Review: Steve Hackett – AT THE EDGE OF LIGHT

Steve Hackett AT THE EDGE OF LIGHTAuch nach mehr als zwei Dutzend Studioalben gehen dem früheren Genesis-Gitarristen die Ideen nicht aus.

Man muss gleich zweimal nachzählen, um die erstaunliche Zahl wirklich zu begreifen: AT THE EDGE OF LIGHT ist Steve Hacketts 26. (in Worten: sechsundzwanzigste!) Studioscheibe. Und das Erstaunlichste daran: Wirklich schwache Werke lassen sich in seiner langen Vita kaum ausmachen, großartige Leistungen dafür umso mehr. Vor allem Hacketts enorme Ausdrucksvielfalt, die sich mit ihren ungewöhnlichen Instrumentierungen gerne bis tief ins Terrain eines nicht selten arabisch beeinflussten Eth­no-Rocks vorwagt und seine britisch-progressiven Wurzeln ein ums andere Mal vergoldet, ist der Garant einer geradezu kultischen Fanverehrung. Auf AT THE EDGE OF LIGHT gehören dazu vor allem der Einsatz von Sitar, Didgeridoo, Tenorsaxophon, Tar, Violine, Vio­la, Flöte, Duduk oder Klarinette, der dem rockigen Fun­dament der Scheibe seine schillernde Farbenpracht beschert. Hinzu kommt Hacketts nahezu unfehlbares Gespür für mehrstimmige Gesänge und faszinierende Gitarrenmelodien (Beispiel: das an große Yes-Tage erinnernde ›Under The Eye Of The Sun‹), das auch diese zehn Songs zu einem echten Hörgenuss für Rock-Gourmets macht.

8 von 10

Steve Hackett
AT THE EDGE OF LIGHT
Insideout / Sony

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