Titelstory: Slade im Interview – Komm und spür den Lärm!
Von umjubelten Popstars im Rolls-Royce hin zum nostalgischen, von Kaffeemarken gesponserten Oldie-Act: Die Geschichte von Slade ist mindestens so bunt wie ihre Outfits. Aus einfachen Arbeiter-verhältnissen stammend, eroberte das Quartett mit seinen stampfenden Rhythmen und eingängigen, doch nicht einfältigen Pop-Rock-Hits die Welt im Sturm. Im Rahmen der neuen Best-of-Sammlung CUM ON FEEL THE HITZ rekapitulieren der ehemalige Frontmann Noddy Holder (N) und Gitarrist Dave Hill (D) in einem knapp vierstündigen Interview die mit Anekdoten gespickte Historie jener Truppe, der das kollektive Gedächtnis der Rockmusik bis heute irgendwie zu wenig Aufmerksamkeit schenkt.
Ende der 70er hatte die Karriere von Motörhead richtig Fahrt aufgenommen. Die 80er läuteten sie dann mit dem Album ein, das bis heute als ihr unerreichter Meilenstein gilt. 40 Jahre später sprachen wir anlässlich der Jubiläums-Reissue der Platte mit Journalist Mick Wall, Mitbegründer des britischen CLASSIC ROCK-Mutterschiffs und Autor von „Lemmy: The Definitive Biography“ (2016), über die Entstehung von ACE OF SPADES und seine Zeit als PR-Mann und Freund des legendären Frontmanns.
T.Rex: Solid Gold, Easy Action
Setzt man Rock einem hohen Druck aus, wird er entweder zerbröseln – oder sich in einen Diamanten verwandeln. Produzent Tony Visconti erinnert sich an seine Zeit im Studio mit Marc Bolan und T. Rex für die Aufnahmen zu THE SLIDER und TANX.
Peter Green: 29. Oktober 1946 bis 25. Juli 2020
Er war Sänger, Songwriter und einer der besten Bluesgitarristen, die Großbritannien je hervorgebracht hat. Wir blicken zurück auf das Leben und die Karriere des Mitbegründers von Fleetwood Mac.
Der Frontmann von Monster Magnet über die US-Punk-Heroen Ramones:
Es waren Bands wie Black Sabbath, in die ich mich als Kind verliebte, aber als ich in ein Alter kam, in dem ich tatsächlich selbst Musik machen konnte, war es das erste Album der Ramones, das mich so richtig anspornte. Ich komme ja aus New Jersey und fuhr nach New York zu Konzerten, etwa die regelmäßigen Rockshows im Madison Square Garden Anfang der 70er. Wenn man da rauskam, verteilten Leute Flyer für diesen winzigen Laden namens CBGB. Ich hatte noch nie davon gehört. Da sah ich zum ersten Mal die Ramones, was für mich live eher wie The Stooges klang. Ich kaufte mir das Album am Tag, als es erschien. So etwas hatte ich noch nie zuvor gehört, so lo-fi, aber so seltsam – die Vocals auf zwei Spuren, die Texte über Berlin und Kommandos und all den Scheiß. Diese Platte klingt so unglaublich und sie blies mich förmlich um.
Dieses erste Album war so wichtig für die Entstehung von etwas ganz Neuem, auch wenn Punk zunächst ein reines Medienphänomen war. Punk war in New York ein großes Ding, aber im Rest der USA interessierte das niemanden. Die Ramones glaubten, sie würden die Welt erobern, aber dazu würde es nie kommen. Doch sieh sie dir an und sieh dir eine Band wie Grand Funk Railroad heute an. Wer verkauft mehr? Grand Funk. Doch an wen erinnern sich die Leute? An die Ramones. Und deshalb sind sie so wichtig
Die 42-jährige Geschichte der Pretenders ist bewegt und von zahlreichen Besetzungswechseln geprägt. Chrissie Hynde sagte selbst bei der Aufnahme in die Rock And Hall Of Fame, man sehe seit Mitte der 80er wie die eigene Tribute-Band aus. Doch eine Konstante wurde stets aufrecht erhalten: Aufrichtigkeit. Und ein gewisses Qualitätsniveau, auf das man sich immer verlassen konnte. Seit ALONE von 2016 scheinen sie sogar bemüht, noch mal richtig anzuziehen, wie nun auch HATE FOR SALE belegt. Zwar wohnt diesen Songs eine gut abgehangene Altersweisheit inne, die eben nur aus viel Lebenserfahrung gewonnen werden kann – doch von Müdigkeit oder einem Runterschalten kann nicht die Rede sein. Auf dem Titelstück, ›The Buzz‹, ›Turf Account Daddy‹, ›Didn‘t Want To Be This Lonely‹ und dem köstlich knackigen ›Junkie Walk‹ zeigen Hynde & Co. die Zähne und sprechen natürlich auch eloquent aktuelle Missstände an, während ›Crying In Public‹ einen herzerwärmend-melancholischen Schlusspunkt setzt. Eine äußerst gelungene Mischung aus Herz, Punk-Angepisstheit und musikalischer Euphorie also, die der Band so spät in ihrer Laufbahn bestens zu Gesicht steht.
Zum 50 jährigen Bestehen seines eigenen Musikerdaseins bringt Michael Schenker Anfang 2021 ein neues Album raus.
1971 stand Michael Schenker erstmals in einem Studio, um die Gitarrenspuren für das erste Scorpions-Album LONESOME CROW aufzunehmen. „The German Wunderkind“ war damals gerade einmal 16 Jahre jung.
Zur Feier seines Musikerdaseins, das inzwischen eine halbe Dekade umspannt, bringt Michael Schenker Anfang 2021 sein Jubiläums-Album IMMORTAL raus. Darauf werden wieder zahlreiche Rock-Royals vereint sein. So werden die meisten Songs von Ronnie Romero (Ritchie Blackmores Rainbow) gesungen, außerdem sind Michael Voss (Mad Max), Ralf Scheepers (Primal Fear) sowie Joe Lynn Turner (ehemals Deep Purple, Rainbow) am Mikrofon.
Unter anderem sind auch Bodo Scheepers, Simon Philipps (ehemals Toto) und Brian Tichy (ehemals Whitesnake) mit von der Partie.
Bei einem virtuellen Pressetreffen plauderte der Gitarrist voller Elan über das neue Album und dessen Entstehungsprozess: „Das Corona-Virus zwang uns zu noch mehr Kreativität, was am Ende wirklich unfassbar gut geklappt hat. Keiner hat Lust auf Quarantäne-Maßnahmen, deswegen bin hauptsächlich ich herumgereist und musste danach immer mal wieder 14 Tage daheim bleiben. (lacht) Aber irgendwie hat uns die schwierige Situation um das ganze Album herum hat uns noch mehr motiviert, auch wenn es so natürlich sehr viel Arbeit war. Wie ein ausgefeiltes Tänzchen. Mittendrin konnte Ronnie Romero nicht mehr einfliegen wegen des Virus. Da kam Michael Voss die Idee mit Joe Lynn Turner. Und ich meinte nur: Mensch, das wäre ein absolutes Plus. Also trafen sich Michael und Joe Lynn Turner und er wollte unbedingt dabei sein.
Dann aus dem Nichts meldete sich Brian Tichy und wollte auch beim Jubiläum mitmischen, am Ende spielt er sogar auf sechs Liedern und das auch noch umsonst. (lacht) Bodo lebt jetzt in Italien und hat sich schließlich aufgrund dieser Situation ein großartiges Drum-Studio eingebaut, das er sich von Simon Philipps bei unseren gemeinsamen Proben für eine Japan-Tour abgeschaut hat. So kann er auch in Zukunft gut von zuhause aus arbeiten, auch wenn er deswegen jetzt nur auf drei Songs zu hören ist und Brian Tichy auf sechs. Naja, die restlichen Songs hat Simon Philipps grandios eingetrommelt.
Und weil ich mich nicht wirklich mit zeitgenössischer Musik auskenne, habe ich meine Freundin gefragt, ob sie niemanden kennt, der gut zu uns passen würde. Ein toller Sänger, vielleicht ja sogar ein Fan. Und sie schlug Ralf Scheepers von Primal Fear vor. Ich vertraue ihrem Geschmack blind, also erklärte ich Michael Voss, dass er Ralf mal fragen sollte. Er sagte sofort zu und auch er sang am Ende zwei Songs statt nur einen. Als ich seine Stimme dann erstmals hörte, war ich komplett von den Socken. Ich wollte eh verstärkt in die Metal-Richtung gehen und seine Stimme ist einfach grandios dafür. Eine weitere Kollaboration, die sich durch das Virus ergeben hat, ist die mit Keyboarder Derek Sherinian, den Brian Tichy vorgeschlagen hat. Er war bei Dream Theater. In einen Song haben wir nun also ein Battle zwischen Gitarre und Keyboard eingebaut und ich konnte meinen Ohren kaum trauen. Ich war wirklich schockiert von seinem Spiel und wie es meinen Gitarrensound ergänzte. Das ist jetzt der Opener. Im Rahmen dieses Album geschahen so viele unglaubliche Dinge, die wahrscheinlich ohne das Corona-Virus niemals zustande gekommen wären.“
Auf die Frage, warum Künstler wie Phil Mogg oder Klaus Meine nicht auf dem Album vertreten sind, antworte Schenker wie folgt: „Weißt du, darüber habe ich wirklich lange nachgedacht. Aber ich habe mir gesagt: Ach, das macht doch alles keinen Sinn. Erstmal sind so viele Menschen gestorben. Pete Way und Paul Raymond und und und. Ich habe es satt, anderen Künstlern beim Sterben zuzusehen, das ist echt schrecklich! Und außerdem wollte ich diese Büchse der Pandora nicht aufmachen. Ich habe jetzt in den letzten fünf Jahren, in denen ich mich von ihnen ferngehalten habe, meine Ruhe. Und Freude daran, meine eigene Musik zu erschaffen. Wenn ich da wieder zurückgehe, fängt der ganze Scheiß von vorne an, der damals losging, als ich 15 Jahre alt war. Die haben mich einfach ausgenutzt. Deswegen kann ich nur sagen: Ich liebe diese Jungs. Phil sehe ich fast täglich, wenn ich durch seine Heimatstadt fahre -manchmal mit seinem Hund, manchmal auf seinem Fahrrad (lacht). Ich hupe inzwischen schon gar nicht mehr, weil er wahrscheinlich denken muss, ich suche ihn heim wie so ein Schenker-Geist. (lacht) Aber all diese Leute, die einen auf „das ist jetzt die letzte Tour oder das letzte Album“ machen, um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, sind irgendwie einfach nur ein bisschen billig. So etwas würde ich nicht machen, ich habe auch keinen Grund dazu.„
Weiter erklärt er: „Man kennt das ja vielleicht. Egal, in welchem Alter man seine Familie wieder besucht, man fällt wieder in seine Rolle zurück. Ich war immer das mittlere Kind, sobald ich zuhause bin, spiele ich diese Rolle weiter. Und so ist es mit Bands auch und ich habe keine Lust, wieder meine naive Gitarristen-Rolle anzunehmen. Die Rolle eines 15-Jährigen, der von 21-Jährigen ausgenommen wird. Da bin ich rausgewachsen, das hat damals gereicht. Ich will nicht mehr ausgetrickst werden von echten Profi-Tricksern. Damit kann ich nichts anfangen. Ich bin ein Musiker, ein echter Künstler und das ist meine heutige Rolle und die gefällt mir auch.“
Auf IMMORTAL wird unter anderem eine neue Version des Scorpions-Songs ›In Search Of The Peace Of Mind‹ zu hören sein. Schenker dazu wörtlich: „Das war das erste Musikstück, das ich jemals ganz alleine geschrieben habe. Ganz allein, in der Küche meiner Mutter. Darin ist ein Double-Timing-Picking-Part, den mein Bruder überhaupt nicht hätte spielen können, den viele gute Gitarristen nicht spielen können. Ich war damals 15. In den Credits stand dann damals, dass ich die Lyrics geschrieben hätte. Ein absoluter Witz, ich konnte damals gar kein Englisch. Als zweiter bei den Credits für die Texte stand Rudolf Schenker, der genauso wenig Englisch sprach wie ich. Warum haben sie damals nicht mich bei den Credits für die Komposition angegeben und bei den Credits für die Lyrics halt den, der sie geschrieben hat? Naja, ich habe den Track eben nochmal aufgenommen, weil es mein allererstes Stück war, das ich geschrieben und aufgenommen habe. Ich wollte es nochmal richtig episch neu vertonen, was wirklich gut geklappt hat.“
Perfekte Unterhaltungs-Extravaganza – eine Review; komplexe Polit-Extravaganz – ein Kommentar:
Nun gut, wollen mit der eigentlichen Show, dem musikalischen Zirkus dieses Konzertes beginnen. Am rechten Rand der maximal dimensionierten LED-Wand: Eine Frau, regungslos mit dem Rücken zum Publikum gewandt, sitzt sie auf einer Düne. Ihr spürbar leerer Blick legt sich über das weite, ruhige Meer vor ihr. Ihr aschfahler Parka und ihr Kopftuch, sie und ihr Schicksal werden uns heute noch mehrmals begegnen. Aus den Lautsprechern im hinteren Bereich des Hallendachs schneidet sich, perfekten Raumklang erzeugend, Möwengeplärr durch das sanfte Meeresrauschen der Frontboxen. Das Licht geht aus, das Bild zoomt hinaus bis ins Weltall, Roger Waters und seine Band betreten zu den Tönen von ›Speak To Me‹ die Bühne und damit starten sie in ›Breathe‹ – perfekt. Weiter geht es mit dem düsteren Waters-Parade-MEDDLE-Stück ›One Of These Days‹, dann zurück zu ›Time‹ und der Reprise von ›Breathe‹.
Die Musiker um Waters, ihre technische Sauberkeit, ihr perfektes Timing innerhalb dieser bereits jetzt grandiosen Inszenierung bekommen mit ›The Great Gig In The Sky‹ und dem Gesangs-Duett der beiden Lucius-Mitglieder Jess Wolfe und Holly Laessig eine erste große, sternenfunkelnde Bühne geboten – stets geleitet von „Gilmour-Ersatz“ und neu-kongenialem Partner Jonathan Wilson und getragen von einem der wohl transparentesten und druckvollsten Sounds in der langen Geschichte der Oly-Halle. Mit ›Welcome To The Machine‹ und dem dazugehörigen blutigen ’75er Trickfilm wird – endgültig für diesen Abend – der bislang vorrangig musikalischen Komponente eine sozial-/politkritische beigefügt, womit der Boden für drei der vier neuen, nicht-Floyd-Kompositionen des Abends bereitet wäre.
Diese Songs fügen sich musikalisch reibungslos in das Set, emotional und dramaturgisch stechen sie – und ganz besonders ›The Last Refugee‹ – sogar heraus. Zwischen den kläglichen Resten ihrer Habseligkeiten tanzt eine einst stolze Frau melancholisch einen orientalischen Tanz. In ihren Händen hält sie eine Puppe, die sie zuvor aus dem Wasser gefischt hatte. Ihr Kind ist nicht mehr da. Das Publikum, nun emotional zurechtgelegt, bekommt die erste Hit-Salve aus ›Wish You Were Here‹ verpasst, das harsch von Helikopter-Lärm und ›The Happiest Days Of Our Lives‹ unterbrochen wird. Mit einem liebst unperfekt choreographierten Kinderchor, der sich zu Teil 2 und 3 von ›Another Brick In The Wall‹ vom Guantanamo-Heftlingszug zum antiautoritären, infantilen Haufen wandelt, wird das Publikum in die gute alte Konzertpause entlassen.
›Was, wenn alle Tiere dieselben Rechte hätten, wie beispielsweise Schweine und … Hunde?‹ steht da zum Ende der Unterbrechung als letzte von zahlreichen Parolen auf der Videowand. Die ANIMALS-Revue, die in bekannter Pink-Floyd-Manier alle kontemporären, technisch möglichen Register einer tourenden Unterhaltungsproduktion zieht, beginnt: Zu Alarmsirenen und Warnlichtern senkt sich ein Steg über die gesamte Länge der Halle von der Decke, aus dem sich wiederum die berühmte Plattencover-Fabrik samt darüber schwebendem Schwein und vier rauchenden Schornsteinen erhebt. Nach ›Dogs‹, das Wilson komplett für sich vereinnahmt, schwebt ferngesteuert ein riesiges Zeppelin-Schwein über die Köpfe auf den Rängen. ›Pigs (Three Of A Kind)‹ wirkt, als sei es 2017 eigens für die rechtsgerückten Erfolgspolitiker der heutigen Tage – allen voran dem in allerlei verunglimpfenden Collagen dargestellten Donald Trump – geschrieben worden. Die Botschaften hier: „Bleibt menschlich!“ und „Trump ist ein Schwein.“. ›Money‹ und ›Us And Them‹ schlagen die Kerbe mit derselben eindringlichen Klinge nur noch tiefer ins mittlerweile mürbe, politsentimentale Fleisch der Zuschauer.
Nach der ebenbürtigen Solokomposition ›Smell The Roses‹ füllt sich die nun in grauem Licht gehaltene Arena zu ›Brain Damage‹ langsam mit mehr und mehr Nebel, der schlagartig mit dem ersten Ton von ›Eclipse‹ die dreidimensionale, lüfterne Leinwand für eine imposante Lichtpyramide direkt über den ersten zwanzig Sitzreihen bietet. Von deren Mitte aus senken sich allmählich alle Farben des Regenbogens durch den Raum. Hier ist es, das ikonische Plattencover von DARK SIDE OF THE MOON in Überlebensgröße, zum, na ja, leider Nicht-Anfassen!
Waters bekommt Standing Ovations, nimmt die – ja doch, es ist wohl echte – Liebe mit geballten Fäusten, tiefer Rührung und kämpferischem Blick entgegen. Dann ergreift er das Wort. Doch zunächst soll es hier weiter um das Finale der Musikdarbietung gehen: Alle in der Halle, in sattes Pink getaucht und von Konfetti mit der Aufschrift ›Resist‹ umschwärmt, singen zu ›Comfortably Numb‹. Danach verneigen sich die Musiker in beseeltem Applaus. Im Hintergrund erscheint erneut die Frau auf der Düne. Ohne jeden Kommentar, ganz beiläufig, bewegt sich etwas im Schilf des linken Bildrandes. Ein kleines Mädchen erklimmt den Sandhügel und legt sich in den Schoß seiner Mutter. Die Bühne wird leer, das Licht geht an, eine der derzeit makellosesten Rockshows auf dem Planeten ging gerade eben in München zu Ende.
DER KOMMENTAR
Und nun zu dem einen Makel, zu all dem nicht-musikalischen Zirkus, der im Vorfeld und bei Waters’ „Danksagung“ auf der Bühne vonstatten ging, ein Kommentar:
Waters, der seit mehreren Jahren die mindestens als israelkritisch einzustufende Kampagne BDS (Boycott, Divestment and Sanctions) unterstützt, musste sich in Person des Münchner Oberbürgermeisters Reiter damit konfrontiert sehen, dass eine Debatte um einen ohnehin komplexen, Jahrzehnte währenden Konflikt, nämlich den zwischen dem Staat Israel und den Palästinensern, in der Bundesrepublik noch einmal ganz anders geführt wird als im Rest der Welt.
Wenn ein Stadtrat sich dagegen entscheidet, städtische Räumlichkeiten für eine nicht klar einzuordnende Kampagne zur Verfügung zu stellen, weil diese aus einer Vielzahl unterschiedlicher Organisationen besteht und einzelne davon durchaus Anlass geben, des Antisemitismus verdächtig zu sein, so ist dies wohl ein angemessener und begrüßenswerter Entschluss. Und so ist es wohl auch nachvollziehbar, dass der Bürgermeister sich im Voraus gegen das Konzert von Waters äußerte. Lediglich übersieht Reiter bei seiner konjunktivischen Zurschaustellung politischer Korrektheit mindestens ein Thema, das ihm doch gleichermaßen wie Waters brennend am Herzen liegen sollte: den Verzicht auf Zensur. Und Waters beförderte sich mit einem völlig maßstabslosen Vergleich (er stellte die angedachte Untersagung seines Konzertes in die Bedeutungsnähe der Bücherverbrennungen des NS-Regimes) erneut ins Abseits jeglicher sachlichen Diskussion. So manövriert man sich nur weiter weg von im Ursprung nobel gedachten Zielen.
Am Ende blinkt hier – wie so oft in unserer komplexen Welt – die Frage auf, wer eigentlich wen und wessen Bekanntheit für wessen politische Zwecke gebrauchen möchte. Darüber sollten sich die 10.000 Waters-Fans und Münchner Bürger ihre eigenen Gedanken machen, um danach eine Besinnung auf den wesentlichen – und von beiden Seiten für sich beanspruchten – Kampf für universelle Menschenrechte, für Aufrichtigkeit sowie einen maßhaltenden und faktenbasierten Ton einfordern zu können. Damit wäre am meisten denen geholfen, um die es angeblich gehen sollte: allen entrechteten Menschen dieser Welt.
SETLIST:
Intro: Speak to Me
1. Breathe
2. One of These Days
3.Time
4. Breathe (Reprise)
5. The Great Gig in the Sky
6. Welcome to the Machine
7. Déjà Vu
8. The Last Refugee
9. Picture That
10. Wish You Were Here
11. The Happiest Days of Our Lives
12. Another Brick in the Wall Part 2
13. Another Brick in the Wall Part 3
– – Pause – –
14. Dogs
15. Pigs (Three Different Ones)
16. Money
17. Us and Them
18. Smell the Roses
19. Brain Damage
20. Eclipse
Liebe CLASSIC-ROCK-Leser, interpretiert die aktuellen Tourdaten bitte als Momentaufnahme, die zur Zeit der Heftgabe – also circa zwei Wochen vor Erscheinen am Kiosk – entstand. Aufgrund des nur schwer absehbaren Verlaufs der Corona-Krise können wir derzeit keine Gewähr geben. Die unten aufgeführten Termine bilden den aktuellen Status der von CLASSIC ROCK präsentierten Shows ab. Absagen und Konzerte mit bereits angekündigten Nachholterminen findet ihr weiter unten. Immer aktuell auf dem Laufenden halten wir euch auf unserer Website unter: www.classicrock.net
DAVID BOWIE: LESUNG UND MUSIK heyne-hardcore.de Anlässlich der Veröffentlichung der illustrierten David-Bowie-Biografie von Zeichnerin Mária Hesse und Autor Fran Ruiz feiert der Verlag Heyne Hardcore den großen Künstlers mit einem Lese-, Musik- und Bilderabend. Mit Jesper Munk, Kristof Hahn und Markus Naegele.
ANDREAS KÜMMERT andreas-kuemmert.de Der Gewinner von „The Voice Of Germany“ mit der großen Stimme widmet sich auf seiner diesjährigen „Harlekin Dreams“ Tour seinem jüngsten gleichnamigen Album.
25.09. Künzell, Alte Piesel 03.10. Weißenburg, Kulturkirche 01.10. Erfurt, Museumskeller 03.10. Weißenburg, Museumskeller 04.10. Dresden, Groovestation 15.10. Weikersheim, Tauberphilharmonie 21.10. Helmbrechts, Textilmuseum 25.10. Neunkirchen, Stummsche Reithalle 05.11. Wunst, Küsters Hof 07.11. Paderborn, Wohlsein 08.11. Berlin, Frannz 12.11. Köln, Kulturkirche 14.11. Salzwedel, Club Hanseat 17.11. Münster, Hot Jazz Club 18.11. Münster, Hot Jazz Club 22.11. Trier, Mergener Hof 26.11. AT – Dornbirn, Wirtschaft 27.11. Achim, Kasch 28.11. Lüneburg, Salon Hansen 05.12. Salzgitter, Kulturscheune 12.12. Friedrichshafen, Kulturhaus Caserne 17.12. Siegburg, Kubana 18.12. Frankenthal, Gleis 4 19.12. Koblenz, Circus Maximus 20.12. Lohr am Main, Stadthalle 27.12. Rastatt, Reithalle, Theatersaal 28.12. Hamburg, Elbphilharmonie
ROCK MEETS CLASSIC rockmeetsclassic.de Im Rahmen der „The Greatest Rock Hits Tour“ zieht die erfolgreiche Reihe „Rock Meets Classic“ 2021 mit Größen wie Joey Tempest von Europe oder Dee Snider.
TEXAS wizpro.com Zur Feier des 30. Jubiläum ihres Albums SOUTHSIDE kommen Texas um Sharleen Spiteri im November nach Deutschland.
15.11. Hamburg, Große Freiheit 16.11. Berlin, Huxley’s 17.11. Frankfurt, Batschkapp 23.11. Köln, Carlswerk Victoria
THUNDERMOTHER thundermother.com Wer echten Rock’n’Roll im Stile von Rose Tattoo oder AC/DC zu seiner Herzensmusik zählt, der ist hier bestens aufgehoben: Die vier Damen aus Schweden geben ordentlich Gas und bringen wirklich jeden Nacken zum Wirbeln.
19.09. Viersen, Rockschicht 20.09. Bochum, Rockpalast 23.09. Aschaffenburg, Colos Saal 24.09. Münster, Rare-Guitar 25.09. Wetzlar, Black Pearl 26.09. Bremen, Tower 28.09. Hannover, Lux 01.10. Köln, MTC 02.10. Bensheim, Rex 03.10. Ebernhahn, Rosenheckhalle 04.10. Trier, Mergener Hof 06.10. Stuttgart, Universum 07.10. Kempten, Big Box Allgäu 09.10. Freiberg, Rock um zu helfen 10.10. Bad Bodenteich, Studio 21 11.10. Fulda, Kreuz 22.10. Bad Reichenhall, Lemmy’s Bar 23.10. Burgrieden, Riffelhof 24.10. AT – Linz, Wildstyle & Tattoo Messe 27.10. München, Backstage 28.10. CH – Pratteln, Z7 30.10. Donauwörth, Starclub 31.10. Bad Ischl, Wildstyle & Tattoo Messe
Absagen und Termine der verschobenen Shows:
ALBERTA CROSS fkpscorpio.com Gleich zwei Mal mussten die Konzerte von Alberta Cross verschoben werden. Aktuell sind die beiden Shows nun für März nächsten Jahres angesetzt.
15.03.21 Berlin, Badehaus 16.03.21 Hamburg, Bahnhof Pauli
AMERICA mfpconcerts.com Für viele Bands markiert 2020 ein Jubiläumsjahr und auch die Folk-Rocker von America haben heuer etwas Großartiges zu feiern: Ein halbes Jahrhundert Bandbestehen.
THE ANALOGUES wizpro.com Man nennt sie auch gerne die „Beatles-Sensation“ aus den Niederlanden. The Analogues stehen für ein genuines Live-Erlebnis der Extraklasse. Im Herbst bringen sie ABBEY ROAD auf die Bühne.
MATT ANDERSEN kj.de Zusammen mit dem Alan Doyle Trio spielt der kanadische Blues-Gitarrist und Singer/Songwriter Matt Andersen in vier deutschen Clubs.
THE AUSTRALIAN PINK FLOYD SHOW fkpscorpio.de Die Australian Pink Floyd Show liefert seit Jahrzehnten ein authentisches und musikalisch einwandfreies Erlebnis der besten Pink-Floyd-Kreationen.
WADE BOWEN wadebowen.com Die Shows des texanischen Country-Künstlers finden nun im Juni 2021 statt.
22.06.21 München, folks!club 23.06.21 Stuttgart, Im Wizemann Club
BROKEN WITT REBELS wizpro.com Mit ihrem neuen Album OK HOTEL im Gepäck machen die britischen Bluesrocker kommenden November in Deutschland Halt.
22.11. Hamburg, Nochtwache 24.11. Köln, Blue Shell 25.11. Berlin, Musik & Frieden
PHIL CAMPBELL & THE BASTARD SONS philcampbell.net Im Frühjahr – so Gott will – schaut Ex-Motörhead-Mann Phil Campbell mit seinen Bastard Sons vorbei. Unterstützt wird die Patchwork Familie von den Nitrogods und The Carburetors. 11.04.21 Hameln, Sumpfblume 12.04.21 Mannheim, Feuerwache 13.04.21 Köln, Essigfabrik 15.04.21 Nürnberg, Hirsch 16.04.21 München, Backstage Werk 17.04.21 Cham, L.A. 19.04.21 Würzburg, Posthalle 21.04.21 Stuttgart, Wizemann Club 22.04.21 Frankfurt, Das Bett 23.04.21 Magdeburg, Factory 24.04.21 Leipzig, Hellraiser 25.04.21 Dresden, Beatpol 27.04.21 Hamburg, Gruenspan 28.04.21 Berlin, Hole44 30.04.21 Münster, Sputnikhalle
NIC CESTER fkpscorpio.com Vor zwei Jahren veröffentlichte Nic Cester sein Solodebüt SUGAR RUSH. Im Anschluss tourte der ehemalige Frontmann der australischen Durchstarter von Jet durch die Clubs dieser Welt. Diesen Oktober kommt Nic inklusive einiger neuer Songs nach Deutschland. 04.10. Wiesbaden, Schlachthof 05.10. München, Strom
THE CHURCH thechurchband.net Seit 40 Jahren bringen The Church nun schon ihre vielseitige Mische aus New Wave, Post Punk, Indie und psychedelischen Elementen unter die Leute. Ihre Jubiläumstour haben die Australier jetzt auf 2021 verschoben.
19.05.21 Stuttgart, Im Wizemann 20.05.21 Frankfurt, Das Bett 21.05.21 Köln, Helios37 27.05.21 Berlin, Lido 28.05.21 Hamburg, Monkeys Music Club
COOGAN’S BLUFF noisolution.de Die wilde Mischung aus Psychedelic- und Krautrock, der sich diese Rostocker verschrieben haben, kann man nur schwer in Worte fassen. Ab Juni dieses Jahres soll es losgehen…
04.12. München, Feierwerk 05.12. Jena, KuBa 17.12. Nürnberg, Z-Bau 18.12. Frankfurt am Main, The Cave 19.12. Bremen, Lila Eule 15.01.21 Rostock, Peter-Weiß-Haus 16.01.21 Berlin, Lido 26.02.21 Stuttgart, Goldmarks
THE DEAD SOUTH fkpscorpio.com Manche bezeichnen sie als die bösen Zwillinge der Mumford & Sons, wer also Lust hat auf Bluegrass und Folk der etwas unartigeren Sorte, der sollte sich die auf 2021 verlegten Shows von The Dead South absolut nicht entgehen lassen.
BRIAN FALLON AND THE HOWLING WEATHER fkpscorpio.com Auf seiner kommenden Tour wird der Gaslight-Anthem-Sänger die Songs seines aktuellen Albums LOCAL HONEY präsentieren. Die Shows wurden auf 2021 verschoben.
09.02.21 Köln, Carlswerk Victoria 10.02.21 Berlin, Huxleys Neue Welt 11.02.21 Hamburg, Docks 18.02.21 Nürnberg, Löwensaal 19.02.21 Frankfurt, Batschkapp 20.02.21 München, Muffathalle 21.02.21 Stuttgart, Longhorn
FISH assconcerts.com Der ehemalige Marillion-Sänger tourt 2021 mit dem als sein letztes Album angekündigten WELTSCHMERZ durch die Welt.
SAMANTHA FISH samanthafish.com Die Singer/Songwriterin und Gitarristin wird oft als Blues-Ikone gefeiert, vereint aber in ihrem Sound auch viele weitere Genres.
FOREIGNER foreigner.com Nach ihrer erfolgreichen Sommertournee und einigen Shows mit großem Orchester, kehren Foreigner um Gründungsmitglied Mick Jones nach Deutschland zurück. Im Vorprogramm sind die Dead Daisies.
05.06.21 München, Olympiahalle 06.06.21 Hamburg, Stadtpark Open Air 12.06.21 Stuttgart, Freilichtbühne Killesberg 13.06.21 Halle (Saale), Peißnitzinsel
THE HOOTERS hootersmusic.com Im Juni 2021 holen die Hooters ihre „20+20 – 40th Anniversary“-Tour nach, auch wenn sich der Rechenweg dann nicht mehr ganz ausgeht. Macht natürlich nichts.
05.06.21 Karlsruhe, Substage 06.06.21 Gifhorn, Unser Aller Festival 08.06.21 Hamburg, Fabrik 09.06.21 Bensheim, Musiktheater Rex 11.06.21 Osnabrück, Rosenhof 12.06.21 Brilon-Alme, Alme Gemeindehalle 13.06.21 Koblenz, Festung Ehrenbreitstein 15.06.21 Wolfhagen, Kulturzelt 16.06.21 Bochum, Zeche 19.06.21 Vacha, VachWerk 20.06.21 Saarbrücken, Garage 07.07.21 Aschaffenburg, Colos Saal 08.07.21 Augsburg, Spectrum 09.07.21 CH – Wildhaus, OpenAir Wildhaus 2020 11.07.21 Köln, Die Kantine 12.07.21 Dresden, Club Tante JU 14.07.21 Tuttlingen, Honberg Sommer 15.07.21 Schopfheim, Sommersound 16.07.21 Marburg, Schlossparkbühne 17.07.21 Spalt, Lieder am See 18.07.21 Mörfelden-Waldorf, Waldschwimmbad Open Air 20.07.2021 Bielefeld, Lokschuppen 22.07.2021 Regensburg, Piazza Festival 23.07.2021 Zeulenroda-Triebes, Panorama Bühne Seestern 24.07.2021 Leipzig, Parkbühne 25.07.2021 Esslingen, Esslinger Burg 27.07.2021 Berlin, Columbia Theater 28.07.2021Bremen, Metropol Theater
THE JESUS AND MARY CHAIN themarychain.com Die schottischen Wegbereiter des Shoegaze spielen an vier Terminen ihr Album DARKLANDS und dazu natürlich noch weitere Songs ihrer Karriere. Kultalarm!
19.02.21 Berlin, Astra Kulturhaus 20.02.21 Köln, Live Music Hall 21.02.21 Wiesbaden, Schlachthof 22.02.21 München, Backstage Werk
KANSAS kansasband.com Die US-Progrocker Kansas gehen auf „Point Of Know Return Anniversary Tour“. Heißt: Sie führen ihr Album von 1977 – inklusive ihrer Hit-Ballade ›Dust In The Wind‹ – von vorne bis hinten auf. Dazu spielt die Band um Sänger Ronnie Platt und Gründungsmitglieder Richard Williams und Philipp Ehart viele weitere Hits, selten gespielte Songs und Fan-Favoriten.
LARKIN POE wizpro.com Diese grandiose Roots-Rock-Band um Rebecca und Megan Lovell und wird völlig zu Recht als „Die kleine Schwester der Allman Brothers“ bezeichnet. Die Termine für 2021:
25.02.21 München, Muffathalle 04.03.21 Berlin, Huxley’s 12.03.21 Hamburg, Markthalle 04.03.21 Köln, Live Music Hall
LOUISE LEMÓN assconcerts.com Jüngst hat Louise Lemón ihre EP DEVIL veröffentlicht. Dass die Queen Of Death Gospel nächstes Jahr pünktlich zur Tour vielleicht ein neues Album am Start hat, bleibt nur zu hoffen.
MIDLAND wizpro.com Midland sehen aus wie die modernen Flying Burrito Brothers und sind wahrscheinlich eine der best angezogenen Country-Bands überhaupt.
09.12. Hamburg, Gruenspan 11.12. Berlin, Galaxy Club
CHRIS NORMAN semmel.de Ab April geht Chris Norman mit seiner Band auf umfangreiche „Forever“-Tournee.
PROCOL HARUM assconcerts.com Auch die legendäre Truppe um Mastermind Gary Brooker musste ihre für 2020 angesetzten Konzerte verschieben. Doch schon nächstes Jahr im April kommen Procol Harum dann zu uns.
THE QUIREBOYS Die Truppe um ihren Frontmann Spike verwandelt jede Venue in eine verrucht-verrauchte Blues-Spelunke.
05.03.21 Hamburg, Logo 06.03.21 Hannover, Lux 07.03.21 Bochum, Rockpalast 08.03.21 Frankfurt, Das Bett 09.03.21 München, Backstage Club
MARKY RAMONE markyramone.com Bereits 2019 konnte Marky Ramone mit Marky Ramone’s Blitzkrieg und einer grandiosen Ramones-Show überzeugen. Daran wird sich 2021 nichts ändern.
02.06.21 Frankfurt, das Bett 06.06.21 Bremen, Lila Eule 16.06.21 Neuruppin, Kulturhaus 17.06.21 Rostock, M.A.U. Club 18.06.21 Berlin, Bi Nuu 19.06.21 Hamburg, Monkeys Music Club 20.06.21 Dortmund, Musiktheater Piano 29.06.21 München, Backstage 02.07.21 Dresden, Chemiefabrik 03.07.21 Giebelstadt, Mission Ready Festival 12.07.21 AT – Wien, Viper Room
THE ROBERT CRAY BAND pa-co.eu Blueslegende und Blues-Hall-of-Famer Robert Cray und seine Band spielen im Rahmen ihres neuen Albums THAT’S WHAT I HEARD alte und neue Hits aus über 40 Jahren amerikanischer Musikgeschichte.
SISTERS OF MERCY fkpscorpio.com 40 Jahre Sisters Of Mercy, 30 Jahre VISION THING. Anlass genug, nochmal ein wenig zu touren. Die Konzerte finden nach einer weiteren Verschiebung nun im März 2021 statt.
UFO concertbuero-franken.de Die Legenden um Frontmann Phil Mogg verlängern ihre „Last Orders Tour“ und geben uns so die Chance, noch ein letztes Mal in den Live-Genuss ihrer Hits und Perlen zu kommen.
04.07.21 München, Backstage 05.07.21 Memmingen, Kaminwerk 08.07.21 Bremen, Modernes 09.07.21 Berlin, Hole 44 ( Galaxy) 10.07.21 Torgau, Kulturbastion Open Air 12.07.21 Tübingen, Waldbühne 13.07.21 Bochum, Zeche 14.07.21 Köln, Kantine 16.07.21 Frankfurt am Main, Batschkapp 17.07.21 Enderndorf, Lieder am See Open Air
BRIAN WILSON brianwilson.com Kaum jemand hat mehr Hits auf Lager als Brian Wilson. Die spielt das Mastermind der Beach Boys dann nächsten Sommer live in Deutschland.
Von Anfang bis Mitte der 70er Jahre hatten Slade europaweit und vor allem in ihrer Heimat einen unglaublichen Lauf. Die Engländer aus Wolverhampton platzierten alle ihre Singles in den Top 20, sechs Stück davon landeten auf Nummer 1.
Die Nummer ›Gudbuy T’Jane‹ vom 1972 erschienen Album SLAYED? erreichte in den UK „nur“ Platz zwei, steht seinen Nebenbuhlern aber weder im stampfigen Rhyhtmus noch im dreckigen Glam-Vibe nach.
Im ‚Video der Woche‘ zeigen wir die Performance des Songs beim niederländischen Sender TopPop, eine Anlehnung an das berühmte, britische „Top Of The Pops“, wo Noddy Holder und Co. in den 70ern fast schon als Haus- und Hofband logierten.
Am Ende der Aufnahme zerdeppert ein gut gelaunter Dave Hill in Lametta sogar noch ganz freudestrahlend einen Stuhl mit seiner Gitarre.
Wie der Vater so der Sohn: Seine Hit-DNA wurde Simon Collins in die Wiege gelegt
Adel verpflichtet, sagt der Volksmund, und ordnet Phil Collins nicht nur aufgrund seiner langen Genesis-Historie dem blaublütigen Geschlecht zu. Sein Sohn Simon kennt deshalb die große Bürde, die auf ihm lastet. Seit drei Alben schon kämpft er gegen das Stigma an, „nur“ der Sohn des großen Phil zu sein. Doch Collins Junior schlägt sich mit Bravour, so viel muss man vor allem angesichts seiner vierten Veröffentlichung BECOMING HUMAN konstatieren.
Sein musikalischer Ansatz unterscheidet sich interessanterweise nicht allzu sehr vom Erfolgskonzept seines Vaters, wird jedoch durch moderne und elektronische Zutaten um eine zusätzliche Klangebene erweitert. Was bei beiden gleich ist – offenbar die typische Collins-DNA –, ist die grundsätzlich poppige Ausrichtung der Songs, die starke Präsenz eines rhythmisch treibenden Fundaments und ein sicheres Gespür für tolle Refrains. Das alles, verpackt in eine hochprofessionelle Produktion mit starken Sounds und cleveren Arrangements, macht diese Scheibe zum reinen Hörvergnügen. Insofern ist BECOMING HUMAN ein astreines Hit-Album mit royalem Hintergrund.