Review: Iron Maiden – THE BOOK OF SOULS – LIVE CHAPTER

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Review: Iron Maiden – THE BOOK OF SOULS – LIVE CHAPTER

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Iron Maiden The Book Of Souls Live Chapter

Einmal um die Welt mit den Eisernen Jungfrauen.

Welche Heavy-Metal-Band hat die meisten Live-Alben veröffentlicht? Das wäre eine prima Frage für ein Pub-Quiz. Iron Maiden sind auf jeden Fall ein heißer Anwärter für die richtige Antwort. Acht offizielle Live-Scheiben haben die Eisernen Jungfrauen bereits rausgehauen. Und die neunte folgt sogleich: THE BOOK OF SOULS – LIVE CHAPTER dokumentiert die vor kurzem beendete Welttournee der Engländer. Die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer erneuten Live-Veröffentlichung stellt sich einem Maiden-Jünger nicht. Der legt sich ohnehin alles von seinen Lieblingen zu. Zumal die mit schönen Artworks gestalteten Maiden-Platten das Herz eines jeden Sammlers höher schlagen lassen – vor allem auf Vinyl. Das ist beim neuesten Werk nicht anders.

Einen Neuwert bilden sechs Songs des aktuellen Studio-Albums. Neben den üblichen Klassikern wie ›The Trooper‹, ›The Number Of The Beast‹ oder ›Fear Of The Dark‹ gibt es die selten auf Live-Langspielern vertretenen Stücke ›Powerslave‹ und ›Death Or Glory‹ zu hören. Fast jedes der 15 Lieder ist an einem anderen Ort mitgeschnitten worden. Die Platte fängt mit ›If Eternity Should Fail‹ in Sydney an und endet mit ›Wasted Years‹ in Rio de Janeiro. Dazwischen gibt es Aufnahmen aus Breslau, Triest oder vom Wacken Open Air. Steve Harris muss eine Ewigkeit daran gesessen haben, das passende Material auszusuchen. Immerhin haben Maiden auf ihrer Tournee 39 Länder bereist. Zusammen mit Tony Newton hat der Bandgründer die Platte produziert. Dabei ist es dem Duo gelungen, einen einigermaßen einheitlichen Sound hinzubekommen. Das Schlagzeug- und der Bass sind allerdings etwas dünn abgemischt. Dafür ist das Live-Erlebnis gut eingefangen – kleinere Spielfehler und Klangschwankungen inbegriffen.

Sänger Bruce Dickinson liefert eine überzeugende Darbietung ab, auch wenn er hin und wieder Probleme hat, die höheren Tonlagen zu treffen. Was angesichts seiner 59 Jahre und dem vorausgegangenen Kehlkopfkrebs kein Wunder ist. Bis auf die erwähnten kleineren Schwächen gibt es an THE BOOK OF SOULS – LIVE CHAPTER wenig auszusetzen. An die Klasse von Krachern wie LIFE AFTER DEATH oder ROCK IN RIO kommt es aber nicht heran.

8/10

Iron Maiden
THE BOOK OF SOULS – LIVE CHAPTER
PARLOPHONE/WARNER

Text: Matthias Bossaller

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