In einem neuen Interview mit Heavy Consequence erzählte Rob Halford von Judas Priest, dass er in den letzten 1,5 Jahren gegen Krebs kämpfte.
Halford wörtlich: „Vor über einem Jahr hatte ich einen kleinen Krebskampf auszutragen. Ich bin jetzt durch, der Krebs ging Gott sei Dank zurück. Das alles passierte während des Lockdowns. Ich bin mehr als dankbar nun an diesem Punkt in meinem Leben zu sein, an dem ich immer noch tun kann, was ich am meisten liebe.“
Anfang dieses Jahres wurde bei Halford nochmals Krebs diagnostiziert, nach einer Strahlentherapie im April und Mai ist der Metalgott aktuell krebsfrei.
In der letzten Zeit mussten Judas Priest einige gesundheitliche Rückschläge verkraften. Gitarrist Glenn Tipton gab seinen Ausstieg aufgrund seiner Parkinsonerkrankung 2018 bekannt, vor wenigen Wochen erlitt Gitarrist Richie Faulkner ein Aortenaneurysma während eines Auftritts. Nach einer Notoperation ist Faulkner auf dem Weg der Besserung.
THE ANALOGUES wizpro.com Man nennt sie auch gerne die „Beatles-Sensation“ aus den Niederlanden. The Analogues stehen für ein genuines Live-Erlebnis der Extraklasse. 2022 bringen sie ABBEY ROAD komplett auf die Bühne.
THE AUSTRALIAN PINK FLOYD SHOW fkpscorpio.de Die Australian Pink Floyd Show liefert seit Jahrzehnten ein authentisches und musikalisch einwandfreies Erlebnis der besten Pink-Floyd-Kreationen. Das Spektakel wird nach erneuter Verlegung nun 2022 stattfinden.
BLACKBERRY SMOKE wizpro.com Mit ihrem neuen Album YOU HEAR GEORGIA und der Vorband The Steelwoods im Gepäck bringt die Band Southern-Flair auf deutsche Bühnen.
THE BOWIE COLLECTIVE fkpscorpio.com Im Rahmen dieser umjubelten Multimedia-Konzertshow feiern zahlreiche Musiker, Schauspieler, Künstler und Techniker das unsterbliche Lebenswerk David Bowies.
BROKEN WITT REBELS wizpro.com Mit ihrem neuen Album OK HOTEL im Gepäck machen die britischen Bluesrocker im November in Deutschland Halt.
02.12. Köln, Blue Shell 03.12. Berlin, Privatclub 04.12. Hamburg, Nochtwache
THE BROS. LANDRETH wizpro.com Nach dem erfolgreichen Deutschland-Debüt im November 2019 schaut das kanadische Americana-Quartett The Bros. Landreth nächstes Jahr nochmal vorbei.
PHIL CAMPBELL AND THE BASTARD SONS philcampbell.net Im Herbst 2022 schaut Ex-Motörhead-Mann Phil Campbell mit seinen Bastard Sons vorbei. Unterstützt wird die Patchwork Familie von den Nitrogods und The Carburetors.
CHEAP TRICK wizpro.com Robin Zander, Rick Nielsen und Co. werden ihr neues Album IN ANOTHER WORLD demnächst auch live vorstellen. Natürlich werden auch die größten Hits von Cheap Trick nicht fehlen.
THE DEAD SOUTH fkpscorpio.com Manche bezeichnen sie als die bösen Zwillinge der Mumford & Sons, wer also Lust hat auf Bluegrass und Folk der etwas unartigeren Sorte, der sollte sich die nun auf 2022 verlegten Shows von The Dead South absolut nicht entgehen lassen.
FOREIGNER foreigner.com Nach ihrer erfolgreichen Sommertournee und einigen Shows mit großem Orchester, kehren Foreigner um Gründungsmitglied Mick Jones 2022 nach Deutschland zurück.
THE JESUS AND MARY CHAIN themarychain.com Die schottischen Wegbereiter des Shoegaze spielen an vier Terminen ihr Album DARKLANDS und dazu natürlich noch weitere Songs ihrer Karriere. Kultalarm, auch wenn die Konzerte nun wieder nach hinten verschoben werden mussten.
22.11. München, Backstage Werk 23.11. Berlin, Astra Kulturhaus 24.11. Köln, Live Music Hall 02.12. Hamburg, Fabrik 06.12. Wiesbaden, Schlachthof
KANSAS kansasband.com Die US-Progrocker Kansas gehen auf „Point Of Know Return Anniversary Tour“. Heißt: Sie führen ihr Album von 1977 – inklusive ihrer Hit-Ballade ›Dust In The Wind‹ – von vorne bis hinten auf. Dazu spielt die Band um Sänger Ronnie Platt und Gründungsmitglieder Richard Williams und Philipp Ehart viele weitere Hits, selten gespielte Songs und Fan-Favoriten.
Bob Weir wird heute 74 Jahre alt. Zum Ehrentag des Musikers und Grateful-Dead-Gründungsmitglieds blicken wir auf die goldenen 70er Jahre zurück und tauchen ein in das sonnige Konzert der Dead in Ventura, Oregon.
„Wir veränderten nicht die Welt, aber wir machten etwas, das Bedeutung hatte, und das wussten wir auch.“ (Bob Weir)
Am 08. August spielte die Band hier eine Show, deren Mitschnitte erst Jahrzehnte später, nämlich im August 2013, in der Dokumentation „Sunshine Dream“ veröffentlicht wurde.
Der Track ›Jack Straw‹ erschien erstmals auf dem Live-Album EUROPE ’72.
https://youtube.com/watch?v=zGfFUsAQaYE
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Neil Young kündigt neues Album BARN für Dezember an. Hört hier die erste Single ›Song Of The Seasons‹.
Am 10. Dezember erscheint ein neues Album von Neil Young und Crazy Horse. BARN wurde diesen Sommer bei Vollmond in eben einer solchen, restaurierten Scheune aus dem 19. Jahrhundert mitten in den Rocky Mountains aufgenommen.
Dabei seien „zehn neue Songs, die den rohen, eigenwilligen Rock’n’Roll-Geist und die lyrische Schönheit einfangen, die eine klassische NYCH-Zusammenarbeit ausmachen,“ entstanden. Als erste Nummer daraus könnt ihr schon jetzt und hier ›Song Of The Seasons‹ hören.
Neben dem Album soll ein gleichnamiger Dokumentarfilm, der unter Regie von Daryl Hannah die Arbeiten an BARN zeigt, veröffentlicht werden.
Der Moderator, Filmemacher, Musiker und DJ Don Letts über die Platten, Künstler und Gigs, die bleibenden Eindruck bei ihm hinterlassen haben.
„In der Musik geht es um Geschmack. Zum Glück habe ich davon einigen“, sagt Don Letts bescheiden wie eh und je mit einem Lachen. Der mittlerweile 65-Jährige, dessen Plattensammlung Punk-Fans und Musiker in den 70ern auf den Reggae brachte – und Bob Marley auf den Punk –, gibt sich in seiner Autobiografie „There And Black Again“ nachdenklich, während er immer noch Musikvideos dreht und eine Sendung bei BBC Radio 6 Music moderiert. „Alles, was ich bin, kommt von der Musik“, sagt er. „Sie ist kein Job für mich, sie ist mein Leben.“
DIE ERSTE MUSIK, AN DIE ICH MICH ERINNERN KANN Als Kind hatte ich in einem Ohr das, was meine Eltern hörten: die neuen Sounds aus Jamaika wie Prince Buster und Toots And The Maytals. Mein Vater hörte außerdem auch Crooner wie Nat King Cole und Jim Reeves. Im anderen Ohr hatte ich das, was meine weißen Kumpels hörten: Crosby, Stills, Nash & Young, Beach Boys, Kinks, Stones, Beatles, The Who. Es war nicht nur eine Sache, es war eine Kollision der Klänge.
DIE BESTE PLATTE, DIE ICH JE GEMACHT HABE Ich bin stolz auf all die Sachen, die ich mit Big Audio Dynamite gemacht habe, und darauf, dass ich Songs mit Mick Jones geschrieben habe. Besonders stolz bin ich auf unser drittes Album, TIGHTEN UP VOL. 88. Dann verließ ich dummerweise B.A.D. und gründete meine eigene Band, Screaming Target – das Ego wird einen immer erwischen, nicht wahr? Da sind auch ein paar Songs drauf, auf die ich wirklich stolz bin.
DIE SCHLECHTESTE PLATTE, DIE ICH JE GEMACHT HABE Eine Single mit dem Titel ›Haile Unlikely‹. Das war ein Wortspiel auf [den Rastafari-Messias] Haile Selassie, also ging ich mit dem Text kulturell ein gewisses Risiko ein. Das waren ich, Keith Levene und Jah Wobble. Sie hatten irgendwie Geld zusammengekratzt, um ins Studio zu gehen, und holten mich für den Gesang dazu. Ich legte einen provisorischen Take hin und sagte dann: „Ich komme in ein paar Tagen noch mal vorbei und mache es richtig“. Dann habe ich nie wieder von ihnen gehört. Irgendwann sah ich diese Platte in einem Laden – STEEL LEG V. THE ELECTRIC DREAD. Sie war unfertig, also war ich ziemlich sauer, weil ich so zum ersten Mal auf Vinyl verewigt war. Und am schlimmsten war das Cover, das jemanden in einer S&M-Maske und einem Müllbeutel über dem Kopf zeigte, und manche Leute dachten, das sei ich. Da war ich doppelt beleidigt. Aber hey, ich hatte eine Platte gemacht und kann kein Instrument spielen, also war das für mich trotzdem ein Erfolg. (lacht)
DER GITARRENHELD Mick Jones. Er ist ein fucking großartiger Gitarrist und niemand spricht jemals wirklich darüber, das verliert sich alles in dem Clash-Ding. Wenn Mick mit seiner Gitarre auf der Bühne steht, ist das wunderschön.
DER SONGWRITER Ich bin so alt wie der Rock’n’Roll, also ist das verdammt schwer. Ich halte viel von Paul Simon, aber dann sind da auch Dylan, John Grant, Rufus Wainwright, Paddy McAloon, Prince und Stevie Wonder. Und Kombinationen wie Strummer und Jones, Lennon und McCartney, Morrissey und Marr, Jagger und Richards … Ich soll wirklich EINEN auswählen? Vergiss es.
DIE HYMNE Bob Marleys ›Get Up, Stand Up‹. Im 21. Jahrhundert hat man Bob Marley ein bisschen kastriert und der erste Song, den sich Leute anhören, ist ›One Love‹. Doch viele Menschen auf der Welt identifizieren sich mit dem Bob von ›Get Up, Stand Up‹, weil es Ungerechtigkeit anspricht. Und so lange diese Ungerechtigkeit existiert, wird das der Song für uns sein.
DAS BESTE ALBUM ALLER ZEITEN WHAT’S GOING ON von Marvin Gaye. Ein göttliches Werk, beeinflusst von dem gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Klima seiner Zeit. Seine Texte – Krieg, Umwelt, Vergewaltigung – treffen leider immer noch ins Schwarze.
MEIN KULTHELD Joe Strummer würde diesem Titel gerecht werden. Ein gutes Beispiel. Er wird sehr vermisst und wir bräuchten heute mehr Joes. Wir brauchen Leute mit dieser Energie, Leute, die kein Blatt vor den Mund nehmen.
DIE UNTERBEWERTETSTE BAND ALLER ZEITEN The Slits. Sie, Magazine und Public Image traten die Post-Punk-Welle los. Ich liebte ihre Offenheit – sie mochten Reggae, brachten afrikanische Rhythmen ein – und sie öffneten weltweit Türen für Frauen in der Musik, zusammen mit Poly Styrene und Siouxsie Sioux. The Slits waren die Krassesten von allen. Sie waren furchteinflößend.
MEIN GUILTY PLEASURE Mit 65 stehe ich zu allem, was ich bin, und habe keine guilty pleasures. Ich mag LISTEN WITHOUT PREJUDICE von George Michael, eine unglaubliche Platte. Manchmal höre ich gerne Patsy Cline. Aber „guilty“? Pffff. Don Letts kennt keine Scham. (lacht)
DER SONG, DER MICH ZUM WEINEN BRINGT ›Do You Realize??‹ von The Flaming Lips. Hör dir nur den Text an: „Do you realize that everyone you know some day will die?“ Das ist eine Hymne auf die Menschheit, das Leben und den Tod, gleichzeitig erbaulich und vernichtend.
MEIN „IN STIMMUNG“-SONG Ein Newcomer, Jacob Collier. Als ich ›He Won’t Hold You‹ featuring Rapsody zum ersten Mal hörte, musste ich wirklich aufhorchen. Ein toller Junge, der alles selbst macht. Neue Musik zu entdecken, macht mein Leben lebenswert.
DER SONG, DER BEI MEINER BEERDIGUNG LAUFEN SOLL Wenn ich will, dass alle lachen, ›Going Underground‹ von The Jam. Aber wenn ich will, dass alle weinen, wäre es ›Ballad Of A Dying Man‹ von Father John Misty. Ich bin seit den Fleet Foxes ein Fan von ihm. Und die Nummer trifft den Nagel wirklich auf den Kopf.
Die Melvins versuchen es akustisch, Tom Morello zaubert an neuen Sounds, Santana bietet ein buntes Potpourri und die Vapors Of Morphone begeistern Kenner der 60er.
Vapors Of Morphine: FEAR & FANTASY
„Kenner der Materie dürfen sich auf zwölf soundtrackartige Stücke freuen, die vor blumigen Referenzen an die Popmusik der goldenen 60er (›Irene‹), an wunderbar dreckigen Bluesrock (›Ostrich‹), psychedelischen Film-Noir-Surrealismus (›Blue Dream‹) und exotische Stilexkursionen (›Drop Out Mambo‹) nur so strotzen.“
„BLESSINGS AND MIRACLES dürfte gute Chancen bei den bekannten Musikpreisverleihungen haben, denn das All-Star-Konzept nach dem Motto „für jeden was dabei“ kommt beim Publikum sicher an.“
„Ohne jegliche Schranken kreiert der Freigeist, der schon Anfang der 90er die Rockgitarre aus ihrer Komfortzone katapultierte, ein massiv wertvolles Stück Musik mit Langzeitwirkung.“
Die Melvins unplugged? Eigentlich fast unvorstellbar, leben ihre Konzerte doch von Buzz Osbournes Gitarren-Gewittern und der brachialen Wucht, mit der Dale Crover seine Drums bearbeitet. Aber wer die Melvins kennt, weiß, dass sie nur allzu gerne die Erwartungen ihrer Fans auf den Kopf stellen. So auch bei ihrer ersten Retrospektive in fast 40 Jahren Bandgeschichte, FIVE LEGGED DOG. Mit 36 Songs auf vier CDs hat die Werkschau monumentale Ausmaße angenommen. Alte Melvins-Klassiker wie ›Honey Bucket‹ oder ›Night Goat‹ vom Album HOUDINI oder ›Revolve‹ von STONER WITCH hat man akustisch bisher so noch nicht gehört. Neben ›Revolve‹ ist das verspielte ›Pitfalls In Serving Warrants‹ einer der Höhepunkte des Albums, wie auch die Neuinterpretation des Fred-Neil-Klassikers ›Everybody’s Talking‹ mit Jeff Pinkus von den Butthole Surfers. Als Bassisten holten sich Buzz und Dale dieses Mal Steven McDonald von Redd Kross, der für das Rolling-Stones-Cover ›Sway‹ sogar das Gesangsmikro übernehmen durfte.
Das Experiment ist gelungen. Auch ohne Strom klingen die Melvins nie weichgespült oder gar gefällig. Das liegt nicht zuletzt an Dale Crover, der sich bei der Wahl der Waffen zwar für Jazzbesen entschieden hat, trotzdem jeden Schlag perfekt platziert. Für Die-Hard-Fans sicher ein echtes Muss, im Gesamtbild ist FIVE LEGGED DOG eventuell ein wenig zu monumental geraten.
Wie schon bei Tom Morellos erstem Ausflug in EDM-Gefilde, THE ATLAS UNDERGROUND von 2018, werden sich auch an THE ATLAS UNDERGROUND FIRE die Geister scheiden. Bei Freunden von ausschließlich traditionellen, handgemachten Klängen dürfte die Scheibe bis auf die Kollaboration mit Bruce Springsteen/Eddie Vedder im mutigen AC/DC-Cover ›Highway To Hell‹ oder dem gemeinsam mit Chris Stapelton grandios komponierten und performten ›The War Inside‹ für Kopfschütteln sorgen.
Wer allerdings auch jenseits der klassischen Rockgrenzen unterwegs ist, bekommt mit THE ATLAS UNDERGROUND FIRE ein weiteres Kapitel Morello’schen Pioniergeists in den Player. Ohne jegliche Schranken kreiert der Freigeist, der schon Anfang der 90er die Rockgitarre aus ihrer Komfortzone katapultierte, ein massiv wertvolles Stück Musik mit Langzeitwirkung. Erstaunlich dabei ist, dass Tom aus seiner seit 1992 unveränderten Effektsammlung so derart viele neue Sounds kitzelt. Im Kontext mit der aktuellen DJ- und Producer-Elite besteht die Rage-Against-The-Machine-Legende locker den Test der Zeit und setzt einmal mehr neue Maßstäbe an den sechs Saiten.
8 von 10 Punkten
Tom Morello, THE ATLAS UNDERGROUND FIRE, MOM+POP/H’ART