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Start Blog Seite 335

Lukas Nelson & Promise Of The Real – A FEW STARS APART

Innehalten und reflektieren …

… war etwas, ist etwas, wozu Lukas Nelson zum ersten Mal in seinem Leben quasi gezwungen wurde. Nach gut zehn Jahren auf der Straße mit seiner Backing Band Promise Of The Real, sechs Langspielplatten in einer Dekade plus zweier Longplayer mit Neil Young, gleichgeschaltet mit etlichen Tourneen als Begleittruppe des Onkels. 2020 hat von Nelson eine Pause verlangt, er konnte nicht reisen, er, der noch nie länger als drei Monate an einem Ort war, war gezwungen, innezuhalten und zu reflektieren. Kraft und Inspiration in den einfachen Freuden des Lebens zu finden, nach Hause zu kommen, Gemeinschaft zu finden und dabei sich selbst. Auch wenn Nelson überwiegend auf Maui, Hawaii, zu Hause (und aufgewachsen) ist, entstand A FEW STARS APART doch in Nashville, zusammen mit Produzent Dave „Ich habe überall meine Hände am Mischpult“ Cobb (Chris Stapelton, Blackberry Smoke, Rival Sons, Jason Isbell, Brandi Carlile) – innerhalb von drei Wochen, auf nur 8 Spuren, was den Songs eine analoge Wärme verleiht, sehr schmeichelnd für das ursprüngliche Songwriting Nelsons. ›Empires‹, der Opener, hat – mit höchstem Respekt – etwas von der orchestralen Klasse eines Neil Diamond („Empires will fall, And everything dies, But don’t worry baby, We’ll be alright“). Die erste Single, ›Perennial Bloom‹, wäre in einer gerechten Welt ein Riesenhit („And the love between us, As I lay with you, Sends me floating to the moon, But now you sound the bell that brings me back to you“).

Nelson wirkt, als sei er in einem guten Mindspace. Warmer, wundervoller Hammond-Sound leitet den sanften Rauswerfer ›Smile‹ ein („I’m through confessin’, I learned my lesson, The winding road, Has brought me home“). Diese elf Songs verdeutlichen, was es bedeutet, wieder nach Hause zu kommen, A FEW STARS APART ist eine Geschichte über Beziehungen und das Heimkommen. Möchte man etwas kritisieren, dann hätten A FEW STARS APART noch ein oder zwei etwas flottere Nummern recht gut zu Gesicht gestanden.

8 von 10 Punkten

Lukas Nelson & Promise Of The Real, A FEW STARS APART, FANTASY/UNIVERSAL

Mammoth WVH – MAMMOTH WVH

Van Halen 2.0

Mit seinem Debüt macht Wolfgang Van Halen alles richtig, was man mit einem der berühmtesten Nachnamen im Entertainmentbiz richtig machen kann: Er geht seinen eigenen Weg. MAMMOTH WVH klingt zu keiner Sekunde wie die Band von Eddie und Alex, sondern wie die Scheibe eines unfassbar talentierten und fokussierten Dreißigjährigen, der seit seiner frühesten Kindheit ein absoluter Musikmaniac ist. Erdiger 90er/00er-Hardrock trifft auf Alternative Metal und Independent Rock in durch die Bank auf den Punkt komponierten Songs.

Alle Stücke besitzen massig Hitcharakter und folgen keinem vorgefertigten Schema. Van Halen räumt dabei jeder Basiskomposition genug Raum zum Atmen ein und setzt in seinen Arrangements zwar auf stadiongroße Sounds, die allerdings nie überladen oder weichgespült klingen. Wolfgang glänzt über die komplette Distanz auf MAMMOTH WVH, vom ersten Lick bis zum Schlussakkord, an allen Instrumenten und legt fast schon spielerisch eine der packendsten
Vocalperformances des laufenden Jahres 2021 aufs Studioparkett.

8 von 10 Punkten

Mammoth WVH, MAMMOTH WVH, EXPLORER1/H’ART

Billy Gibbons: Neues Video zu ›She’s On Fire‹

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Nachdem der ZZ-Top-Gitarrist letzten Freitag sein neues Album HARDWARE veröffentlichte, gibt es jetzt ein weiteres Video.

Da die Platte in der Wüste aufgenommen wurde, bot es sich an, auch das Video dort aufzunehmen. Ähnlich wie bereits beim Song ›My Lucky Card‹ sind neben Gibbons und dem Wüsten-Setting seine beiden Mitstreiter Drummer Matt Sorum und Gitarrist Austin Hanks sowie eine junge Dame und ein schicker Flitzer zu sehen.

AC/DC: Neues Video zu ›Witch’s Spell‹

Nachdem es nun ein paar Monate ruhig um AC/DC war, legt die Rock’n’Roll-Maschine jetzt ein neues Video nach.

Im November 2020 veröffentlichten AC/DC ihr neues Studioalbum POWER UP und sorgten damit weltweit für Aufruhr in der Rockwelt. Nachdem sich die Wogen um die Hard Rocker in den letzten Monaten wieder leicht geglättet hatten, haut die Band nun einen neuen Clip zum Song ›Witch’s Spell‹ raus.

Ronnie Wood: Neue Single ›Good Lover‹ mit Mick Taylor

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Der Rolling-Stones-Gitarrist veröffentlicht am 03. September den zweiten Teil seiner Reihe von Live-Alben.

Unter dem Titel MR LUCK – A TRIBUTE TO JIMMY REED: LIVE AT THE ROYAL ALBERT HALL gibt es Live-Aufnahmen von Ronnie Wood aus dem Jahr 2013 zu hören. Unterstützt wird der Brite hier von Mick Taylor, seinem Vorgänger bei den Rolling Stones. Wood löste diesen im Jahr 1975 ab, nachdem Taylor seinen Weggang bekannt gab, unter anderem aufgrund von Differenzen zu Keith Richards.

Dieser zweite Teil der Triologie ist eine Hommage an Jimmy Reed, während der erste Teil MAD LAD eine Verbeugung vor Chuck Berry war. Zu MR LUCK sagt Wood selbst: „Jimmy Reed war einer der wichtigsten Einflüsse auf die Rolling Stones und überhaupt auf alle Bands, die den amerikanischen Blues von der damaligen Ära bis zum heutigen Tag lieben. Es ist mir eine Ehre, die Gelegenheit zu haben, sein Leben und sein Vermächtnis mit diesem Tribut zu feiern.“

Aktuelle Ausgabe: Das erwartet euch im neuen CLASSIC ROCK Magazin!

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Titelstory: Paul McCartney – Stoßrichtung Zukunft

1971 floh Paul McCartney auf eine Farm in einem entlegenen Winkel Schottlands, um der bedrückenden Dunkelheit zu entkommen, die ihn nach dem Ende der Beatles zu verschlucken drohte. Dort nahm er eine Platte auf, die seine Seele retten würde – auch wenn es bedeutete, sich von John Lennon loszueisen. 50 Jahre später erzählen wir die Geschichte seines Soloalbums RAM.

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David Bowie:

Nach dem Minimalismus der „Berlin-Trilogie“ zogen David Bowie und sein langjähriger Produzent Tony Visconti 1980 alle Register für ein opulentes Artrock-Album. „Wir wollten unser SGT. PEPPER machen!“ Das Ergebnis: SCARY MONSTERS.

Jimi Hendrix: Könnt ihr mich sehen?

jimi hendrix are you experienced

ARE YOU EXPERIENCED, das Debütalbum der Jimi Hendrix Experience, wurde in sechs turbulenten Monaten in London zusammengesetzt. Dieser zukünftige Klassiker und Beweis für sein Genie brachte Jimi auf den Weg zum Superstarruhm.

Meat Loaf und Jim Steinman: Das Jahr der Fledermaus

Meat Loaf Bat Out Of Hell

Es hielt sich jahrelang in den Charts und wurde zum meistverkauften Debütalbum aller Zeiten. Und es brach dem Sänger fast das Genick. Wir erzählen die Geschichte von BAT OUT OF HELL.

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Außerdem im Heft: Rod Stewart, Jim Morrison, Helloween, Metallica, Motörhead und viele mehr!

Wie immer mit Heft-CD mit Songs von Buckcherry, The Mighty Mighty Bosstones, Ayron Jones, Black River Delta, Red Fang und mehr…

The Steel Woods: Ein Album, das zum Vermächtnis wurde

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Es gab gewiss schon Ankündigungen, die man mit deutlich weniger Vorbehalten aufgenommen hat als jene, dass The Steel Woods ihr drittes Album veröffentlichen werden. ALL OF YOUR STONES erscheint nämlich vor dem Hintergrund einer Tragödie. Die Nachricht, dass Mitbegründer und Frontmann Jason „Rowdy“ Cope im Januar unerwartet im Schlaf verstarb, traf Familie, Freunde und Fans des Produzenten, Gitarristen und Songwriters unvermittelt und hart. Besonders bitter für Sänger und Gitarrist Wes Bayliss, Bassist Johnny Stanton und Schlagzeuger Isaac Senty – die gleichermaßen einen Bandkollegen und Freund zu betrauern haben.

Man hätte es verstanden, wenn sie die von Cope wesentlich geprägte Southern-Rock-Truppe aufgelöst hätten – was durchaus zur Debatte stand. Gemeinsam mit der Familie des Verstorbenen aber traf man die Entscheidung, weiterzumachen. „Es ist hart, da durchzumüssen“, sagt Wes Bayliss. Wenn er aber irgendetwas sicher wisse, dann, dass sein Freund gewollt hätte, dass sie weitermachen.

„Die Songs auf dem Album hatten anfangs nicht notwendigerweise die Bedeutung, die sie jetzt haben“, fügt er an. „Im Studio hab’ ich zu Rowdy gesagt: ,Abgesehen von ein paar Sachen, die sich ein wenig abseits vom Thema bewegen, ist das Dein Album‘.“ Es handle so sehr von ihm und von den Kämpfen, die er führen musste, um letztlich siegreich daraus hervorzugehen. Und plötzlich seien auch noch die Songs, die sich nicht direkt darum drehten, zum Thema geworden.

„Das letzte Mal, als ich Rowdy gesehen habe, war in der Nacht, in der wir den Mix des Albums abgenommen haben.“ Sie hätten sich die Hand gegeben und sich gegenseitig versichert, dass sie die Dinge, über die sie Kontrolle haben, gewissenhaft erledigt hätten. „Und dann war er fort“, sagt Bayliss und lässt eine lange Pause folgen. „Es ist schon verrückt, wie das alles gelaufen ist.“ Er schätze sich glücklich, dass er das Album nicht alleine habe vollenden müssen. „Wir haben es gemeinsam fertiggemacht – und jetzt sollte es auch gehört werden.“

Dafür sorgt die Band nun von April bis November höchstpersönlich. So die Pandemie will, stellt sie es auf einer ausgedehnten US-Tour ihren Fans vor und feiert damit das Leben ihres verstorbenen Mitstreiters. Für ihn wird ein alter gemeinsamer Freund, Tyler Powers, auf der Bühne stehen. Seinen Einsatz weiß Bayliss sehr zu schätzen und versichert: „Er wird bei uns bleiben, so lang er will“. Powers sei ein guter Kerl und ein großartiger Gitarrist. „Er wird sicherlich nicht versuchen, wie Rowdy zu klingen. Es gibt keine Möglichkeit, diese Lücke zu füllen“, sagt Bayliss. Aber ein erster Schritt in die Zukunft von The Steel Woods ist getan – was wiederum eine uneingeschränkt gute Nachricht ist.

Text: Christoph Ulrich

Scorpions: Teaser vom kommenden Album

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Weil sie es nicht mehr abwarten können, haben die Scorpions jetzt einen kleinen Schnipsel von ihrem neuen Album geteilt.

2017 erschien das letzte Album der Scorpions mit dem Titel BORN TO TOUCH YOUR FEELINGS – BEST OF ROCK BALLADS. Der ursprüngliche Plan, die neue Platte in Los Angeles aufzunehmen, wurde von der Pandemie durchkreuzt und so wurde der Großteil der neuen Songs im Peppermint Park in Hannover aufgenommen.

Gemixt wurde das Ganze dann in Berlin in den Hansa Studios. Wann die Platte schlussendlich veröffentlicht wird, ist noch nicht sicher, ebenso wenig der letztendliche Titel. Fest steht jedoch, dass diesmal nur die Band selbst am Schreibprozess beteiligt war, im Gegenteil zum letzten Studioalbum RETURN TO FOREVER von 2015.