The Lazys touren kommenden Monat quer durch Deutschland. Wir verlosen 4×2 Tickets!
Die Australier haben einen langen Weg durch zwei Kontinente und über den Pazifischen Ozean hinter sich. Zuhause spielten sie sich zehn Jahre lang durch all die kleinen Clubs, aber als das Quintett in Kanada angekommen war, um bei der Toronto Music Week aufzutreten, gab es kein Halten mehr.
Drei Shows reichten The Lazys für den Star-Status, einen Plattenvertrag und zwei Top-Ten-Singles in den Charts. Für die kommende Deutschland-Tour der Truppe verlost CLASSIC ROCK 4×2 Tickets. Macht mit und gewinnt Karten für ein Konzert in eurer Wunschstadt!
Mit The Gaslight Anthem wurde er zum Star, jetzt erscheint sein zweites Soloalbum: Brian Fallon hat sich endgültig freigeschwommen. Wir sprachen mit dem Songwriter über Ruhm, Wahrheit, Träume, seine Kinder und Bruce Springsteen.
Du stammst aus New Jersey, deine neue Platte SLEEPWALKERS wurde allerdings in New Orleans aufgenommen. Wieso gerade dort?
Ganz einfach: Weil wir noch nie dort waren. Und weil es eine coole Stadt ist, einer der Orte, die man unbedingt besuchen sollte, wenn man noch nie in den USA war: Du musst New York sehen, Chicago, Los Angeles, und eben auch New Orleans.
Eine Stadt mit großer musikalischer Tradition.
Ja, es gibt dort das ganze Jazz-Ding, echt coole Sachen, dazu viele französische Einflüsse, ich liebe das sehr.
Wenn du mit der Arbeit an einem Album anfängst, hast du da bereits ein übergeordnetes thematisches Konzept vor Augen oder kommt das eher spontan während des Schreibens?
Bei mir läuft’s so, dass ich einfach mal anfange und dann erst sehe, welche Gedanken ich gerade habe. Mir fällt es davor immer schwer zu wissen, was wirklich in mir vorgeht. Im Kopf von uns allen passieren die ganze Zeit Dinge, aber manchmal ist es nicht leicht, diese zu identifizieren. Du beginnst einfach zu schreiben, vertraust auf dich selbst, und auf einmal siehst du ein Thema vor dir und erkennst: Ja, darum geht’s, davon wird die Platte handeln. Manchmal findet man das nicht heraus, bis man zehn Lieder zusammen hat. Für diese Platte etwa habe ich ganze 38 Songs geschrieben, was verrückt ist.
Was haben SLEEPWALKERS und der Vorgänger PAINKILLERS gemein, wo liegen die Unterschiede?
PAINKILLERS ist im einfachen, akustischen Songwriting verwurzelt. Ich bin mit Folkmusik aufgewachsen, und da wollte ich starten, um zu sehen, wohin es mich führt. Es war die erste Platte nach The Gaslight Anthem und ich hatte das Gefühl, dass ich mich mir selbst gegenüber neu vorstellen musste, genau wie meinem Publikum. Es ging darum, eine Basis zu schaffen, einen Startpunkt. Alles hatte in meiner Jugend mit Folk angefangen, erst von da fand ich zu Soul und Punkrock. Die neue LP hat mehr mit den beiden letzteren zu tun, die Stücke sind schneller, viele Rhythmen klingen nach dem R&B und Soul der 60er, auch nach frühen britischen Bands wie den Animals und selbst nach Gruppen aus den späten 70ern wie The Jam, The Clash oder Elvis Costello. Hier liegen also die Unterschiede. Geblieben ist mein Songwriting-Stil. Davon kommt man nicht weg, egal wer man ist, ob Musiker, Künstler oder Autor, du hast immer deinen eigenen Stil. Manche suchen ihr Leben lang danach und vergessen, dass sie ihn längst haben. In allem ist etwas von dir selbst, deshalb klingen all meine Alben nach Brian Fallon, egal ob mit The Gaslight Anthem, The Horrible Crows oder solo. Der Unterschied liegt darin, ob die akustische oder elektrische Gitarre im Mittelpunkt steht, in den Rhythmen, den Sounds. Vielleicht mache ich ja als nächstes den größten Club-DJ-Megamix und veröffentliche ihn nächstes Jahr. (lacht)
„Es ist fast so, als würde man schlafwandeln, denn man träumt ja. es ist die Welt zwischen dem, der man ist, und dem, was man öffentlich von sich zeigt. Und darum geht’s auf SLEEPWALKERS.“
Zu PAINKILLERS hast du damals gesagt, dass sich die Leute nach dem Hören der Tracks besser fühlen, dass sie wie, nun ja, Schmerzmittel wirken sollten. Gibt es eine ähnliche Idee zur neuen Platte?
