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TV-Tipp: Die Dokumentation „Soviet Hippies“ auf Arte sehen

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Am 17. November um 22:40 Uhr läuft der Dokumentarfilm „Soviet Hippies“ auf Arte.

Wer an Hippies denkt, der hat oft Woodstock vor Augen, San Francisco oder vielleicht auch die deutsche Kommune 1 um Rainer Langhans… irgendetwas Westliches jedenfalls. Doch auch in der Sowjetunion existierte in den 60er Jahren eine Gegenkultur, die trotz des sozialistischen Regimes ihre hippiesque Lebensweise durchsetzen wollte.

Der Dokumentarfilm „Soviet Hippies“ erzählt die Geschichte der dahinter steckenden Menschen aus heutiger Perspektive. Filmemacherin Terje Toomistu traf den inzwischen zu „Althippies“ herangereiften Nukleus der Bewegung und lässt diese Menschen ihre aufregenden Geschichten von bewusstseinserweiternden Drogen, heimlichen Konzerten, sexueller Freiheit und dem Leben in einer geächteten Gegenkultur erzählen.

Der Film läuft am Freitag, den 17. November um 22:40 Uhr auf Arte.

Hier den Trailer zu „Soviet Hippies“ sehen:

The Weight – THE WEIGHT

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The Weight The Weight

Lieder für die Lavalampe.

Willkommen in den 60ern und 70ern: Das Debütalbum der Wiener Retro-Rocker The Weight katapultiert uns gleich mal vier, fünf Jahrzehnte zurück. Vertonte Schlaghosen und Plateauschuhe quasi, eine runde Mischung aus Blues, Rock und Psychedelic, die wie eine Lavalampe blubbert und bewusstseinserweiternd wirken kann. Das ist selbstverständlich kein bisschen innovativ, hat aber Seele und Charme und wirkt handwerklich wie auch produktionstechnisch sehr professionell. Die Truppe um Frontmann Tobias Jussel klingt sehr amerikanisch, wie schon die kräftige, knackige, zum Mitwippen einladende Eröffnungsnummer ›Hard Way‹ ankündigt. Dieses Versprechen lösen die Österreicher im Verlauf der Platte mit Dreiminütern wie ›Money Ain’t For Nothing‹ und der ersten Single ›Trouble‹ ein. Auf der anderen Seite beherrschen sie aber auch eine acht Minuten lange Psychedelic-Orgie wie ›Hammer, Cross & Nail‹, die sich durch ausufernde Instrumentalpassagen auszeichnet, aber nie langweilig wird. Zeitreisen können ja so aufregend sein.

7/10

The Weight
THE WEIGHT
HEAVY RHYTHM & ROLL RECORDS/ROUGH TRADE

Mavis Staples – IF ALL I WAS WAS BLACK

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Mavis Staples If All I Was Was Black

Brückenbauen mit Jeff Tweedy.

Menschen sterben, weil sie anders aussehen, Kugeln zerreißen alles, was ihnen im Weg steht, Eltern verlieren ihre Kinder: Mavis Staples taucht ganz tief ein in die Ängste einer verunsicherten Nation, erzählt von den Kämpfen, die Schwarze und Minderheiten generell im Amerika von heute Tag für Tag zu bestehen haben. Sie tut das in nicht selten harten, immer reflektierten Songs zwischen Soul, Funk und Blues. Entstanden sind die Stücke zusammen mit Songschreiber, Produzent und Wilco-Sänger Jeff Tweedy, der auf einem der Stücke, ›Ain’t No Doubt About It‹, im Duett mit Staples zu hören ist.

IF ALL I WAS WAS BLACK ist ein politisches, gesellschaftlich engagiertes Album, es atmet den Geist der „Black Lives Matter“-Bewegung und fängt das Gefühl ein, in einer gespaltenen Nation zu
leben, in der die verschiedenen Ethnien und gesellschaftlichen Klassen den Kontakt zueinander mehr und mehr verlieren zu scheinen: „Lonely in the land of the free.“ Staples ist durchaus in der Lage, scharf auf rassistische Anfeindungen zu reagieren – „I have a mind to bury them whole, when they go low“, singt sie, oder: „There’s evil in the world and there’s evil in me“ –, die einzig mögliche, die große Antwort gibt sie aber im hüpfenden Titelstück: „It’s time for more love.“ Liebe und Inklusion statt Ausgrenzung und Angst. „Gonna build a bridge all over the ocean so you can walk right over to me“, heißt es an anderer Stelle. Es sollten einfach mehr Leute Mavis Staples hören.

