0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Start Blog Seite 688

Someday Jacob – EVERYBODY KNOWS SOMETHING GOOD

0

Someday Jacob Everybody Knows Something Good

Breitwand-Westcoast-Pop.

Der Höhepunkt kommt früh: ›Leaving New York‹, der erste Song auf dem dritten Someday-Jacob-Album, ist eins dieser aufs Wesentliche reduzierten Americana-Konzentrate, die im Kopf weiterlaufen, auch wenn die Nadel schon lang am Ende der Rille anklopft. Die Notiz, dass Sänger, Gitarrist und Songwriter Jörn Schlüter bei einem medizinischen Notfall in New York City fast ums Leben gekommen wäre, gibt dem Titel zusätzliche Tiefe – natürlich funktioniert das Stück auch so. Leider mündet die Scheibe alsbald in einen mit sehr kundiger Hand konstruierten Breitwand-Sound, der am US-Westcoast-Folk angelehnt, aber gleichzeitig auch zeitgemäß und radiokonform produziert ist. Überhaupt offenbart das Quartett aus dem deutschen Norden, das sehr nach amerikanischer Mitte klingt, hörbar tiefes lexikalisches Musikwissen. Es gedeiht ein wenig der Verdacht, dass ihm das auf die Distanz zum Verhängnis wird. Zwar taugt der hochglanzpolierte Gesamtsound wunderbar als stimmungsvolle Kulisse für lange Autofahrten oder als atmosphärische Untermalung fürs ausgedehnte Sonn­tagsfrühstück. Nimmt man aber den Opener als Messlatte, lässt sich mutmaßen, dass mit weniger „Stadion“ im Sound noch viel mehr drin gewesen wäre.

6/10

Someday Jacob
EVERYBODY KNOWS SOMETHING GOOD
HALDERN POP RECORDINGS/ROUGH TRADE

Text: Christoph Ulrich

Black Sabbath – THE END

0

Black Sabbath The End

Aus, Schluss, vorbei. Beinahe wird man nostalgisch…

Das soll’s nun also wirklich und endgültig gewesen sein? Nach knapp 50 Jahren be­­endeten die Urväter des Heavy Metals ihre (zumindest gemeinsame) Karriere am 4. Februar 2017 mit einem Konzert in der stimmungsvoll ausgeleuchteten Genting Arena ihrer Heimatstadt Bir­mingham. Natürlich waren alle Hits der Ur-Besetzung aus den 60ern/70ern da­­bei: ›Paranoid‹, ›Iron Man‹, ›War Pigs‹, ›Into The Void‹ und so weiter und so fort. Natürlich war das Publikum komplett euphorisiert. Allein ein Ticket erhascht zu haben, kam einem Lotteriegewinn gleich. Und natürlich gaben Ozzy Osbourne, Geezer Butler und Tony Iommi, begleitet von Drummer Tommy Clufetos sowie (hinter dem Vorhang) Adam Wakeman an Keyboards und Rhythmusgitarre, noch einmal alles. Klar, das kam früher alles weit dynamischer aus den Boxen und sah auch agiler aus. Aber es macht einfach riesigen Spaß den Legenden bei diesem rundum kompetent gemachten, glücklicherweise nicht durch allzu viele technische Spiele­reien oder superschnelle Cuts etc. verdorbenen Mitschnitt zuzuschauen. Beinahe wird man nostalgisch. Denn nach einer fast nicht enden wollenden, immer wieder verlängerten Abschiedstournee beginnt es hier tatsächlich zu dämmern: Das war’s für eine der größten und wichtigsten Rock­bands aller Zeiten. Aber vielleicht gibt es ja doch nochmal einen Rücktritt vom Rücktritt? Sab­bath wären nicht die Ersten, die dem Lockruf des Geldes nicht widerstehen können. Die Fans würden ihren Lieblingen einen solchen Rückfall wohl auch nur zu gern nachsehen…

7/10

Black Sabbath
THE END
EAGLE VISION/UNIVERSAL

Greg Lake im Interview: Musik ist für alle da

0

Greg Lake - Credit Lee Millward 3Als Gründungsmitglied von King Crimson und Emerson, Lake & Palmer ist ihm der Legendenstatus sicher. Der sympathische Brite sieht sich aber nicht entrückt vom Rest der Welt, im Gegenteil: Bei seinem neuesten Projekt SONGS OF A LIFETIME geht er mit seinem Publikum auf Tuchfühlung wie nie zuvor.

