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Motörhead: Phil Campbell und Mikkey Dee planen Tribute-Konzerte

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motörheadIn einem Interview erklärte der ehemalige Motörhead-Gitarrist Phil Campbell, dass er zusammen mit Drummer Mikkey Dee exklusive Konzerte im Gedenken an Lemmy Kilmister plane.

Phil Campbell und sein ehemaliger Bandkollege Mikkey Dee haben ein paar exklusive gemeinsame Konzerte in Planung. Zusammen mit einigen bisher unbekannten Special Guests wollen die beiden hinterbliebenen Mitglieder von Motörhead mit besagten Shows das Vermächtnis ihres verstorbenen Band-Chefs Lemmy Kilmister in Ehren halten.

Das zumindest erklärte Campbell jüngst in einem Podcast-Interview mit dem Musikjournalisten Mitch Lafon: „Ich habe so etwas auf dem Schirm. Wir werden mit der Sache aber nicht auf Tour gehen. Wir werden das mit den Leuten und ihren Terminkalendern abklären müssen. Außerdem wollen wir nur ein paar spezielle Shows auf der ganzen Welt abliefern und das wird gut werden. Ein Tribut an Lem und die ganze Band vielleicht. Aber es wäre keine weiterführende Sache, jeder von uns ist zu beschäftigt, aber trotzdem soll es besonders werden. Wir arbeiten immer noch an dem richtigen Konzept.“

Neben dem geplanten Motörhead-Revival ging es in dem Gespräch außerdem um Campbells jüngstes Projekt namens Phil Campbell & The Bastard Sons sowie die Veröffentlichung seiner Solo-Platte.

Hier das ganze Interview hören:

Wolfgang Niedecken – BAP – Das Logbuch der Jubiläumstour

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Tagebuch einer Tournee.

Wolfgang Niedecken liebt Archive, alte Fotos, Erinnerungen und handschriftliche Notizen – er ist ein analoger Typ, dem die digitale Welt ein wenig suspekt ist. Er fasst Dinge gerne an und kann mit Virtual Reality & Co. nichts anfangen. Der Jäger und Sammler in ihm hat die BAP-Jubiläumstour 2016, in deren Rahmen die Kölner über 70 Konzerte vor insgesamt rund 250.000 Zuschauern gaben, ausführlich do­­kumentiert. Immer an seiner Seite in Tourbus oder Hotel: Kladde, Bleistift, Schere und Kleber. Mit diesen Hilfs­mitteln lässt er die Bühnenmomente, Begegnungen, Gedanken und Fundstücke (vor allem Zeitungsartikel) jedes Tages Revue passieren, woraus jeweils sehr persönliche Doppelseiten mit Bildern und handschriftlichen Texten entstanden sind. Wer Probleme mit der Hand­schrift hat, kann alle Einträge weiter hinten noch mal in lesefreundlicher Druckschrift nachlesen. Das Logbuch beschränkt sich aber nicht auf Musik und Tour, sondern bietet auch Gedanken zu Politik und Zeitgeist, die Einblick in Niedeckens Seelenleben und Philosophie geben. Vor allem aber steigert dieses Kunstwerk die Lust am An­­fassen, Basteln und Schmökern – Gaben, die heutzutage immer mehr verloren gehen. Genau deshalb dürfen sich auch Leute, die sonst nicht viel mit BAP anfangen können, ermutigt fühlen, mal durch dieses feine Buch zu blättern. Papier kann sich so gut anfühlen.

7/10

BAP – Das Logbuch der Jubiläumstour
VON WOLFGANG NIEDECKEN
Hoffmann und Campe

Aerosmith: Joe Perry will neue Songs aufnehmen

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aerosmith promoGitarrist Joe Perry ist bereit für neues Aerosmith-Material. Außerdem laufen die Vorbereitungen für das 50-jährige Bandjubiläum.

Seit MUSIC FROM ANOTHER DIMENSION! von 2012 haben Aerosmith kein Album mehr veröffentlicht. Das könnte sich bald ändern, zumindest wenn es nach Joe Perry geht. Der ist neuen Songs seiner Band gegenüber sehr aufgeschlossen.

„Steven Tyler und ich haben darüber geredet und die anderen Jungs haben darüber geredet. Wir waren zuletzt so sehr in andere Sachen verstrickt, Steven hat sein Solo-Ding gemacht. Wir sind die Dinge jetzt noch nicht konkret angegangen, aber ich würde wirklich gern neue Musik aufnehmen“, sagte Perry gegenüber „Best Classic Bands“.

Außerdem will der Gitarrist das 50-jährige Bandjubiläum von Aerosmith, das 2020 ansteht, feiern: „Ich weiß noch nicht in welcher Form genau, aber darauf bereiten wir uns vor. Wir spielen vielleicht hier und da ein Festival, aber so richtig los geht’s wahrscheinlich Ende 2018.“

Am 19. Januar veröffentlicht Perry erstmal sein Soloalbum SWEETZERLAND MANIFESTO. Als Gastmusiker sind unter anderen Johnny Depp, Robin Zander und Zak Starkey dabei.

Sting – LIVE AT THE OLYMPIA PARIS

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Sting Live At The Olympia Paris

Ein Superstar, seine erstklassige Band und ein wenig durchaus willkommener Nepotismus.

Gordon Sumner alias Sting hat einen durchtrainierten, sehnig-muskulösen Körper, der in schwarzer Jeans und grauem T-Shirt noch immer eine exzellente Figur abgibt. Dazu lässt der Brite am 13. April 2017 in der französischen Hauptstadt immer wieder ein schelmisches, fast bubenhaftes Lächeln aufblitzen. Seine mittlerweile 66 Jahre sieht man ihm wirklich nicht an. Was noch viel wichtiger ist: Man hört sie auch nicht einmal ansatzweise. Im November 2016 veröffentlichte Sting 57TH & 9TH, sein rockigstes Album in diesem Jahrtausend – vielleicht sogar seit der Auflösung von The Police. Sieben Songs daraus sind Teil des über 100-minütigen Sets. Kein einziger davon fällt auf der Bühne ab, was einiges über ihre Qualität aussagt. Besteht der Rest des Programms doch aus Solo-Klas­sikern wie ›Englishman In New York‹, ›Fields Of Gold‹ oder ›Fragile‹ sowie acht der unkaputtbaren Monumente (u. a. ›Every Breath You Take‹, ›Synchronicity II‹, ›Roxan­ne‹) von Stings Ex-Band. Einen großen Teil zum Gelingen der Show trägt die hervorragende Begleitband bei, angeführt von Gitarrist Dominic Miller und Drummer Josh Freeze (Guns N‘ Roses, A Perfect Circle, Nine Inch Nails). Die roh wirkenden, dabei erstaunlich druckvollen Ar­­range­ments kommen mit souveräner Virtuosität und Lockerheit daher, die perfekt zur Atmosphäre im altehrwürdigen, 2.000 Fans fassenden Musentempel an der Seine passen. Als durchaus willkommener Bonus sind zudem die Auftritte des Vorprogramms angefügt: The Last Bandoleros und Joe Sumner – Stings ältester Sohn. Bei beiden mischt der Meister für jeweils ein Lied mit.

Sting
LIVE AT THE OLYMPIA PARIS
EAGLE VISION/UNIVERSAL

David Bowie: ›Let’s Dance‹-Demo zum 71. Geburtstag

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david bowie 20161982 nahm David Bowie zusammen mit Nile Rodgers eine reduzierte, funkige Fassung seines späteren Hits ›Let’s Dance‹ auf. Jetzt gibts das Demo erstmals zu hören.

Heute wäre David Bowie 71 Jahre alt geworden. Deshalb hat sein Label Parlophone eine bisher unveröffentlichte Frühversion des 1983 auf dem gleichnamigen Album erschienenen ›Let’s Dance‹ veröffentlicht.

Aufgenommen wurde das Demo im Dezember 1982 in den Mountain Studios in Montreux zusammen mit Chic-Gründer Nile Rodgers. Der hat die Aufnahme jetzt, 35 Jahre später, neu abgemischt.

„Ich bin mit einer wunderbaren Karriere gesegnet, aber meine kreative Partnerschaft mit David Bowie steht ganz, ganz, ganz weit oben auf der Liste meiner wichtigsten und beglückendsten Kollaborationen“, so Rodgers in einem Statement.

„Ich wachte an meinem ersten Morgen in Montreux auf und David beugte sich über mich. Er hatte eine akustische Gitarre in der Hand und sagte: ‚Nile, Darling, ich glaube, das ist ein Hit!'“

David Bowies unveröffentlichtes Demo zu ›Let’s Dance‹:

Videos der Woche: Die Top 10 königlicher Songs

Michael Jackson und Slash in Give In To MeHeute ist Dreikönigstag. Wem die glockenhellen Stimmchen und schief vorgetragenen Lieder der Sternsinger noch in den Ohren klingeln, der kann seine geschundenen Hörorgane ein wenig mit der CLASSIC ROCK Top 10 königlicher Songs auf musikalisches Kaschmir betten.

10. Queen – ›My Fairy King‹
„Mother Mercury, look what they’ve done to me, I cannot run I cannot hide.“ Erst nach Entstehung dieses Songs von 1973 soll sich Mr. Bulsara den Künstlernamen ‚Mercury‘ zugelegt haben:

9. Rainbow ›Kill The King‹
In solch einer Aufzählung darf Ronnie James Dio natürlich nicht fehlen. Neben ›Kill The King‹ mit Rainbow veröffentlichte das metallerne Urgestein im Jahr 1985 einen weiteres Königslied namens ›King Of Rock And Roll‹:

8. Kiss – ›King Of The Night Time World‹
Während die Kinder tagsüber als Sternsinger unterwegs sind, erkunden KISS und Konsorten die Welt lieber nachts…

7. Deep Purple – ›Speed King‹
Ein Deep Purple-Klassiker und gleichzeitig der perfekte Track zum Dreikönigstag. Was will man mehr?

6. Steven Tyler & Joe Perry – ›King Bee‹
Im Jahr 2004 gaben die Toxic Twins in der Radio City Music Hall in New York diesen sumpfigen Blues-Klassiker zum Besten:

Aerosmith: Debüt erschien vor 44 Jahren

Heute vor 44 Jahren veröffentlichten Aerosmith ihr gleichnamiges Debütalbum und brachten so eine riesige Rock-Karriere ins Rollen.

Am 5. Januar 1973 erschien die erste Platte von Aerosmith. Auch wenn das Debüt der Luftschmiede mit Songs wie ›Somebody‹ oder ›Movin‘ Out‹ noch kein großer Durchbruch war, so legten Steven Tyler, Joe Perry und Co. doch bereits hier die solide Blues Rock-Basis für ihre bald folgenden Großtaten.

Seltsamerweise zählt vor allem der Ausreißer der Platte ›Dream On‹ – ein Song, den Tyler bereits in jungen Jahren geschrieben hatte – bis heute zu den ganz großen Errungenschaften der Glorreichen Fünf aus Boston, die spätestens ab ihrer dritten LP TOYS IN THE ATTIC langsam zu Höchstform aufliefen.

Hier Aerosmith mit ›Dream On‹ sehen:

Plattensammler: Elin Larsson (Blues Pills)

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Elin Larsson, die goldene Frontdame der Blues Pills, stellte jüngst mit dem Live-Album LADY IN GOLD – LIVE IN PARIS ihre Sangeskünste unter Beweis. Hier verrät sie, welche Alben welcher großen Ladys ihre Stimmentwicklung maßgeblich beeinflussten.

Marsha Hunt
WOMAN CHILD (1971)


Marshas Gesicht auf dem Cover dieser besonderen Mischung aus Funk, Blues, Rock und Soul zieht einen komplett in ihren Bann – was für eine Schönheit! Sie hat diesen ganz besonderen Ton und eine so fließende Phrasierung. Was ich aber ganz besonders an ihr bewundere, sind ihr Rhythmus und ihr Vibrato. Sie war immer eine riesige Inspiration für mich. Falls ihr sie noch nicht kennt, kann ich euch nur empfehlen, das zu ändern!

Alabama Shakes
Sound & Colour (2015)


Brittany ist dermaßen talentiert – so sehr, dass man vor Neid krank werden könnte (im positiven Sinne, natürlich). Sie spielt Gitarre, singt und schreibt Songs wie keine Zweite. Wenn ich diese Platte höre, ergibt alles auf der Welt wieder einen Sinn. Ihre Stimme schneidet einem ins Fleisch und man bekommt eine Gänsehaut. Ein echtes Meisterwerk. Ich hoffe sie und ihre Band einmal live sehen zu können.

Joni Mitchell
BLUE (1971)


Diese Platte höre ich immer, wenn ich nach einer langen Tournee nach Hause komme. Sie lässt mich ruhig werden und gibt mir das Gefühl, wirklich daheim zu sein. Niemand reicht an Joni heran. Sie beherrscht eine faszinierende Phrasierung und ihre Texte versetzen mich in Erstaunen. Sie ist eine unglaubliche Songwriterin. BLUE ist mein Lieblingsalbum von ihr.

Aretha Franklin
ARETHA NOW (1968)


Sie ist mein absolutes Kindheitsidol, Aretha Franklin ist die Königin! Sie ist unerreicht und einzigartig, im wahrsten Sinne des Wortes eine lebende Legende. Ich liebe so viele ihrer Alben, aber dieses hier ist das, das ich bis heute am häufigsten höre. Nicht ohne Grund kennt auf diesem Planeten wohl jeder musikinteressierte Mensch diese Lady und ihre Gesangskunst.

Kate Bush
THE KICK INSIDE (1978)


Ein Wunderkind und ein wahres Genie. Sie konnte schon als Teenager Lieder schreiben, wie sie viele Musiker Zeit ihres Lebens nicht zustande bringen. Ihre Sachen sind progressiv und doch eingängig, manche haben diese Düsternis und klingen dennoch verrückt fröhlich. Unser Album LADY IN GOLD wurde von ihrer Art des Textens inspiriert. Zumindest versuchten wir, da irgendwie ranzureichen.