8/10

Mavis Staples
IF ALL I WAS WAS BLACK
ANTI/INDIGO

Iron Maiden – THE BOOK OF SOULS – LIVE CHAPTER

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Iron Maiden The Book Of Souls Live Chapter

Einmal um die Welt mit den Eisernen Jungfrauen.

Welche Heavy-Metal-Band hat die meisten Live-Alben veröffentlicht? Das wäre eine prima Frage für ein Pub-Quiz. Iron Maiden sind auf jeden Fall ein heißer Anwärter für die richtige Antwort. Acht offizielle Live-Scheiben haben die Eisernen Jungfrauen bereits rausgehauen. Und die neunte folgt sogleich: THE BOOK OF SOULS – LIVE CHAPTER dokumentiert die vor kurzem beendete Welttournee der Engländer. Die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer erneuten Live-Veröffentlichung stellt sich einem Maiden-Jünger nicht. Der legt sich ohnehin alles von seinen Lieblingen zu. Zumal die mit schönen Artworks gestalteten Maiden-Platten das Herz eines jeden Sammlers höher schlagen lassen – vor allem auf Vinyl. Das ist beim neuesten Werk nicht anders.

Einen Neuwert bilden sechs Songs des aktuellen Studio-Albums. Neben den üblichen Klassikern wie ›The Trooper‹, ›The Number Of The Beast‹ oder ›Fear Of The Dark‹ gibt es die selten auf Live-Langspielern vertretenen Stücke ›Powerslave‹ und ›Death Or Glory‹ zu hören. Fast jedes der 15 Lieder ist an einem anderen Ort mitgeschnitten worden. Die Platte fängt mit ›If Eternity Should Fail‹ in Sydney an und endet mit ›Wasted Years‹ in Rio de Janeiro. Dazwischen gibt es Aufnahmen aus Breslau, Triest oder vom Wacken Open Air. Steve Harris muss eine Ewigkeit daran gesessen haben, das passende Material auszusuchen. Immerhin haben Maiden auf ihrer Tournee 39 Länder bereist. Zusammen mit Tony Newton hat der Bandgründer die Platte produziert. Dabei ist es dem Duo gelungen, einen einigermaßen einheitlichen Sound hinzubekommen. Das Schlagzeug- und der Bass sind allerdings etwas dünn abgemischt. Dafür ist das Live-Erlebnis gut eingefangen – kleinere Spielfehler und Klangschwankungen inbegriffen.

Sänger Bruce Dickinson liefert eine überzeugende Darbietung ab, auch wenn er hin und wieder Probleme hat, die höheren Tonlagen zu treffen. Was angesichts seiner 59 Jahre und dem vorausgegangenen Kehlkopfkrebs kein Wunder ist. Bis auf die erwähnten kleineren Schwächen gibt es an THE BOOK OF SOULS – LIVE CHAPTER wenig auszusetzen. An die Klasse von Krachern wie LIFE AFTER DEATH oder ROCK IN RIO kommt es aber nicht heran.

8/10

Iron Maiden
THE BOOK OF SOULS – LIVE CHAPTER
PARLOPHONE/WARNER

Text: Matthias Bossaller

Jeff Lynne’s ELO – WEMBLEY OR BUST

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ELO Wembley Or Bust

Euphorie im dritten Frühling.

Viel hatte es nicht gebraucht, um Jeff Lynne davon zu überzeugen, seine jahrzehntelange Bühnenaversion zu überdenken. Als er 2014 nach 25 Jahren Live-Abstinenz im Hyde Park auftrat und begeistert empfangen wurde, verkündete er schon nach dem ersten Lied: „We‘re definitely doing this again!“ Dieses Ver sprechen hat er gehalten. Nach dem gelungenen Co meback-Album ALONE IN THE
UNIVERSE 2015 gab es mehrere Konzerte (von einer echten Tour kann man gleichwohl noch nicht sprechen), die im vergangenen Juni in einem umjubelten Auftritt im Wembley Stadium gipfelten. Dass dabei Hit an Hit gereiht wurde, versteht sich von selbst. Ebenso wenig sollte überraschen, dass diese Show von ab solutem Perfektionis mus geprägt ist. Was den Nebeneffekt hat, das Audiodokument zu einer fast belanglosen Sache zu degradieren, denn abgesehen von ein bisschen Publikumsjubel sind kaum Unterschiede zu den Studiofassungen festzustellen. Der beigelegte Konzertfilm ist hier die wahre Attraktion: Das opulente Bühnenbild, spektakuläre Effekte und vor allem die perfekt eingefangene Atmosphäre aus maximal ausgelassener Party und quasi-religiöser Huldigung lassen nachvollziehen, warum Lynne nach all den Jahren 60.000 Menschen zum Ausflippen bringen kann.

8/10

Jeff Lynne’s ELO
WEMBLEY OR BUST
COLUMBIA/SONY

Yes: Hier eine unveröffentlichte Live-Version von ›Roundabout‹ hören

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Yes Topographic DramaCLASSIC ROCK präsentiert euch die Trackpremiere von ›Roundabout‹. Der Song stammt vom bald erscheinenden Yes-Livealbum TOPOGRAPHIC DRAMA – LIVE ACROSS AMERICA.

2016 waren die Proglegenden von YES auf Tour in den Staaten und spielten dort erstmalig das gesamte Album DRAMA sowie die LP-Seiten 1 und 4 ihres Werks TALES FROM TOPOGRAPHIC OCEANS live.

Ergänzt wurde die Darbietung um Klassiker wie ›Roundabout‹ oder ›Starship Trooper‹. Die besten Performances der insgesamt 28 Shows wurden eingefangen und auf Tonträger gebannt.

Das Ergebnis heißt TOPOGRAPHIC DRAMA – LIVE ACROSS AMERICA und wird am 24. November veröffentlicht werden. Schon jetzt gibt’s die neue Live-Version von ›Roundabout‹ zu hören.

Das Live-Album wird als Doppel-CD und Dreifach-LP erhältlich sein.

Hier ›Roundabout‹ von Yes hören:

Nickelback: „Die können mich alle mal!“

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Nickelback 2017Chad Kroeger ist es leid, der Buhmann der Rockmusik zu sein. Der Typ, der mit Hasstiraden, Beleidigungen und offenen Anfeindungen überzogen wird – während er gleichzeitig in einer der erfolgreichsten Bands der Gegenwart spielt, über 50 Millionen Alben verkauft hat und einen Ohrwurm nach dem anderen verfasst. Deshalb zieht er nun die Reißleine und gibt keine Print-Interviews mehr. Mit einer Ausnahme: CLASSIC ROCK erhält eine kurzweilige Audienz in Berlin – und die hat es in sich.

„Ich habe das Spiel viel zu lange mitgemacht“, echauffiert sich Chad Kroeger in einer Suite im Berliner Soho-House. „Nämlich 21 Jahre lang – mit der im­­mer gleichen Erkenntnis: Es lohnt sich nicht. Da unterhält man sich eine Stunde mit jemandem, der offenkundig ganz witzig und nett ist, aber alles, was dann später in dem Artikel des betreffenden Journalisten auftaucht, ist ein Haufen Lügen, Klischees und Unwahrheiten. Da werden Zitate aus dem Kontext gerissen, ganze Passagen frei erfunden und unglaubliche Dinge über mein Privatleben behauptet, die einfach nicht stimmen. Da frage ich mich: Warum tue ich mir das überhaupt an? Warum halte ich nicht die Klappe und verzichte darauf?“

