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Gary Clark Jr. – THE STORY OF SONNY BOY SLIM

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gary clark jr story of sonny boy slimDer Gitarrist beweist seine Vielseitigkeit – und bleibt doch seinen Wurzeln in Blues und Soul treu.

Es lastet einiger Druck auf den Schultern von Gary Clark Jr. Wie wurde er doch gefeiert nach BLAK AND BLU von 2012? Wahlweise war er der Retter des Bluesrock oder der neue Jimi Hendrix. Er spielte mit den Rolling Stones und vor Präsident Barack Obama. Ziemlich viel für eine so junge Karriere. Doch Clark Jr. scheint mit hohen Erwartungen umgehen zu können. Lässig legt er auf seinem zweiten Werk los mit ›The Healing‹, einer Anbetung der Musik als spirituelle Kraft („It requires devotion from those who truly believe“). Clarks charakteristischer Gitarrensound ist da, virtuos, verzerrt, cool. Mit ›Grinder‹ entfacht er ein krachendes Bluesgewitter. In der Folge gräbt der Mann aus Texas ganz tief in der US-Musiktradition – und beweist, dass er nicht nur ein herausragender Gitarrist ist, sondern auch ein charismatischer Sänger. ›Our Love‹ kommt mit Bläsern, Geigen und Orgel daher und erinnert an Al Green. Die Soulklage ›Hold On‹ klingt nach Curtis Mayfield – und lässt unwillkürlich an die Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA denken, von der in letzter Zeit immer wieder zu hören war. Mit ›Shake‹ findet sich ein klassischer Vintage-Bluestrack auf THE STORY OF SONNY BOY SLIM. ›Wings‹ sammelt dann Stimmen im HipHop- und R’n’B-Lager, bevor Clark Jr. zum Discofunk von ›Can’t Sleep‹ auf die Tanzfläche lädt. Das abschließende ›Down To Ride‹ wirkt mit seinen schweren Synthesizern gar, als hätte Giorgio Moroder im Studio vorbeigeschaut. Eine bunte Mischung also, zusammengehalten von einer „zugrunde liegenden Stimmung des Glaubens und der Hoffnung“, wie Clark Jr. erklärt. Das sei schließlich alles, was zähle.

Stereophonics – KEEP THE VILLAGE ALIVE

stereophonicsSolides Handwerk: die Stereophonics setzen auf Altbewährtes.

Nein, neu erfunden haben sie sich nicht. Auch auf ihrem neunten Studioalbum bleiben die Stereophonics ihrem erdigen Sound treu. Mit der kernigen Kombi aus massiven Alternative-Rock-Gitarren gepaart mit poppigen Hooklines landet Frontmann und Songwriter Kelly Jones mit seinen Jungs seit über 20 Jahren regelmäßig in den britischen Charts. Für einen Top-10-Erfolg dürfte auch KEEP THE VILLAGE ALIVE reichen. Mit Unterstützung von Langzeit-Produzent Jim Lowe, der bereits drei ihrer Alben zum Erfolg verhalf, entstanden zehn neue Songs. Die raue Stimme von Jones verleiht den Stücken wie gewohnt eine ordentliche Portion Rotz. Dennoch: Die Ecken und Kanten von frühen Werken wie PERFORMANCE & COCKTAILS wurden über die Jahre abgeschliffen. Neben dem atem- aber harmlosen Opener ›C’est la vie‹ und dem treibenden ›Sunny‹ finden sich einige Feuerzeug-Balladen wie ›Song For The Summer‹ oder das pathetisch geratene ›My Hero‹ auf dem neuen Album. In ›Fight Or Flight‹ packt Jones seine Falsettstimme aus, die von opulenten Bond-Streichern von David Arnold umschmeichelt wird. Sicherlich kein Meilenstein, aber eine solide Rock-Platte, wie man sie von den Stereophonics nicht anders erwartet hätte.

Hollywood Vampires – HOLLYWOOD VAMPIRES

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Hollywood-Vampires-coverWenn Stars zusammen Spaß haben…

Die Ur-Version dieser Supergroup existierte bereits Ende der 60er. Damals waren illustre Stars wie John Lennon, Keith Moon, Jimi Hendrix, Alice Cooper und Jim Morrison dabei. Ihre Treffen fanden im legendären „Rainbow“-Club in L.A. statt. Allerdings machte man nur selten Musik. Die Hauptbeschäftigung der Promi-Clique bestand aus Quatschen und gemeinsamem Trinken.
Kürzlich erzählte der letzte Überlebende von damals seinem Freund, Kino-Liebling Johnny Depp, von den Vampires. Der war Feuer und Flamme und überredete Cooper, die Band wieder aufleben zu lassen. Mit Aerosmith-Gitarrist Joe Perry hatte man sogleich noch einen weiteren Verbündeten an Bord. Da dieses Mal die Musik im Vordergrund stehen sollte, trommelte das Trio einen Haufen Kumpels zusammen, mit denen man sich an die Aufnahmen eines Albums machte. Unter Mithilfe von unter anderen Dave Grohl, Paul McCartney, Joe Walsh, Slash, Robby Krieger und Brian Johnson nahm man elf Klassiker der goldenen Rock-Ära auf. Selbst der im Juni verstorbene Christopher Lee ist noch mit einem Spoken-Word-Beitrag dabei. Die Versionen von ›My Generation‹ (The Who), ›Whole Lotta Love‹ (Led Zeppelin) und ›Jeepster‹ (T.Rex) sind natürlich nicht besser als die Originale. Den Spaß, den die Stars bei ihrem gemeinsamen Projekt hatten, hört man allerdings jeder Note an. Demonstriert übrigens auch durch die beiden selbstgeschriebenen, augenzwinkernd morbid ›Raise The Dead‹ und ›Dead Drunk Friends‹ betitelten Nummern.

Text: Oliver Kube

Don Henley: Eagles-Gründer veröffentlicht Solo-Video

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don henleySeht hier das neue Video zu Don Henleys ›Take A Picture Of This‹.

Don Henley hat nicht nur unzählige Welterfolge mit den Eagles vorzuweisen. Auch seine mittlerweile fünf Studioalben und zwei Grammy-Auszeichnungen (sowie zwei weitere Nominierungen) umfassende Solokarriere hat mehr als bloße Achtung verdient.

Mit CASS COUNTY, bei dem er berühmte Unterstützung von Mick Jagger, Merle Haggard, Miranda Lambert, Martina McBride, Jamey Johnson, Alison Krauss, Vince Gill und Dolly Parton bekam, erscheint am 25. September sein erstes Werk seit 15 Jahren. Schon jetzt gibt Henley mit dem Video zu ›Take A Picture Of This‹ eine Kostprobe seines sanften Country-Stils.

Seht hier ›Take A Picture Of This‹:

Weitere Details zu CASS COUNTY findet ihr hier …

Eric Clapton: Live-Clip aus Geburtstagsshow veröffentlicht

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Eric Clapton stillAnlässlich seines 70. Geburtstags ist Eric Clapton in der Royal Albert Hall in London aufgetreten. Demnächst kommt der zugehörige Konzertfilm ins Kino.

„Eric Clapton: Live at the Royal Albert Hall – Slowhand At 70“ feiert die 50-jährige Karriere des Ausnahmegitarristen und seine Rückkehr in die legendäre Location, die wie ein Wohnzimmer ist für ihn. Mehr als 200 Mal hat Clapton bereits hier gespielt.

Am 14. September wird der Live-Mitschnitt mit zahlreichen Klassikern wie ›Layla‹ und ›Crossroads‹ in Kinos weltweit anlaufen. Mehr Infos dazu findet ihr hier. Als Vorgeschmack präsentiert Clapton nun schon einen Ausschnitt aus der Show.

Hier seht ihr Eric Clapton mit ›Cocaine‹ und den Trailer zu „Live at the Royal Albert Hall – Slowhand At 70“:

The Sword: München, Backstage (03.09.15)

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The Sword 2010Am Griff schärfer als an der Spitze.

Knapp zwei Wochen sind vergangen, seitdem die vier jungen Stoner-Herren von The Sword ihr neues Album HIGH COUNTRY veröffentlicht haben. Vor Beginn rätseln einige kundige Fans, was ihre Band mit den „doch so anderen“ neuen Sachen live an­­stellen werde. Nun, revolutioniert hat das neue Material die Darbietung von The Sword nicht, schließlich ließ man von all den mutigen elek­tronischen Klängen die Finger – jedoch würde das nach Ende des nicht ganz 100-minütigen Konzerts ohnehin nicht mehr das Hauptthema sein. Das kleinste der drei Häuser im Backstage ist komplett gefüllt mit einem Publikum, das sich anständig die Räumlichkeit geteilt hat. Die hintere Hälfte des Clubs gehört der üblichen pflicht- und geschmackbewussten Münchner Rock-Fan-Bevölkerung, die vordere einer Mannschaft bekutteter, headbangender Metaller. Sänger/Gitarrist J. D. Cronise und seine Mitmusiker schneiden sich wortlos ihren Weg durch die Schwüle der im Laden gespeicherten heißen Sommerluft, die heute auf den ersten Herbstregentag des Jahres trifft. Endzeitlich ist sie, die Stimmung. Perfekt passend also zu diesem Abend und dem kraftvollen, unfassbar komplexen doch zugleich strammen Instrumental-Doom-Gebaren der miteinander eingespielten Kollegen. Doch hat sich leider auch die Stimme von Cronise der in der Luft liegenden Vergänglichkeit angepasst. Schwächlich murmelt er die meiste Zeit, auf das Griffbrett seiner Les Paul konzentriert, am Mikrofon vorbei. Diese Schwäche trübt zwar die Freude mancher Besucher, reicht aber nicht aus, um die Begeisterung der meisten zu ersticken. The Sword sind eine fantastische Live-Band, nur dürfte ruhig auch weniger „gesungen“ werden, ist man sich nach einem Gleichgewichtssinn erschütternden Bass-Feedback und einem kurzen Zugaben-Set einig.

Scorpions: Coburg, Schlossplatz (21.08.15)

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Scorpions 2_Fotovermerk_Marc Theis promoDas Open-Air-Comeback des Sommers.

Flashback zum Wacken Open Air 2012: Die Scorpions befinden sich auf großer Farewell-Tour, bei der die Sanduhr noch fünf Monate anzeigt. Das damalige Showcase trägt den Untertitel „Last German Open Air Show“. Glücklicherweise kam der Abschied vom Abschied während des ursprünglich letzten Konzerts am 17.12.2012. Fans atmeten auf und die Band nahm sich in der Folgezeit eine verdiente Pause. Eine Frage, die seither heiß diskutiert wurde: Wo und wann spielen die Scorps ihr „erstes“ Konzert unter freiem Himmel in ihrem Heimatland? Die Antwort folgte im Dezember 2014: Zwei Open-Air-Konzerte sollen es 2015 werden – eines bei „Rock am Strand“ in Eckernförde und eines beim „Huk Open Air Sommer“ in Coburg. Da Ersteres aus produktionstechnischen Gründen abgesagt wurde, bekam die historische Location in Franken nicht nur das alleinige Freiluftspektakel von Schenker, Meine, Jabs & Co., sondern zusätzlich die Ehre des einzigen Deutschlandgigs 2015. Selbst der Wettergott über Coburg fühlte sich an diesem Freitag höchstwahrscheinlich gebauchpinselt, denn wo tags zuvor noch Regenwolken am Himmel standen, regiert am „Scorpions-Tag“ feinstes Sommerwetter. Als die 1965 von Rudolf Schenker gegründete Band gegen 21 Uhr die größte, jemals auf dem Schloßplatz aufgebaute Bühne entert, sticht der Stachel gleich mit dem Opener ›Going Out With A Bang‹ gefährlich scharf. Meines Stimme schneidet durch die Dämmerung und lässt auch den letzten am Bierstand merken, dass heute nicht gekleckert, sondern mächtig (und exzellent gemischt) geklotzt wird. Verschnaufpausen in der perfekt zusammengestellten Setlist, die auch ein cooles 70s-Medley, bestehend aus ›Top Of The Bill‹, ›Steamrock Fever‹, ›Speedy‘s Coming‹ und ›Catch The Train‹ beinhaltet, gibt es nur geschickt platziert für Klaus Meine und Riffmeister Schenker. Letzter scheint mit dem örtlichen Promoter einen Kilometergeld-Deal ausgehandelt zu haben: Rudolf rennt, springt und lässt die Windmühle wie in den wilden 80ern kreisen. Matthias Jabs hingegen bewegt sich lächelnd mit so viel Präzision über die Bretter wie mit seinen Fingern über sein Griffbrett – hier sitzt jeder Schritt und Ton! Pawel Maciwoda lässt sich hingegen von dem Trubel, der um ihm herum passiert, nicht aus der Ruhe bringen und zupft wie immer ultra cool seine Basslines. Nachdem gegen 23.00 Uhr mit ›Rock You Like A Hurricane‹ das erste deutsche Stelldichein der „50 Anniversary Tour“ endet, muss ein Teil der Scorpions schnell die Stachel packen, denn in Hannovers Peppermint Park Studios wartet ihre kommende Remasters-Serie auf ihre Fertigstellung – mehr dazu in CLASSIC ROCK #45.