Es ist ein trüber Montag im März und London wurde von einem schneereichen Kälteeinbruch überrascht. Greg Lake ist nicht begeistert: „Es ist verdammt kalt hier! Und das um diese Jahreszeit. Früher war das anders. Es gab jeden Winter ordentlich Schnee, und alles hat trotzdem funktioniert, und die Sommer waren garantiert heiß und trocken. Jetzt ist alles nur noch Chaos, und das verwirrt die Menschen. Sie denken ja, die Erde sei ein stabiler Ort, doch sie verändert sich ständig. Wer mal ein Erdbeben erlebt hat, kann von dieser Einsicht ganz schöne psychische Probleme bekommen. Sowas erinnert uns dann daran, wie mächtig die Natur ist. Und die Musik ist eine Variante dieser ungeheuren Kraft. Sie ist unglaublich, eigentlich unsichtbar, aber sie wandert von Seele zu Seele und berührt uns auf einer sehr elementaren Ebene. Mich fasziniert das ungemein.“

Wer jetzt denkt, eine Aussage wie diese sei der Ansatz zu tiefenpsychologisch-esoterischen Ausflügen, wie sie diverse Prog-Jünger gerne mal von sich geben, wird angenehm überrascht sein, denn obwohl King Crimson und ELP als Miterfinder des Genres gelten, hat Greg wenig für den Begriff übrig. „Ich habe unsere Musik noch nie als Prog gesehen, und die Bedeutung dieses Worts wird ohnehin völlig falsch interpretiert. Die Wahrheit ist doch, dass ‚prog‘ ursprünglich einfach nur bedeutete, dass man keine amerikanisch beeinflusste Musik machte. Statt Rock und Soul aus den USA war Prog ja mehr an die europäische Klassik angelehnt, und genau das war bei King Crimson unsere Absicht. Mit Fortschritt an sich hatte das also gar nichts zu tun, es ging uns in erster Linie nur darum, einfach originell zu sein.“

Originell ist nun auch die Idee hinter Gregs Karriere-Retrospektive, die er mit dem Projekt SONGS OF A LIFETIME in Angriff genommen hat. „Ich hatte angefangen, meine Autobiografie zu schreiben, und da wurde mir klar, wie Musik, sowohl meine als auch die anderer Künstler, letztlich immer mit Geschichten aus unserem Leben verknüpft ist. Diese Geschichten, wie ein bestimmtes Lied in wichtigen Momenten eine Rolle spielt, sind genau das, was einen Musiker mit seinem Publikum verbindet. Als dann der Gedanke aufkam, auf Tour zu gehen, wollte ich nicht das übliche Ding durchziehen. Du weißt schon, ein alter Sack setzt sich mit seiner Akustischen auf einen Barhocker, gibt ein paar Anekdoten zum Besten und spult sein Programm ab. Das finde ich langweilig, und ich wollte es unterhaltsam, dynamisch und interaktiv machen. Die kleinen Hallen sind dafür ideal, und dann erzähle ich nicht nur aus meinem Leben, sondern lasse das Publikum eben auch zu Wort kommen. Daraus entstand etwas wirklich Wunderbares. Es hat mich immer wieder beeindruckt, wie Leute diese Lieder in ihre Leben gewoben haben, was sie ihnen bedeuten. Erfolg hat für mich nichts damit zu tun, wieviele Platten man verkauft, sondern wieviele Menschen man berührt hat. Und da gab es unglaubliche Geschichten, manche sehr lustig, manche sehr traurig. Da konnte man innerhalb von zehn Minuten von schallendem Gelächter zu echten Tränen der Trauer kommen und wieder zurück. Das war sehr bewegend und sehr schön.“

Nachzuhören auf dem Live-Album, das diverse Klassiker aus Gregs Feder plus Hommagen an Elvis oder die Beatles enthält und im Gegensatz zu den meisten Konzertmitschnitten tatsächlich Atmosphäre vermittelt. Und genau darum geht es Greg: „Dieses Album soll demonstrieren, wie man Musik gemeinsam erleben und teilen kann. Denn nichts ist doch schöner als ein tolles Erlebnis, das man mit anderen Teilen kann.“

 

U2: Akustik-Set in Berliner U-Bahn

0

Bono The Edge U2 U-Bahn BerlinGestern überraschten Bono und The Edge von U2 ihre Fans in Berlin. Am Bahnsteig der Deutschen Oper spielten die beiden ein kleines Konzert.

Für Berliner U2-Anhänger war gestern ein ganz besonderer Tag. Frontmann Bono und Gitarrist The Edge waren in der Stadt – und hatten sich eine Überraschung ausgedacht.

Im Rahmen eines Fan-Events, mit der Aussicht auf ein Meet & Greet im Lauf des Tages, stiegen die beiden U2-Stars zu den Fans in die U-Bahnlinie U2 – und gemeinsam ging’s zur Station Deutsche Oper.

Dort spielten Bono und The Edge ein Akustik-Set bestehend aus drei Songs: dem neuen ›Get Out Of Your Own Way‹ vom Album SONGS OF EXPERIENCE und den beiden Klassikern ›Sunday Bloody Sunday‹ und ›One‹. Und natürlich gibt es Videomaterial von dem Auftritt.

U2 live in der Berliner U-Bahn-Station Deutsche Oper:

Johnny Hallyday: Frankreichs Rock’n’Roll-Superstar ist tot

0

Johnny Halliday gestorbenEr gilt als französischer Elvis und verkaufte Millionen von Platten. Jetzt ist Johnny Hallyday mit 74 Jahren an Krebs gestorben.

Johnny Hallyday ist tot. Der in Paris geborene Sänger und Schauspieler ist in der Nacht auf Mittwoch in seinem Haus in Marnes-la-Coquette gestorben. 2016 war seine Lungenkrebserkrankung bekannt geworden.

Allein in Frankreich verkaufte Hallyday um die 60 Millionen Tonträger, weltweit waren es mehr als 100 Millionen. Hatte er seine Laufbahn in den frühen 60ern als Schlager- und Chansonsänger gestartet, eiferte der aufsteigende Star dann mehr und mehr seinem großen Vorbild Elvis Presley nach. Wie der „King“ hatte er seinen Wehrdienst in Deutschland geleistet.

Jahrzehntelang füllte Hallyday mit seiner französischen Version des Rock’n’Roll Hallen und Stadien – und brachte es zum erfolgreichsten Musiker seines Heimatlandes. Im Jahr 2000 spielte er zu seinem 40-jährigen Bühnenjubiläum vor mehr als einer halben Million Zuschauer, zu seinen größten Hits zählten ›Oh, Ma Jolie Sarah‹, ›Quelque Chose De Tennessee‹ oder ›Ma Gueule‹.

Auch Gerüchte über Steuerhinterziehung, Drogensucht und aumouröse Verstrickungen konnten seinem Ruf nicht dauerhaft schaden. Sogar Frankreichs Präsident Emmanuel Macron meldete sich jetzt zu Wort: „In jedem von uns steckt etwas von Johnny Hallyday… Er hat einen Teil von Amerika in unser nationales Pantheon gebracht.“

Johnny Hallyday 1971 mit ›Oh, Ma Jolie Sarah‹:

Foo Fighters: Vorbands für Deutschlandkonzert stehen fest

0

foo fighters 2017Für das exklusive Deutschlandkonzert der Foo Fighters im Juni 2018 wurden zwei Vorbands bestätigt.

Im Juni 2018 machen die Foo Fighters im Zuge ihrer „Concrete & Gold“-Tour in Deutschland Halt.
Bei den Festivals „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ wird die Band zu sehen sein, außerdem präsentiert CLASSIC ROCK eine exklusive Headlinershow der Truppe am 10. Juni in Hamburg. Für besagtes Konzert wurden nun die Supportacts angekündigt.

Das englisch-amerikanische Duo The Kills mit ihrem punkig angehauchten Indie Rock sowie das Londoner Quartett Wolf Alice, das sich selbst musikalisch zwischen Grunge und Folk ansiedelt, werden die Foos unterstützen.

