Album geworden, das besonders aufgrund der instrumentalen und kompositorischen Exzellenz aller Beteiligten glänzt. Mit einer unglaublich coolen Selbstverständlichkeit (das passende neudeutsche Wort dafür wäre wohl „Swagger“) verpacken The Dead Daisies 70er-Hardrock in proppere Produktion und springen dabei von souligem Rock’n’Roll der Sorte ›Always On The Run‹ von Lenny Kravitz (›With You And I‹) bis hin zu Balladen, die in ihren Harmonien an die Beatles erinnern (›Sleep‹).
Seht hier das EPK zu REVOLUCIÓN:
Willie Nelson & Merle Haggard – DJANGO AND JIMMIE
Willie Nelson (82) und Merle Haggard (78) sind der lebende Beweis dafür, dass man auch im hohen Alter nicht unbedingt alt sein muss. Die beiden Country-Outlaws, die in der Vergangenheit schon großartige Kollaborationen wie PANCHO & LEFTY (1983) oder das 1987er-Opus SEASHORES OF OLD MEXICO auf Band verewigten, reiten mit DJANGO AND JIMMIE ihr vielleicht ambitioniertestes Werk nach Hause. Mit einer geschmackssicheren Auswahl an Eigen- und Fremdkompositionen führen Willie und Merle ihre Zuhörer durch eine wahre Achterbahn an emotionalen Momenten – vom lustigen Kiffersong ›It’s All Going To Pot‹ über den obligatorischen, religiös angehauchten Track ›Family Bible‹ bis hin zu nachdenklichen Momenten in dem von Haggard im Alleingang verfassten Stück ›Missing Ol’ Johnny Cash‹ ist jede Couleur der klassischen Countrythematik vertreten. Selbstredend wären all diese Punkte auf der Habenseite nichtig, wenn die Darbietung der Protagonisten nicht auf selbigem Niveau angesiedelt wäre. Hier muss man ohne Umschweife den Hut bzw. als Zugehöriger der Generation Modern Country die Snapback ziehen, da es die beiden Lebemänner trotz Alkohol- und Marihuanaeskapaden in der Vergangenheit irgendwie schafften, den Soul in ihren Stimmen zu bewahren. Dabei verbreitet jeder Song auf DJANGO AND JIMMIE diesen ehrlichen, authentischen Vibe der Sorte „locker flockig aus der Hüfte geschossen“, der Willie Nelson und Merle Haggard einst berühmt machte.
Helloween – MY GOD-GIVEN RIGHT
Was kann man von einer Band erwarten, die seit 1985 die Szene beglückt und 2015 ihr fünfzehntes Album veröffentlicht? Die Frage lässt sich schlicht und einfach beantworten: Sie macht das, was sie am besten kann und versucht erst gar nicht, neue Maßstäbe zu setzen. Was Helloween schon auf dem 2013er-Album STRAIGHT OUT OF HELL zelebrierten, führen sie auf MY GOD-GIVEN RIGHT konsequent fort. Weder bleiben die typischen Helloween-Trademarks außen vor, noch die breiten Refrains oder die teils eingängigen Melodiestrukturen. Von knallig knackigen Metalhymnen wie ›Stay Crazy‹ über radiotaugliche Power-balladen wie ›Like Everybody Else‹ liefern Helloween ein Rundumsorglos-Paket in Sachen Heavy Metal. Neue wie alte Fans werden daran nicht viel auszusetzen haben, insofern sie diese Art von Metal bevorzugen. Es soll ja auch Leute geben, die Helloweens Spielart als banal abtun, was gemessen am Erfolg der Band allerdings nicht ganz nachvollziehbar ist.
Ein Fest für alle Rock’n’Roll- und Oldtimerfans
In Geiselwind treffen sich im Juni Liebhaber von US-Oldtimern, Motorrädern und handgemachtem Rock’n’Roll auf der Street Mag‘ Show 2015.
Wer eine Vorliebe für Oldtimer aus den 30er bis 70er Jahren hat und auf Rock’n’Roll steht, der ist bei der Street Mag‘ Show im bayerischen Geiselwind goldrichtig. Vom 19. bis 21. Juni präsentieren rund 1.000 Besitzer von amerikanischen Cabrios, Cadillacs, Pick-Ups, VW Käfern und Harley Davidson-Motorrädern ihre Lieblinge auf dem Eventzentrum Strohofer. Die schönsten Modelle werden von einer Fachjury prämiert.
Zum amerikanischen Road-Flair tragen natürlich auch die drei Live-Acts bei. Die Combos Boppin’B, The Scotty Bullock Trio und Rob Ryan Road Show werden Rock’n’Roll und Rockabilly aufs Parkett zaubern. Auf dem angrenzenden Campground kann gezeltet werden. Alle Infos zum Festival findet ihr hier.
Seht hier die Videopremiere zu ›Behind The Moon‹
Glowsun veröffentlichen das offizielle Video zu ihrer neuen Single ›Behind The Moon‹ aus ihrem Album BEYOND THE WALL OF TIME. Seht hier die exklusive Videopremiere.
Das französische Trio Glowsun, bekannt für seinen meist instrumentalen Psychedelic Rock, veröffentlicht am 26. Juni sein neues Album BEYOND THE WALL OF TIME.
Erneut strotzt ein Studiowerk der drei Männer aus Lille vor atmosphärischen Sounds und griffigen Rockriffs.
Tracklist:
1. Arrow of Time
2. Last Watchmaker’s Grave
3. Behind the Moon
4. Flower of Mist
5. Shadow of Dreams
6. Against the Clock
7. Endless Caravan
Seht hier das Video zu ›Behind The Moon‹:
Hört eine Alternativversion von ›Dead Flowers‹
Mit der alternativen Fassung von ›Dead Flowers‹ lassen uns die Rolling Stones einen weiteren Bonustrack ihres kommenden STICKY FINGERS-Reissues hören.
Nachdem sie bereits eine akustische Ausführung von ›Wild Horses‹ sowie eine längere Fassung von ›Bitch‹ veröffentlicht haben, stellen die Rolling Stones nun eine alternative Version von ›Dead Flowers‹ vor. Diese ist bluesiger und härter als das countryartige Original und kommt mit zusätzlichen Gitarrenparts daher. Alle drei Songs stammen von den Deluxe-Editionen von STICKY FINGERS, die am 5. Juni erscheinen werden.
Hier seht ihr das Video zur Alternativfassung von ›Dead Flowers‹:
Holt die Glam-Rocker in eure Stadt
Mötley Crüe lassen euch online abstimmen, wo ihre letzten Europashows überhaupt stattfinden sollen. Ende des Jahres spielt die Band ihr finales Konzert.
Mötley Crüe überlassen ihren Anhängern die Entscheidung, wo sie ihre abschließenden Konzerte in Europa geben werden. Über die Website www.demand.motley.com sowie über die sozialen Netzwerke mithilfe des Hashtags #demandthecrue kann jeder über seinen gewünschten Auftrittsort abstimmen.
Am 31. Dezember werden Mötley Crüe im Staples Center in ihrer Heimatstadt Los Angeles ihre Abschiedsshow spielen. In Europa sind bis dahin drei Auftritte fix, auf den Festivals Download (UK), Sweden Rock und Nova Rock in Österreich. Es liegt nun an euch, wo die Glam-Legenden sonst noch vorbeischauen werden. Als Special-Guest hat sich übrigens keine Geringerer als Alice Cooper angekündigt.
Hier seht ihr das Video zu Mötley Crües aktueller Single ›All Bad Things‹:



