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Ringo Starr – GIVE MORE LOVE

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Ringo hat das Spaßmachen nicht verlernt.

Wer zuletzt Paul McCartney live gesehen hat, der kommt nicht umhin festzustellen, dass der Ex-Beatle stimmlich vor allem in den hohen Lagen nicht mehr an alte Tage heranreicht. Sein einstiger Bandkollege, der am 7. Juli immerhin 77 Jahre alt wurde, hat mit seinen Gesangskünsten indes überhaupt kein Problem – ganz einfach, weil der Stimmumfang von Ringo Starr ohnehin schon immer eingeschränkt war. Deswegen klingt Ringo so, wie er immer geklungen hat. Und auch sonst hat sich seit den Tagen, als der Beatles-Drummer im Film wie auch auf Platte den immer gut gelaunten Spaßvogel gab, im Grunde wenig geändert. Auch auf seinem mittlerweile 19. Studioalbum verbreitet er unbändig gute Laune – und das soll bitte nicht als Kritik verstanden werden. Es macht einfach – und immer noch – Spaß, ihm und seiner traditionell illustren Gästeschar (unter anderem Steve Lukather, Peter Frampton, Joe Walsh, Dave Stewart und natürlich auch Paul) zuzuhören; wie einst bei ›Yellow Submarine‹ oder ›Octopus‘s Garden‹ zaubert Ringo beim Hörer ein Lächeln hervor – nur dass die neuen Songs nicht diese Klasse haben. Aber sei‘s drum, GIVE MORE LOVE ist unterm Strich ein unterhaltsames Album, auch wenn man sich bei der Neuaufnahme des einst gemeinsam mit George Harrison fürs RINGO-Album (1973) geschriebenen Songs ›Photograph‹ gewünscht hätte, dass die heute umso traurigere Botschaft des Stücks mit etwas mehr Memento Mori interpretiert worden wäre. Aber hey, es ist Ringo und nicht Johnny Cash.

5/10
Dietmar Schwenger

Ringo Starr
GIVE MORE LOVE
ROCCABELLA/UNIVERSAL

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