The Kills:
The Kills

Wolf Alice:
Wolf Alice - Pressefoto

CLASSIC ROCK präsentiert: The Night Flight Orchestra live!

0

he Night Flight Orchestra 2017cDie Schweden von The Night Flight Orchestra kommen im Dezember für vier Shows nach Deutschland.

Die schwedischen The Night Flight Orchestra sind schon lange kein Geheimtipp mehr. Seit 2007 sind die Soilwork-Mitglieder Björn Strid und David Andersson abseits des Heavy Metal unterwegs und konzentrieren sich mit ihrem neuen Projekt auf eingängigen Classic Rock bzw. AOR im 80er Jahre-Flair.

Mit ihrem dritten Album AMBER GALACTIC im Gepäck kommen The Night Flight Orchestra nun zum ersten Mal nach Deutschland.

„We are extremely excited to go out on our first real tour with The Night Flight Orchestra. The response has been massive and by public demand and with our throbbing classic rock hearts, we’ll give you a real rock show, the way it was meant to be. Buckle up, we’re taking off!“, so die Band über ihre erste Deutschlandtournee.

The Night Flight Orchestra live erleben:

14.12. Mannheim, MS Connexion Complex
15.12. Köln, Luxor
19.12. München, Backstage Club
20.12. Berlin, Frannz Club

Jeff Beck – LIVE AT THE HOLLYWOOD BOWL

0

Jeff Beck Hollywood Bowl

Jubiläumskonzert mit Stargästen auf DVD und Doppel-CD.

Von den drei britischen Gitar­rengöttern, die sich von 1963 bis 1968 bei The Yardbirds die Klinke in die Hand gaben, blieb Jeff Beck stets der talentierteste, aber auch unberechenbarste. Im Gegensatz zu den – bei allem Respekt – stets auf Stromlinienform geeichten Kollegen Eric Clapton und Jimmy Page experimentierte Beck lieber in exotischen Gefilden wie Jazz Fusion oder hing seiner Passion Rock’n’Roll nach.

Zum 50. Bühnenjubi­läum des Solisten Beck lud der von seiner aktuellen Band (Sängerin Rosie Bones, Rhythmusgitarristin Car­men Vandenbergs, Bassistin Rhonda Smith, Schlag­zeuger Jonathan Joseph) begleitete Meistervirtuose im Sommer 2016 in die Hollywood Bowl, brachte diverse Gäste mit und zündete selbstverständlich ein Feuer­werk der Superlative. Audiovisuell nachzuvollziehen im Paket aus DVD und Doppel-CD: Dass Jeff Beck lieber in die Zukunft blickt, als in die gewiss beeindruckende Vergangenheit, stellte er mit ›The Revolution Will Be Televised‹ aus dem aktuellen Werk LOUD HAILER zum Einstieg sowie zwei weiteren Auszügen etwas später unmissverständlich klar. Danach hakte er chronologisch seinen Werdegang ab: ›Over Under Sideways Down‹, ›Heart Full Of Soul‹ und ›For Your Love‹ von den Yard­birds lieh Jimmy Hall seine recht patente Stimme. Hall kehrte zurück für ›Rice Pudding/Morning Dew‹ von der Jeff Beck Group – eine Schande, dass sich weder Rod Ste­wart noch Ron Wood blicken ließen. Mit Keyboarder Jan Hammer tauchte Beck tief in die Welt der Jazz Fu­­sion ein. Weder eine Jeff Beck Group mit Bobby Tench, noch Beck, Bogert & Appice ließen sich blicken.

Von da an ging es kreuz und quer: Beth Hart lieh ihre Stimme für Etta James‘ ›I’d Rather Go Blind‹. Buddy Guy bereicherte den Zwölftakter ›Let Me Love You‹, Billy Gibbons plagiierte ZZ Tops ›Rough Boy‹. Danach ging es mit Steven Tyler (›Train Kept A-Rollin’‹, ›Shapes Of Things‹) zurück in die Prähistorie. Im Jazz-Arrangement folgte ›A Day In The Life‹ der Beatles, bevor aus damals aktuellem Anlass Prince mit ›Purple Rain‹ Ehrung erfuhr.

8/10

Jeff Beck
LIVE AT THE HOLLYWOOD BOWL
EAGLE VISION/UNIVERSAL