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Iron Maiden: Neuer Psychologie-Podcast mit Bruce Dickinson

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Bruce Dickinson ist ein Tausendsassa. Den meisten würde es schon genügen, Frontmann von Iron Maiden zu sein, doch „the air raid siren“ hat zahlreiche Talente und so überrascht es nicht allzu sehr, dass Bruce neben seiner Karriere als Pilot, Fechter, Bierbrauer etc. nun auch bei einem Podcast mitmischt.

Zusammen mit Dr. Kevin Dutton von der Oxford Universität stellt er den Podcast „Psycho Schizo Espresso“ auf die Beine. Inhaltlich beschreiben die beiden Hosts ihr Projekt wie folgt: „Falls du dich jemals gewundert hast, ob Psychopathen wie Hannibal Lecter oder Patrick Bateman auch außerhalb der Fantasie von Regisseuren und Drehbuchautoren existieren, wenn du dich fragst, warum Geister nur nachts rauskommen, wenn dich die wahre Bedeutung hinter dem enigmatischen Mysterium der Zahl 666, die „number of the beast“, interessiert – dann herzlich willkommen an Bord des „Psycho Schizo Espresso“, schnallt euch gut an.“

Die erste Folge erscheint am 31. Oktober und wird sich passenderweise mit der Rolle des Teufels im Heavy Metal und der biblischen Bedeutung der Zahl 666 beschäftigen.

Die ganze Geschichte von Iron Maiden lest ihr in unserem Sonderheft! Inklusive neuem Interview mit Bruce Dickinson. Jetzt hier bestellen.

Tom Petty: Ganz oben, ganz unten

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In den 90ern kracht Tom Pettys bisheriges Leben zusammen. Mittendrin nimmt er mit Rick Rubin ein Meisterwerk auf. Es mache ihm Angst, sagt er später darüber. Eigentlich soll es ein Doppelalbum werden, die Plattenfirma ist dagegen. Jetzt erscheint WILDFLOWERS so, wie es ursprünglich geplant war.

„Es ist schwierig für mich. Wenn ich kein Projekt habe, fühle ich mich mit nichts verbunden. Ich glaube nicht mal, dass das gesund für mich ist. Ich will raus aus dem Bett und was zu tun haben.“ Das erzählt Tom Petty im September 2017 dem Journalisten Randy Lewis von der Los Angeles Times. Es ist sein letztes Interview, bevor er wenige Tage später an einer versehentlichen Überdosis Schmerzmittel stirbt. Petty hat damals gerade die Tour zum vierzigsten Jubiläum von Tom Petty & the Heartbreakers beendet, bei der ihm ein Haarriss in der Hüfte zu schaffen machte, und schon wieder neue Projekte vor sich. Er hat beschlossen, das zweite Album der Shelters zu produzieren, einer jungen Band aus Los Angeles. Dazu will er mit seiner Radioshow „Tom Petty’s Buried Treasure“ weitermachen. Am allerwichtigsten aber ist ihm eine andere Sache, und an der arbeitete er damals schon länger.

An einem Abend zwei Jahre zuvor ist er auf dem Weg zum Haus von Rick Rubin in Malibu. Im Gepäck hat er alte Aufnahmen, die er dem Produzenten vorspielen will. Sie stammen aus der Zeit, als die beiden zum ersten Mal zusammengearbeitet haben. „Wir hörten uns die Sachen an und es haute mich wirklich um“, erinnert sich Rubin 2017 im Broken Record Podcast an den Tag. „Ich hatte eine vage Erinnerung an die Songs, aber bei manchen dachte ich im Nachhinein: ‚Wow, was für ein großartiger Track! Wie konnte der uns damals nur durch die Lappen gehen?‘“ Damals, das ist 1994, und die Aufnahmen, die Petty Rubin 2015 vorspielt, sind nicht verwendete Überbleibsel von den Aufnahmesessions zu seinem Album WILDFLOWERS. Dem Songwriter schwebt eine Wiederveröffentlichung seiner zweiten Soloplatte vor, mit bisher unveröffentlichten Liedern.

Im September 2017 steht der Plan immer noch, und nach der abgeschlossenen Jubiläumstour mit den Heartbreakers soll es jetzt endlich so richtig losgehen. Nicht nur will Petty WILDFLOWERS in neuer Form rausbringen, sondern auch Konzerte geben. Aber keine Stadionshows, sondern kleinere und eher akustische Auftritte, ohne die obligatorischen Hits. „Er wollte das ganze Album live spielen und hier und da andere Sänger dazuholen. Es sollte eine Open Experience werden“, wie Heartbreakers-Gitarrist Mike Campbell Ende September 2020 im Interview verrät. Zur Debatte stehen damals im Herbst 2017 zum Beispiel Eddie Vedder, Stevie Nicks oder Norah Jones. Es sollte ganz entspannt ablaufen, jeder in seiner jeweiligen Heimatstadt für ein paar Songs auf die Bühne kommen. Das zeigt, wie wichtig Petty WILDFLOWERS auch mehr als zwanzig Jahre nach seinem Erscheinen gewesen ist, tatsächlich hat er es immer für eine der besten Platten gehalten, die er je gemacht hat. Dabei ist WILDFLOWERS in einer für ihn komplizierten Zeit entstanden.

Anfang der 90er steht Petty kommerziell ganz oben, innen drin aber ist er ausgebrannt. Er hat sein Leben lang immer cooler gewirkt als so ziemlich jeder andere, war dabei allerdings nie einer, der die Dinge auf die leichte Schulter genommen hat. Bei der Arbeit am als Konzeptwerk über den amerikanischen Süden konzipierten SOUTHERN ACCENTS von 1985 zum Beispiel zertrümmert er sich die Hand, als er, unzufrieden mit den Aufnahmen, mit der Faust gegen eine Wand prügelt. Eine Zeit lang schaut es sogar so aus, als könne er nie wieder Gitarre spielen. Als er wiederhergestellt ist, stürzt er sich um so intensiver in die Arbeit. 1987 bringt er mit den Heartbreakers LET ME UP (I’VE HAD ENOUGH) raus, 1988 das erste Album zusammen mit den Traveling Wilburys, 1989 die erste Soloplatte, FULL MOON FEVER, 1990 das zweite Album mit den Traveling Wilburys, und 1991 wieder mit den Heartbreakers INTO THE GREAT WIDE OPEN. Dazwischen Auftritte und aufwendige Musikvideos für MTV. Er hängt mit Bob Dylan rum, mit George Harrison, Ringo Starr und Roy Orbison. Was man eben so macht, wenn man ganz oben ist.

Nach INTO THE GREAT WIDE OPEN will Petty eine Auszeit nehmen, bei der Familie, daheim in Los Angeles sein. Aber so recht haut das nicht hin mit dem Ausspannen. Es haut eigentlich überhaupt nicht hin. Denn jetzt kommen die Songs auf einmal zu ihm, und mehr als je zuvor. „Du sitzt einfach da, an deinem Klavier, mit deiner Gitarre, und bang, da sind sie – als würden sie vom Himmel fallen“, erinnert er sich in Peter Bogdanovichs monumentaler Band-Dokumentation „Runnin’ Down A Dream“ von 2007 an diese Zeit. Nicht einmal ein ganzes Jahr nach INTO THE GREAT WIDE OPEN klingelt bei Gitarrist Mike Campbell das Telefon. Es ist Petty: „Ich hab neue Songs, lass sie uns aufnehmen“.

Seine letzten beiden Platten hat er damals mit Jeff Lynne vom Electric Light Orchestra als Produzenten gemacht, der ist nebenbei auch sein Kollege bei den Traveling Wilburys. Und es hat, nun ja, Spannungen gegeben. Nicht zwischen Petty und Lynne, aber zwischen Lynne und den Heartbreakers . Bei FULL MOON FEVER zunächst noch weniger, da fühlt sich die Band vor allem von ihrem Frontmann vor den Kopf gestoßen, als der klarmacht, dass abgesehen von Campbell keiner von ihnen eine Rolle spielen wird. Er will mehr kreativen Freiraum. Im Gegenzug versichern ihm Heartbreakers-Bassist Howie Epstein und Schlagzeuger Stan Lynch denn auch, dass sie einen Track wie ›Free Fallin’‹ sowieso nicht für besonders vielversprechend halten.

Bei INTO THE GREAT WIDE OPEN von 1991 ist die Band wieder dabei. Aber so richtig gut läuft es auch da nicht. Lynne ist jemand, der gern alles unter Kontrolle hat, bei dem jeder Ton genau da und genau so sitzen muss, wie er sich das vorstellt. Er produziert eigentlich lieber Solokünstler als Gruppen, für Petty macht er eine Ausnahme. Die Heartbreakers kommen also im Studio an, bereit, loszulegen – aber so funktioniert das diesmal nicht. Stattdessen soll jeder auf einmal seine Parts einzeln aufnehmen. „Könntest du hier ein Lick spielen, und hier ding ding ding ding ding machen, so lief das. Es machte überhaupt keinen Spaß“, erinnert sich Keyboarder Benmont Tench in Bogdanovichs Doku. Drummer
Lynch sieht’s nicht viel anders: „Es ging so: Komm her, mach deinen Scheiß, hau wieder ab!“ Doch ihr Anführer hält zu Lynne: „Ich mag, was gute Platten bringt. Ist mir egal, wie’s gemacht wird, das interessiert niemanden.“

Tom Petty & the Heartbreakers mögen immer eine gleichberechtigte Band gewesen sein, mehr als Bruce Springsteen & The E Street Band das sind, aber letztlich war Petty trotzdem der Boss. Wie er sich das vorstellte, so wurde es gemacht. Lynne bleibt also bis zum Ende der Produzent von INTO THE GREAT WIDE OPEN, und die Platte verkauft sich fantastisch, nicht zuletzt dank der Nummer-1-Single ›Learning To Fly‹. Dass der Brite beim folgenden Album nicht mehr hinter den Reglern sitzt, hat also garantiert keine finanziellen Gründe. Vielleicht ist es auch ein Zugeständnis an die Band, vor allem aber ist es ein Zugeständnis an die neuen Songs. Denn die sind kein Lynne-Material.

Gewinnspiel: Tickets für The Pineapple Thief im Lostopf

Die Alternative-Rocker um Mastermind Bruce Soord befinden sich gerade mitten in ihrer „Versions Of The Truth“-Tour. Für die Show im KUZ in Mainz am 26.10. und für das Konzert im Carlswerk Victoria in Köln am 29.10. verlosen wir jeweils eine Freikarte.

Außerdem verlosen wir einmal eine BluRay des neuen Konzertfilms „Nothing But The Truth“.

Jetzt teilnehmen:

[contact-form-7 id=“125553″ title=“The Pineapple Thief Verlosung“]

Paul McCartney: Führt Foo Fighters in die Hall Of Fame ein

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Am 30. Oktober werden neue Künstler in die Rock And Roll Hall Of Fame eingeführt. Neben Tina Turner, Todd Rundgren, Carole King, Jay-Z und The Go-Go’s wird in diesem Jahr auch den Foo Fighters die Hall-Of-Fame-Ehre zuteil.

Eingeführt wird die Band um Dave Grohl bei der Zeremonie von niemand Geringerem als Sir Paul McCartney. Die beiden vereint eine gemeinsame Geschichte, die von zahlreichen Kollaborationen und Gemeinsamkeiten geprägt ist. Einen besseren Redner hätten sich die Foo Fighters wohl nicht wünschen können.

In Memoriam: Spencer Davis (17.07.1939-19.10.2020)

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Mit R’n’ B -getönten Hits wie ›Gimme Some Lovin’‹, ›Keep On Running‹ und ›I’m A Man‹ zählte seine Spencer Davis Group Mitte der 60er Jahre zu den erfolgreichsten britischen Beat-Invasoren. Spencer David Nelson Davies, so der eigentliche Name des gebürtigen Walisers, spielte zwar Gitarre, Mundharmonika und sang die zweite Stimme, doch im Mittelpunkt der Band stand zweifellos der als Wunderkind gefeierte Steve Winwood.

Dessen Bruder Muff sowie Schlagzeuger Pete York komplettierten das Line-up, allerdings riss die Hit-Serie nach Steves Einstieg bei Traffic, 1969 löste sich die SDG auf. Der Namensgeber, eingefleischter Folk- und Blues-Fan, nahm eigene Alben auf und kooperierte etwa mit Sneaky Pete Kleinow von den Flying Burrito Brothers, bevor er seine Band 1972 kurzzeitig reformierte. Das nächste Kapitel schrieb der Germanist, der einst in Birmingham und Westberlin studiert hatte, auf der anderen Seite des Musik-Business: Er folgte Muff Winwood, der mittler weile als Produzent arbeitete, zu Island Records, wo er als Promoter u. a. die Karrieren von Bob Marley und seinem Ex-Kollegen Steve Winwood begleitete.

Als Musiker trat er auch weiterhin in Erscheinung, sei es als loses Mitglied der Class Rock All Stars und der World Classic Rockers, die in wechselnden Besetzungen u. a. mit Denny Laine, Randy Meisner und Bobby Kimball auf Tour gingen, oder als Chef der reformierten SDG. Eine Lungenentzündung wurde dem 81-Jährigen nun zum Verhängnis, Spencer Davis verstarb am 19. Oktober in seiner amerikanischen Wahlheimat.

Jimmy Page: Schiebt Live-Aid-Patzer auf Phil Collins

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Beim jüngsten „The Times and The Sunday Times Cheltenham Literature Festival“ gab Jimmy Page vor Publikum ein Interview. Während des Gesprächs wurde u.a. über Led Zeppelins nicht wirklich gut gelungenen Reunion-Auftritt bei Live Aid gesprochen. Led Zeppelin verweigerten damals die Veröffentlichung der Videoaufnahmen.

Jimmy Page beschuldigte unter anderem Phil Collins für die Misere. Selbiger, der bei dem Auftritt neben anderen Drummern trommelte, trat in Philadelphia auf, nachdem er eine Flugreise zuvor bei Live Aid in London auf der Bühne gestanden hatte.

Page wörtlich: „Wir hatten nicht mal zwei Stunden zum Proben und der Schlagzeuger bekam den Anfang von ›Rock And Roll‹ einfach nicht gebacken. Wir hatten echt Probleme, das war damals nicht sehr clever von uns.“

Vince Neil: Gebrochene Rippen nach Sturz von der Bühne

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Während seines Slots beim „Monsters on the Mountain“ Festival in Pigeon Forge, TN fiel Vince Neil bei seiner Darbietung des Mötley-Crüe-Songs ›Don’t Go Away Mad (Just Go Away)‹ von der Bühne.

Dabei hat sich der Sänger einige Rippen gebrochen und musste ins Krankenhaus gebracht werden, seine Band gab ohne ihn noch einige Coverversionen für das Publikum zum Besten.

CLASSIC ROCK präsentiert: Amigo The Devil live!

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amigo_the_devil_credit_regime_music_group_0Im März kommt Amigo The Devil für mehrere Shows nach Deutschland. 

„Wer zur Hölle ist dieser Typ? Warum sind alle Songs auf seinen Alben gottverdammte Hits?“ Diese Frage stellte sich CLASSIC-ROCK-Chefredakteur Paul Schmitz letztes Jahr, als er zum ersten Mal von Amigo The Devil hörte.

Der Singer/Songwriter aus Miami singt von gar nicht sonnigen Angelegenheiten und widmet sich mit seiner Musik lieber den dunklen Abgründen des menschlichen Daseins.

Hier Amigo The Devil live erleben:

04.03.2022 Köln, Artheater

05.03.2022 Hamburg, Nochtspeicher

10.03.2022 Berlin, Badehaus

22.03.2022 München, Hansa 39