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Neuerscheinungen: Ab heute im Plattenladen

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foo fighters 2017Das kann sich doch hören lassen: Die neuen Alben zum Wochenende kommen von den Foo Fighters, Ringo Starr, den Prophets of Rage und Gizmodrome.

Die Foo Fighters sind zurück – mit ihrer technisch inspiriertesten und stilistisch ambitioniertesten Platte des bisherigen Jahrtausends. Hier ist der Clip zu ›The Sky Is A Neighborhood‹:

Hier findet ihr die Review zu CONCRETE AND GOLD…

›We’re On The Road Again‹ – Beatles-Drummer Ringo Starr hat Spaß:

Hier findet ihr die Review zu GIVE MORE LOVE…

Weniger Spaß, dafür aufrüttelnde Botschaften gibt’s auf dem Debütalbum der Prophets of Rage und ihrer Single ›Living On The 110‹:

Hier findet ihr die Review zu PROPHETS OF RAGE…

Gizmodrome, die Allstar-Band mit Mitgliedern von Police, King Crimson und Level 42, stellt uns ihren neuen Song ›Man In The Mountain‹ vor:

Hier findet ihr die Review zu GIZMODROME…

Foo Fighters – CONCRETE AND GOLD

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foo fighters concreteDer Name passt.

Fisch oder Fleisch, Kunst oder Krempel, Gold oder Beton? Selten fällt es so schwer, ein Album einzuordnen, wie CONCRETE AND GOLD. Schuld daran ist in allererster Linie Dave Grohl, der im Vorfeld der Veröffentlichung kaum Informationen zur neunten Foo-Fighters-Studioplatte preisgeben wollte. Doch ließ er verlauten, er habe das größte Foo-Fighters-Album aller Zeiten machen wollen, „eine Motörhead-Version von SGT. PEPPER oder so etwas in der Art“. Zu diesem Zweck holte man sich obendrein Greg Kurstin als Produzenten. Das ist der Mann, der sonst Adele, Pink und Kelly Clarkson die Millionen-Hits auf die Leiber schneidert. Das ganze Unterfangen ist, in seinen Planungsausmaßen jedenfalls, schon mal ordentlich größenwahnsinnig und schizophren. Nach derartigen Ansagen hält man während der elf neuen Stücke permanent die maximal geniale Komponisten-Achse Lemmy-Lennon-McCartney als Maßstab parat und… die Foo Fighters bestehen den Vergleich natürlich nicht. Das ist allerdings keine Schande, und immerhin haben sie hier ihre technisch inspirierteste und stilistisch ambitionierteste Platte des bisherigen Jahrtausends geschaffen. Insgesamt ist CONCRETE AND GOLD zwar eine Zusammenfassung ihres gesamten Songwriting-Repertoires in all seinen dynamischen Abstufungen von ›Next Year‹ bis ›White Limo‹, oft sogar innerhalb ein und desselben Songs (›Run‹, ›T-Shirt‹). Neu allerdings sind vor allem verquerere Song-Strukturen und Gaga-Akzente der Sorte Queen (›La Dee Da‹, ›Make It Right‹) – beides schreit nach Taylor Hawkins‘ Solohandschrift. Eine weitere Neuerung sind Sound-Experimente sowohl in Richtung geschmackvoller Überproduktion wie meilenhohe Chorwände (›The Sky Is A Neighborhood‹, ›Concrete And Gold‹), als auch puristischer Raumklang, so weit wie in der Abbey Road. Apropos, Grohl hat sich dann noch einen kleinen Knicks vor ›Blackbird‹ erlaubt (›Happy Ever After‹) und konnte sich nicht verkneifen, dem Album einen Schlussakkord zu verpassen, der den von ›A Day In The Life‹ um sechs Sekunden übertrifft. Am Ende ist CONCRETE AND GOLD für den neutralen Betrachter wohl nicht „entweder oder“ und auch nichts „dazwischen“, sondern „sowohl als auch“. Für den Foo-Fighters-Fan: pures Gold.

ohne Wertung

Foo Fighters
CONCRETE AND GOLD
SONY

Gizmodrome – GIZMODROME

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Allstar-Band mit Mitgliedern von Police, King Crimson und Level 42. Zappa lässt grüßen.

Stewart Copeland (The Police), Adrian Belew (King Crimson), Mark King (Level 42) und Vittorio Cosma bilden Gizmodrome, eine neue Allstar-Band, deren Musik ebenso bunt leuchtet wie die Lebensläufe der vier Beteiligten. Die Musiker nennen ihr stilistisches Gebräu „Progressive Punk Rock“ und treffen damit – hinsichtlich Attitüde und anarchischer Grund ausrichtung – den Nagel durchaus auf dem Kopf. Andererseits fällt einem sofort der Name Frank Zappa ein, hört man diese skurrile Mixtur aus an spruchsvoller Rockmusik und avantgardistischen Gesangsparts. Das Ziel ist so zu spielen, als sei man 16-jährige Jungs, ohne Regeln und Bindung, erklärte Copeland im Vorfeld der Veröffentlichung und fühlte sich vermutlich an die Frühphase seiner eigenen Karriere erinnert. Fakt ist: Mit musikalischen Schablonen, vorgefassten Meinungen und konventionellen Erwartungen kommt man bei Gizmodrome nicht allzu weit. Für diese Scheibe – es ist die erste der Band – braucht der Hörer künstlerischen Weitblick, Spaß am Experimentellen und ein möglichst ausgeprägtes Bewusstsein für die Geschichte der Rockmusik. Denn ähnlich wie bei Zappa (dieser Name muss einfach ein weiteres Mal fallen) sind auch Copeland und Belew kreative Freigeister, die nur das Außergewöhnliche wirklich zufriedenstellt.

