0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Start Blog Seite 397

AC/DC: Neues Video zu ›Demon Fire‹

0

Knapp einen Monat nach der Veröffentlichung ihres neues Albums POWER UP, zahlreichen Chart-Bestplatzierungen und einem Hype rund um den ganzen Globus, legen AC/DC heute nochmal ein Video zur Single ›Demon Fire‹ nach.

Den brandneuen Clip seht ihr hier:

In unserer Special Edition über „Die ganze Geschichte der größten Rockband aller Zeiten“ beleuchten wir für euch die ganze Geschichte von AC/DC. Außerdem haben wir exklusiv für CLASSIC ROCK mit Angus Young und Brian Johnson über POWER UP und den Tod von Malcolm Young gesprochen. Hier das Sonderheft jetzt bestellen!

Review: Liguori Lecomte – Rock’n’Cook

0

Auf den ersten Blick passen der Rock’n’Roll und die Gourmetküche nur bedingt zueinander. Vor allem, wenn man an die Verpflegung auf vielen Konzerten denkt, liegt in den wenigsten Bratwürsten oder
Pommes ein Funke Haut Cuisine versteckt. Der französische Koch Liguori Lecomte jedoch bringt das Feuer und die Leidenschaft, die er sowohl fürs Essen als auch für die Musik hegt, zusammen und präsentiert zahlreiche Rezepte verschiedener Küchen, die er auf liebenswürdige Art und Weise mit diesem Genre verknüpft. So findet hier jedes vorgestellte Gericht einen passenden Songdeckel inklusive kurzer Erklärung. Der Oktopussalat wird beispielsweise mit ›Octopus’s Garden‹ von den Beatles serviert und auch fotografisch auf der passenden Platte angerichtet. Gerade die ästhetische Umsetzung ist in dem Kochbuch ausgezeichnet gelungen: Wunderbar in Szene gesetzt, machen die verschiedenen Rezepte Lust auf mehr. Dass auch ein Kapitel über leckere Drinks nicht fehlt, braucht wohl nicht extra erwähnt werden. Nach einem für Experten eher oberflächlich wirkenden Glossar über wichtige Bands schließt das Buch mit einem Register, in dem der Leser die richtige Auswahl an Rezepten für seinen Geschmack findet, da diese hier nach Genres sortiert aufgelistet werden.

Die reine Polemik: Über Glam Rock und Amerika

0

Die transatlantischen Pop-Beziehungen im Wandel der Zeiten. Und warum The Sweet und andere Glam-Rocker rein gar nichts dafür konnten, dass ihnen die Yankees nicht zu Füßen lagen.

Neben den Menschen“, stellte Kurt Tucholsky einst fest, als er mal wieder besonders witzig sein wollte, „gibt es noch Sachsen und Amerikaner.“ Bevor jetzt ein Fäkaliensturm aus dem Land der präsidial begrenzten Fähigkeiten oder dem nicht minder schönen Freistaat losbricht: Das ist ein Zitat. Von Kurt Tucholsky.

Es spiegelt also nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktion wider. Muss man ja dieser Tage dazuschreiben, sonst behaupten manche Amerikaner und Sachsen noch, wir wären Rassisten. Sind wir aber nicht. Das Verhältnis des Leipzigers, Dresdeners und Chemnitzers zum Phänomen „Glam-Rock“ mag heutzutage noch nicht hinreichend erforscht sein, aber immerhin besitze ich eine AmigaLP mit den größten Hits von T.Rex, Made in Deutsche Demokratische Republik vom volkseigenen Betrieb „Deutsche
Schallplatten Berlin“. Was zumindest nahelegt, dass auch Sachsens „Children Of The ruhmreiche Arbeiter-und-Bauern-Revolution“ gerne mal dem ›Cosmic Dancer‹ beim Reiten des weißen Schwans zuhörten. Vermute ich jetzt mal.

Dass hingegen die Yanks mit dem britischen Make-up-und-Fummel-Pop einst gewaltig haderten, ist relativ unzweifelhaft. Damals in den 70ern, als Lockenköpfchen Marc Bolan Europas Minderjährige verzauberte, David Bowie ein Kleid trug, Roxy Musics Brian Eno mit Federboa und im Glitzer-Overall am Synthesizer hantierte und Slades Dave Hill mit unglücklichem Pony auftrat. Wir reden hier gerade über Frisuren, nicht über depressive Reittiere, okay? Aber zurück zum Thema: The Sweets ›Block Buster!‹ stürmte 1973 in Westdeutschland auf Platz 1 (wie auch die beiden vorangegangenen und nachfolgenden Singles), in den US-Charts hatte es sich bei Rang 73 ausgebustert. Wie kommt’s? Nun, die landläufige eurozentrische Interpretation ist einfach: Im Bibelgürtel stand man eben nicht so auf effeminiert wirkende Männer in Mädchenklamotten, denn das hatte sicher irgendwas mit Sex zu tun, war also mutmaßlich verwirrend.

Zumindest vor der Ehe, vielleicht sogar auch danach. Ist das eine überzeugende These? Hhmm … Die USA bestanden ja schon damals nicht nur aus Frigidville, Idaho, oder Redneck Junction, Texas. Auf amerikanischen Festivals wurde damals wie im Rest der Welt nackt im Schlamm gebadet und in San Francisco … oh, là, là! Zudem: Warum fuhren die Amis dann Jahre später auf Glam-Replikanten wie Twisted Sister und all die toupierten HairsprayBands in ihren Leoparden-Leggins ab, und zwar in ganz großem Stil? Hatte der Mainstream in der Zwischenzeit erkannt, dass Bühnenklamotten eben Bühnenklamotten sind und man durch das Anhören der Musik geschminkter Frisurenträger nicht zwangsläufig schwul wird? Ich vermute ja eher, dass etwas anderes hinter Amerikas Weigerung steckt, The Sweet und T.Rex vorbehaltlos zu vergöttern. Was es aber auch nicht unbedingt besser macht. Der US-Avantgardist John Zorn äußerte sich einst in einer Film-Doku recht abfällig über Britanniens Beitrag zur Popkultur. Alles nur geklaut, und zwar von den USA.

Eine diskussionswürdige Meinung, denn ohne – speziell afroamerikanische – Einflüsse wäre vieles anders gelaufen. Oder gar nicht. Interessant: Nicht unwesentliche Teile der amerikanischen Musikpresse stießen schon Anfang der 70er tendenziell ins gleiche Horn, egal, ob es um Glam-Rock oder Led Zeppelin ging. Briten? Machen nur aufgeblasenen Scheiß! Ende des Jahrzehnts wurde der britische Punk bekrittelt, kurz darauf der inseleigene Metal und in den 90ern wurden Britpopper gerne mal als Klone längst vergangener Zeiten belächelt. Klar, man muss nicht alles super finden, doch in dieser geballten Form und über all die Jahre hinweg konnte einen diese grundsätzliche Kritik durchaus misstrauisch machen. Denn vieles klang leider doch zu sehr nach Traumabewältigung. Konkret: nach einem Selbstverständnis, auf alle Zeiten die globale popkulturelle Hegemonialmacht zu sein, der niemand – schon gar keine blassen Engländer – das Wasser reichen kann, das spätestens seit den 60ern schwer erschüttert worden war.


Steile These? Musikalische Ressentiments aufgrund gekränkten Stolzes? Und deshalb: Buy American? Andererseits: Die britische Musikpresse ging mit US-Acts auch nicht immer zimperlich um, man machte sich gerne über allzu gefällige AOR-Weichspüler lustig, über aseptische Pop-Chanteusen, alberne Hardrock-Darsteller und später dann über betont rustikale Grunge-Karohemdenträger, die nicht ansatzweise den verfeinerten Stil und die intellektuelle Grandezza eines Jarvis Cocker vorweisen konnten. Ja ja, die transatlantischen Beziehungen. In Fragen des gelegentlich auftretenden, popkulturellen Un- und Missverständnisses hinsichtlich Fehlinterpretationen, Abwertungen und Beleidigungen können wir uns wohl auf eines einigen: unentschieden.

Video der Woche: Roy Orbison mit ›You Got It‹

0

Heute vor 32 Jahren ist Roy Orbison gestorben. In Gedenken an den Hit-Song-Schreiber mit der dunklen Sonnenbrille blicken wir zurück auf das Jahr 1988, als er mit seiner Single ›You Got It‹ vom Album MYSTERY GIRL sein Comeback feierte.

Im selben Jahr wurde er zudem Mitglied der Traveling Wilburys und machte als Supergroup gemeinsame Sache mit Bob Dylan, Tom Petty, Jeff Lynne und George Harrison. Leider verstarb Orbison am 6. Dezember 1988 an einem Herzinfarkt

JOHNNY CASH AND THE ROYAL PHILHARMONIC ORCHESTRA

0

Johnny Cash in feinem Zwirn? Geht das? Jedenfalls besser als gedacht, wie das neu zusammen-gedrechselte Album JOHNNY CASH AND THE ROYAL PHIHARMONIC ORCHESTRA beweist. Wie John Carter Cash, Sohnemann des ‚Man in Black‘ und Executive-Producer der CD, verrät, habe der Country-Riese schon immer eine Schwäche für große Orchester-Arrangements gehabt. Vor allem vom britischen Royal Philharmonic Orchestra soll er ein Fan gewesen sein – was den Filius auf die Idee brachte, ein Dutzend Cash-Songs mit Geigen, Bratschen & Co. nachzukolorieren. Bei weniger bekannten Titeln wie ›I Came To Believe‹ oder ›A Thing Called Love‹ fällt die Umsetzung eher subtil aus, bei Song-Ikonen wie ›Walk The Line‹, ›Ring Of Fire‹, ›Highwayman‹ oder ›Girl From The North Country‹ (das Duett mit Bob Dylan) dafür umso stärker akzentuiert und äußerst spannend.

JOHNNY CASH
JOHNNY CASH AND THE ROYAL PHIHARMONIC ORCHESTRA
LEGACY/SONY

Blackfield: FOR THE MUSIC

0

Auf ein Neues …

Aviv Geffen, zu Hause in Israel ein großer Star, rief das Projekt Blackfield einst mit Steven Wilson ins Leben und konnte mit einer griffigen Mischung aus Melodie und jeder Menge eklektischer Klänge ein paar Achtungserfolge erzielen. Der Prog-Gott hat sich mittlerweile zurückgezogen und hilft nur noch hier und da aus, während Geffen keinen Hehl daraus macht, mit diesem Werk den Mainstream knacken zu wollen. Kann das klappen? Die Zutaten sind auf jeden Fall da. Seit fast 30 Jahren aktiv und mit zahlreichen Alben im Lebenslauf, weiß Geffen, wie man einen Song schreibt, der im Ohr hängenbleibt. Wilsons Gespür für unverwechselbare Klangfarben hat er unterdessen beibehalten und bewegt sich hier sehr souverän zwischen Melancholie und atmosphärischem Midtempo-Pop, der trotzdem fesseln kann.

Große Emotion als Markenzeichen findet sich ebenfalls reichlich auf Balladen wie ›White Nights‹, ›It’s So Hard‹ oder dem Album-Highlight ›Falling‹ – für gestandene Rocker vielleicht zu viel des Guten. Wer aber anspruchsvolles Songwriting im zugänglichen Gewand und mit aufrichtigen Botschaften zu schätzen weiß, sollte FOR THE MUSIC auf jeden Fall eine Chance geben.

7 von 10 Punkten

Blackfield, FOR THE MUSIC, WARNER

Unruly Child – OUR GLASS HOUSE

0

Kollidierende Welten

Die Historie von Unruly Child und der Zeit unmittelbar davor kann sich sehen lassen, es liest sich wie ein Who’s Who der AOR-Geschichte. Sängerin Marcie Free war zuvor (noch als Marc Free) bei King Kobra und Signal, Gitarrist Bruce Gowdy bei Stone Fury (zusammen mit Kingdom-Come-Stimme Lenny Wolf) und gründete dann mit Keyboarder Guy Allison die Yes-Klone World Trade. Drummer Jay Schellen kommt von Hurricane und Fretless-Bass-Gott Tony Franklin war mit Jimmy Page bei The Firm und später bei Blue Murder mit John Sykes. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum aus dem Frühjahr 1992 hatte das Zeug für einem großen Wurf in Sachen Melodic Rock, doch dann kam Grunge und für Unruly Child interessierte sich kaum einer mehr. Der Fünfer war schon kurze Zeit später wieder Geschichte, ehe es 1998 mit Sänger Kelly Hansen (Foreigner) eine erste Reunion gab. Seit 2010 ist Marcie Free wieder am Mikro zu finden und die Truppe veröffentlicht in regelmäßigen Abständen recht durchschnittliche neue Alben, mit BIG BLUE WORLD zuletzt 2019.

Auch OUR GLASS HOUSE kommt kaum über Mittelmaß hinaus, trotz handwerklicher Alleskönner will das Songmaterial nicht wirklich überzeugen. Free hat immer noch eine starke Stimme, ein ›On The Rise‹ wie auf dem Erstling gelingt aber nicht. Dafür sind mit ›Let’s Talk About Love‹ und ›To Be Your Everything‹ zwei komplett überflüssige Neueinspielungen ebenjener Platte am Start.

5 von 10 Punkten

Unruly Child, OUR GLASS HOUSE, FRONTIERS/SOULFOOD

Sainted Sinners – UNLOCKED & RELOADED

0

Die Mischung macht’s!

Für das inzwischen dritte Album der Sainted Sinners hat Gitarrist und Bandchef Frank Pané (Bonfire) das Line-up rundum erneuert und mit Ernesto Ghezzi (Keyboards bei Gotthard), Rico Bowen (Bass bei Paul McCartney und Madonna) und dem Tygersof-Pan-Tang-Sänger Jacopo „Jack“ Meille am Mikrophon drei Ausnahmekönner in die Band geholt. Der Personalwechsel ist auch deutlich hörbar, so zeigt bereits der Opener ›Same Ol Song‹ eindrucksvoll, dass hier keine alten Kamellen aufgewärmt werden, sondern mit breiter Brust nach vorne gestürmt wird. Es ist zwar hier und da ein gewisser Tygers- und Whitesnake-Einschlag zu spüren, aber über solch hochwerte Inspirationsquellen kann man sich eigentlich fast nicht beschweren.

Mit UNLOCKED & RELOADED ist Pané und seinen Mitstreitern ein fetziger Neustart gelungen, bei dem die Hardrock-Ohren von Anfang bis Ende auf ihre Kosten kommen.

7 von 10 Punkten

Sainted Sinners, UNLOCKED & RELAODED, EL PUERTO RECORDS/SOULFOOD