WILD FLOWERS & ALL THE REST setzt sich mit dem bisher unveröffentlichten Erbe Tom Pettys Anfang der 90er auseinander.
Im Oktober erscheint WILDFLOWERS & ALL THE REST von Tom Petty. Das Album wird neben den Tracks des WILDFLOWERS-Album von 1994 auch alle bisher ungehörten Songs enthalten, die es damals nicht auf das Album geschaft haben.
Außerdem werden auf den verschiedenen Editionen der Kompilation Live-Mitschnitte, Demos und alternative Versionen zu hören und zu sehen sein. Jüngst erschien der bisher ungehörte Track ›Confusion Wheel‹.
Mit INTO THE WIDE gingen sie aufs Ganze. Plötzlich war da dieser Drang, im Gefolge der Killers, von Arcade Fire oder Radiohead die Arenen zu erobern. Nur ist man in der Quintessenz eine andere Band. Eine, die immer dann funktioniert, wenn sie intim und aufrichtig bleibt, Ecken und Kanten zulässt und sich Überraschungen gönnt. Scheinbar merkten Delta Spirit, dass sie übertrieben hatten. Sie brauchten eine Pause, sechs Jahre lang. Vor Kurzem kamen sie in Texas wieder zusammen und ließen den Dingen freien Lauf. Wie gut das Gemeinschaftsgefühl war, zeigte schon der Vorab-Track ›It Ain’t Easy‹, in dem Abba-Keyboards und Soul-Feeling vorkommen. Bei ›How Bout It‹ denkt man der Stimme von Matthew Logan Vasquez wegen an Mike Scott von den Waterboys, dazu begeistert ein fiebriges Gitarrensolo.
›Can You Ever Forgive Me?‹ ist der erste von zwei Songs, den Kelly Winrich singt – schon ist man wieder woanders, in etwa bei Tom Petty. „If it’s one more record, let it play on forever“ heißt es schließlich in einer Folk-Ballade. Am Ende gibt es keinen Zweifel: Delta Spirit sind zurück, zu allem bereit und, um es mit einem Titel zu sagen, ›Better Now‹. Welcome back!
8 von 10 Punkten
Delta Spirit, WHAT IS THERE, NEW WEST RECORDS/PIAS/ROUGH TRADE
Lange ist es her, dass Marilyn Manson Amerikas Staatsfeind Nr. 1 war. Wer soll noch einen Goth mittleren Alters fürchten, wenn ein echtes Monster im Weißen Haus sitzt, Soldaten die Straßen patrouillieren und Jahrzehnte aufgestauten Frusts über soziale Ungerechtigkeit sich jeden Augenblick zu entladen drohen? Mit seiner elften Platte will Manson nicht das Böse, die Finsternis oder das Chaos heraufbeschwören, sondern die Schrecken kommentieren, die schon längst da draußen sind. „I can stick a needle in the horror and fix your blindness“, grummelt er auf ›Red Black And Blue‹, dem genüsslich bedrohlich klingenden Opener von WE ARE CHAOS. „My eyes are mirrors/ All I can see is gods on the left and demons on the right“. Diese barocken, unheilvollen Proklamationen sind Mansons Brot und Butter und WE ARE CHAOS strotzt vor ihnen (auch wenn ›Infinite Darkness‹, der einzige Song, der den großen Zeh noch mal in den Industrial-Goth-Lärm taucht, auf dem er sein Reich einst aufbaute, den Käpt’n-Offensichtlich-Preis verliehen bekommt für die Worte „You’re dead longer than you’re alive“). Beschädigung als stilistische Wahl wird unterdessen auf ›Perfume‹ seziert – und Manson sollte darüber besser als die meisten Bescheid wissen, wurde er doch von GQ als einer der stylishsten Männer 2019 ausgerufen. Das ist alles gewollt abstrakt, geschwärzte Poesie, über die man nachdenken soll und die sich in die gelebte Erfahrung jedes Hörers einfügen soll. Und das würde natürlich darauf bauen, dass man sich die Platte mehr als einmal anhören will, was eher fragwürdig scheint. Das „Shock and awe“-Prinzip des Manson von einst glänzt hier durch Abwesenheit. Das Titelstück ist mit seinem hymnischen, anstachelnden Refrain auf dem Grat zwischen Rock’n’Roll und Musical ein Höhepunkt und klingt, als sei es direkt aus dem Songbook von My Chemical Romance rübergeschlendert, inklusive der Außenseitersolidarität seiner Kernaussage: „We are sick, fucked up and complicated/We are chaos, we can’t be cured“.
Danach wird es aber leider unfokussiert, mal überfüllt und unverdaulich auf dem Beatles-esken ›Paint You With My Love‹, dann wieder farb- und belanglos auf dem doomigen ›Half-Way & One Step Forward‹. Die Bowie-Einflüsse aus Mansons MECHANICAL ANIMALS-Ära schimmern im üppig mit Streichern instrumentierten ›Don’t Chase The Dead‹ durch, doch nach einem aufregenden Anfang wird das Album immer austauschbarer und der God Of Fuck wirkt gegen Ende zusehends kraftloser. Nichtsdestotrotz ist es schön, den König des modernen Unfugs wieder dabei zu erleben, wie er sein milchiges Auge auf den Schlamassel wirft, in dem wir uns befinden.
So gewitzt der Titel der Platte auch ist, hängt Veröffentlichungen dieser Art immer ein fahler Beigeschmack von Resterampe und Fan-Abzocke an. Wer braucht im „Alles online“- Zeitalter überhaupt noch solche Zusammenstellungen? Doch bei einer Band wie Mastodon lohnt sich das Hinhören immer, und diese Sammlung aus Outtakes, Raritäten und einem (nicht unbedingt weltbewegenden) brandneuen Song bietet in der Tat einen ziemlich faszinierenden Querschnitt durch das Schaffen der Truppe aus Atlanta. Okay, die Live-Versionen bringen uns keine tiefgreifend neuen Erkenntnisse, doch die Instrumentals, Coverversionen und Non-Album-Tracks machen das allemal wett.
Hier zeigt sich nicht nur, wie breitgefächert das Musikverständnis der Herren ist, wie mühelos sie Sludge, Death, Stoner und Prog Metal in allen erdenklichen Mischungsverhältnissen beherrschen, sondern auch, dass sie bei aller Wucht, Härte und Komplexität immer noch wissen, was eine Melodie ist. ›Asleep In The Deep‹, ›A Commotion‹, ›Jaguar God‹ und vor allem ›White Walker‹ unterstreichen, dass Mastodon nicht nur eine grandiose Metalband sind, sondern ganz einfach tolle Musiker.
Zuletzt machten die Flaming Lips durch ein irres Konzert auf sich aufmerksam: Die Band spielte ihren Hit ›Race For Prize‹ (in dem es um konkurrierende Wissenschaftler geht, die die Menschheit retten wollen) vor einem Publikum, das sich in riesigen Gummibällen vor Ansteckung schützte. THE SOFT BULLETIN heißt das klassische Album, auf dem der Song zu finden ist, und es ist eine gute Idee dieser Band, sich 20 Jahre danach wieder stärker auf den Sound von damals zu beziehen.
Nach allerhand guten und weniger guten Ideen, die Band zu erneuern, ist AMERICAN HEAD eine Platte der guten Erinnerungen: Da sind die wuchtigen Drums und jenseitigen Melodien, die Hymnen an die Menschlichkeit und bekloppten Weltall-Abenteuer. Vor allem aber sind da sehr gute Songs: ›Mother, Don’t Be To Sad‹ und ›My Religion Is You‹ sind herrliche Balladen, ›When We Die When We’re High‹ oder ›Mother I’ve Taken LSD‹ psychedelisch-verdrogte Song-Halluzinationen. Alles angemessen durchgeknallt für ein Album, das AMERICAN HEAD heißt – aber zu großen Teilen wunderschön.
8 von 10 Punkten
The Flaming Lips, AMERICAN HEAD, PIAS/BELLA UNION/ROUGH TRADE
Larkin Poes langer Weg von Classic Rock über Bluegrass bis hin zu Southern Rock ist gepflastert mit kreischenden Gitarren, Harmonien und einem Hauch von Goth.
An ursprünglichem Rock ’n’ Roll kann man die Schwestern Megan und Rebecca Lovell nur schwer übertreffen. Zusammen sind sie Larkin Poe und gleichzeitig Nachfahren des Meisters des Makabren höchstpersönlich, Edgar Allen Poe. „Wir sind mit seinem Werk aufgewachsen und fanden als Teenager schließlich heraus, dass wir mit ihm verwandt sind“, so Megan. „Wir waren große Fans, die Erkenntnis glich also einer Offenbarung.“ Rebecca dazu weiter: „Und natürlich spielt es in unseren Bandnamen hinein. Larkin Poe war unser Ur-Ur-Ur-Ur-Großvater und gleichzeitig der Cousin von Edgar Allan. Also dachten wir, der Name wäre perfekt, um uns auf unsere südlichen GothWurzeln und unsere Familie zurückzubesinnen“. Als ich die beiden an jenem düsteren März-Nachmittag in dem Haus treffe, in dem Rebecca mit ihrem Ehemann Tyler Bryant im Osten von Nashville wohnt, sind die Schwestern passend angezogen: Beide tragen schwarze Skinny-Jeans, schwarze Tops und diverse Silberketten mit Anhängern. Zwei von Rebeccas Tätowierungen auf dem Arm setzen weitere Akzente – „La Mort“ und „Memento Mori“. Zudem schwingt ein unbestreitbarer Hauch von Poe in der Luft, jetzt wo die Situation um das Coronavirus Ausmaße à la „Die Maske des Roten Todes“ anzunehmen droht und das gewohnte Leben auf unbekannte Zeit nach hinten verschiebt.
Auch Larkin Poes anstehende Tour zum Support ihres fünften Albums SELF MADE MAN ist davon betroffen. Der wilde Southern-Rock-Vibe, gepaart mit den erhebenden, spirituell eingefärbten Texten wie in ›Holy Ghost Fire‹, ›Tears Of Blue To Gold‹ und ›Every Bird That Flies‹, erscheint wie eine tiefe Reflexion und zeitgleich wie ein Gegengift für diese unsichere Zeit. „Die Menschen können unermesslichen Kummer und harte Zeiten überstehen und trotzdem wieder aufstehen, sich zusammenreißen und aufblühen. Diese Platte soll etwas von der Freude und der Zuversicht widerspiegeln, die wir spüren und zu schätzen wissen“, erklärt Rebecca. In dem Studio, in dem das Gespräch mit CLASSIC ROCK vor einer Armada von VintageGitarren, Effektpedalen und eingerahmten Tourplakaten stattfindet, gibt sich das Duo optimistisch: „Ich denke, einige Shows werden gestrichen werden, aber wir f inden einen Weg, um wieder rauszukommen. Man muss über der Angst und der Panik stehen können, das ist wichtig. Wir wollen natürlich nicht, dass irgendjemand bei unseren Shows krank wird, deswegen spielen viele Faktoren in diese Entscheidungsprozesse hinein. Trotzdem denke ich, dass die Musik eine wichtige Rolle spielt und die Songs in allen unterschiedlichen Momenten des Lebens für uns da sind“, so Megan. Lieder und Musik waren für die LovellSchwestern von Anfang an da.
Die beiden wurden in Atlanta geboren, großgezogen und wie ihre ältere Schewester Jessica zuhause unterrichtet. Während andere Mädchen sich als Prinzessin verkleideten, spielten die drei klassische Geige im Jugendorchester. 2005 gründeten sie die Lovell Sisters. Ihr von Bluegrass und melancholischen Harmonien geprägter Stil ließ sie zu echten Geheimtipps in Festival-Kreisen avancieren. 2009 jedoch ging Jessica aufs College und heiratete. „Damals mussten wir beide uns entscheiden, ob wir weitermachen wollen oder nicht“, erinnert sich Megan zurück. „Das war der Moment, als wir beschlossen, uns wirklich reinzuhängen. Wir sind in lebenslänglicher Haft.“ Als Duo wendeten sich die Schwestern einem erdigeren Sound zu, sie fühlten sich zum Delta Blues und der kratzigen Seele von Muscle Shoals hingezogen. „Wir sind stolz auf die Kultur des Südens. Immer noch gibt es da viele Vorurteile, viele setzen den Süden automatisch mit Hillbillies gleich, aber wir sind Teil dieser Randgruppe, wo es okay ist, moderne Werte und verschiedene politische Ansichten zu haben. Wo man lieben kann, wen man will. Und wo man gleichzeitig Maisbrot und die Allman Brothers mögen kann und „Y’all“ sagt. Bei Megan, die Slide-Königin, veränderte das Lap-Steel-Spiel von Jerry Douglas von Union Station das Leben. „Ich habe mich total in die Slide-Gitarre verliebt, nachdem ich ihn zum ersten Mal gehört habe. Das ist so ein gefühlsgeladenes, klingendes Instrument. Ich liebe es, Harmonien mit Rebecca zu singen, aber erst, wenn ich mit meiner Slide singe, fühle ich mich wirklich zu Hause“, so Megan.
Ganz am Anfang waren die Zuschauer dem Sound der beiden nicht immer gewogen, wie Rebecca zugibt: „Wir hatten viele ,Verpisst euch‘-Momente, wo wir überlegt haben, das Ganze zu lassen. Da war wirklich alles dabei: Von Shows, die wir nur fürs Personal der Bars gespielt haben, bis hin zu Bierflaschen, die nach uns geworfen wurden“, fügt Megan kichernd hinzu. „Anfangs mussten wir viel einstecken. Heute wird uns eine Welle an Unterstützung zuteil, das alles war es also wert.“ 2011 wurde Elvis Costello zum Mentor von Larkin Poe: Er nahm sie als Vorband mit auf seine Tour. „Wahrscheinlich wären wir nicht die Musikerinnen, die wir heute sind, wenn er nicht diesen Einfluss auf unser Leben gehabt hätte. Die Ehrfurcht vor der gesamten Geschichte der Musik, die er weitergegeben hat, inspirierte uns dazu, nicht nur die Bands anzuschauen, die wir wirklich lieben, sondern noch eine Schicht tiefer zu graben, nach dem Motto: Okay, und auf wen bezogen sich nun Led Zeppelin? Hinzu kommt seine Gesetztheit als Songschreiber und die unendliche Energie, mit der er seine Kunst umsetzt“, führt Rebecca aus. Megan ergänzt: „Als wir neben ihm auf der Bühne standen, haben wir gespürt, wir er einfach alles rauslässt. Er arbeitet sich in Ekstase. Wir haben immer danach gestrebt, auch so zu sein“.
Larkin Poe bauten auf der Schwungkraft ihres Grammynominierten Albums VENOM & FAITH von 2018 auf, tourten nonstop (z. B. im Vorprogramm von Bob Seger) und erschufen nun mit SELF MADE MAN einen reifen, breitwandigen Sound, der sich stets an der Schwelle zum vollkommenen Ausbruch bef indet – auch wenn sich dieser aufgrund aktueller Begebenheiten ein wenig nach hinten verschiebt. „Als wir an diesem Album arbeiteten, dachten wir an die Art von Liedern, die wir mit den Leuten gemeinsam singen können. Wir wollten die Freude spüren, wenn ein ganzer Raum voller verschiedener Menschen sich miteinander verbunden fühlt“, erklärt Megan. Rebecca führt aus: „Manche fragten, ob das nicht ein wenig manipulativ wäre, den Leuten einfach zu geben, was sie wollen. Schließlich sei es ja unsere Kunst. Ich verstehe schon, welcher Wert in so einer Herangehensweise liegt. Aber erst kürzlich habe ich ein Interview mit Dolly Parton gesehen und sie meinte: ,Natürlich möchte ich meinen Fans das geben, was sie von mir wollen‘. Es fühlt sich fantastisch an, diese Art von Gemeinschaft zu fördern, eine gemeinsame Konversation loszutreten. Die Verbindung zwischen uns und unseren Fans ist das Wichtigste überhaupt
Der Boss kündigt ein neues Album an. Im Oktober erscheint LETTER TO YOU.
Nach seiner Erfolgsplatte WESTERN STARS von 2019 legt der Boss nun ein neues Rock-Album vor, das er zusammen mit der E Street Band aufgenommen hat. Am 23. Oktober erscheint LETTER TO YOU.
Die Aufnahmen zum 20. Studioalbum seiner Karriere entstanden in seinem Home Studio in New Jersey. Springsteen zur neuen Platte: „Ich liebe die Emotionalität von LETTER TO YOU. Und ich liebe den Sound der E Street Band, die komplett live im Studio spielt, so wie wir es noch nie zuvor gemacht haben, ganz ohne Overdubs. Wir haben das Album in nur fünf Tagen gemacht und es stellte sich als eines der größten Aufnahmeerlebnisse heraus, die ich je hatte.“
LETTER TO YOU wird nicht nur neun neue Songs enthalten, sondern auch drei Neu-Aufnahmen von bisher unveröffentlichten Liedern aus den Siebzigerjahren: ›Janey Needs A Shooter‹, ›If I Was The Priest‹ und ›Songs For Orphans‹. Als Musiker waren Roy Bittan, Nils Lofgren, Patti Scialfa, Garry Tallent, Stevie Van Zandt, Max Weinberg, Charlie Giordano und Jake Clemons mit an Bord, produziert wurde das Album von Ron Aniello und Bruce Springsteen selbst, gemischt von Bob Clearmountain, gemastert von Bob Ludwig.
Die europaweite Popularität von Slade befand sich schon im Abflauen, als das Quartett aus Wolverhampton beschloss, ins Filmgeschäft einzusteigen. SLADE IN FLAME, eine 1974 von Regisseur Richard Lancraine mit Drehbuchautor Andrew Birkin konzipierte Swinging-Sixties-Aufarbeitung aus Sicht der fiktiven britischen Combo Flame, erntete begeisterte Kritiken. Wie die von BBC-Filmrezensent Mark Kermode, der das Abenteuer überschwänglich als „Citizen Kane of rock musicals“ und die Musik unter die „50 greatest soundtracks in cinema‘s history“ einordnete.
Als Geheimtipp empfahl sich der Streifen auch hierzulande mit Mitternachtsvorstellungen in den Programmkinos. Allerdings nur im Original mit gewöhnungsbedürftigem Slang, da seinerzeit eine deutsch synchronisierte Fassung wegen angeblich „mangelnder kommerzieller Verwertbarkeit“ ausblieb. Aufstieg und Fall von Flame verklausulierten sich mit trickreichen Wendungen in mehr oder minder deutlichen Anspielungen auf reale Showbiz-Koryphäen.
Wobei Überschreihals Noddy Holder sowie Plateaustiefelträger Dave Hill im Gespann mit ihren Kollegen Jim Lea und Don Powell in der schwarzhumorigen Komödie eine ausgesprochen gute Figur machten. Als echtes Talent mit starker Präsenz und gutem Gespür für humoreske Situationen erwies sich vor allem der nach seinem Ausstieg bei Slade als TV-Mime aktive Holder. Bliebe noch zu erwähnen, dass der britische Schauspieler Tom Conti in der Rolle des gewieften Bandmanagers sein Leinwanddebüt gab.
Großes Zeremoniell gab es bei der Premiere im Londoner Metropole Theatre am 13. Februar 1975: Suchscheinwerfer erhellten den Nachthimmel, als Slade zur Freude der Fangemeinde auf einem antiken Feuerwehrwagen eintrudelten, um auf dem roten Teppich zahlreiche Promi-Gäste zu begrüßen: Sweet, Suzi Quatro, Roy Wood, Gary Glitter, Mud, Lulu, Kiki Dee, Lynsey de Paul, Chas Chandler, Alan Price, The Troggs und Colin Blunstone gaben sich die Ehre bei der feuchfröhlichen Sause.