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Mavis Staples – IF ALL I WAS WAS BLACK

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Mavis Staples If All I Was Was Black

Brückenbauen mit Jeff Tweedy.

Menschen sterben, weil sie anders aussehen, Kugeln zerreißen alles, was ihnen im Weg steht, Eltern verlieren ihre Kinder: Mavis Staples taucht ganz tief ein in die Ängste einer verunsicherten Nation, erzählt von den Kämpfen, die Schwarze und Minderheiten generell im Amerika von heute Tag für Tag zu bestehen haben. Sie tut das in nicht selten harten, immer reflektierten Songs zwischen Soul, Funk und Blues. Entstanden sind die Stücke zusammen mit Songschreiber, Produzent und Wilco-Sänger Jeff Tweedy, der auf einem der Stücke, ›Ain’t No Doubt About It‹, im Duett mit Staples zu hören ist.

IF ALL I WAS WAS BLACK ist ein politisches, gesellschaftlich engagiertes Album, es atmet den Geist der „Black Lives Matter“-Bewegung und fängt das Gefühl ein, in einer gespaltenen Nation zu
leben, in der die verschiedenen Ethnien und gesellschaftlichen Klassen den Kontakt zueinander mehr und mehr verlieren zu scheinen: „Lonely in the land of the free.“ Staples ist durchaus in der Lage, scharf auf rassistische Anfeindungen zu reagieren – „I have a mind to bury them whole, when they go low“, singt sie, oder: „There’s evil in the world and there’s evil in me“ –, die einzig mögliche, die große Antwort gibt sie aber im hüpfenden Titelstück: „It’s time for more love.“ Liebe und Inklusion statt Ausgrenzung und Angst. „Gonna build a bridge all over the ocean so you can walk right over to me“, heißt es an anderer Stelle. Es sollten einfach mehr Leute Mavis Staples hören.

8/10

Mavis Staples
IF ALL I WAS WAS BLACK
ANTI/INDIGO

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