Nun, jeder lebt sein Leben, geht in die Arbeit, hat seine Freunde und gibt Teile von sich selbst Preis. Doch dann gibt es da auch dieses andere Leben, mit deinen Träumen, deinen Hoffnungen. Und das teilt man nicht mit jedem, sondern nur mit denen, die einem sehr nahe stehen, denen man vertraut, mit der Familie etwa. Jeder hat seinen Job, ich bin Musiker, aber es gibt dennoch andere Träume in meinem Leben, die haben etwa mit meinen Kids zu tun. Es ist fast so, als würde man schlafwandeln, denn man träumt ja, es ist die Welt zwischen dem, der man ist, und dem, was man öffentlich von sich zeigt. Und darum geht’s auf SLEEPWALKERS. Um das hinzukriegen, war ich sehr offen, was die Dinge betrifft, vor denen ich Angst habe oder die ich liebe. Vielleicht hilft das einigen Leuten, vielleicht fühlen sie sich ähnlich, das wäre großartig. Denn darum dreht sich letztendlich alles bei Musik: zu erkennen, dass wir, allen Unterschieden zum Trotz, gar nicht wirklich verschieden sind. Wir sind alle Menschen.
Inwiefern hast du dich seit dem Ende von The Gaslight Anthem verändert? Du hast eine Scheidung hinter dir, hast ein zweites Kind…
Kids verändern dich, meine sind fünf und fast zwei Jahre alt. Du erkennst, egal wie erfolgreich du auch sein magst, was für ein großer Star auch immer, dass das nicht dein richtiges Leben ist. Das echte Leben sind deine Kinder. Es funktioniert etwa so: „Hey Dad, ich weiß, du kennst Bruce Springsteen und so, aber ich hab Hunger und meine Spaghetti liegen auf dem Boden!“ Das lehrt dich, eine echte Person zu sein. Du lernst, dich nicht auf deine eigenen Probleme zu fokussieren und stattdessen darüber nachzudenken, wie du ein besserer Mensch sein kannst, um deine Kinder wiederum zu guten Menschen zu machen. Wie sonst bringt man ihnen bei, dass es eine Menge Leute gibt, die sehr unterschiedlich sind, und dass das okay ist? Dass man nett zu den Leuten sein sollte, dass man die Dinge besser machen sollte als die vorangegangene Generation? Wie erzieht man sie dazu, stark und unabhängig zu sein? Das alles verändert dich sehr, es nimmt den Fokus weg von dir selbst, man denkt nicht mehr: Klingt dieses Album gut, klingt jenes Album gut? Man wird nachdenklicher, ich hoffe wirklich, ich bin als Mensch gewachsen.
Wie schaut’s mit The Gaslight Anthem eigentlich aus, ihr macht immer noch Pause auf unbestimmte Zeit, ist das der aktuelle Stand?
Ja, genau, wir wollen herausfinden, was wir tun werden. Aber die Band ist nicht aufgelöst. Wir waren einfach an einem Punkt angekommen, an dem wir nicht mehr wussten, was wir dem Vorhandenen noch hinzufügen könnten. AMERICAN SLANG, THE ’59 SOUND, all diese Platten machen uns stolz. Und wenn wir mal wieder einige Shows spielen, wäre das schon okay für mich. Die Sache ist halt: Man sollte nichts veröffentlichen, was nicht so gut ist wie die vorangegangene Platte. Aber wir treffen uns immer noch und hängen zusammen ab.
War es für dich anfangs schwer, mit dem Ruhm als Rockstar klarzukommen?
Ja, denn ich war wohl noch nicht bereit, emotional nicht erwachsen genug dafür. Alles passierte zu schnell, ich habe vieles zu ernst genommen und wusste nicht, was ich mit all dem anfangen sollte. Wir waren eine so große Band, aber innerlich fühlte ich mich nicht anders als damals in unseren Anfangstagen. Auf einmal ging’s nur noch um Geld, Geld, Geld. Nicht für uns, aber für die ganzen Leute im Business. Dabei wollten wir einfach Musik machen für Leute, die uns sehen wollen. Wir fühlten uns wie die Beatles, auch wenn wir nicht die Beatles waren. (lacht)
Du hast gesagt, dass dein neues Album sehr persönlich ist. Stellst du dir beim Schreiben eigentlich manchmal die Frage: Kann ich das mit den Leuten teilen, kann ich mich so weit öffnen?
Ja, sicher. Man will die Dinge ab einem gewissen Punkt immer persönlich halten, zugleich muss man ehrlich zu seinem Publikum sein. Niemand möchte, dass ich die ganze Zeit Zeug erfinde. Meinen Hörern zu vertrauen, habe ich übrigens von Bruce gelernt. Sie sind Menschen genau wie du, es gibt keinen fundamentalen Unterschied, egal woher sie kommen. Es ist okay, deine Ängste mit ihnen zu teilen, denn sie fühlen womöglich genauso. Am Ende hat es eine therapeutische Wirkung, die Wahrheit zu sagen.
Nick Mason kehrt zurück: zu seinen Solowerken und den Songs der Syd-Barrett-Ära.
Pink-Floyd-Schlagzeuger Nick Mason ist derzeit reichlich aktiv. Nicht nur veröffentlicht er unter dem Titel UNATTENDED LUGGAGE seine drei Soloalben NICK MASON’S FICTITIOUS SPORTS, PROFILES und WHITE OF THE EYE, auch zieht es ihn wieder auf die Bühne. Mit Saucerful Of Secrets, seinem neuen Projekt, das die frühen Alben der Band mit Syd Barrett aus den 60ern feiert, ist er ab jetzt unterwegs. Vor den Konzerten in London unterhielt sich Mason mit uns über die Freuden und Herausforderungen dabei, sich wieder mit dem bahnbrechenden Material von THE PIPER AT THE GATES OF DAWN (1967) und A SAUCERFUL OF SECRETS (1968) auseinanderzusetzen – und wohin seine neue Band sich danach entwickeln könnte.
„Ich wollte nicht losziehen und einfach dasselbe machen wie Australian Pink Floyd [sic] oder Roger oder David“, erklärt Mason seine Idee für das Projekt. „Nach der Ausstellung im Victoria & Albert Museum fand ich, dass das etwas anders werden musste. Die hatte mir sehr viel Spaß gemacht, aber am Ende fühlte ich mich selbst ein bisschen wie ein Ausstellungsstück. Alles, worüber man spricht und was man tut, dreht sich um etwas, das vor 40 Jahren passierte. Irgendwann fing ich an, mich ein wenig alt zu fühlen. Es war also die richtige Zeit dafür.“
Er gesteht, dass er „gewisse Zweifel hatte, denn ich hatte schon länger keine Trommelstöcke mehr in der Hand gehabt“, doch die Proben mit Guy Pratt, Gary Kemp, Lee Harris und Dom Beken hätten ihm die Augen geöffnet. „Ich hatte dieses Material so gut wie gar nicht angehört. Es läuft vielleicht zufällig mal im Radio, aber ich höre mir absolut nie absichtlich irgendetwas an, das wir gemacht haben. Das Interessante war, wie komplex Syds Songwriting war. Seltsamerweise sind wir uns wohl einig darin, dass ›Bike‹ einer der schwierigsten Songs war, er fühlt sich sehr eigenartig an. Ich spiele ›Set The Controls‹ wirklich gerne, das ist jedoch ein ungewöhnlicher Trommelpart, der mit Hämmern statt Stöcken gespielt wird.“
Und beim Schlüsselsong von PIPER, ›Interstellar Overdrive‹, erlaubt sich Mason einigen künstlerischen Spielraum. „Ich will nicht sklavenhaft kopieren, was wir auf dem Album gemacht haben. Das Tolle an ›Interstellar‹ ist, dass es sich perfekt zum Improvisieren eignet. Ich würde gerne die Eigenartigkeit davon einfangen, einige der sehr speziellen Dinge, die Syd getan hatte, aber auch ein bisschen von unserer eigenen Sprache hineinbringen.“
Folglich will Mason bei den Konzerten auch kein „Zeitkapsel“-Gefühl vermitteln. „Ich denke, es wäre viel zu übertrieben, wenn man allen sagen würde, sie sollten mit ihren Oma-Brillen und in Schlaghosen kommen. Wir sind alle älter geworden und die Dinge haben sich verändert.“
Mason sagt, die Publikumsreaktion wird den Ausschlag dafür geben, ob es noch zu weiteren Auftritten kommen wird. „Wird es mehr Shows geben? Ich hoffe es. In meinem Kopf auf jeden Fall. Wir wollen erst einmal ein paar Konzerte vor Publikum spielen, schauen, wie es sich anfühlt und ob die Leute es mögen. Ich genieße es jedenfalls sehr, wieder am Schlagzeug zu sitzen.“
2014 überstand Walter Trout eine lebensgefährliche Lebererkrankung, seitdem hat er drei Platten veröffentlicht. Jetzt folgt der vierte Streich: Diesmal ist es ein Coveralbum mit Songs von u.a. Jimmy Dawkins, Sunnyland Slim, Otis Rush und John Mayall. Einen Gastauftritt hat Doors-Gitarrist Robby Krieger. Wir verlosen SURVIVOR BLUES dreimal auf CD!
Heute vor sieben Jahren starb Mark Reale. Über viele Jahre war er das Herz und Seele der Band Riot.
Riot-Gitarrist Mark Reale ist am 25. Januar 2012 aufgrund der Komplikationen, die seine Morbus-Crohn-Erkrankung mit sich brachte, verstorben. Zum Zeitpunkt seines Todes war Reale in einem Krankenhaus in San Antonio in Behandlung, zuletzt lag er nach einer Subarachnoidalblutung zwei Wochen im Koma. Reale wurde nur 56 Jahre alt.
Seine Band gilt heute noch als echte Perle des Oldschool-Heavy Metal. Gerade die frühen Alben NARITA (1979) und FIRE DOWN UNDER (1981) werden oft von etablierten Metal-Musikern als frühe Inspiration genannt.
Nach dem Tod von Mark Reale und dem Ausstieg von Tony Moore führte die Band mit Todd Michael Hall als neuem Sänger ab 2013 unter dem Namen Riot V ihre Geschichte weiter.
Die 60s-Garage-Rocker The Sloths stellen ihren brandneuen Clip vor. Darin zu sehen: Szenen aus dem Horrorstreifen „The Amityville Murders“.
In den 60ern wurden The Sloths in den Garage-Punk-Kreisen von Los Angeles zur Kultband, sie traten mit den Seeds, den Doors oder Love auf. Kommerziellen Erfolg hatte die Gruppe nie, was wohl auch daran lag, dass sie von ein paar Singles abgesehen kaum was veröffentlichte.
Erst rund 50 Jahre später kam mit BACK FROM THE GRAVE das Debütalbum der Gruppe heraus. ›Haunted‹, ein Song der Platte, landete auf dem Soundtrack des Horrorfilms „The Amityville Murders“, Szenen daraus sind jetzt im neuen Clip der Sloths zu sehen.
Melancholischer Country- und Indie-Rock mit 60ies-Flair.
Der kanadische Prärie-Staat Saskatchewan scheint ein gutes Pflaster für interessante Acts zu sein. Neben dem jungen Cash-Wiedergänger Colter Wall und den Bluegrass-Rabauken von The Dead South lässt auch die Alternative-Country/-Rock-Band Gunner & Smith mit originellen Klängen aufhorchen. Wobei: Band? Eigentlich steht hinter Gunner & Smith vor allem Mr. Smith, Geoff Smith. Der Songschreiber, Sänger und Gitarrist lebt auf dem zweiten Gunner & Smith-Album BYZANTIUM ungezügelt seine Schwäche für Retro-Klänge, Townes Van Zandt, Pink Floyd, Fender-Rhodes-Piano, Orgel und Hochstrom-Gitarren á Neil Young aus. Das innerhalb einer Woche live eingespielte Album hat seine schönsten Momente, wenn Moll-Melancholie auf Dreiviertel-Takt trifft – wie bei ›Wicked Smile‹, ›I Know So Well‹ und ›If The Light Comes‹.
Und auch an diesem wunderbaren Freitag kommen natürlich unsere Alben der Woche daher. Diesmal sind die guten Stücke von den Rival Sons, Steve Hackett, The Dandy Warhols und Vanderlinde.
Die Leidenschaft und Kreativität der Rival Sons ist schon bemerkenswert. Das jetzt vorliegende, mittlerweile sechste Album der Jungs, beweist, dass sich die harte Arbeit auszahlt:
Ebenso erstaunlich ist der Fakt, dass Steve Hackett nach satten 26 Alben noch immer Ideen hat. Und was für welche ! Seine enorme Ausdrucksvielfalt ist und bleibt sein seine Eigenmarke:
Der talentierte Arjan van der Linde ließ mit seinem neuen Album seinem eigentlich den Ruhestand genießenden Produzenten keine Ruhe. Die Musik muss wohl überzeugt haben: