In unserer immer aktuell zusammengestellten Playlist des Monats hört ihr, wie die aktuelle Ausgabe von CLASSIC ROCK klingt.
Dieses Mal mit dabei: Songs von Judas Priest, Suzi Quatro, Saga, UFO, Uriah Heep, Pink Floyd, Krokus und vielen mehr…
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Dieses Mal mit dabei: Songs von Judas Priest, Suzi Quatro, Saga, UFO, Uriah Heep, Pink Floyd, Krokus und vielen mehr…
Fertig ist es schon, das nächste Solowerk des ZZ Top-Frontmanns Billy F. Gibbons: HARDWARE. Der Titel zollt Joe Hardy, dem ZZ Top-Toningenieur der 80er Jahre, welcher 2019 verstarb, Respekt. Mit von der Partie ist wieder Drummer Matt Sorum (Guns N‘ Roses, Velvet Revolver, The Cult), der an den Stücken mitgeschrieben hat und zusammen mit Gitarrist Austin Hanks ebenfalls im Video zu sehen ist.
Auf HARDWARE wird es außerdem einen Song mit dem jungen Blues-Rock-Duo Larkin Poe zu hören geben. Mit ihnen hatte sich Gibbons über Sängerin Megan Lovells Ehemann Tyler Bryant angefreundet. Der hatte zuvor mit Billy getourt.
Über das Album selbst sagt Gibbons: „Wir haben uns für ein paar Wochen in der Wüste verschanzt, in der Sommerhitze und das war ziemlich intensiv. Um Druck abzubauen, haben wir es einfach ‚rocken lassen‘ und darum geht es in HARDWARE. Größtenteils ein wütender Rocker, dennoch achtsam gegenüber dem Mysterium der Wüste.“
Zwei Monate nach ihrem epischen Livealbum AT FILLMORE EAST von 1971 und einen Monat, bevor Duane Allman sich ein letztes Mal auf sein Motorrad setzte, machte sich die ABB in Austins Municipal Auditorium für eine ihrer letzten Shows als Sextett auf. Man munkelte, dass sie zwar ihren Southern-Blues-Gospel nicht aufgeben, jedoch vielleicht ein bisschen mehr Richtung Country gehen würden, so wie man es schon auf einigen nachdenklichen Ausschnitten des später erscheinenden EAT A PEACH erahnen konnte. Trotzdem hätte man es hier nicht erwartet, schließlich besticht DOWN IN TEXAS ’71 durch ein klassisch eingerahmtes Allmans-Set inklusive unabkömmlicher Nummern wie ›In Memory Of Elizabeth Reed‹, ›Statesboro Blues‹ und ›Stormy Monday‹. Dann kommen sie plötzlich ins Jammen und lassen sich von der Muse treiben. Die neun Songs können den Ostküsten-Shows nichts anhaben, zudem ist soundtechnisch keine Verbesserung zu hören, da es sich hier lediglich um eine qualitativ durchschnittliche Aufnahme aus dem Publikum handelt, die Gregg Allmans Stimme nicht adäquat einfangen konnte. Trotzdem haute die Band ungeachtet der Drogen und des geflossenen Alkohols ordentlich einen raus. Zu dem Zeitpunkt waren die Allman Brothers nicht mehr davon abzubringen, den Sopransaxophonisten Rudolph „Juicy“ Carter mit an Bord zu haben (Fillmore-Produzent Tom Dowd hasste den Eindringling). Obwohl er Johnny Lee Johnson seinen Spitznamen „Jaimoe“ verpasst hatte, ist Juicys Anwesenheit einem kohärenten Sound nicht immer ganz zuträglich. Als diese Jungs aufspielten, neigten sie dazu, zwischen frei interpretiertem R’n’B und einer Art Rock-Jazz-Fusion hin und her zu wechseln, was vor allem daher rührte, dass Duane seine Flügel ausbreiten wollte. Schließlich war er erst kürzlich von niemand geringerem als Eric Clapton bei einer Kollaboration auf LAYLA AND OTHER ASSORTED LOVE SONGS unter die Fittiche genommen worden. Eine Liaison, die Dicky Betts niemals so richtig gepasst hatte. Und auch der Rest der Band fand es nicht gut, ihrem Anführer dabei zuzusehen, wie er in den Äther der Superstar-Größen entschwand. Die besten Stücke auf diesem Mitschnitt sind ›You Don’t Love Me‹, wo Duane ein bisschen Heavy-Metal-Chaos lostritt, sowie Elmore James’ ›One Way Out‹, jene Art von frisiertem Blues, die ihnen blind gelang. Ein zusätzliches Interview mit Duane und Bassist Berry Oakley fügt DOWN IN TEXAS ’71 ein wenig Historiencharakter hinzu, trotzdem ist die Platte nur etwas für Ultras.
6 von 10 Punkten
Allman Brothers Band, DOWN IN TEXAS ’71, ALLMAN BROTHERS BAND RECORDING COMPANY (2015 DEAL)
Text: Max Bell
„Ich versuche lieber, eine Brücke zu den Menschen auf der anderen Seite zu bauen, als eine Mauer zu errichten“.
Das Leben von Elton John ist gespickt mit Superlativen, nach den Beatles, Elvis Presley, Michael Jackson und Madonna ist er der Künstler, der weltweit die meisten Tonträger verkauft hat. „Wie jeder weiß, ist Ruhm, vor allem wenn er sich über Nacht einstellt, oberflächlich und gefährlich“, schreibt Elton in seiner Autobiografie „Ich“ und erklärt die Nebenwirkungen: „Die dunkle Anziehungskraft von Glanz und Gloria ist kein Ersatz für wahre Liebe und echte Freundschaft. Aber ich kann eins versichern: Für einen furchtbar schüchternen Menschen, der sich in seiner Kindheit möglichst unsichtbar machen wollte, gibt es kein besseres Heilmittel, als plötzlich in der L.A. Times als Zukunft des Rock’n’Roll gefeiert und von seinen eigenen musikalischen Helden bejubelt zu werden“.

In seiner Kindheit wird Elton John von seiner Großmutter gedrängt, Klavier zu spielen. Seine Eltern sind geschieden und Mutter Sheila ist ständig unterwegs, um Geld zu verdienen. In den späten 60er Jahren erwacht die Sexualität im Leben von Elton John, der als Reginald Kenneth Dwight am 25. März 1947 zur Welt gekommen ist. „Meine Libido“, so erklärt Elton John in der Rückschau, „regte sich völlig unerwartet zum ersten Mal, als wäre ich ein ungebetener Gast auf einer Party, die eigentlich schon zehn Jahre früher hätte anfangen sollen.
Mit 21 schien ich eine verspätete Pubertät zu bekommen. Schlagartig war ich in ein halbes Dutzend Männer verknallt, auch wenn ich es nie aussprach. Natürlich lebte ich meine Fantasien nicht aus. Ich hätte gar nicht gewusst, wie. Ich weiß, dass ich wahnsinnig gern Sex gehabt hätte, aber leider keinen blassen Schimmer hatte, wie man das anstellte. Noch dazu hatte ich große Befürchtungen, alles falsch zu machen.“ Dann folgten ausschweifende Sex, Drugs & Rock’n’Roll-Jahre, in denen Elton John das Party-Gaspedal bis zum Anschlag durchdrückte. Erst als er miterlebt, wie Neil Carter, der Assistent seines Managers, von der Immunschwächekrankheit Aids in kurzer Zeit hinweggerafft und einer seiner engsten Freunde, Queen-Sänger Freddie Mercury, an der Krankheit stirbt, zieht er die Reißleine.
Im Jahr 1990 beginnt Elton John seinen Drogenentzug und etwa zeitgleich gründet er eine Aids-Stiftung, die er mit Erlösen aus Plattenverkäufen, Konzerten und mit Geld von Sponsoren finanziert. Bis heute hat er 240 Millionen Dollar im Kampf gegen Aids zusammengetrommelt. Er hat sich immer wieder für die Rechte von Homosexuellen eingesetzt, bei einem Konzert in Moskau live auf der Bühne einen Song einem Mann aus Wolgograd mit Namen Wladislaw Tornowoi gewidmet, der im Mai 2013 aus Schwulenhass zuerst gefoltert und dann ermordet worden ist. „Ich bin sehr traurig und schockiert über die jetzige Gesetzgebung“, so Elton John in seiner Bühnenansprache in Moskau, „die sich gegen die LGBT-Community in Russland wendet. Meiner Meinung nach ist das unmenschlich und isolierend.
Einige Leute haben gefordert, dass ich wegen dieser Gesetzgebung nicht nach Russland kommen dürfe. Aber weitaus mehr Menschen haben mich gebeten, dennoch zu kommen. Und auf die habe ich gehört – ich bin gerne hier.“ Diese Ansprache sollte nicht ohne Folgen bleiben. Wladimir Putin meldete sich sogar ein paar Wochen später telefonisch bei ihm und wollte in einem persönlichen Treffen über die Bürgerrechte von Benachteiligten und die Versorgung von Aids-Kranken reden. Eine schriftliche Einladung sollte folgen. Doch scheinbar ist die auf dem Postweg verloren gegangen, denn sie hat Elton John bis heute nicht erreicht. Dadurch lässt sich der Aktivist jedoch nicht vom Weg abbringen: „Ich versuche lieber, eine Brücke zu den Menschen auf der anderen Seite zu bauen, als eine Mauer zu errichten“.
Um die neue Label-Heimat der Mandoki Soulmates zu feiern, gibt es morgen Abend ein Streaming Event. Mit von der Partie sind unter anderem Ian Anderson von Jethro Tull, Peter Maffay, John Helliwell und Jesse Siebenberg von Supertramp. Einen Trailer seht ihr hier:
Das Ganze findet unter dem Motto „Musik vereint“ statt: Auch wenn Konzerte momentan nicht möglich sind, kann doch kein Musiker die Füße still halten. Und so werden alle Gäste live spielen, egal in welcher Zeitzone. Anschauen kann man das Event über YouTube um 19 Uhr deutscher Zeit.
Warum dasselbe Album immer und immer wieder machen? Diese Frage stellte sich auch Vanessa Peters, als sie ihre neue Platte MODERN AGE aufnahm. Allein dieser Prozess gestaltete sich 2020 schwieriger als erwartet, denn eine Aufnahme in Texas kam nicht in Frage für ihre italienischen Bandkollegen.
Also wurden ein paar Demos, die auf Tour in Deutschland und den Niederlanden entstanden waren, herausgekramt und in einem italienischen Farmhaus aufgenommen. Das Ergebnis wird am 23. April veröffentlicht, einen ersten Vorgeschmack gibt es jedoch schon hier:
Peters sagt selbst über diesen Song: „Wir beeilen uns immer, etwas neuer oder schneller zu machen, ohne darüber nachzudenken, ob es tatsächlich besser ist. Ich schrieb diesen Song, nachdem ich herausfand, dass die Besitzer meines Lieblings-Baseball-Teams, die Texas Rangers, ihr Stadium nicht mehr nutzen würden, obwohl es erst 25 Jahre alt ist und stattdessen ein neues bauen würden, nur um eine Klimaanlage zu installieren.“
Aus CLASSIC ROCK #100
Als „der stille Beatle“ war George Harrison immer die Geheimwaffe der Band. Lennon und McCartney schrieben die meisten der Fab-Four-Hits und sangen sich in unsere Herzen, doch es war der mürrische George, der den Songs ihre transzendentalen Gitarrenmomente verlieh. Etwa die geschmeidige Eleganz seines Solos auf ›Till There Was You‹, seine Double Stops im Stil von Carl Perkins auf ›All My Loving‹ oder das wehklagende Klingeln seiner zwölfsaitigen Rickenbacker auf allem von ›A Hard Day’s Night‹ bis zu ›If I Needed Someone‹. Selbst ohne eine Gitarre konnte er zaubern. Was wäre ›Norwegian Wood‹ von 1965 ohne seine lysergischen Sitarläufe, die sehnig unter Lennons Geschichte von einem Seitensprung summten, die kommende Psychedelic-Ära einläuteten und so die Nachfrage nach Sitarspielern bei Pop-Aufnahmesessions explodieren ließen.
1966 stand er jedoch im Schatten seiner auffälligeren Zeitgenossen. Er konnte nicht schillern wie Beck, war kein Bluesvirtuose wie Clapton und hatte nicht die außerirdische Sexgott-Aura von Hendrix. In jenem Herbst tat er dann etwas Unvorstellbares: Er gab die Gitarre auf, um bei Ravi Shankar die Sitar zu studieren. Ab da bis zum Sommer 1968 nahm er nur eine Gitarre in die Hand, wenn es für Aufnahmesessions der Beatles nötig war. Die Sitar zu spielen veränderte auch den Gitarristen in ihm. Die schwierige Technik lehrte ihn, seine Fret-Hand zu verlangsamen, stärkeres Bending der Saiten anzuwenden und den Quell seines instinktiven Melodiegespürs anzuzapfen. Als er im Juni 1968 zur Gitarre zurückkehrte, nachdem er beschlossen hatte, zu alt für das Meistern der Sitar zu sein, war er ein völlig anderer Spieler. Seine Arbeit an den Frets war kräftiger, seine Läufe härter und sein Ton schneidender. Das lag zum Teil an Lucy, der kirschroten Gibson Les Paul von 1957, die ihm sein Kumpel Clapton geschenkt hatte.
Doch es lag auch an den Fähigkeiten, die er während seiner Sitar-Auszeit perfektioniert hatte. Als er sich dann Anfang 1969 seine flüssige Slide-Technik von einem jungen Country-Gitarristen namens Delaney Bramlett abgeschaut hatte, war George Harrison, der Gitarrenheld, angekommen. 50 Jahre später bleibt er der Lieblingsgitarrist von mehr auf Melodie fokussierten Spielern wie Johnny Marr, John Frusciante und Dave Grohl. Letzterer zollte Harrisons Slide-Stil auf ›Oh, George‹ vom Debütalbum der Foo Fighters Tribut. „Er war immer mein Liebling“, so Grohl, „und wird es auch immer bleiben.“ (Text: Chris Scapelleti)
Anspieltipp: ›Octopus’s Garden‹ (The Beatles, ABBEY ROAD, 1969)
Auf dem Nachfolger zu seinem 2019 erschienenen AFRICA SPEAKS wird Kirk Hammett von Metallica einen kleinen Gastbeitrag leisten und Santana meinte dazu jüngst wörtlich: „Er reißt alles nieder!“
In einem Interview mit „ABC Radio“ erklärte der Ausnahmegitarrist außerdem, dass vielleicht auch Steve Winwood und Corey Glover (Living Colour) auf der Platte zu hören sein werden.
In wenigen Wochen wird Hammett außerdem bei der Veröffentlichung „Mick Fleetwood & Friends Celebrate The Music Of Peter Green And The Early Years Of Fleetwood Mac“ zu hören und zu sehen sein. Bei dem Tributkonzert spielte Hammett ›The Green Manalishi (With The Two Pronged Crown)‹ auf Peter Greens berühmter 1959-Les-Paul.
Next month, Hammett appears on the release of Mick Fleetwood & Friends Celebrate The Music Of Peter Green And The Early Years Of Fleetwood Mac, where he joins an all-star lineup to perform aversion of The Green Manalishi (With The Two Pronged Crown). Hammett plays the song on Peter Green’s iconic 1959 Les Paul guitar.