7/10

Gizmodrome
GIZMODROME
EARMUSIC/EDEL

Ringo Starr – GIVE MORE LOVE

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Ringo hat das Spaßmachen nicht verlernt.

Wer zuletzt Paul McCartney live gesehen hat, der kommt nicht umhin festzustellen, dass der Ex-Beatle stimmlich vor allem in den hohen Lagen nicht mehr an alte Tage heranreicht. Sein einstiger Bandkollege, der am 7. Juli immerhin 77 Jahre alt wurde, hat mit seinen Gesangskünsten indes überhaupt kein Problem – ganz einfach, weil der Stimmumfang von Ringo Starr ohnehin schon immer eingeschränkt war. Deswegen klingt Ringo so, wie er immer geklungen hat. Und auch sonst hat sich seit den Tagen, als der Beatles-Drummer im Film wie auch auf Platte den immer gut gelaunten Spaßvogel gab, im Grunde wenig geändert. Auch auf seinem mittlerweile 19. Studioalbum verbreitet er unbändig gute Laune – und das soll bitte nicht als Kritik verstanden werden. Es macht einfach – und immer noch – Spaß, ihm und seiner traditionell illustren Gästeschar (unter anderem Steve Lukather, Peter Frampton, Joe Walsh, Dave Stewart und natürlich auch Paul) zuzuhören; wie einst bei ›Yellow Submarine‹ oder ›Octopus‘s Garden‹ zaubert Ringo beim Hörer ein Lächeln hervor – nur dass die neuen Songs nicht diese Klasse haben. Aber sei‘s drum, GIVE MORE LOVE ist unterm Strich ein unterhaltsames Album, auch wenn man sich bei der Neuaufnahme des einst gemeinsam mit George Harrison fürs RINGO-Album (1973) geschriebenen Songs ›Photograph‹ gewünscht hätte, dass die heute umso traurigere Botschaft des Stücks mit etwas mehr Memento Mori interpretiert worden wäre. Aber hey, es ist Ringo und nicht Johnny Cash.

5/10
Dietmar Schwenger

Ringo Starr
GIVE MORE LOVE
ROCCABELLA/UNIVERSAL

Prophets Of Rage – PROPHETS OF RAGE

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prophets of rageStaatsfeind Nr. … 783?

Hach, was waren das noch für Zeiten, als man fast spüren konnte, wie Rage Against The Machine oder Body Count die Eckpfeiler öffentlicher Meinung verschieben halfen. Und heute? Ist Protest zwischen oberflächlicher Pose, massenmedialer Verunglimpfung und felsenfest verankerten Machtverhältnissen so ziemlich verpufft. Daran können leider auch die Prophets Of Rage nichts ändern, die sich aus drei Vierteln von RATM, zwei Sechsteln Public Enemy und Nasal-Rap-König B-Real von Cypress Hill zusammensetzen. Weswegen sie vielleicht zumindest musikalisch erst gar nicht so heftig zuschlagen, wie man es vermuten könnte. Statt Magenschwingerriffs, sägender Gi­­tarrenläufe und beißender Aggro-Rhymes findet man hier ordentliche Grooves, die im Härtegrad eher an Living Colour erinnern. Catchy ist das Ganze trotzdem, doch das Salz in der Suppe findet man, wenn man sich mit den Texten auseinandersetzt. Hier ist die geballte Intelligenz dieser illustren Truppe zu hören, die sich mit aller Macht gegen die traurige Realität stemmt. Scha­de nur, dass besagte Realität davon herzlich wenig Notiz nehmen wird. Wer sich gleichzeitig auskotzen und dabei die Nackenmuskulatur trainieren will, wird hier aber auf jeden Fall glücklich.

6/10

Prophets Of Rage
PROPHETS OF RAGE
CAROLINE/UNIVERSAL

Aktuelle Ausgabe: Das erwartet euch im neuen CLASSIC ROCK MAGAZIN

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Black Country Communion: Das Comeback der Supergroup

Glenn Hughes, Joe Bonamassa, Derek Sherinian und Jason Bonham: Vier begnadete Musiker, denen die Welt seit dem gemeinsamen Debütwerk zu Füßen liegt. Dennoch gingen die Mitglieder von Black Country Communion nach dem dritten Album getrennte Wege – final, wie es zunächst schien.

Mit BCCIV erscheint jetzt aber doch ein neues Werk, warum und weshalb, erklärte uns das komplette Quartett in Los Angeles. Und auch, was es mit der Trennung und gewissen Twitter-Scharmützeln auf sich hatte, die für böses Blut sorgten.

Es sind ungeschönte Innenansichten einer Band, die sich letztlich richtig entschieden hat – für die gemeinsame Musik. Alles andere wäre auch wirklich unverzeihlich gewesen.

Das neue Heft ist ab dem 21. September im Handel erhältlich. Hier könnt ihr euch schon jetzt die neue Ausgabe online und versandkostenfrei bestellen …

foo fighters 2017Foo Fighters: Dave Grohl über das neue Album CONCRETE AND GOLD
In einer Abstellkammer der kalifornischen Metropole trafen wir Dave Grohl. Und sprachen mit ihm nicht nur über das neue Album CONCRETE AND GOLD, sondern auch über Beinbrüche, seine Mutter, Überraschungsgäste, das Altern und das Nichtstun. In ungefähr dieser Reihenfolge.

Led Zeppelin: mehr Harmonie!
Bis 1970 hatten die Herren Luftschiffer zwei Alben mit epochalem Bluesrock veröffentlicht – und planten einen Tapetenwechsel: Mit LP Nummer III lebten vor allem Page & Plant ihr Faible für Folk-Harmonien aus. Was nicht alle super fanden. Wir sagen: tolles Album!

Kadavar: Berlin!
… war der Treffpunkt mit den drei derzeit wichtigsten Retro-Rockern der Republik. Denn dort sind sie zuhause – alles andere wäre ja auch Wahnsinn. ROUGH TIMES heißt das neue Werk, aufgenommen im frisch fertiggestellten eigenen Studio in der Sonnenallee. Treten Sie ein!

marilyn manson 2017Marilyn Manson: Hölle!
HEAVEN UPSIDE DOWN heißt das neue Werk, und einmal höllisch in Fahrt gekommen, ist der Mann kaum zu stoppen: Brian Warner alias Marilyn Manson spricht über die Vorhersehbarkeit des Wortes „fuck“ – und gefühlt 173 weitere Dinge, die ihm durch die Rübe rauschen. Sehr aufschlussreich!

darkness 2017The Darkness: mehr Ironie!
Wenn Justin Hawkins das neue Werk PINEWOOD SMILE als das bisher „zweithalbbeste Album“ der Band bezeichnet, blitzt seine ironische Ader auf. Dabei ist ihm der Rock‘n‘Roll so wichtig wie eh und je, wie er im Gespräch deutlich macht. Kein Witz!

Außerdem mit dabei: AC/DC, Gizmodrome, Ten Years After, Lynyrd Skynyrd, Glen Campbell u.v.m.

Wie immer inklusive CD im Heft, u.a. mit Songs von Black Country Communion, Voodoo Six, Terry Hoax, The Whiskey Foundation und Alter Bridge.

Das neue Heft ist ab dem 21. September im Handel erhältlich. Hier könnt ihr euch schon jetzt die neue Ausgabe online und versandkostenfrei bestellen …

The Rolling Stones: Die besten Fotos vom Konzert in München

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Am Dienstag gaben die Rolling Stones ihr zweites von drei Konzerten in Deutschland. In unserer großen Bilder-Galerie gibt’s Fotos von der Show zu sehen.

Rund 70.000 Fans waren ins Münchner Olympiastadion gepilgert, um ihre Helden dort – vielleicht ein letztes mal? – live zu sehen. Und es zeigte sich: Auch mit Mitte 70 wissen Mick Jagger, Keith Richards, Ron Wood und Charlie Watts noch, wie man das Publikum auf seine Seite zieht.

Zu infernalischem rotem Licht starteten die Rolling Stones mit ›Sympathy For The Devil‹. Ab da hagelte es Klassiker auf Klassiker. Am Ende waren zwei Wörter auf den Bühnen-Leinwänden zu lesen: Bis bald. Wollen wir’s hoffen!

Bildergalerie: Die Rolling Stones live in München:[slideshow_deploy id=’64244′]

Fotos: Frank Witzelmaier

Hüsker Dü: Drummer Grant Hart mit 56 gestorben

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Hüsker Dü-Schlagzeuger Grant Hart ist im Alter von 56 Jahren verstorben.

Laut einem Bericht von Variety starb Schlagzeuger und Songwriter Grant Hart heute im Alter von 56 Jahren.

Hart hatte 1979 gemeinsam mit Bob Mould und Greg Norton die extrem einflussreichen Hüsker Dü gegründet, die dem Hardcore Punk mit ihrem Gespür für Melodien die Pforten zum Alternative Rock öffneten. Neben seinem Job am Schlagzeug erfüllte er dort ebenso eine wichtige Rolle im Songwriting. Nach der Trennung der Band 1988 war Hart auch solo als Sänger und Gitarrist aktiv.

Grant Hart, der zu den großen Vorbildern von späteren Musikern wie beispielsweise Nirvana-Drummer und Foo Fighters-Sänger Dave Grohl zählt, litt an einer Krebserkrankung.

Mit diesen Worten äußerte sich Bob Mould zum Tod seines Weggefährten:

Trailer der Dokumentation „Every Everything: The Music, Life & Times Of Grant Hart“: