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Start Blog Seite 773

Peter Kemper – Sgt. Pepper 100 Seiten

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Übersicht mit Weitblick.

Jetzt dürfen sich Sgt. Pepper und seine Kapelle der einsamen Her­­zen an eine – in ihrer heterogenen Mischung irgendwie skurrile und doch illustre – Reihe im Bücher­regal anlehnen. Als neuester Teil der programmatisch zutreffend titulierten „100 Seiten“-Serie von Reclam folgt nach kompakten Abhandlungen über David Bowie, die „Gilmore Girls“, Menschenrechte, Ötzi, Ovid, die deutsche Sprache, John F. Kennedy, Sex, „Twin Peaks“, die Reformation, die Antike und Jane Austen nun auch ein Büchlein über das 1967 erschienene Über-Proto-Album der damaligen Phantasieuniform- und Schnurrbartträger, die definitiv keine braven Pilzköpfe mehr waren. Die Buchreihe umfasst also eine im wahrsten Sinne kunterbunte Gesellschaft, die den Beatles sicher­­lich auch gefallen hätte – man denke an das Motiv für das Cover-Artwork von SGT. PEPPER’S LONE­LY HEARTS CLUB BAND. Dessen popkulturelle Bedeutung wird in „Sgt. Pepper. 100 Seiten“ von Peter Kemper übrigens auch, wie alle der Themenschwerpunkte, liebevoll, unterhaltsam und trotz des unumgänglich knappen Formats in angemessenem Umfang detailliert behandelt. Kemper bewältigt diese Hürde durch sein klug gewähltes Springen von historischen, makrosoziologischen Wechsel­wirkungen zwischen Gesellschaft und Künstler („Swinging London – Nabel der Welt“, „Hippie-Philosophie und psychedelische Heilsver­sprechen“, „Kul­turelle High-Gefühle oder die Erfindung der Nowness“) zu Mikro-Einblicken in den musikalischen, den technischen sowie kreativen Pro­duktionsprozess dieser vier Musiker und ihres Ideen-Dompteurs George Martin. Das bedeutet in den Worten des Autors: „Nie wieder live! – Abschied von der Beatlemania“ sowie „Die neuen Herren im Control Room“. Darüber hinaus gibt es eine von Peter Kemper überaus herzlich durchgeführte Untersuchung aller Songs des Albums, inklusive graphischer Über­sichten unter anderem über die eingesetzten Instru­mente, die Chronologie der Auf­zeich­nungen und natürlich auch über die Personen­konstellation auf dem längst legendären Cover.

7/10

Sgt. Pepper 100 Seiten
von Peter Kemper
Reclam

Motörhead: Lemmy-Soloalbum soll in diesem Jahr erscheinen

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lemmyNoch in diesem Jahr soll überraschend das posthume Soloalbum von Motörhead-Frontmann Lemmy Kilmister erscheinen.

Jim Voxx, Gitarrist von Skew Siskin, hat zusammen mit Ikone Lemmy Kilmister jahrelang an dessen Soloprojekt gearbeitet. 2017 soll es nun endlich zum Release kommen.

Der Plattform Metal Talk erzählte Voxx jetzt: „Wir befinden uns auf der Zielgeraden des Lemmy-Soloalbums. Trotzdem weiß ich noch nicht genau, wann es herauskommt, weil diese Entscheidung beim Management von Motörhead liegt. Deswegen dauert alles ein wenig, da Lemmy so Vieles hinterlassen hat und man sich erst mal einigen musste, wie man weiter vorgehen sollte. Die Veröffentlichung eilt also nicht wirklich, deswegen denke ich mal, dass es bis Ende diesen Jahres dauern wird“.

Insgesamt wurde zehn Songs komplett fertig aufgenommen, bevor der Frontmann der Legenden von Motörhead schwer krank wurde und schließlich im Dezember 2015 kurz nach seiner Krebsdiagnose verstarb.

Mötley Crüe: „The Dirt“ soll endlich verfilmt werden

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Nach ewigem Hin und Her wird Mötley Crües Chronik „The Dirt“ nun vielleicht von Netflix verfilmt.

Netflix wagt sich scheinbar an die Verfilmung der 2001 erschienenen Chronik mit dem Titel „The Dirt“, die von den Eskapaden und Exzessen von Mötley Crüe erzählt.

Schon seit mehreren Jahren ist die Verfilmung der Story geplant, jedoch scheinen immer wiederkehrende Probleme den Prozess zu behindern. „The Dirt“ habe bereits mehrere Studios und die Hände vieler Drehbuchautoren und Produzenten durchlaufen, doch nie kam es zu einer endgültigen Einigung.

Dies könnte sich jetzt jedoch ändern, wo die Filmplattform Netflix Interesse zeigt. Der Anbieter ist nicht an die mächtige MPAA gebunden und hätte deshalb bei der Umsetzung des Buches relativ viel Spielraum und einen Produzenten, der sich mit Skandal-Formaten auskennt: Jeff Tremaine ist durch Sendungen wie „Jackass“ oder „Bad Grandpa“ bekannt geworden und könnte genau der Richtige für den Job sein.

Mal sehen, ob wartende Crüe-Fans endlich beglückt werden oder ob das Projekt wieder um ein paar Jahre nach hinten geschoben wird.

Steve Stevens: Gitarren-Meister kommt und verspricht „großartige Überraschungen“!

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Seine Zusammenarbeiten mit Billy Idol, Michael Jackson, Vince Neil, Robert Palmer, sein Beitrag zum Soundtrack von „Top Gun“ sowie seine eigenen Werke sind legendär. Jetzt geht der große Steve Stevens zum allerersten Mal auf Solotour durch Europa!

Für insgesamt vier Shows kommt der Mega-Gitarrist im April nach Deutschland und in die Schweiz. Präsentiert werden euch diese ganz besonderen Termine von CLASSIC ROCK!

Steve Stevens live 2017:
07.04. Frankfurt, Batschkapp
08.04. Frankfurt, Musikmesse
09.04. Bochum, Zeche
14.04. CH-Zürich, Plaza

In einem Video wandte sich Steve jetzt an seine Fans. Darin verspricht er für seine Tour einige „großartige Überraschungen“. Seht hier selbst!

Unterstützt wird Stevens vom nicht minder talentierten Gitarrennachwuchs Gus G., der besonders für seine Arbeit mit Ozzy Osbourne bekannt ist. Auf dieser Tour wird er Stevens mit einem Akustik-Set begleiten und das Publikum mit einzelnen Gastauftritten erfreuen, wie er in seiner Video-Botschaft ankündigt:

Pink Floyd: THE DARK SIDE OF THE MOON-Mischpult für 1,8 Millionen Dollar versteigert

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Das Mischpult, auf dem Pink Floyd ihren Albumklassiker aufnahmen und das auch von Paul McCartney und Kate Bush benutzt wurde, hat einen neuen Besitzer gefunden.

Und das zu einem stolzen Preis: Ein anonymer Käufer legte 1,8 Millionen Dollar auf den Tisch, um sich das begehrte Stück zu sichern. Eigentlich war mit einem Erlös von $700.000 gerechnet worden.

Die Versteigerung der Konsole fand am 27. März 2017 in New York statt. Das Gerät EMI TG12345 MK IV ist vor allem dafür bekannt, dass es bei den Aufnahmen zu Pink FLoyds THE DARK SIDE OF THE MOON in den Abbey Road Studios zum Einsatz kam.

Außerdem vertrauten Paul McCartney and Wings, George Harrison, Ringo Starr, Kate Bush und The Cure auf das Mischpult.

Paul McCartney: Das Musikgenie im großen Exklusiv-Interview

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paul mccartneyGerade hat Paul McCartney sein Soloalbum FLOWERS IN THE DIRT von 1989 wiederveröffentlicht. Im Gespräch erzählt er uns von seiner damaligen Zusammenarbeit mit Elvis Costello und von seinen Erinnerungen an George Martin und John Lennon. Außerdem blickt der frühere Beatle in seine Kindheit zurück.

Ein großer Unterschied zwischen FLOWERS IN THE DIRT und den meisten deiner anderen Soloarbeiten ist, dass du ein Drittel des Albums zusammen mit Elvis Costello geschrieben hast. Wie kams?
Mein Management hatte die Idee dazu. Sie sagten: „Würdest du gerne mit Elvis Costello arbeiten? Er hätte Lust, wie schauts mit dir aus?“ Ich sagte mir, yeah, er ist aus Liverpool, wir haben viel gemein.

Wie lief die Zusammenarbeit?
Wir hatten eine großartige Zeit. Wir waren in meinem Studio in Sussex, es gibt da diesen Raum, der quasi mein Büro ist, in dem ich Anrufe entgegennehme und schreibe. Es lief etwa so, wie ich es damals mit John (Lennon) gemacht habe. Es ist großartig mit Elvis zu arbeiten und wir haben viel gelacht. Wir saßen uns gegenüber, so wie früher mit John. Jeder hatte eine Akustikgitarre, und da er Rechts- und ich Linkshänder bin, sah es aus, als wären wir das Spiegelbild des je anderen.

Auf dem Bonus-Videomaterial des FITD-Reissues sind du, Elvis und die Band auch beim Herumalbern während der Sessions zu beobachten. Hattet ihr viel Spaß zusammen?
Es muss diese albernen Momente geben, sonst kann es manchmal ein wenig zu intensiv werden, wenn du an etwas arbeitest. Und wir waren auch eine ziemlich lustige Band. Es ist gut, hin und wieder gemeinsam zu lachen, das löst die Spannung, ich mag es nicht, wenn die Dinge zu ernst laufen. Es geht darum, Spaß zu haben an der Musik.

Wie hast du deine damalige Band, mit der du auf Tour warst, zusammengestellt?
Nun, zunächst war da Hamish Stuart, der Teil der Average White Band war. Seine Stimme passt sehr gut zu meiner, ein wirklich guter Sänger mit einer Menge Soul. Chris Wetton, unser Drummer, stand mir bei einigen Jam-Sessions in London bei, in denen wir einige alte Rock’n’Roll-Sachen aufnahmen, die wir damals in Russland veröffentlichten. Und dann war da natürlich noch Linda. Ich sagte zu ihr: „Kannst du das, wieder in einer Band sein?“ Denn sie war echt großartig bei den Wings, auch wenn sie einige Kritik einstecken musste. Wir liebten es, zusammen zu sein, also machte sie mit. Dann gabs noch Robbie Macintosh, ein ausgezeichneter Gitarrist, ich hatte zuvor schon mit ihm gearbeitet. Komplettiert wurde das Line-up durch Paul Wickins, unseren Keyboarder, ein brillanter Musiker – er ist immer noch in meiner Band.

Ist es wahr, dass Elvis Costello dich dazu brachte, während der Aufnahmen wieder auf deinem berühmten Höfner-Bass zu spielen?
Ich hatte ihn eigentlich weggepackt. Ich dachte, ich sei ihm entwachsen, also benutzte ich einen moderneren Bass. Elvis schlug vor, dass wir ihn auf einem der Tracks einsetzen sollten, und seitdem spiele ich ihn wieder und er funktioniert besser und besser!

Der Song ›My Brave Face‹ ist einer deiner Live-Favoriten. Er hat einen ganz speziellen, melodischen McCartney-Bassstyle.
Yeah, aber ich glaube, auch das kam durch Elvis Costello, mit dem ich das Stück geschrieben habe. Als er sagte: „Wie wärs mit deinem Höfner-Bass, dem Beatles-Bass?“ Und ich sagte: „Ich kanns versuchen, aber er ist nicht gut darin, den Ton zu halten.“ Das liegt daran, dass er nicht sehr teuer war und ich ihn schon lange habe. Aber er meinte, er liebe den Sound und ich sollte es versuchen. Ich sagte, „yeah sure“, probierte es, und es lief großartig. So ist dieses Riff im Song entstanden. Mittlerweile habe ich übrigens ein wenig am Höfner rumgeschraubt, jetzt ist er perfekt.

Black Star Riders: Weiteres Konzert in Deutschland!

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CLASSIC ROCK präsentiert ein weiteres Konzert der Black Star Riders in Freiburg.

Die Black Star Riders haben ein zweites Headliner-Konzert in Deutschland angekündigt.

Zusätzlich zu ihrer Show am 31. Mai in Nürnberg im Hirsch wird die Allstar-Combo mit ehemaligen Mitgliedern von Thin Lizzy am 21. Juni in Freiburg im Jazzhaus auftreten und ihr neuestes Album HEAVY FIRE live vorstellen.

Außerdem kann man die Black Star Riders auch im Vorprogramm von Foreigner erleben:

24.05. Düsseldorf, Mitsubishi-Electric-Halle
25.05. Frankfurt, Jahrhunderthalle
28.05. Berlin, Tempodrom
29.05. Dresden, Junge Garde
30.05. Leipzig, Parkbühne
02.06. Rostock, HanseMesse
03.06. Hamburg, Mehr!Theater

Gareth Murphy – Cowboys & Indies

cowboys indiesOdyssee über die Meere der Musikgeschichte.

„Cowboys & Indies“ ist eine interkontinentale Reise durch die verzweigten Pfade der Platten- und Musikindustrie. Autor und Szene-Insider Gareth Mur­­phy beleuchtet die Branche aus ungewohntem Blickwinkel und erhellt das Treiben der Strippenzieher hinter den Stars und Sternchen: die „Record Men“, wie er sie nennt, die Talentscouts und Label-Pioniere von Capitol, Elektra und Co., die personifizierten Spürhunde des Show­business stehen im Fokus.

Beginnen lässt er seinen Trip bei den frühesten Anfängen der Medienge­schichte und der Popmusik und nähert sich von da an der Gegenwart: Von der Erfindung des Phonographen bis hin zu Schellack, Vinyl und CD wird nichts ausgelassen. Blues, Jazz oder New Wave sind ebenso Thema wie Elvisfieber oder Beatlemania. Hauptgrund für den Zickzack-Kurs ist das Interesse an der historischen Genese der Musikbranche. Die soziokulturelle Detailtreue soll dem Leser als Brücke zum Ver­­ständnis der heutigen Verhältnisse dienen. Im „musicbiz“ herrsche ein hegemoniales Prinzip, durch das immer wieder Trends und Gegentrends ausgehandelt, festgeklopft und zersprengt werden.

Auch der Buchtitel spielt auf diesen ambivalenten Kosmos an und liefert eine pointierte Metapher für die ewige Diskussion um Major versus Indie. Die reflektierte Grundidee der Abhandlung ist höchst löblich, legt der Konzentrationsspanne jedoch hier und da kleine Steine in den Weg. Zwar lockert Murphy seine Aus­führungen sporadisch mit Anekdoten auf, trotzdem wirken manche Passagen aufgrund ihrer hohen Informationsdichte etwas anstrengend. Dennoch ist der Schinken insbesondere für Thema-Interessierte sehr empfehlenswert.

„Cowboys & Indies“ ist eine Fusion aus spritzigem Geschichtsbuch und genreübergreifender Revue, die das große Ganze der Musikindustrie im Blick hat. Ganz nach der Devise: Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegen­wart verstehen.

7/10

Cowboys & Indies
Von Gareth Murphy
Heyne Hardcore