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Flashback: AC/DC – STIFF UPPER LIP LIVE in München

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Um ihr aktuelles Album STIFF UPPER LIP zu unterstützen, gingen AC/DC im Jahr 2001 wieder einmal auf große Tournee.

Am 14. Juni legten sie in diesem Rahmen einen Pitstop im Olympiastadion in München ein. Der dortige Auftritt der australischen Rockriesen wurde in Gänze mitgeschnitten und später schließlich auf DVD veröffentlicht.

Mit im Gepäck als Intro des Spektakels: ein riesiger Angus Young aus Bronze, der durch München und direkt ins Stadion stapft – allerdings animiert. Auf der zugehörigen DVD findet sich nicht nur das ausverkaufte Konzert vor 67.000 Menschen, sondern auch Bonusmaterial, das AC/DC bei Interviews und Soundcheck hinter den Kulissen zeigt.

Abgesehen von Brian Johnson, der 1980 den verstorbenen Bon Scott ersetzte, spielte die Band hier in ihrer bekanntesten Besetzung. Heute ersetzt Neffe Stevie Young den 2017 verstorbenen Gründer Malcolm an der Gitarre, während Brian Johnson die Probleme mit seinem Gehör überwinden konnte, Phil Rudd wieder an Bord ist und auch Bassist Cliff Williams sich entschied, aus dem Ruhestand zurückzukehren für das im November 2020 erschienene Album POWER UP.

Die Setlist des Abends:

  1. ›Stiff Upper Lip‹
  2. ›You Shook Me All Night Long‹
  3. ›Problem Child‹
  4. ›Thunderstruck‹
  5. ›Hell Ain’t a Bad Place to Be‹
  6. ›Hard as a Rock‹
  7. ›Shoot to Thrill‹
  8. ›Rock and Roll Ain’t Noise Pollution‹
  9. ›What Do You Do for Money Honey‹
  10. ›Bad Boy Boogie‹
  11. ›Hells Bells‹
  12. ›Up to My Neck in You‹
  13. ›The Jack‹
  14. ›Back in Black‹
  15. ›Dirty Deeds Done Dirt Cheap‹
  16. Highway to Hell‹
  17. ›Whole Lotta Rosie‹
  18. ›Let There Be Rock‹
  19. ›T.N.T.‹
  20. ›For Those About to Rock (We Salute You)‹
  21. ›Shot Down in Flames‹

Rory Gallagher: Der Blues Brother

Zwischen 1971 und 1973 erschuf Rory Gallagher sechs furiose Alben, die seinen Ruf als Gitarren-Volksheld zementierten. Dies ist die Geschichte des großartigsten Laufs, den je ein Bluesrocker hatte.

Von dem Moment an, als er 1963 seine hingebungsvolle Mutter überzeugte, für das Leasing seiner exorbitant teuren ’61er Fender Stratocaster zu bürgen, wusste Rory Gallagher genau, was er tun wollte. Der 15-Jährige sagte ihr, dass das seine Gitarre fürs Leben sei. Und das war sie. Das kampferprobte Instrument sollte seinen Meister überleben, einen Mann, der zu einem der arbeitsamsten, gefeiertsten Lieferanten für aufwieglerischen weißen Blues der letzten 50 Jahre wurde.

In seinem Zenit war Gallagher unantastbar. Zwischen 1971 und 1974 veröffentlichte er sechs grandiose Alben – RORY GALLAGHER, DEUCE, LIVE IN EUROPE, BLUEPRINT, TATTOO und IRISH TOUR ’74 –, die einen Musiker zeigten, dessen Engagement für sein Handwerk nur von der Verehrung seines Publikums übertroffen wurde. Als eingefleischter Querdenker genoss er seinen Antistar-Status, während er gleichzeitig nach mehr Anerkennung strebte.

„Rory dachte immer mehr an seinen Platz in der Geschichte als daran, eine normale Jugend zu verbringen“, sagt sein Bruder Donal Gallagher, der Rorys Nachlass verwaltet und gerade remasterte Versionen jener ersten sechs Soloalben wiederveröffentlicht hat.

Heute, nach seinem Tod mit 47, wird Gallagher vielleicht nicht im selben Atemzug mit der Heiligen Dreifaltigkeit des britischen Bluesrock – Page, Beck und Clapton – erwähnt, aber sein Vermächtnis lässt sich nicht leugnen. Das gigantische Talent und die einzigartige Herangehensweise des Iren beeinflussten jeden von Billy Gibbons und Slash über U2-Gitarrist Edge bis hin zum Ex-Smith Johnny Marr, während Joe Bonamassa – ein selbsterklärter Gefolgsmann, der Gallaghers ›Cradle Rock‹ gecovert hat – ihn als „Rocky Balboa der Gitarristen“ bezeichnet. Eine passende Beschreibung, wenn man davon absieht, dass Rocky Balboa ein fiktiver Boxer war, während Rory Gallagher so real war, wie man es nur sein kann.

Geboren wurde er 1948 in Ballyshannon in der Grafschaft Donegal, Irland, in Cork wuchs er auf. Sein Vater sang und spielte das Akkordeon in örtlichen Bands, während seine Mutter Mitglied einer Theatertruppe gewesen war. Mit neun bekam der junge Rory seine erste Gitarre, sein Musikgeschmack reichte von Lonnie Donegan über Leadbelly bis hin zu Big Bill Broonzy. Er war ein selbstbewusster Gitarrist mit rebellischen Anwandlungen. Ein Auftritt bei einem Talentwettbewerb in der Schule erregte den Zorn der katholischen Brüder, die die Einrichtung leiteten. Der Grund: Gallagher hatte Cliff Richards keuschen 1959er-Hit ›Living Doll‹ gecovert. „Die Brüder waren der Ansicht, Rory habe die Musik des Teufels gespielt“, so Donal.

Wie jeder junge irische Musiker, der Anfang der 60er erwachsen wurde, verbrachte Gallagher seine Lehrjahre bei einer Coverband, die durchs Land tingelte und Hits nachspielte. „Ich habe mich so einer Band nur angeschlossen, weil man mit einer elektrischen Gitarre nirgends sonst unterkam“, erklärte er später. Als ihn die eiserne Kontrolle der Irish Federation Of Musicians über dieses Metier zu sehr frustrierte, beschloss Gallagher, sein Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. 1966 verabschiedete er sich von den Coverbands und gründete seine eigene Gruppe, das Bluesrock-Powertrio Taste – einer der ersten irischen Rockbands überhaupt.

Innerhalb von zwei Jahren waren Taste nach London übergesiedelt, wo sie bei Polydor unterschrieben – ziemlich beachtlich für eine Band aus Irland. Nach den ersten beiden Alben (TASTE, 1969, und ON THE BOARDS, 1970), sah es eine Weile lang so aus, als würden sie ganz natürlich die Nachfolge von Cream antreten und waren bei deren Abschiedskonzerten in der Royal Albert Hall sogar als deren Vorgruppe zu hören. Doch schlechtes Management und abweichende musikalische Vorstellungen überzeugten Gallagher, den nächsten Schritt zu gehen. Taste traten am 24. Oktober 1970 zum letzten Mal in der Queens University, Belfast, auf. Ein schwerer Entschluss für den Gitarristen: „Ich denke nicht gerne allzu viel darüber nach, denn es nimmt mich mit“, sagte Gallagher später über die Entscheidung, Taste aufzulösen – was ihn jedoch typischerweise nicht davon abhielt, sie zu treffen.

In Belfast suchte er nach einer neuen Band. Bald fand er zwei Musiker, mit denen er spielen konnte: Schlagzeuger Wilgar Campbell und den 17-jährigen Bassisten Gerry McAvoy, dessen eigene Band Deep Joy schon für Taste eröffnet hatte. Ironischerweise hatten sich Deep Joy exakt am selben Abend aufgelöst, ganz in der Nähe in der Ulster Hall. „Ich traf Rory das erste Mal, als er nach Belfast zog“, sagt McAvoy. „Er war wegen seiner langen Haare als Paradiesvogel bekannt. Zwar war er ein bisschen seltsam, aber gleichzeitig auch sehr höflich und angenehm. Mir war nicht klar, dass er mich und Wilgar als potenzielle Kollegen im Auge hatte. Aber er ließ keine Zweifel daran und fragte, ob ich an jenem Wochenende nach London kommen könnte, um es zu versuchen.“

Video der Woche: Alanis Morissette mit ›You Oughta Know‹

Gerade selbst 47 Jahre alt geworden, feiert Alanis Morissettes drittes Studioalbum JAGGED LITTLE PILL heute seinen 26. Geburtstag.

Nach einem Deal über zwei Alben, von dem das zweite NOW IS THE TIME von 1992 kommerziell nicht den gewünschten Erfolg brachte, sah sich die 18-Jährige Morissette ohne Vertrag. Doch Manager Scott Welch glaubte an sie. Ein Umzug aus dem Elternhaus nach Toronto und die Kooperation mit Songwriter Glen Ballard brachten das Projekt auf den Weg. Zusammen schrieben sie auch ›You Oughta Know‹.

Morissette selbst fühlte sich nach eigener Aussage wie besessen beim Schreiben und sang, während die Tinte der Texte noch nicht ganz trocken war. Um das Ganze später noch abzurunden, wurde Flea von den Red Hot Chili Peppers für den Bass rekrutiert.

Wer der besungene Ex-Freund in dem Song ist, dazu hat sich die Kanadierin bewusst nie geäußert. Der Erfolg gab ihr Recht, lokale Radiosender spielten ›You Oughta Know‹, die erste Single des Albums. Ein Jahr später folgten dann zwei Grammys als bester Rocksong und als beste weibliche Rock-Gesangsdarbietung.

Vinyl-Liebe: Knisternde Geschichten

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Etwas Aufregung ist immer dabei, wenn man sich durch Kisten voller alter Platten wühlt und hoff,t in einer Grabbelkiste den lang ersehnten Schatz zu finden. Ein gewisser Charme umgibt den Prozess des Suchens, Findens und Handelns. Vielleicht ist es der innere Jäger und Sammler, der zum Vorschein kommt. Und dann gibt es da noch die Geschichten, die manch alte Scheibe erzählt.

LOVE AT FIRST STING: gekauft, weil das Cover so unglaublich faszinierend auf ein pubertierendes Teenager-Hirn wirkte. Und dann beim ersten Reinhören, der zweite Song auf der ersten Seite: ›Rock You Like A Hurricane‹. Aber was ist das? Die Nadel springt und springt, obwohl der Rest der Platte einwandfrei läuft. Da hatte der Vorbesitzer wohl ganz klar einen Lieblingssong, der hoch und runter lief. Fast schon möchte man diese Person kennenlernen, die dieses Album vermutlich 1984 gekauft hat und sich in diesen Song verliebt hat. Immerhin ist es nicht ganz so leicht, auf einer Schallplatte immer nur einen spezifischen Track laufen zu lassen. Sein eigenes Bewertungssystem scheint auch der Besitzer von BILLION DOLLAR BABIES gehabt zu haben, der eine Strichliste auf dem Inner Sleeve führte. Vielleicht ein angehender Musikkritiker und -journalist?

Alice Cooper Billion Dollar Babies Plattencover

Dass Schallplatten wieder beliebter werden, ist wahrlich nichts Neues. Im Jahr 2020 wurden allein in Deutschland 99 Millionen Euro Umsatz mit den schwarzen Scheiben gemacht. Der Gelegenheitshörer, der den Geldbeutel schonen möchte, aber auch der versierte Sammler, der eine ganz bestimmte erste Pressung jagt, kommt da ganz schnell zum Second-Hand-Laden.

Und manchmal gibt es seltsame Zufälle, die zum Kauf einer Platte bewegen. Wenn es nicht das anzüglich ansprechende Cover ist, dann vielleicht der eigene Name. Denn wenn der auf der Platte steht, muss sie doch für einen bestimmt sein oder? Und was ist mit Telefonnummern, die in der Eile zu Papier gebracht wurden, um Verabredungen zu ermöglichen? Was ist passiert mit Thomas S., der all seine Platten mit seiner Adresse versehen hat? War er vielleicht so vergesslich, dass er sie immer im Bus hat liegen lassen? Oder hat er sie gern an Freunde verliehen und musste den Überblick behalten? Man kann nur spekulieren. Eins scheint jedoch festzustehen: Er war ein großer Twisted-Sister-Fan. Denn alle seine markierten Platten enthalten seine Initialen T.S. im bekannten Stil des Bandlogos.

Plattencover Record Store Day

Manchmal hat man ja bekanntermaßen mehr Glück als Verstand, zum Beispiel wenn statt rötlicher Pizzaflecken oder frevelhafter Kaffeeringe Schätze in den Rillen schlummern: eine Bootleg-Aufnahme der Beatles von 1965, mitgeschnitten (und ungeschnitten) in Houston – inklusive aller Drohungen das Konzert abzubrechen und dem hektischen Stimmen der Instrumente.

Seit 2008 gibt es den Record Store Day – normalerweise am dritten Samstag im April, doch durch die Pandemie wurden sowohl 2020, als auch 2021 die Tage auf zwei, beziehungsweise drei Daten aufgeteilt, um einen zu enormen Andrang und Menschenmassen zu vermeiden. Während es also bei diesem Event vor allem um neue Alben, Neuauflagen, buntes, geformtes und jegliches seltenes Vinyl geht, um unabhängige Plattenläden zu unterstützen, geht, hat auch die Wühlerei zwischen altem Plastik ihren Charme an allen anderen 364 Tagen im Jahr.

Gewinnspiel: Das neue Album von Garbage absahnen!

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Gerade erst erschienen und schon bei uns im Lostopf. Mit ein bisschen Glück könnt ihr hier das neue Album NO GODS NO MASTERS von Garbage gewinnen. Wir verlosen die CD insgesamt drei mal!

arbage no gods no masters

Jetzt teilnehmen:

[contact-form-7 id=“104546″ title=“Garbage CD-Verlosung“]

Teilnahmeschluss ist der 25. Juni 2021.

Meilensteine: „4-3-2-1 HOT & SWEET“ läuft an

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11.06.1966: Das ZDF startet die TV-Musikshow „4–3–2–1 HOT & SWEET“ als Konkurrenz zum ARD „Beat-Club“

Innig geliebt von jungen TV-Zuschauern, argwöhnisch beäugt von der Elterngeneration, startete am 25.09.1965 allmonatlich im samstäglichen Nachmittagsprogramm der ARD der von Radio Bremen produzierte „Beat-Club“. Da wollte das seinerzeit noch erzkonservative wie junge ZDF nicht nachstehen und schickte ab dem 11.06.1966 zur gleichen Sendezeit das Konkurrenzformat „4–3–2–1 Hot & Sweet“ ins Rennen. Alsbald verzeichnete der Nachzügler vom Zweiten ebenfalls eine erkleckliche Anhängerschaft. Wie der „Beat-Club“ gestaltete sich auch „4–3–2–1 Hot & Sweet“ als Blaupause der populären Briten-Show „Ready Steady Go!“

Stilistisch nahezu identisch, aber zumindest anfänglich auch mit deutschen Interpreten angereichert, gelangten vor allem angloamerikanische Vertreter ins Programm – sowohl Etablierte (u. a. Bee Gees, The Kinks, Deep Purple, Shocking Blue, Jimi Hendrix Experience) als auch der Nachwuchs, darunter seinerzeit noch völlig unbekannte Künstler wie David Bowie und Tyrannosaurus Rex. Hohe Beliebtheitswerte verzeichnete die erste Moderatorin Lotti Ohnesorge (1966–1968), recht bald durfte sie eine eigene Schlagersingle besingen. Auf dem Höhepunkt des Erfolgs zog Lotti Ohnesorge die Reißleine.

Ihr folgte der junge, aber recht biedere Alf Wolf, zuvor bei Radio Luxemburg. In seine Ära fällt auch ein Auftritt von The Doors im September 1968 auf dem Frankfurter Römer.

Etwas glücklos übergab Wolf die Show ab Februar 1969 an Suzanne Doucet und Ilja Richter. Doucet, beliebte Sängerin, sowie der noch minderjährige Richter, von Kindesbeinen an im Schaugeschäft tätig und einer der Darsteller der ZDF Jugendreihe „Till, der Junge von nebenan“, moderierten flott als Duo mit Hang zum Grotesken – zumindest so lange, bis das ZDF herausfand, dass Doucet parallel auch die TV-Show „Hits à Go Go“ (SRF/NDR) betreute. Ab 1970 trat Richter alleine in Erscheinung, was ab Februar 1971 in die Nachfolge-Reihe „Disco ’71“ samt Comedy-Einlagen mündete. Im Gegensatz zu „Disco“ gelten sämtliche 49 Ausgaben von „4–3–2–1 Hot & Sweet“ leider als verschollen.

Ramrods – BRACELET CIRCUS

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Pretty retro 70s-Potpourri

Eines vorweg: Die Ramrods peilen weder das große Rampenlicht an, noch verfolgen sie irgendwelche kommerziellen Absichten. Das Sextett um den hauptberuflichen Konzert-Impressario Peter Harasim stellt lieber Herzblut und Spielfreude sowie ein gewisses Maß an Nostalgie in puncto Sound in den Vordergrund. Entsprechend originell ist die neue Scheibe. Alben kommen bei den Ramrods, humorvoll beschrieben, eher im Jahrzehnterhythmus heraus. Mann ist halt eine Liveband und wann immer im fränkischen Raum ein Supportslot frei wird, stehen die Jungs auf den Brettern (so in Kürze z. B. bei Fury In The Slaughter house). Die erste Hälfte des Albums umfasst zehn Songs inklusive einer Peter-Green-Coverversion, die grob im vielschichtigen Retro-Classic-Rock-Bereich angesiedelt sind, oft nicht weit weg von den mit Peter befreundeten Pretty Things. Mein Lieblingstitel hier ist ›We’re Gonna Roam‹, der an die frühen Deep Purple erinnert.

Ab Song Nummer elf beginnt dann die „Bracelet Circus Suite“. Das sind Tracks mit ausführlichen Abstechern zum psychedelischen Jamrock, manchmal mit exotischem Hippie-Flair. ›For Jan‹ schließt die Scheibe ab und Peter singt mit gebrochener Stimme einen Nachruf an den verstorbenen früheren Keyboarder Jan Albrecht.

7 von 10 Punkten

Ramrods, BRACELET CIRCUS, SAOL/H’ART

Sinoptik – THE CALLING

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Emotionaler Retro-Rock mit dem gewissen Etwas

Die Ukrainer verbinden hier bekannte Elemente wie bluesig-psychedelischen Hardrock à la Hendrix mit dem Stoner-/Heavy-Sound der klassischen Black Sabbath, den Harmonien der späten Beatles und der Verschrobenheit der frühen Pink Floyd. Doch da steckt noch mehr drin, das nicht so einfach zu verorten ist und das den speziellen Reiz der 40 Minuten ausmacht. Vielleicht liegt es an der umfangreichen Sammlung alter Platten der sowjetischen Rockszene seiner Eltern, mit denen Sänger/Gitarrist Dmitriy Afanasiev aufgewachsen ist? Jedenfalls ist die Melancholie dieses sich um ergriffene und verpasste Lebenschancen drehenden Konzeptalbums ausgesprochen attraktiv. Wer sich mit dem textlichen Rahmen der Stücke beschäftigt, für den wird auch das auf den ersten Blick vielleicht befremdlich, weil so anders als die meisten der aktuellen Covers wirkende Artwork Sinn ergeben und eine schöne Ergänzung zur übergreifenden Story darstellen. Als Anspieltipps seien das zunächst knarzig groovende, dann fast schon liebliche und schließlich echten Stadion-Appeal entwickelnde ›Granny Greta‹, das dreckig-hymnische ›Sell God’s Number‹ und der nachdenklich-monumentale (zehn Minuten!) Abschlusstrack ›The Call‹ empfohlen.

8 von 10 Punkten

Sinoptik, THE CALLING, ONERPM