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Start Blog Seite 323

Iron Maiden: Rätselraten um große Neuigkeiten

Schon seit einiger Zeit brodelt die Gerüchte Küche um Iron Maiden. Immer wieder ließ die Band jüngst in Form eher rätselhafter Aktionen den ein oder anderen Hinweis auf eine große Neuigkeit fallen.

Nachdem Frontmann Bruce Dickinson zwei mal im Fernsehen mit einem „Belshazzar’s Feast“-Shirt gesehen wurde, Flyer mit eben jener Überschrift und dem Zusatz „WOTW“ (was wahrscheinlich für „Writing On The Wall“ steht, da es darum in der Bibelgeschichte um Belshazzar geht) herumgeworfen wurden und Dickinson zuletzt die Fans persönlich zu „Belshazzar’s Feast“ eingeladen hatte, ist sich die Rockwelt gerade ziemlich sicher, bald neue Musik den Legenden zu hören zu bekommen.

Das letzte und 16. Album von Iron Maiden hieß THE BOOK OF SOULS und erschien im Jahr 2015. Heute Abend wollen Maiden eine große Ankündigung machen und werden dann hoffentlich dem Rätselraten ein Ende setzen. Auf der englischen Wikipedia-Seite über Iron Maiden beispielsweise wird unter der Kategorie „Diskographie“ bereits TWOTW als Album Nummer 17 aus dem Jahr 2021 angegeben.

Meilensteine: Cherry Vanilla

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Juli 1976: Ex-Bowie-Publizistin Cherry Vanilla startet als exotische Punk-Protagonistin durch

Als David Bowie samt Gattin Angie und Manager Tony Defries sich im August 1971 im Londoner Roundhouse für das Experimentaltheaterstück ANDY WARHOL’S PORK von Regisseur Anthony Ingrassia begeisterten, ahnte noch niemand, dass weite Teile der Akteure wenig später in Defries Management Company MainMan LTD Lohn und Brot finden würden. Auch Cherry Vanilla alias Kathleen Dorritie zählte dazu. Unverfroren trieb die Publizistin und Promoterin ab 1972 Bowies Weltkarriere voran. Nachdem sich Bowie 1974 mit Defries wegen dessen unlauteren Finanzgebarens zerstritt, musste sich auch Miss Vanilla neue Aufgaben suchen: Im Gespann mit Utopia-Bassist Kasim Sulton lotete sie in New York nun als Künstlerin die enschlägigen Clubs aus. Im Juli 1976 formierte sie Cherry Vanilla & Her Staten Island Band mit Buzzy John Vierno (Bass), Frank La Rocca (Drums), Thomas Morrongiello (Gitarre) und Gary Cohen (Piano). Auf dem legendären Sampler 1976 MAX’S KANSAS CITY empfahl sich Vanilla mit voluminösem Rauchtimbre und in der Gesellschaft von Kollegen wie Wayne County And The Back Street Boys, Pere Ubu oder Suicide als Szenegröße.

Parallel erschien Vanillas Artbook „Pop Tart Compositions“. Miles Copeland III, Bruder von Stewart Copeland und Betreiber von I.R.S./Illegal Records, holte Vanilla nach London und organisierte einen Plattenvertrag mit RCA. Mit einer britischen Backingband aus Gitarrist und Lover Louis Lepore, Pianist Zecca Esquibel sowie aufgestockt um das just gegründete Trio The Police aus Stewart Copeland, Sting und Ur-Gitarrist Henry Padovani, das auch als Vorband fungierte, tourte die Truppe durch UK. Als Geburtsstunde von The Police gilt Vanillas Gastspiel am 5. März 1977 im Punk-In-Spot Roxy Club. Lepore, Esquibel sowie Howie Finkel (Bass) und Michael (Manny) Mancuso (Drums) behaupteten sich als Begleiter auf den heute gesuchten LPs BAD GIRL (1978) und VENUS D’VINYL (1979) sowie dem Clubhit ›The Punk‹.

https://youtube.com/watch?v=Lym7AYgIaco

Wie so viele im Punk-New-Wave-Boom blieb leider auch Miss Vanillas Künstlerkarriere stecken, als RCA wegen zu niedriger Absatzzahlen 1980 abrupt den Stecker zog.

Kurt Vile: Cover von ›Run Run Run‹

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Zu Ehren von Velvet Underground wird deren Debütalbum einmal komplett durchgecovert.

Die erste Veröffentlichung des Cover-Albums mit dem Namen I’LL BE YOUR MIRROR: A TRIBUTE TO THE VELVET UNDERGROUND & NICO stammt von Kurt Vile & The Violators. Für Vile nicht das erste Mal: “Ich habe ›Run Run Run‹ tatsächlich schon in Teenagerjahren mit meiner Band gecovert. Es war also eine gewissermaßen kosmische Fügung“.

Bei dem Album, das am 24. September erscheint, könnten die teilnehmenden Künstler nicht unterschiedlicher sein: Von Iggy Pop bis Bobby Gillespie und von King Princess bis Courtney Barnett und St. Vincent sind viele Größen und Genres vertreten. THE VELVET UNDERGROUND & NICO erschien 1967 mit seinen elf Tracks. Über fünfzig Jahre später werden diese Track-für-Track gecovert.

Meilensteine: STEVE HARLEY & COCKNEY REBEL

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Juni/Juli 1973: In London entsteht der Albenerstling THE HUMAN MENAGERIE

Als im Hochsommer 1973 EMI Staff Producer und A&R Neil Harrison ein 80-Mann-Orchester samt vielköpfigem Chor aus dem Ärmel zauberte sowie Andrew Powell als Arrangeur und Beatles-Veteran Geoff Emerick als Toningenieur anheuerte, um die Debüt-LP THE HUMAN MENAGERIE einzuspielen, sah sich Steve Harley am Ziel seiner kühnsten Träume. Gerade 21 Jahre alt, ließ der stets etwas vorlaute Harley 1972 in einem Anflug von Größenwahn seine dreijährige Journalisten-Laufbahn (u. a. beim Daily Express, Essex County Standard, East London Advertiser) sausen, um fortan an U-Bahnstationen und Plätzen wie Hyde Park Corner, Marble Arch, Leicester Square, Portobello Road und Covent Garden als Busker eigene Songs auszutesten. Zudem gastierte Harley, bürgerlich Stephen Malcolm Ronald Nice, schon seit mehr als einem Jahr in Londoner Bars und Clubs wie Les Cousins, Bunjies und The Troubadour an Open-Mic-Folk-Abenden.

Eine Audition bei der Folkband Odin als Sänger und Gitarrist brachte ihn in Kontakt mit Violinist Jean-Paul Crocker – das Fundament für Cockney Rebel. Im Gespann mit Drummer Stuart Elliott, Bassist Paul Jeffreys und Keyboarder Milton Reame-James entdeckte Produzent und RAK-Labeleigner Mickie Most die Truppe im Londoner In-Spot The Speakeasy Club und bot ihr einen Vertrag mit RAK-Publishing an. Von dem Agenten Eric Hall erfuhr das EMI A&R Team davon und offerierte rasch einen Drei-Alben-Deal. Harleys mehr als ein Dutzend Songs, von denen zehn auf dem Debüt landeten, erfuhren in den Londoner Air Studios eine erstaunliche Metamorphose. Ohne E-Sologitarre rückte Crockers Violine, wahlweise auch Saxofon-Wall-Of-Sound, Klassik-Impressionen oder Post-Psychdelisches in den Fokus. Powells üppige Arrangements aus himmlischen Doo-Wop-Chören, opulentem Orchesterbombast und Harleys stets gephaster Stimme ließen THE HUMAN MENAGERIE zu einem der innovativsten Alben 1973 avancieren. Ein kaleidoskopisches Sammelsurium aus der angejazzten Marc-Bolan-Hommage ›Mirror Freak‹, der Square-Dance-Ode ›Crazy Raver‹, dem Glam-Rock-Shuffle ›What Ruthy Said‹, dem knapp 10-minütigen Prä-Alan-Parsons-Project-Vehikel ›Death Trip‹ sowie der Paradenummer schlechthin, die hymnische Zeitlupen-Gothic-Gay-Ballade ›Sebastian‹.

https://youtube.com/watch?v=hcX09aSs9bw

Plattensammler: Rick Wakeman

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Keyboard-Meister Rick Wakeman über die Platten, Künstler und Shows, die ihn nachhaltig beeindruckt haben.

Rick Wakeman hat auf mehr als nur ein paar Rock-Klassikern Keyboard gespielt. Als Solokünstler, als Mitglied von Yes und The Strawbs und neben David Bowie, Lou Reed, Elton John, Black Sabbath, Cat Stevens, T.Rex und mehr war er einer der produktivsten Session-Musiker der Glam-Epoche. Aber Progs selbsternannter grantiger, alter Mann ist auch gesegnet mit einer entwaffnenden Ehrlichkeit: „Ich habe auf einer Menge unglaublich beschissener Platten gespielt“, gibt er zu, bevor er eine weitere Weltklasse-Anekdote erzählt.

DIE ERSTE MUSIK, AN DIE ICH MICH ERINNERE
Mein Vater spielte Klavier. Vor dem Krieg hielten meine Eltern sonntagabends gerne eine Konzertparty ab: Mama sang, Papa spielte und Onkel Stan spielte Ukulele und Banjo. Als ich etwa drei war, kletterte ich aus dem Bett und setzte mich ans Ende der Treppe und lauschte ganz leise. Ich fand, es war das Wunderbarste überhaupt. In dem Moment entschied ich, dass es das ist, was ich tun will. Ich wollte Musik machen.

DER ERSTE SONG, DEN ICH JE LIVE GESPIELT HABE
›Buy A Broom‹, das erste Stück im „Della Quale Here We Go“-Klavierbuch für Kinder. Ich spielte es live vor etwa vierzig Eltern. Meine Musiklehrerin veranstaltete jeden Monat Konzerte für die Eltern ihrer Schüler. Ich ging seit circa zwei Wochen zu ihr, also war ich der Jüngste. Am Ende applaudierten die Eltern höflich und, was ich super fand. Also spielte ich es noch einmal. Ich spielte es ungefähr sechs Mal, bevor meine Mutter aufstand und mich peinlich berührt von der Bühne holte. Das war mein erstes Konzert im Jahr 1954. Ich war fünf Jahre alt.

DER SONGWRITER
Pete Townshend. Weil er sie nicht nur raushaut. Eine Menge Gedanken wandern in das, was er tut.
Wenn er eine Idee hat, arbeitet er an ihr und perfektioniert sie. Also Pete ist ganz oben auf der Liste.

DER GITARRENHELD
Brian May. Er ist so ein einzigartiger Gitarrist. Es gibt wenige, die man in der Sekunde erkennt, in der man sie hört. Brian ist einer davon. Eric Capton auch. Als Creams ›Strange Brew‹ erschien, dachte jeder: „Was ist das?“ Alle Bands spielten damals wie die Shadows, dann kam Eric und änderte das gesamte Wesen der Arbeit an der Gitarre.

DER SÄNGER
Freddie Mercury mag ich wegen seiner opernhaften Art und Bruce Dickinson hat eine Menge Klasse. Ich mag Stimmen, die man direkt erkennt. Roger Daltrey wäre zu nennen, genauso wie Robert Plant. Wenn du Robert aus Led Zeppelin raus nimmst, hast du nicht mehr Led Zeppelin.

DIE UNTERBEWERTETSTE BAND ALLER ZEITEN
Die originalen Tubes. Die müssen in etwa zu zehnt gewesen sein – sie hatten Backing-Sänger, Tänzer – und sie hatten die besten Bühnenbilder. [Sänger] Free Waybill war allen um Lichtjahre voraus. Ich erinnere mich, als ich sie zum ersten Mal in einem kleinen Club in San Francisco sah. Ich war sprachlos, wie gut sie waren. Mir fiel die Kinnlade runter, so professionell, unglaublich.

DIE BESTE LIVE-BAND, DIE ICH JE SAH
Wahrscheinlich einer Mischung aus Aufregung, Musik und allem Drumherum geschuldet, muss ich Led Zeppelin im Madison Square Garden nehmen. Es war einfach elektrisierend.

DIE BESTE PLATTE, DIE ICH JE GEMACHT HABE
HUNKY DORY von David Bowie. Das Album ist fehlerlos, so großartige Musiker, es gab nichts, was an diesem Album nicht stimmte.

David Bowie Hunky Dory

DIE SCHLECHTESTE PLATTE, DIE ICH JE GEMACHT HABE
Ich habe am Nachfolger von Clive Dunns GRANDAD gearbeitet, der GRANDMA, I LOVE YOU hieß. Wir haben in den Air Studios in London aufgenommen und Clive kam rüber und meinte: „Was hältst du von der Platte?“ Ich hab wohl etwas zu lange geschwiegen und er sagte: „Sie ist scheiße, nicht?“ Ich habe versucht, etwas Nettes zu sagen, also sagte ich: „Na ja, nach einem Riesenhit mit einer Platte wie GRANDAD ist es sehr schwer, etwas zu produzieren, das genauso gut ist“. Und er meinte: „Ja, sie ist scheiße, nicht?“ Und ich sagte: „Ja, ist sie wirklich“. Ich habe Clive viele Jahre später getroffen, bevor er gestorben ist, und er sagte: „Hallo, Rick … Sie ist immer noch scheiße“.

DER SONG, DER MICH ZUM WEINEN BRINGT
›Jesu, Lover Of My Soul‹, weil es das Kirchenlied war, die auf den Beerdigungen beider meiner Eltern lief. Ich musste es vor Kurzem neu aufnehmen für einen Film über Lawrence von Arabien und ich gebe zu, dass ich eine Träne vergießen musste, weil ich an meine Eltern denken musste.

MEIN „IN STIMMUNG“-SONG
Wahrscheinlich ›Can’t Get Enough Of Your Love‹ von Bad Company oder ›Hot Legs‹ von Rod Stewart.

MEIN SAMSTAGABEND/PARTYSONG
›Sweet Georgia Brown‹ auf dem Klavier. Mein Vater hat es mir beigebracht, als ich sehr klein war, ich liebe es abgöttisch.

DER SONG, DER BEI MEINER BEERDIGUNG LAUFEN SOLL
Ich muss sagen, dasselbe Stück wie bei meinen Eltern, ›Jesu, Lover Of My Soul‹. Und obwohl ich nicht vorhabe, diese irdische Welt bald zu verlassen, schreibe ich vielleicht ein Chor-Stück, das ich verstecke und das dann erst rauskommt, wenn ich weg bin. Ich könnte es live singen lassen als letzten Abschied. Es wird sehr gut zu dem passen, was auf meinem Grabstein stehen soll: „Das ist nicht fair, ich war noch nicht fertig.“

Ronnie Wood: Neue Single ›Ghost Of A Man (Live At The Royal Albert Hall)‹

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Der Rolling-Stones-Gitarrist veröffentlicht den Schlusssong seines Tributalbums.

In seiner Reihe an Tributalben ist MR LUCK – A TRIBUTE TO JIMMY REED: LIVE AT THE ROYAL ALBERT HALL das zweite. Zuvor hatte der Brite schon ein Tributalbum zu Ehren Chuck Berrys veröffentlicht.

Seine musikalische Verbeugung vor Jimmy Reed wird am 03. September erscheinen. Zuvor gab es schon eine Kostprobe mit Unterstützung von Rolling-Stones-Vorgänger Mick Taylor namens ›Good Lover‹.

„Die Leute – und vor allem die Kids – sollten wissen, was für einen Einfluss Jimmy Reed auf uns als werdende Musiker hat“, äußert sich Ronnie Wood.

Almost Famous: Soundtrack bekommt Deluxe-Boxset

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Zum 20. Geburtstag des Rock’n’Roll-Filmes „Almost Famous“ erscheint der Soundtrack des Streifens demnächst in verschiedenen Boxset-Versionen.

Der Film von Cameron Crowe erzählt die halb autobiografische Geschichte von Camerons Anfängen als Musikjournalist für den Rolling Stone, die Geschichte dreht sich im Kern um den Aufstieg der Rock’n’Roll-Band Stillwater. Zum Soundtrack gehören Songs von den Allman Brothers, Elton John, Led Zeppelin, Lynyrd Skynyrd, The Who und mehr.

Die Super-Deluxe-Version enthält ein 40-seitiges Buch, diverse Plakate, Ticketreplika und mehr.

Foo Fighters: Video zu Bee-Gee-Cover ›You Should Be Dancing‹

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Die Foo Fighters haben sich an ein überraschendes Cover-Projekt gemacht: fünf Bee-Gee-Songs erscheinen auf HAIL SATIN zum Record Store Day am 17. Juli.

Für das erste Cover der Bee Gees gibt es jetzt ein Video. Frontmann Dave Grohl äußert sich zu den Songs folgendermaßen: „Ich habe so noch nie gesungen, aber es war der einfachste Song, den ich je gesungen habe. So hätte ich die letzten 25 Jahre singen sollen!“

Während die Band im Studio wartete, kam ein Gespräch über die Dokumentation über die Bee Gees zustande. Spontan entstand dann bei den Foo Fighters der Gedanke, ein Cover aufzunehmen.

Auf HAIL SATIN befinden sich fünf Cover und fünf Songs der Foo Fighters von ihrem jüngsten Album MEDICINE AT MIDNIGHT, die live im Studio aufgenommen wurden – der eigentliche Grund, warum die Band ins Studio gegangen war.