Nach dieser Maxime sind es nun Bruder Mike und Gitarrist Ryan, die sämtliche Presse-Termine übernehmen. „Und denen ist es egal, was da aufgetischt wird – die beiden sind so bodenständig, brav und normal, dass sie mit dieser ganzen Promi-Kultur überhaupt nichts am Hut haben bzw. diese Art von Fragen komplett an ihnen abperlen.“ Dass er indessen immer noch Radio- und TV-Gespräche führt, die sich auf einem ebenso seichten Niveau bewegen („Was ist das Beste an eurem Sonntag?“, „Wie sieht euer freier Tag aus?“) sei eine andere Sache – „Das ist wenigstens unterhaltend. Also wenn wir zu dritt vor einem Mikro oder einer Kamera sitzen und uns die verbalen Bälle zuspielen können, dann haben wir durchaus eine gute Zeit. Und man hört ja auch, was ich sage – da interpretiert niemand etwas hinein. Insofern: Diese Falschschreiber können mich mal.“

Die Reaktion auf eine lange, erfolgreiche Karriere mit kleinem Schönheitsfehler: Nickelback erhalten nicht jene Akzeptanz, die sie nach (jetzt) neun Alben, 50 Millionen verkauften Tonträgern, endlosen Welt­­tourneen und zig renommierten Auszeichnungen und Preisen verdienen. „Ir­­gendwie gefällt es mir sogar, dieser Typ zu sein, den alle so hassen und der so viele vernichtende Kritiken bekommt. Das zeigt, dass ich den Menschen zumindest nicht egal bin“, lacht Chad. „Sie verwenden tatsächlich Energie darauf, mich zu analysieren und kritisieren. Das würde mir nicht passieren: Wenn ich irgendwen oder irgendetwas Scheiße finde, habe ich keine Lust, mich überhaupt damit zu befassen – warum sollte ich?“

Wobei es Chad den sogenannten „Hassern“ gerade mit dem letzten Album NO FIXED ADDRESS von 2015 aber auch sehr leicht gemacht hat: Es war ein eher uninspirierter Ausflug in den durchgestylten Pro-Tools-Rock, der sich – konsequenterweise – als größter Flop der Bandgeschichte erwies. „Ich könnte jetzt Sachen sagen wie: Man kann nicht immer tolle Songs schreiben. Oder: Vielleicht habe ich mich einfach zu sehr auf die Technik verlassen. Nur: Ich sehe eigentlich gar keinen Grund, mich für irgendetwas zu entschuldigen. Es waren einfach die Songs, die ich damals in mir hatte – und dass sie sich nicht so gut verkauft haben wie früher, liegt allein an der modernen Musikindustrie. Niemand verkauft mehr so viele Alben wie noch vor ein paar Jahren. Zehn bis zwölf Millionen Einheiten, wie Anfang/Mitte der 2000er, sind geradezu illusorisch. Das gibt es nicht mehr.“

CLASSIC ROCK präsentiert: Exklusives Theater-Konzert von Foreigner

Im Mai 2018 spielen Foreigner ein exklusives Theaterkonzert in Deutschland – präsentiert von CLASSIC ROCK.

2017 war bei Foreigner einiges geboten: Zur Feier ihres 40-jährigen Bühnenjubiläums gingen die Rocker auf ausgiebige „40th-Anniversary“-Tour und präsentierten ihre größten Evergreens wie ›Juke Box Hero‹, ›Cold As Ice‹ oder ›Hot Blooded‹ in energiegeladenen Liveshows.

Alleine in Deutschland spielten Foreigner dabei zehn Konzerte, eines davon im Vorprogramm von Aerosmith in München. Wer die Band 2017 trotzdem verpasst haben sollte, kann sein Versäumnis nächstes Jahr in gehobenem Ambiente nachholen:

Am 23. Mai 2018 kommen Foreigner nochmal für ein exklusives Theaterkonzert in das Festspielhaus nach Baden-Baden.

Foreigner kommen 2018 für ein Konzert nach Deutschland.

Der exklusive Myticket- und Eventim-Presale startet heute, im regulären Vorverkauf sind ab dem 17. November Tickets erhältlich.

Foreigner live 2017 mit ›Urgent‹: