Wenn Foo-Fighters-Gitarrist Chris Shiflett von seinem älteren Bruder erzählt, geht es zumeist darum, was er alles von ihm gelernt hat. Im Sinne von: Was man besser nicht tun sollte. Dabei ist der 52-jährige Scott durchaus erfolgreich. Seit über 20 Jahren betätigt er den Bass bei der kalifornischen Punk-Rock-Band Face To Face und unterhält parallel dazu ein Projekt namens Viva Death, das neben ihm aus dem Produzenten Chad Blinman besteht, und bei dem er sämtliche Instrumente im Alleingang spielt. ILLUMINATE ist bereits das vierte Album des Duos – und um es auf den Punkt zu bringen: Es ist eine regelrechte Offenbarung! Es sind 14 Stücke, die sich im Spannungsfeld zwischen Bauhaus und Bowie zur Zeit seiner Berlin-Trilogie bewegen, die zeigen, worauf sich Kollegen wie AFI oder die Queens Of The Stone Age beziehen, und die geschickt zwischen Post-Punk, Glam, Goth und Alternative-Rock hin und her pendeln. Und zwar mit rabenschwarzer Atmosphäre, einem Gänsehaut-Gesang, dezenter Electronica, wunderbaren Stakkato-Riffs und viel Dynamik und Groove. Eine Mischung, die mitunter an die besten Solo-Momente von Peter Murphy erinnert und das Schaffen des jüngeren Shiflett dabei ganz nonchalant in den Schatten stellt. Eine Riesenüberraschung!
9/10
Viva Death
ILLUMINATE
FUNCTIONAL EQUIVALENT RECORDINGS
Ein emotionales, nachdenkliches und dennoch kraftvolles Alterswerk der Songwriter-Legende.
77 Jahre hat der Kalifornier mittlerweile auf dem Buckel. Was ihn nicht davon abhält, hier schon sein viertes Studioalbum in weniger als fünf Jahren zu präsentieren. In hohem Alter ist die Woodstock-Legende also wieder so aktiv und umtriebig wie damals mit The Byrds oder auch den Kollegen Stills, Nash und Young. Gut so, denn bei diesen elf neuen Liedern wird schnell klar, dass Crosby noch einiges zu sagen hat – sowohl musikalisch als auch textlich. Unterstützt wird er dabei von Snarky-Puppy-Bassist Michael League und den Jazzpop- bzw. Indiefolk-Sägerinnen Michelle Willis und Becca Stevens. Alle drei waren auch am Songwriting und der Produktion beteiligt. Highlights des sehr atmosphärisch klingenden, größtenteils akustisch eingespielten Werks sind das verträumte ›Your Own Ride‹, das von wunderschönem Wechselgesang bestimmte ›I Am No Artist‹ und das nachdenkliche ›Fighting For‹. Ebenfalls sehr gelungen ist ein lebendiges, zum Abschluss kredenztes erneutes Cover von Joni Mitchells ›Woodstock‹.
Ehrenwerte Hommage, aber kein Ersatz für Moores Originale.
Mehr als sieben Jahre ist der irische Gitarrist/Sänger Gary Moore bereits tot. Sieben Jahre, in denen diese Musikwelt spürbar ärmer geworden ist. Es fehlen Moores Kompositionen, seine Soli, seine melancholische Stimme, seine überragende Musikalität. Das findet auch sein langjähriger Weggefährte, Bassist Bob Daisley. Deshalb hat der Mann Freunde, Kollegen und Familienmitglieder Moores zusammengerufen und huldigt dem großen Bluesrocker mit MOORE BLUES FOR GARY – A TRIBUTE TO GARY MOORE. Die Liste derer, die sich nicht lange haben bitten lassen, um ihrem Idol eine posthume Ehre zu erweisen, liest sich fast wie das Who-Is-Who der internationalen Musikszene: Joe Lynn Turner, Steve Lukather (Toto), Danny Bowes (Thunder), John Sykes (Whitesnake, Thin Lizzy), Steve Morse & Don Airey (beide Deep Purple), Glenn Hughes, Doug Aldrich, Eric Singer (Kiss), Stan Webb, Ricky Warwick und viele andere sind dabei. Besonders hervorzugeben ist die Tatsache, dass mit Gus und Jack Moore auch Garys Söhne in das Projekt involviert sind. Allerdings: Als Hommage ist diese Scheibe aller Ehren wert, in künstlerischer Hinsicht können die Cover-Versionen mit den Originalen allerdings nicht mithalten.
6/10
Various Artists
MOORE BLUES FOR GARY – A TRIBUTE TO GARY MOORE
EARMUSIC/EDEL
Das kanadische Duo The Blue Tones hat nach zwei EPs mit BLACK HOLES sein Debütalbum fertiggestellt. Und das hat es wirklich in sich. Wer bei der Zweier-Besetzung an Szenegrößen wie White Stripes oder Black Keys denkt, liegt durchaus richtig, bauen doch Gitarrist, Sänger und Texter Tarek Jafar und Drummer/Percussionist Justin Tessier ihr Soundgebäude auf einem soliden Bluesrock-Fundament, das aufgrund der spärlichen Instrumentierung mitunter Parallelen zu vorgenannten Bands aufweist. Wiedererkennungswert und ihre eigene Nische sichern sich die Beiden jedoch durch eine äußerst klare, runde und saubere Produktion, Einflüsse aus Hip-Hop und Jazz, sowie dezent psychedelische Einschübe, die Ambient-Reize verströmen. Mitunter fühlt man sich etwa an die Massive Attack der Jahrtausendwende erinnert. Obwohl hier also absolut wuchtiges Geriffe auf szenefremdes Material trifft, ergibt sich ein erstaunlich homogenes und angenehmes Hörerlebnis, das jedem Freund von modern intonierter, klassischer Rockmusik wärmstens empfohlen sei. Noch ein paar Worte zum Sänger: Der Autor nimmt Tareks Gesang eher als weiteres Instrument wahr. Möglich aber, dass sich bei weiteren Durchläufen auch das textliche Konzept aus der Unschärfe schält.
8/10
The Blue Stones
BLACK HOLES (SOLID GROUND)
EONE/SPV
CLASSIC ROCK präsentiert das brandneue Video von The Cruel Intentions zu ihrer Single ›Weekend Suffering‹.
Drei Jahre nach Bandgründung haben der ehemalige Vains-Of-Jenna-Sänger Lizzy DeVine und seine schwedisch-norwegische Truppe namens The Cruel Intentions kürzlich ihr Debütalbum mit dem Titel NO SIGN OF RELIEF veröffentlicht.
Heute folgt ein außerdem neues Video zur Single ›Weekend Suffering‹, das exklusiv von CLASSIC ROCK präsentiert wird.
Uriah Heep haben viel erlebt seit ihrer Gründung im Jahr 1969. Auch nach fast 50 Jahren on the road sind die Briten noch immer unermüdlich und veröffentlichen dieser Tage mit LIVING THE DREAM ihr 25. Studioalbum. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Oder doch? Mick Box (Gitarre) und Phil Lanzon (Keyboard) über positives Denken, den Sänger-Thesaurus und die Unmöglichkeit einer Abschiedstour.
Wie ist es euch seit dem letzten Studioalbum OUTSIDER ergangen? Mick Box: Wir haben in über 61 Ländern gespielt, was wohl mehr als die Hälfte der Welt ist. Das ist beeindruckend. Aber es ist unser Leben. Wir sind eine Tour-Band.
Lebt ihr so euren Traum? Phil Lanzon: Ja, über die Jahre haben viele Leute genau das zu uns gesagt. Daher lag dieser Albumtitel in der Luft. Es ist kein anmaßender Titel, sondern ernst gemeint.
Ihr spielt von jeher auf einem sehr hohen Level. Gibt es auch beim 25. Studioalbum noch Raum für Verbesserungen? Mick Box: Auf jeden Fall. Man ist nie zu einhundert Prozent zufrieden. Wichtiger ist, dass man ein gutes Gefühl hat, wenn man ein Album abschließt. Und danach versucht man eben wieder bessere Songs zu schreiben. Es gibt heutzutage zwei Arten, ein Album zu produzieren. Entweder zuhause im Heimstudio oder man nimmt Geld in die Hand, bucht ein gutes Studio und lässt die Band alles live einspielen. Genau das haben wir getan.
Probt ihr viel, bevor ihr ins Studio geht? Mick Box: Wir haben eine zweiwöchige Vorproduktion gemacht. Anschließend haben wir einen Teil der Songs zu Jay Ruston nach Los Angeles geschickt, bevor wir mit ihm in die Chapel Studios in Lincolnshire gegangen sind. Dort haben wir in 19 Tagen alles aufgenommen. Wir hatten noch weitere zwei Wochen gebucht, brauchten diese aber nicht.
Wie geht ihr beim Songwriting vor? Mick Box: Phil und ich schreiben die meisten Songs. Die Musik entsteht zuerst und dann die Texte. Wir beiden haben jeweils einen Haufen Ideen, fügen diese zusammen und sehen, was harmoniert. Daraus entwickeln sich langsam Songs, bis ganz am Ende die Texte dazu kommen.
Schreibt ihr mehr Songs für ein Album, als letztlich veröffentlicht werden? Mick Box: Ja, durchaus. Aber diesmal waren wir sehr effizient. Es gibt ein paar längere, progressive Songs auf der Scheibe. Generell lassen wir die Ideen einfach fließen und am Ende steht ein Album. Phil Lanzon: Wir wollten einfach nur ein gutes Rockalbum machen, das alle Seiten der Rockmusik abdeckt. Ein Album, das viel Energie, aber auch ein paar Balladen hat.
Ihr klingt beide so tiefenentspannt. Mick Box: Sind wir auch. Ich meine, das Album in nur 19 Tagen aufzunehmen, zeugt von einer gewissen Entspanntheit, oder? Phil Lanzon: Und es ist ja nicht so, dass wir gerade erst anfangen. Wir haben lange Erfahrung und wissen, wie wir klingen wollen. Mir fällt der Begriff Autopilot ein, auch wenn er es nicht ganz trifft. Aber es gibt kaum noch Stolpersteine für uns. Wir denken vorwärts gerichtet und machen einfach unser Ding.
Mick Box: Aber wir müssen auch ein dickes Fell haben, denn es kann schon mal passieren, dass wir beide neun Monate an einem Song arbeiten und dieser dann innerhalb von neun Sekunden vom Rest der Band abgelehnt wird. Wir schreiben viele Songs, aber sobald ihn jemand von den anderen drei nicht mag, wird er nicht verwendet. Dann muss man sich damit abfinden und zum nächsten Track übergehen.
„Wir wollten einfach nur ein gutes Rockalbum machen, das alle Seiten der Rockmusik abdeckt. Ein Album, das viel Energie, aber auch ein paar Balladen hat.“ (Phil Lanzon)
Ihr seid also eine demokratisch funktionierende Band? Mick Box: Ja, wir versuchen es, denn wenn vier eine Sache wollen und einer nicht, fühlt sich dieser ausgeschlossen und bringt womöglich nicht mehr hundert Prozent Einsatz. Wenn alle dafür sind, ziehen alle am gleichen Strang. Und das wünscht man sich doch. Phil Lanzon: Es gab nie große Hickhacks oder Brüche bei uns. Das Wichtigste ist es, positiv zu denken. Mick Box: Ich denke, es spielt auch eine Rolle, dass die Musiker in der Band, die keine Songs schreiben, uns vertrauen. Unser Sänger Bernie freut sich immer, wenn wir ihm wieder einen Song präsentieren, der sich gut singen lässt. Damit ist er glücklich. Aber dieses Vertrauen mussten wir uns erst erarbeiten. Phil Lanzon: Wenn wir Texte schreiben, müssen wir immer bedenken, dass wir sie nicht für uns selbst verfassen. Wir müssen Bernies Stimmumfang und seine Tonalität bedenken. Hinzu kommt, dass manche Sänger bestimmte Worte nicht mögen.
Ihr habt also eine schwarze Liste mit Worten, die ihr nicht verwenden dürft? Mick Box: Ja, wir haben unseren eigenen Sänger-Thesaurus (lacht). Nein, das hat man im Kopf und manchmal ändern wir auch noch einzelne Worte, wenn wir den Song ausarbeiten, damit sich Bernie wohl fühlt beim Singen.
Stimmt ihr die Inhalte mit ihm ab? Phil Lanzon: Nein, eigentlich nur untereinander. Manchmal ist es so, dass sich durch das musikalische Arrangement schon Worte aufdrängen. Der Klang der Worte und das Metrum sind wichtig. Außenstehende sehen das oft nicht. Sie denken, man schreibt einen Text nieder und das war es.
Gibt es inhaltliche No-gos? Phil Lanzon: Es gibt gewisse Bereiche, die wir lieber umschiffen. Alles, was politisch oder kontrovers ist. Wir sind Musiker und Songwriter und es liegt uns nicht, in dieser Hinsicht anzuecken. Manche Bands machen das bewusst, weil es ihr Ding ist. Das ist prima. Aber das ist nicht der Weg von Uriah Heep.
Was macht ihr außerhalb der Band? Phil Lanzon: Ich habe dieses Jahr erst ein Soloalbum veröffentlicht und habe auch ansonsten noch viele Projekte, die mich beschäftigt halten.
Mick Box: Ich schreibe eigentlich die ganze Zeit. Wenn es keine Songs sind, schreibe ich an einer Biografie über Uriah Heep. Ich hatte das Gefühl, das wäre mal an der Zeit, da es so viele kleine Geschichten zu erzählen gibt.
Ihr seid nun 71 und 68 Jahre alt. Denkt man da mal ans Aufhören? Mick Box: Wir sehen kein Ende. Phil Lanzon: Und eine Abschiedstour können wir nicht machen, weil das Prinzip ja jeder durchschaut. Am Ende kommen die Bands ja doch immer wieder (lacht). Es sind eher Abschiede bis nächstes Jahr oder so. Mick Box: Da wird viel Geld mit überteuerten Tickets verdient, weil die Fans denken, sie würden die Band nun zum letzten Mal sehen. Das ist nichts für uns. Wir machen einfach weiter (lacht).
Und der Rock’n’Roll trauerte um einen seiner Gründerväter: Vor einem Jahr ist Fats Domino mit 89 Jahren in New Orleans gestorben.
Antoine „Fats“ Domino ist am 24. Oktober 2017 tot aufgefunden worden. Lokalen Medienberichten zufolge starb er im Alter von 89 Jahren in seiner Heimatstadt New Orleans eines natürlichen Todes.
Der Pianist und Sänger zählt zu den Urvätern des Rock’n’Roll und begann seine Karriere Anfang der 50er Jahre. Zu seinen berühmtesten Songs gehören ›I’m Walkin‹, ›Ain’t That A Shame‹ oder ›Blueberry Hill‹.
Anders als viele seiner Kollegen machte sich Fats Domino nichts aus einem großen Wirbel um seine Person: Ohne Skandale verfolgte der Künstler seinen erfolgreichen musikalischen Werdegang.
Er wurde in die Rock And Roll Hall Of Fame und die Blues Hall Of Fame aufgenommen, außerdem verlieh Präsident Clinton dem zurückhaltenden Künstler 1998 die Auszeichnung „National Medal Of Arts“.
In knapp zehn Jahren haben Monster Truck einiges erreicht: Schon mit ihrer ersten EP zementierten sie ihren ganz eigenen Sound in den Äther und spielten sich mit viel ehrlicher Handarbeit und ansteckender Spielfreude in die Herzen ihrer Fans. Nun bringt das kanadische Quartett sein drittes Studioalbum TRUE ROCKERS auf den Markt. Im Interview zeigt sich Stehaufmännchen und Gitarrist Jeremy Widerman schonungslos ehrlich, sympathisch selbstreflektiert und erklärt, warum er und seine Truppe es wieder mal vergeigt haben.
Was mir bei euch von Anfang an aufgefallen ist: Ihr habt schnell euren eigenen Sound gefunden, was bemerkenswert ist für eine Nachwuchsband. Auf TRUE ROCKERS geht ihr ein bisschen Richtung Pop. Hattet ihr das Gefühl, eure musikalische Bandbreite erweitern zu müssen?
Ja, etwas. Wir versuchen, uns auf jeder Platte etwas weiterzuentwickeln. Dieses Mal haben wir auch ein paar Songs dabei, die moderner klingen. Irgendwie glaube ich, dass das schon eine gute Idee war, aber vielleicht hätten wir das Ganze etwas breiter fächern und nicht nur auf ein oder zwei Lieder konzentrieren sollen. Na ja, wir haben wieder einmal viel gelernt und werden diese neuen Erkenntnisse beim nächsten Album miteinbeziehen.
Wir sprechen hier von Songs wie ›Evolution‹ oder ›Young City Hearts‹, oder?
Ja. Vieles davon geschah während des Aufnahmeprozesses, weißt du. Der Großteil des Albums war schon fertig und wir wollten mal aus unserer Komfortzone raus und etwas wirklich Neues ausprobieren. Allerdings ist das mit diesen zwei Songs so eine Sache. Vieles daran mag ich, doch bei ein paar Punkten hätten wir ein bisschen langsamer reiten sollen. Aber am Ende des Tages bin ich zufrieden und es war ein schönes Experiment, mal zu testen, wie weit wir gehen können. Eventuell haben wir auf den vorherigen LPs etwas zu sehr auf Sicherheit gesetzt. Du weißt einfach nie, wo die Grenzen liegen, bis du sie überschreitest.
Die Reaktionen auf Social Media zu ›Evolution‹ beispielsweise sind ja eher gemischt…
Ja, aber mit sowas muss man vorsichtig sein. Hater kommentieren immer mehr. Es mag gemischt wirken, aber eigentlich kommt der Song gut an, vor allem live. Unsere Zweifel sind von innen heraus entstanden, wir haben noch keine Platte rausgebracht, bei der ich danach völlig zufrieden gewesen wäre. Was ich jedoch sagen kann: Ich wünschte, wir könnten die Songs vor den Aufnahmen ein Jahr lang live spielen, so wie das bei FURIOSITY der Fall war. Das verhindert falsches Abbiegen, ich möchte jetzt nicht Fehler sagen…
Denkst du, dass dieser Art von geradlinigem Rock’n’Roll grundsätzlich das Vorurteil einer gewissen Uniformität anhaftet?
Ich selbst mag es ja, wenn Bands da bleiben, wo sie gut aufgehoben sind. Deswegen bin ich wohl auch etwas empfindlicher, wenn es darum geht, Neues auszuprobieren. Ich war immer zufrieden mit unserem ursprünglichen Sound und wollte dem immer treu bleiben, was wir ja auch tun. TRUE ROCKERS ist eine klassische Monster-Truck-Platte, es fühlt und hört sich nicht nach einer komplett anderen Band an. Weißt du, all diese Fans, die mit ein oder zwei neuen Songs nicht zufrieden scheinen, die können wir mit der nächsten Scheibe wieder vollkommen zurückgewinnen, wenn wir beispielsweise wieder durchgehend Blues- und Classic-Rock-orientiert arbeiten. Das gibt uns die Chance, diesen Wiedervereinigungsmoment mit den Leuten zu erleben, was anderen Bands ja auch ständig passiert. Und noch was: Unsere Fans müssen mitnichten jede unserer Entscheidungen gutheißen, diese Verbindung funktioniert wie eine Beziehung und erfordert Kompromisse und Zusammenarbeit.