Mark Lanegan: Stuttgart, Universum (18.08.15)

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marklaneganband_bluesfuneralgeneralusagephoto2Stimme aus der Unterwelt.

Wenn Mark Lanegan den Mund aufwacht, passiert etwas Unbeschreibliches. Ein Grollen dringt daraus hervor, eine dunkle, belegte Stimme, die selbst den fertigsten Blues-Crooner alt aussehen lässt. In Sachen Stimme eher Tom Waits als Nick Cave, in Sachen Musik eher Nick Cave auf einem Americana-Trip – der ehemalige Frontmann der Grunge-Legende The Screaming Trees hat seinen Namen als Solokünstler längst in Stein gemeißelt. Noch immer geht er mit seiner Band auf Tournee, um seine Ge­­schichten zu erzählen, ein Singer/Songwriter der morbiden Sorte, der auf PHANTOM RADIO zuletzt beinahe versöhnliche Töne anschlug.
400 Fans pilgern ins ausverkaufte Universum, um sich von dieser finsteren Prophetenstimme in den, je nach Schaffensphase, nächsten Traum oder Albtraum wiegen zu lassen. Mit ›Harvest Home‹, jener Blues-Fassung eines Grunge-Blueprints, beginnt es kantig und rockig, die Keyboards der englischen Wave-Ära werden an diesem Abend noch öfter zu hören sein. Seine Band spielt reduziert, aber dennoch wuchtig und verzerrt auf den Punkt, da wird selbst eine auf dem Album entspannt-elektronische Nummer wie ›No Bells On Sunday‹ zum morbiden Totentanz.
BLUES FUNERAL hat Lanegan mal ein Album genannt, wie gut das zu seiner Musik passt, zeigt ›Gray Goes Black‹ von besagtem Werk: Monoton und hypnotisch ist es, durchgehend derselbe Takt, dazu Post-Punk-Gitarren und diese kolossale Reibeisenstimme. Ja, einer wie Lanegan weiß zweifellos, wie man eine beschwörende Atmosphäre erschafft. Dann kommt ›Hit The City‹, dieser Drogenrausch in Songform, frenetisch bejubelt von einem offensichtlich glückseligen Publikum. So ist das eben bei Musikern, denen man nicht zugetraut hätte, die 30 zu knacken.
Heute ist er 50, in guter Verfassung und nicht unerfreut über die Anteilnahme. So genau kann man das bei einem wie ihm allerdings nie sagen. Das Stuttgarter Publikum hängt 90 Minuten lang gebannt an seinen Lippen, wiegt sich, tanzt, versinkt in den Songs. In dieser gewollten Monotonie fallen Stücke wie ›Floor Of The Ocean‹ vom aktuellen Album allerdings merklich ab. Zu viel sphärisches Electro-Geblubber, zu wenig Substanz. Das wiegt sein gern gespieltes Joy-Division-Cover von ›Atmosphere‹ in der Zugabe locker wieder auf. Wirklich beeindruckend.