Heidi, deine Welt ist der saftig-kraftvolle Drama-Rock‘n‘Roll.
Lang dauerte es nicht, bis sie dieses Stigma wieder abgeschüttelt hatten. Pristine enterten das Bewusstsein des deutschen Publikums schließlich just in der Zeit, als die Blues Pills ihren beeindruckenden Siegeszug antraten, und wurden folglich hier und da einfach mal in die Schublade der „Wenn‘s bei einer Band dieser Stilrichtung klappt, klappt‘s vielleicht auch bei einer anderen“-Trittbrettfahrer gesteckt. Doch schnell wurde klar: Heidi Solheim und ihre Truppe sind keine Kopisten, sondern selbst echte Originale. Dafür sorgt zum einen die überlebensgroße Präsenz der Frontfrau, doch die Norweger sind ohnehin auf einem ganz eigenen Kurs, der weniger rückwärtsgewandt-hippiesk ist, sondern auf diesem muskulösen neuen Werk in einer dunklere Kerbe schlägt – und das auf Tracks wie ›Aurora Skies‹, ›Dead End‹ oder ›Bluebird‹ mit satter Durchschlagskraft. Die Norweger erfinden das Rockrad sicher nicht neu, aber ihr Weg kann noch in sehr interessante Höhen führen.
Amerika hat derzeit nicht gerade das beste Image. Wie gut, dass das Land Söhne wie Ryan Bingham hat. Wir sprachen mit ihm über sein neues Album AMERICAN LOVE SONG.
Das nennt man wohl „antizyklisch“: Während die halbe – oder bereits ganze – Welt leidenschaftlich auf Amerika schimpft, kommt Singer/Songwriter und Grammy-Gewinner Ryan Bingham mit dem Album AMERICAN LOVE SONG daher. Das heißt aber nicht, dass Bingham über den aktuellen Zustand seines Landes begeistert ist. Im Gegenteil. Er ist irritiert, verunsichert und fragt sich im Song ›America‹, wie weit es mit seiner Heimat gekommen ist. Eine Frage, die er selbst im Telefoninterview nicht so recht beantworten kann.
„Das fragen sich ja gerade ganz viele Amerikaner“, lässt er verlauten und klingt dabei wie jemand, der sich für die Missetaten seines Bruders rechtfertigen muss, „fest steht, dass dieser Präsident mich nicht repräsentiert. Wie ich feststelle, denken ganz viele so wie ich.“ Vieles, was gerade in Amerika ablaufe, sei für den aus New Mexiko stammenden Grammy-Gewinner „irreal“. Man könne gar nicht glauben, dass das alles möglich sei. Doch: Die Menschen würden sich mehr und mehr gegen diese rücksichtslose Politik wehren. „Das gibt mir Kraft und Hoffnung“, meint er am anderen Ende der Leitung zaghaft optimistisch.
„Fest steht, dass dieser Präsident mich nicht repräsentiert. Wie ich feststelle, denken ganz viele so wie ich.“
AMERICAN LOVE SONG stellt im mittlerweile sechs Alben umfassenden Katalog des Sängers eine Sonderstellung dar. Zum einen sei es eben „sehr politisch“, zum anderen ist es, so sagt er, „ein Konzeptalbum“. Vor allem aber sei es absolut persönlich und autobiografisch. Das zeigt sich auch musikalisch in den 15 neuen Tracks der von ihm gemeinsam mit Bob Dylans Gitarrist Charlie Sexton produzierten CD. „Ich bin viel herum gekommen, bin in vielen unterschiedlichen Teilen des Landes aufgewachsen. Und von überall habe ich einen Einfluss mitgenommen.“ Aus Lousiana beispielsweise den Jazz und den Cajun, aus dem Mittleren Westen Country, aus Texas den Western Swing, aus New Mexiko den Sound der Mariachis und aus Kalifornien – seiner derzeitigen Heimat – den Rock und die Lässigkeit. Ein Sammelsurium an Genres und Einflüssen – wie geschaffen für das Genre-Label „Americana“. Sieht er sich deshalb auch als Americana-Künstler?
„Ja, doch, durchaus“, sagt er ohne Umschweife, „das bringt alles unter einen Hut. Da fühle ich mich zu Hause.“ Vom eher traditionellen Country-Sound seiner ersten Alben hat sich Ryan Bingham mittlerweile aber wieder verabschiedet. Country sei heute ohnehin ein Genre, unter dem jeder etwas anderes verstehe. Die einen meinen damit die Musik von Bob Wills und Willie Nelson, andere den Mainstream-Sound von Lady Antebellum und Rascal Flatts. „Ich war letztendlich immer ein Folk-Sänger mit Country-Touch“, gibt er zu Protokoll, „Guy Clark und Townes van Zandt, mit denen bin ich aufgewachsen. Die haben mich geprägt.“ Offenkundig aber auch die Rolling Stones. Von gleich mehreren Tracks seines neuen Albums könnten Mick und Keith die Patenonkel sein. Richtige Vermutung?
„Absolut“, lacht er in den Telefonhörer, „ich habe es immer geliebt, wenn die Stones einen Country-Song aufgenommen haben. Die Mischung aus Blues und Country ist genau mein Ding.“ Hört man!
TOUR DES MONATS: LYNYRD SKYNYRD, Support: BLACKBERRY SMOKE
lynyrdskynyrd.com
Die Southern Rocker werden bei ihren fulminanten „Farewell“-Shows in 90 Minuten alle Hits und Klassiker ein letztes Mal live auf die Bühne bringen. Ein Muss für alle Fans, wenn diese Ikonen endgültig abtreten.
10CC:
10cc.world
Für eine exklusive Show kommen 10cc im Sommer nach Leipzig. Pflichtalarm!
02.08. Leipzig, Parkbühne
ALAN PARSONS LIVE PROJECT:
alanparsons.com
Produzent und Progrock-Ikone Alan Parsons kommt zusammen mit seiner Live-Band nach Deutschland, um alte Songs und neue Kompositionen live darzubieten:
VINNY APPICE
vinnyappice.com
Er trommelte bereits für Black Sabbath, Heaven And Hell und auf Dios Kultalbum HOLY DIVER. Im Juni kommt Vinny Appice mit seiner eigenen Band zu uns, um das Sabbath-Live-Album LIVE EVIL in voller Länge zu spielen.
17.06. Bremen, Meisenfrei
18.06. Mannheim, 7er Club
BAND OF HORSES
bandofhorses.com
Für eine einzige Show kommen die Indie-Rocker der Band of Horses diesen Sommer nach Berlin.
26.06. Berlin, Heimathafen
CATS IN SPACE
catsinspace.co.uk
Mit ihrem Synthie-geschwängerten Sound und den großen Melodien verbinden die Cats in Space Classic Rock mit Disco. Sehr tanzbar!
THE CHURCH
thechurchband.net
In ihrer Entwicklung haben sie die Genres Post Punk, New Wave und Psych-Rock durchlaufen. Jetzt kommen die Australier pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum ihres Albums STARFISH zu uns:
03.09. Berlin, Frannz Club
04.09. Hamburg, Nochstpeicher
05.09. Worpswede, Music Hall
06.09. Köln, Yard Club
ALICE COOPER
alicecooper.com
Der Meister der Dramatik höchstpersönlich lässt sich wieder nach Deutschland bitten. Willkommen, Sir Schockrock!
COVEN, Support: DEMON HEAD
rodeostar.de
Ein Okkult-Rock-Paket der Extraklasse: Die legendären Coven um Jinx Dawson kommen zum zweiten Mal nach Deutschland. Unterstützt werden sie von den dänischen Demon Head.
DEAD KENNEDYS
fkpscorpio.com
Hochenergetisch, schnell, schweißtreibend, punkig, zynisch, legendär: Dead Kennedys-Shows sind auch nach über 40 Jahren noch eine Klasse für sich.
FOREIGNER AND THE IP ORCHESTRA
wizpro.com
Nach ihrer großen Tournee zum 40-jährigen Bühnenjubiläum kommen Foreigner nochmal nach Deutschland und präsentieren erneut ihre größten Evergreens. An drei der Termine kann man die Gruppe sogar zusammen mit dem IP Orchestra erleben.
Hier gibt es den neuesten Videoclip von den Rival Sons zum Song ›Too Bad‹ zu sehen.
Die Tour zu ihrem jüngsten Album FERAL ROOTS brachte die Rival Sons bereits im Februar dieses Jahres nach Deutschland, vor kurzem veröffentlichte die Band aus Long Beach/Kalifornien ein neues Video zur emotionalen Single ›Too Bad‹.
Der Clip zeigt die Sons bei einer ihrer flirrenden Performances in einem leeren Theater.
CLASSIC ROCK verlost Freikarten für die letzten Konzerte der Southern-Rock-Legenden.
Lynyrd Skynyrd gehen ein letztes mal auf große Welttournee und machen dabei im Juni auch an drei Stationen in Deutschland Halt. Im Vorprogramm wird dabei niemand Geringeres spielen als die Southern-Rock-Nachkömmlinge von Black Berry Smoke.
Lnynyrd Skynyrd selbst werden bei ihren fulminanten „Farewell“-Shows in 90 Minuten alle Hits und Klassiker auf die Bühne bringen. Ein Muss für alle Fans, wenn diese Ikonen endgültig abtreten. Deswegen verlost CLASSIC ROCK 5×2 Tickets für ein Konzert in eurer Wunschstadt.
Jetzt teilnehmen und gewinnen!
[contact-form-7 id=“86250″ title=“Lynyrd Skynyrd Tickets“] (Teilnahmeschluss ist der 17. Mai 2019)
Achtung: Bald gibt es den Punk N‘ Roll von den Little Villains live auf die Mütze!
2006 gründete Phil „Philthy Animal“ Taylor, ehemaliger Drummer von Motörhead, die Little Villains. Nachdem der Schlagzeuger 2015 verstarb, fasste sich der Rest seiner Band letztes Jahr ein Herz und vollendete die bereits angefangenen Aufnahmen ihres neuen Albums in Gedenken an ihren Gründer.
Am 29. März ist PHILTHY LIES nun erschienen, in wenigen Wochen kommt das Trio außerdem für einige Live-Shows nach Deutschland.
Hier die Little Villains hier live erleben:
26.04. Mannheim, 7ER
27.04. Osnabrueck, Dirty Dancing
28.04. Berlin, Toast Hawaii
30.04. Rodewisch, Ars Vitae
01.05. AT – Salzburg, Rockhouse
08.05. Nürnberg, Kunstverein
09.05. Passau, Zauberberg
11.05. Arnstadt, Rockjungfer
Als Deep Purple am California Jam 1974 ihre letzte Nummer anstimmten, hatte Mr. Blackmore ein ganz besonders fulminantes Ende für alle in petto.
Den Gig von Deep Purple am riesigen California Jam des Jahres 1974 sagte Ritchie Blackmore nur zu unter der Bedingung, dass seine Band erst nach Sonnenuntergang spielt. Die vom Vertrag abweichende Anweisung vor Ort, dass Purple bitte gegen 18:30 Uhr auf die Bühne sollen, ignorierte er tunlichst und ließ seine Wut auf den Veranstalter am Ende der Show mehr als eindeutig spüren.
Zum Geburtstag des Exzentrikers zeigen wir heute jene legendäre, 30-minütige Version von ›Space Truckin‹ am California Jam, an dessen Ende Ritchie ein wahres „Feuerwerk“ an Zerstörung anrichtet und Bandkollegen, Publikum als auch einen Kameramann mehr als überrascht zurücklässt.
Aufgepasst: Hier gibt es Freikarten für die Shows von The Sweet zu gewinnen!
Der Mai dieses Jahres steht ganz unter dem Stern von The Sweet: In Kürze nämlich werden sich die Altrocker auf ihrer „Still Got The Rock“-Tour einmal quer durch Deutschland spielen.
Dies sind jedoch auch gleichzeitig die letzten Shows, die zusammen mit Sänger Pete Lincoln gestartet werden. Der Frontmann will sich künftig verstärkt seinem Projekt FRONTME3N widmen, weshalb ihn künftig Paul Manzi vertreten wird.
CLASSIC ROCK verlost 3 mal 2 Tickets für eine Show in eurer Wunschstadt!