Review: Viva Death – ILLUMINATE

Viva Death Illuminate

Großes Album vom großen Shiflett.

Wenn Foo-Fighters-Gitarrist Chris Shiflett von seinem älteren Bruder er­­zählt, geht es zumeist darum, was er alles von ihm gelernt hat. Im Sinne von: Was man besser nicht tun sollte. Dabei ist der 52-jährige Scott durchaus erfolgreich. Seit über 20 Jahren betätigt er den Bass bei der kalifornischen Punk-Rock-Band Face To Face und unterhält parallel dazu ein Projekt namens Viva Death, das neben ihm aus dem Produzenten Chad Blinman besteht, und bei dem er sämtliche Instrumente im Alleingang spielt. ILLUMINATE ist bereits das vierte Album des Duos – und um es auf den Punkt zu bringen: Es ist eine regelrechte Offenbarung! Es sind 14 Stücke, die sich im Spannungsfeld zwischen Bauhaus und Bowie zur Zeit seiner Berlin-Trilogie bewegen, die zeigen, worauf sich Kollegen wie AFI oder die Queens Of The Stone Age beziehen, und die geschickt zwischen Post-Punk, Glam, Goth und Alternative-Rock hin und her pendeln. Und zwar mit rabenschwarzer Atmosphäre, einem Gänsehaut-Gesang, dezenter Electronica, wunderbaren Stakkato-Riffs und viel Dynamik und Groove. Eine Mischung, die mitunter an die besten Solo-Momente von Peter Murphy erinnert und das Schaffen des jüngeren Shiflett dabei ganz nonchalant in den Schatten stellt. Eine Riesenüber­raschung!

9/10

Viva Death
ILLUMINATE
FUNCTIONAL EQUIVALENT RECORDINGS

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