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    Review: Foo Fighters – CONCRETE AND GOLD

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    Review: Foo Fighters – CONCRETE AND GOLD

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    foo fighters concreteDer Name passt.

    Fisch oder Fleisch, Kunst oder Krempel, Gold oder Beton? Selten fällt es so schwer, ein Album einzuordnen, wie CONCRETE AND GOLD. Schuld daran ist in allererster Linie Dave Grohl, der im Vorfeld der Veröffentlichung kaum Informationen zur neunten Foo-Fighters-Studioplatte preisgeben wollte. Doch ließ er verlauten, er habe das größte Foo-Fighters-Album aller Zeiten machen wollen, „eine Motörhead-Version von SGT. PEPPER oder so etwas in der Art“. Zu diesem Zweck holte man sich obendrein Greg Kurstin als Produzenten. Das ist der Mann, der sonst Adele, Pink und Kelly Clarkson die Millionen-Hits auf die Leiber schneidert. Das ganze Unterfangen ist, in seinen Planungsausmaßen jedenfalls, schon mal ordentlich größenwahnsinnig und schizophren. Nach derartigen Ansagen hält man während der elf neuen Stücke permanent die maximal geniale Komponisten-Achse Lemmy-Lennon-McCartney als Maßstab parat und… die Foo Fighters bestehen den Vergleich natürlich nicht. Das ist allerdings keine Schande, und immerhin haben sie hier ihre technisch inspirierteste und stilistisch ambitionierteste Platte des bisherigen Jahrtausends geschaffen. Insgesamt ist CONCRETE AND GOLD zwar eine Zusammenfassung ihres gesamten Songwriting-Repertoires in all seinen dynamischen Abstufungen von ›Next Year‹ bis ›White Limo‹, oft sogar innerhalb ein und desselben Songs (›Run‹, ›T-Shirt‹). Neu allerdings sind vor allem verquerere Song-Strukturen und Gaga-Akzente der Sorte Queen (›La Dee Da‹, ›Make It Right‹) – beides schreit nach Taylor Hawkins‘ Solohandschrift. Eine weitere Neuerung sind Sound-Experimente sowohl in Richtung geschmackvoller Überproduktion wie meilenhohe Chorwände (›The Sky Is A Neighborhood‹, ›Concrete And Gold‹), als auch puristischer Raumklang, so weit wie in der Abbey Road. Apropos, Grohl hat sich dann noch einen kleinen Knicks vor ›Blackbird‹ erlaubt (›Happy Ever After‹) und konnte sich nicht verkneifen, dem Album einen Schlussakkord zu verpassen, der den von ›A Day In The Life‹ um sechs Sekunden übertrifft. Am Ende ist CONCRETE AND GOLD für den neutralen Betrachter wohl nicht „entweder oder“ und auch nichts „dazwischen“, sondern „sowohl als auch“. Für den Foo-Fighters-Fan: pures Gold.

    ohne Wertung

    Foo Fighters
    CONCRETE AND GOLD
    SONY

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