0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Start Blog Seite 368

Meat Loaf: Datingshow mit den HITS OUT OF HELL

0

Er würde alles für die Liebe tun… Aber das nicht!

Wer kennt sie nicht, die Datingshows der deutschen und amerikanischen TV-Landschaft? Sänger Meat Loaf wird dort künftig mitmischen. Der Plan sieht vor, dass Paare verschiedene, lustige Aufgaben bewältigen sollen, während dazu die Hits des Texaners laufen.

Diese sollen hierfür live im Studio mit Originalkünstlern und neuen Gästen gesungen werden. Für die Teilnehmer gibt es selbstverständlich Geld zu gewinnen. Gratis dazu die Erkenntnis, wie gut man mit dem Partner zusammenarbeiten kann.

Das Ganze wird produziert von Nobody’s Hero, einer Produktionsfirma, deren Gründer Christopher Potts und Jonty Nash bereits mit Netflix zusammengearbeitet haben. Dass hierbei wirklich jeder Songwitz mitgenommen wird, beweist das Statement der Beiden:

„For the most part, we want to create shows that are funny, clever and buzzworthy, but two out of three ain’t bad.“

Der Song ›I’d Do Anything For Love… But I Won’t Do That‹ verhalf Meat Loaf 1993 zu einem Comeback nach seinem Durchbruch im Jahr 1977 mit BAT OUT OF HELL, nachdem er in den 80er Jahren keine kommerziellen Erfolge verbuchen konnte. Nachdem es in 28 Ländern auf Platz 1 der Charts schoss, gewann Meat Loaf auch einen Grammy für die beste Rock-Gesangsdarstellung.

Werkschau: Power Pop

0

Der freche kleine Cousin des Pop-Rock ist eines der zugänglichsten Genres der Rockmusik, aber gar nicht so leicht zu definieren.

Eingezwängt irgendwo zwischen Pop-Rock und Post-Punk, muss man den Powerpop erst mal festnageln. War er schon Anfang der 70er im fröhlichen Kitsch der Raspberries und Shoes zu hören? Fing er mit den grandiosen Big Star an? Oder waren es vielleicht Cheap Trick, die ihn in einem fußtappenden Moment frecher Vergnüglichkeit zusammenbrauten? Möglicherweise begann er mit der neuen Welle des Pomp, eingeläutet von diesen cleveren College-Jungs mit dem messerscharfen Seitenscheitel und zu engen Jacken: The Cars. Wenn man den „Power“-Aspekt betont, schließt man dann die Buzzcocks mit ein? Geht der „Pop“-Aspekt bis hin zu Blondie? Niemand weiß es so genau. The Strokes könnten behaupten, die Powerpop-Revivalisten zu sein, doch wessen Musik lassen sie da wieder auferstehen? The Knack? The Vibrators? 20/20?

Powerpop ist ein Genre, in dem die Vertreter an einem Ende des Spektrums rein gar nichts mit denen am anderen zu tun haben. Es ist der durchgeknallte, fetzige kleine Cousin von Pop-Rock und Pop-Metal, der widerwillig zu Familienfesten kommt und dann in einer Ecke steht und den Kopf wippen lässt zu der Musik, die gerade aus seinen Kopfhörern kommt. Doch Moment, der Knirps hat interessierten Hörern dennoch einiges zu bieten – vor allem denen, die bereit sind, auf der Suche nach unkategorisierbaren Kleinoden die Grenzen des Schubladendenkens zu verwischen. Für Sammler und Kultsucher, Individualisten und Besessene ist Powerpop eine wahre Schatztruhe. Und anders als die meisten Stilrichtungen hat er seine Wurzeln in den 70ern, nicht in den Dekaden davor.

Den Begriff an sich hat angeblich Pete Townshend 1967 erfunden („Powerpop ist das, was wir spielen“), auch wenn The Who nie damit in Verbindung gebracht wurden. Stattdessen wurde er für aufkommende Bands wie Badfinger verwendet, die als Schützlinge von Paul McCartney anfingen, dann aber härter und rifflastiger wurden – ›No Matter What‹ von ihrem ersten Album NO DICE könnte man als prägende Nummer für das Genre einordnen. Ihr Album STRAIGHT UP von 1971, das auch in diese Liste gepasst hätte, coproduziert von George Harrison und Todd Rundgren, war ebenso ein Meilenstein des Powerpop.

Rundgren gehörte zu den eifrigsten Verfechtern, ebenso wie Big Star, Raspberries, die Flamin’ Groovies und Dwight Twilley. Cheap Trick brachten dann 1979 mit AT BUDOKAN perfekt auf den Punkt, was die meisten Leute unter Powerpop verstehen, und The Cars sowie Rick Springfield traten etwa zur gleichen Zeit ins Rampenlicht.

Als Pete Shelley von den Buzzcocks ›Ever Fallen In Love (With Someone You Shouldn’t’ve‹ schrieb, waren die Tore schon weit geöffnet – und New Wave, Punk, Post- Punk und College-Rock bedienten sich alle fleißig beim Powerpop-Sound der 70er.

Unverzichtbar

CHEAP TRICK AT BUDOKAN
1979, Epic

Cheap Trick At Budokan

Cheap Tricks wundersame Interpretation des Powerpop baute auf schimmernden, metalaffinen Melodien und dem herausragenden Sänger Robin Zander auf. Als diese Show 1978 in Tokio aufgezeichnet wurde, hatten sie schon zwei Studiowerke veröffentlicht, doch dieser euphorische, glückselige und bahnbrechende Livemitschnitt verhalf ihnen zu ihrem großen Durchbruch. Und verhalf der Halle zu einem ähnlichen Schub wie der Band. Das Publikum übertönte oft die Musik, doch AT BUDOKAN fing die Energie von ›I Want You To Want Me‹, ›Ain’t That A Shame‹ und ›Look Out‹ perfekt ein. Für Cheap Trick war nichts mehr so wie davor.

NO. 1 RECORD RADIO CITY
1982, Ardent Records

Big Star NO. 1 RECORD RADIO CITY

Big Star um die beiden Sänger und Gitarristen Chris Bell und Alex Chilton hatten in den 70ern drei Alben gemacht: #1 RECORD von 1972, RADIO CITY von 1974 sowie THIRD/SISTER LOVERS, das vier Jahre nach ihrer Auflösung erschien. Chilton gilt generell als Verfasser melancholisch-reuevoller Songs wie ›Ballad Of El Goodo‹, während Bell der reinere Pop wie ›September Gurls‹ zugeschrieben wird. Doch es ist die Partnerschaft der beiden, die sie ausmachte – und die ein jähes Ende fand, als Bell 1978 bei einem Autounfall ums Leben kam. Big Star wurden 1993 von Chilton mit Mitgliedern der Posies wiederbelebt und veröffentlichten 2005 das Album IN SPACE. Leider starb Chilton 2010.

Wunderbar

SOMETHING/ANYTHING
1972, Rhino Records

Something Anything Todd Rundgren

Rundgren ließ sich nie von Genres einschränken und machte alles, von konventionellem Pop bis Prog. SOMETHING/ANYTHING ist eine Tour de Force des Einfallsreichtums, auf der er sämtliche Instrumente spielte. Die schiere Vielfalt auf diesem Doppelalbum wirkte schon fast selbstgefällig, doch Songs wie ›I Saw The Light‹ und ›Hello It’s Me‹ sind unwiderstehlich. Big Star coverten später ›Slut‹ und einige Stücke waren auf dem „Almost Famous“-Soundtrack.

THE CARS
1978, Elektra

The Cars

Ihre größten Erfolge hatten The Cars zwar 1984 mit dem Album HEARTBEAT CITY (›Drive‹), doch ihr Debüt fasste ihre Weltsicht perfekt zusammen. Der Punk war fast vorbei, doch seine raue Seite gefiel noch immer, vor allem in Verbindung mit smarten Songs. Die zwei großen Hits hier, ›My Best Friend’s Girl‹ und ›Just What I Needed‹, stehen exemplarisch für die Gabe der Band, kompakte Melodien auf ihre ganz eigene Art darzubieten. Eine tapfere Koketterie mit Virtuosität.

THE BEST OF
1999, Columbia Legacy

Rick Springfield The Best Of

Fluffiger als die meisten Zeitgenossen, hatte Springfield genug Substanz, um auch langfristig erfolgreich zu bleiben. Als Seifenoper-Star in „General Hospital“ schlug er clever Kapital aus der kleinen Gefolgschaft, die ihm diese TV-Rolle einbrachte. Dieses Best-of rundet eine Karriere ab, die ihm nicht nur den Powerpop-Klassiker ›Jessie’s Girl‹
bescherte, sondern auch einen Haufen weiterer leicht verdaulicher Hits wie ›Don’t Talk To Strangers‹ und ›Calling All Girls‹. Man weiß, was einen erwartet…

NO DICE
1970, Apple Records

No Dice Badfinger

Gegründet von Pete Ham und Tom Evans, unterschrieben Badfinger bei Apple Records der Fab Four und veröffentlichten 1970 NO DICE. Hier finden sich all ihre besten Songs. ›Without You‹ wurde u. a. von Harry Nilsson gecovert, und ›No Matter What‹ ist bis heute im Radio zu hören. 1974 verdampften Millionen Dollar von ihrem Konto, was sie und das Label in den Abgrund zog. Die Schulden, Anfeindungen und Gerichtsverfahren, die folgten, trieben letztlich sowohl Ham als auch Evans in den Selbstmord.

Anhörbar

BETWEEN THE CRACKS: VOLUME 1
2014, ohne Label

Dwight Twilley

Dwight Twilley wurde als „Godfather Of New Wave“ gepriesen, doch es war sein Pop-Rock, der elektrisierte. Sein Hit ›I’m On Fire‹ schien sein sicherer Durchbruch zu werden, doch die üblichen Musikbusiness-Alpträume sabotierten seine kommerzielle Karriere, bevor sie überhaupt begann. Für Fans obskurer Kultstars ist dieses Sammelsurium aus Stücken, die nie eine Labelheimat fanden, empfehlenswert dank Songs wie ›Black Eyes‹, ›Don’t You Love Her‹, ›Lullaby‹ und ›Oh Carrie‹.

GREATEST
2005, Capitol Records

Raspberries Greatest

1974 lösten sich die Raspberries auf, doch ihr Einfluss hielt weit länger an, vor allem bei Cheap Trick, später bei R.E.M. und Redd Kross. Frontmann Eric Carmen kennt man heute am ehesten für seine schmalzige Soloballade ›All By Myself‹, doch die Band brachte wesentlich potenteren Pop hervor. Der Top-5-Hit ›Go All The Way‹ ist die reinste Bubblegum-Freude, während spätere Songs wie ›Tonight‹ und ›I’m A Rocker‹ belegen, dass die Band britische Einflüsse aus den 60ern aufgesogen hatte, insbesondere The Who und Small Faces.

GROOVIES‘ GREATEST GROOVES
1996, Sire Records

GROOVIES‘ GREATEST GROOVES

Gegründet 1965, spielten die Flamin’ Groovies zunächst Rock’n’Roll à la Beatles und Stones, doch als sie sich 1976 mit Coproduzent Dave Edmunds zusammentaten, nahm ihre eigene Version des Powerpop Gestalt an. Ihr bekanntester Song, ›Shake Some Action‹, war roh genug, um über die Jahre auf diversen Punk-Samplern zu landen. Diese Compilation deckt einen Großteil ihrer Karriere ab, aber mit dem Schwerpunkt auf ihrer Glanzzeit Mitte der 70er.

BLONDIE
1976, Private Stock

Blondie

Mit Ausnahme des Überbegriffs Pop sind Blondie wohl über jedes Genre hinausgewachsen, das sie je gespielt haben, doch ihre Entstehung zur selben Zeit wie Punk verwurzelte sie fest in der Powerpop/New-Wave-Bewegung. Aufgebaut um die eisig-kühle Debbie Harry, war ›Rip Her To Shreds‹ ein provokantes Juwel. Dieses Debüt von 1976 verband Bubblegum-Pop mit Garage-Rock, und Harry schritt über diese Grenzen, wie es Patti Smith oder Chrissie Hynde nie gelang.

Dead Star Talk: Neue Single ›Love Leash‹ als Vorbote auf das Debüt

0

Vor kurzem haben Dead Star Talk das Lyrikvideo zu ihrer Debütsingle ›Love Leash‹ veröffentlicht, der Song wird ab dem 26.03. überall erhältlich sein. Das Quartett aus Kopenhagen um Frontmann und Hauptsongwriter Christian Buhl klingt herrlich britisch, strahlt in seinen Songs einen angenehmen Pop-Appeal aus und ist dabei doch ganz eigenständig und nicht in der Vergangenheit verloren.

Demnächst wird die Band noch weitere Singles veröffentlichen, ehe dann im Januar 2022 das Debütalbum erscheinen soll. Selbiges wurde übrigens von niemand Geringerem als Flemming Rasmussen produziert, der unter anderem auch für drei Platten von Metallica verantwortlich ist.

Von Dead Star Talk spricht Rasmussen in höchsten Tönen: „Trotz meiner langjährigen Erfahrung passiert es eher selten, dass ich einer Band begegne, die von einer solch authentischen Liebe für starke Rocksongs getrieben wird. Die Gitarrenmusik von heute wird vor allem von Hipster-, Jazz-und Metal-Produktionen geprägt –deshalb ist es großartig, Dead Star Talks Attitüde, ihre Energie und ihr Talent für diese großen Singalong-Refrains zu spüren. Genau das ist mir seit den 90ern etwas zu kurz gekommen.“

Bones Owens: Memento Mori

Es ist ein guter Tag, dieser 20. Januar. Und das, obwohl es bei Bones Owens in Nashville noch recht früh ist. Er wirkt etwas zerknatscht, dieser tätowierte Typ, der sich jüngst bestens gestylt präsentiert wie eine Mischung aus jungem Josh Homme und einer Figur aus „Fear And Loathing in Las Vegas“. Und ein bisschen zufrieden ist er auch, hat er doch gerade erst das Video zu seiner tanzbaren Single ›Good Day‹ veröffentlicht und so unabsichtlich die perfekte Begleitmusik zum Amtseintritt von Präsident Biden abgeliefert. Die Single bringt deutlich auf den Punkt, was man von seinem Debütalbum BONES OWENS erwarten darf: „Früher waren meine Songs sanfter, weil ich als Gitarrist so viel mit anderen Bands auf Tour war, dass mein Soloprojekt eben dieses Bedürfnis in mir befriedigt hat. Seit ich aber vor allem als Bones Owens live unterwegs bin, habe ich gemerkt, dass diese Richtung für die Bühne und meinen Geschmack doch etwas zu zart ist. Deswegen klingt dieses Album vielr ockiger. Ich wollte Songs schreiben, die live mehr Energie freisetzen“, so der sympathische Künstler am Telefon.

Lieder, die zwischenmodern interpretiertem, teils sumpfigem Rhythm’n’Blues und Roots-Rock changieren und bei denen man an flirrende Hitze, nächtliche Feiern und große Weiten denkt. „Gerade stehe ich in dem Raum, in dem ich die meisten Songs geschrieben habe. Hier ist alles voller Antiquitäten, Souvenirs und Andenken, lauter kleine Inspirationsquellen. Ich blicke raus und sehe die Pferde meines Nachbarn – was nicht heißt, dass mein Album voller Pferdelieder ist. Ich möchte sagen, dass meine Musik von vielen endlosen Weiten, Horizonten und neuen Orten bestimmt ist“, erklärt Owens schmunzelnd.

Um diese Energie, diesen Vibe einzufangen, setzt er stoisch auf analoge Aufnahmetechniken: „Ich kann es mir einfach nicht anders vorstellen. Ich habe einen ganz eindeutigen Sound im Kopf,wenn es um Rockmusik geht. Für diesen Sound muss man dem alten Weg folgen und analog auf Tape einspielen. Das hat einfach etwas und passt zu meiner Arbeitsweise. Ich lasse meine Musik nicht gerne zerkochen. Ich gehe rein und nehme zackig auf“. Dass das Telefonat danachin eine Diskussion über den Tod mündet, ist die Konsequenz aus einer eher albern gemeinten Frage, die sich auf passende Grabesinschriftenbezog. „Wenn ich mir viele Menschen ansehe, die wie ich im ländlichen Missouri geboren wurden, dann merke ich, dass ich sehr viel Leben in kurzer Zeit gelebt habe. Weißt du, ich war mir schon als Kind meiner eigenen Sterblichkeit sehr bewusst. Das war auch ein Grund, warum ich Musiker geworden bin. Wenn ich eine Platte mache, denke ich nicht nur an das Hier und Jetzt, sondern auch daran, was ich zurücklasse. Deswegen habe ich mir ,Memento Mori‘ auf meine Finger tätowieren lassen, als tägliche Erinnerung. Für meinen Grabsteinmüsste ich wahrscheinlich die perfekte Textzeile f inden, von Bob Dylan oder The Band. Wobei es vielleicht auch egal ist. Ich besuche gerne Gräber von Künstlern wie alten Blues-Legenden. Viele dieser Stätten sind ziemlich einfach gehalten und das finde ich cool: Was immer sie hinterlassen wollten, haben sie in ihrer Musik hinterlassen.“

Blackberry Smoke: Neue Single ›Hey Delilah‹

0

Am 28. Mai veröffentlichen Blackberry Smoke ihr neues Studioalbum YOU HEAR GEORGIA. Nach der Auskopplung des Titeltracks vor drei Wochen legen die Southern Rocker jetzt mit ›Hey Delilah‹ eine weitere neue Single inklusive Video vor.

Der Song ist eine beschwingte Sumpf-meets-Southern-Rock-Nummer mit klimperndem Bar-Piano, entspanntem Groove und erdigen Gitarren.

Hier ›Hey Delilah‹ hören:

Reissue zum 50. Geburtstag: DÉJÀ VU von Crosby, Stills, Nash & Young

0

Nach einem erfolgreichen Debütalbum stellt sich immer die Frage: Wie weiterreiten auf der Welle des Erfolgs?

Nachdem Crosby, Stills and Nash sich 1969 zusammen gefunden hatten, stellte sich die Frage, wer denn all die Instrumente, die Stills im Studio gespielt hatte, auf Tour spielen sollte. Also wurde Neil Young rekrutiert und die Formation um einen Namen erweitert. Das Ergebnis dieser Arbeit erschien heute vor 51 Jahren. Stills und Young gaben dem Neuling DÉJÀ VU einen deutlich rockigeren Unterton, trotzdem sind auch Songs, die eher nach Flowerpower klingen mit ›Almost Cut My Hair‹ vertreten.

Obwohl das Album ein solcher Erfolg war und heutzutage wohl in keiner Classic-Rock-Plattensammlung fehlt, konnten sich die Musiker nicht besonders leiden und wahrten Abstand zueinander. So wurden die meisten Tracks im Studio seperat aufgenommen und nicht jeder ist auf jedem Song zu hören. Doch der Erfolg sprach für sich: Nach einer erfolgreichen Tour, die auf dem Live-Album 4 WAY STREET verewigt wurde, sollten alle vier schließlich erfolgreiche Solo-Alben aufnehmen.

Und wem das Album selbst nicht genug ist, der kann jetzt die 50. Jubiläumsedition vorbestellen, die nicht nur das Originalalbum beinhaltet, sondern auch über zwei Stunden bisher unveröffentlichten Materials.

Und wer nicht nur etwas für die Ohren, sondern auch die Augen möchte, dem wird das dazugehörige Buch mit exklusiven Fotografien gefallen. Am. 14. Mai ist es dann soweit, vorbestellen kann man hier. Und eine Kostprobe gibt es bereits auch schon mit einer Demo von ›Birds‹:

20. März: Tag der Rock’N’Roll-Hochzeiten

0

Wer jemals einen Zeitreisenden-Film geschaut hat, weiß, dass es Knotenpunkte in der Geschichte gibt. Wir haben einen gefunden.

Der 20. März scheint sich nämlich für eins besonders zu eignen: das Heiraten. Zwei berühmte Paare der Rockwelt gaben sich an diesem Datum das Ja-Wort. Wie erfolgreich die Ehen waren und ob es empfehlenswert ist, an diesem Tag zu heiraten – eine Bilanz.

Gibraltar, 1969: Ein Beatle heiratet. In Gibraltar treten Yoko Ono und John Lennon vor den Altar. Als sich die beiden zum ersten Mal begegnen, sind sie eigentlich schon vergeben. Eine Affäre beginnt und schließlich erwischt Lennons Noch-Ehefrau Cynthia die zwei im Bett. Yoko und Lennon bekennen sich öffentlich zueinander, der Ausnahmekünstler möchte keine Minute von seiner Geliebten getrennt sein. So bleibt weniger Zeit für seine Bandkollegen. Ono ermutigt ihren Partner, experimenteller zu werden und Neues zu probieren. Die Fans sind nicht sonderlich begeistert. Knapp ein Jahr später trennen sich die Beatles.

Wie feiert man als Superstar die Flitterwochen? Das Bed-In für den Weltfrieden von Lennon und Ono ist berüchtigt, denn als Protest zeigten sich die beiden im Pyjama und erklärten ganz selbstlos, das Bett vorerst nicht zu verlassen. Zuerst in Amsterdam, etwas später dann in Montreal.

1973 folgte eine zweijährige Trennung, jedoch auch die Geburt des gemeinsamen Sohnes Sean Lennon im Jahr 1975. Um sich auf die Familie zu konzentrieren, treten beide aus dem öffentlichen Leben zurück – geplantermaßen bis zu Seans fünften Geburtstag. 1980 dann das Comeback mit dem Album DOUBLE FANTASY, das jedoch abrupt durch Lennons Tod beendet wurde.

Ein weiteres Paar entscheidet sich 1976 zu heiraten: Alice und Sheryl Cooper. Für beide ist es die erste Ehe. Die gebürtige Sheryl Goddard ist zu diesem Zeitpunkt erst 19, der Sänger bereits 28. Kennengelernt hatten sich die beiden während Coopers erster Solo-Tour „Welcome To My Nightmare“.

Für die Produktion wurde eine klassische Ballerina gesucht. Goddard bewarb sich kurzerhand, um Erfahrung zu sammeln. Aus 2000 Frauen wurde sie schließlich ausgewählt und entschied sich, dem Rock’n’Roll Zirkus beizutreten. Dass Sheryl auf der Bühne jeden Abend in seinen Armen lag, während er die Ballade ›Only Women Bleed‹ sang, dürfte der Romanze zu ihrem Beginn verholfen haben.

Fünf Jahre später wird die erste Tochter Calico geboren. Die Ehe hatte den ersten Entzug des Rockstars überstanden, doch mit der gemeinsamen Tochter und den wachsenden Kokain-Problemen des Sängers zog die junge Mutter die Reißleine und schließlich zurück in ihr Elternhaus. Ein Weckruf für Cooper, der daraufhin seinen zweiten und letzten Entzug antrat, clean wurde und seine Frau zurückgewann.

Das Resultat sind insgesamt drei Kinder und vier Enkel. Das Ehepaar tourt bis heute gemeinsam und erkrankte auch zusammen an Corona. Nach einer Aussage aus dem Jahr 2019, dass sie vermutlich auch zusammen sterben würden, musste Cooper klarstellen: Es gibt keinen Sterbenspakt. Vielmehr liebten beide das Leben und würden, falls etwas passierte, zu diesem Zeitpunkt vermutlich zusammen sein. Aber erst einmal: Alles Gute zur Messinghochzeit!

Video der Woche: Twisted Sister mit ›S.M.F.‹

Eine Ode an die „Sick Mother Fuckers“ und ein kleiner Zeitsprung zurück in die 80er.

Sechs Jahre sind mittlerweile vergangen, seit Drummer A.J. Pero gestorben ist. Zu diesem Anlass ein Sprung in das Jahr 1984, als Twisted Sister auf dem Höhepunkt ihrer Karriere waren: STAY HUNGRY war gerade erschienen und enthielt Megahits wie ›We’re Not Gonna Take It‹, die bis heute auf keinem Festival fehlen. Doch nicht nur ihre Musikvideos für MTV brachten Twisted Sister damals an die Spitze, sondern auch ihre Live-Auftritte.

Wofür genau steht eigentlich S.M.F.? Für die „Sick Mother Fuckers“, wie sich auch die Fans der Gruppe bezeichneten. Die Abkürzung und deren Bedeutung waren zu viel für das amerikanische Radio der 80er. Dee Snider selbst war sich sicher, dass der Song niemals im Radio laufen würde. Und nur ein Jahr später kam es zur sagenumwobenen, vom Parents Music Resource Center um Tipper Gore eingeleiteten, Senatsanhörung und der Frage, ob manche Popmusik und deren Texte zu viel für die sanften Seelen der Teenies waren. ›S.M.F.‹ schnitt natürlich nicht sonderlich gut ab.

Während sich die Band selbst nur vier Jahre später auflösen sollte, waren ihre Mitglieder nicht untätig. Schließlich kam es zu einer Reunion-Tour, ab der Jahrtausendwende spielten Twisted Sister wieder regelmäßig zusammen.

Am 20. März 2015 starb A.J. Pero mit 55 Jahren an Herzversagen. Die Band spielte daraufhin 2016 ihre Abschiedstour. In Peros Gedenken treffen sich das Geburtstagskind der Woche Dee Snider, Gitarrist Jay Jey French, Gitarrist Eddie O’Jeda und Bassist Mark Mendoza heute um Mitternacht deutscher Zeit, um ihrem Freund und Bandkollegen „mit Geschichten und Humor“ zu huldigen. Mitverfolgen kann man das Ganze hier.